Der Marathon rückt näher – immer mehr Läufer in der City – und wo war meine Vorbereitung? 3 Wochen Laufpause und dann muss es raus:
SCH*** AUF DAS BEIN!
Testlauf war angesagt: Alsterrunde!
Am Donnerstag vor dem Marathon schrie mich das Handy pünktlich um halb 7 aus dem Bett und schickte mich an den großen Hamburgteich – zum Glück mit einem alten Schulkumpel verabredet, damit ich mich nicht sofort übernehme.
Ergebnis war begeisternd: Schmerzen waren nur die ersten 10 Minuten unterschwellig vorhanden und ich konnte locker mitlaufen.
MARATHON ICH KOMME!
Wie ich das bereits von den anderen Marathons kenne, hab ich mich die Woche über fast nur von leicht verdaulichen Kohlenhydraten ernährt: Gummibärchen, Toastbrot, Marmelade Honig und Co. Somit war mein Darm leer und meine Muskeln voll mit Energie. ![]()
Nach einem schönen Abend mit Freunden am Samstag und einer Flasche Wein hab ich mir noch 6 Stunden Schlaf gegönnt und bin dann leicht verschlafen zum Start gefahren.
Sachen abgeben.
Startblock D suchen.
und ab die Post!
Ohne Stoppuhr, aber mit Ipod und einer Menge entspannter-fluffiger Musik.
Um es kurz zu machen: Halbmarathon bei etwa 1:36h, bei km 30 meldeten sich unterschwellig die Waden, Tempodrosselung (ich will ja durchlaufen und keinen Krampf riskieren) und dann wurden noch die letzten Kilometer bis zum Ziel genossen.
(nicht so wie andere verkrampfte Nachbarläufer)
Sonnenschein-Sonnenbrand- Endlich Farbe für den eitlen Triathleten.
Ziel: 3:26:13h ein Grinsen im Gesicht, und dann viel Frust über die miese Versorgung nach dem Rennen…ein kleiner zugeteilter Verpflegungsbeutel, ein „popliges“ Erdinger Alkoholfrei und das wars!
Auch Praktikanten haben Ihren Stolz: Beutel leer gemacht, 15min auf dem heißen Asphalt hingelegt und zack aufs Fahrrad und zurück in die WG – etwas gefrustet, mit Hunger – aber grinsend! Köln macht trotzdem den schöneren Marathon und die bessere Fressmeile.
So locker sich das alles anhört. Fahrradfahren war in Ordnung, aber das Gehen fand nach längerem Stillsitzen nur noch mit gestreckten Beinen statt. Noch eine leckere Billig-Salami-Pizza-Deluxe und der Abend wurde ruhig mit Gedanken an die bevorstehenden 42 Laufkilometer an der Flensburger Förde beendet.


Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Chefautor von Men's Health, über Männer-