
Meine Gebete wurden erhört: Entwickler Blizzard hat auf seiner Hausmesse in Paris Diablo 3 angekündigt, yeeeehaaa! Ein Cinematic-Teaser und Gameplay-Video geben erste Eindrücke von der Fortsetzung des dämonischen Hack-&-Slay-Königs. Mein Spiel des Jahres 2009 steht somit bereits fest. Oder doch erst 2010?
Hach, wie gern erinnere ich mich an die alten Zeiten, in denen ich mit meiner furchteinflößenden Assassine die Welt durch meine Kick-Künste verbessern wollte. Ein Hack hier, ein Slay dort, dann ein schneller Rundum-Tritt und die dämonische Brut war Geschichte. So einfach das Spielprinzip auch war, der Sammeltrieb packte jeden, spätestens nach dem dritten Schlag. Auch im dritten Teil will Blizzard dieser Tradition treu bleiben. Keine Experimente, nur Verbesserungen, so die Devise. Das ist auch gut so, denn genau das erwartet die riesige Fangemeinde.
Höchste Geheimhaltung
Die Arbeiten an Diablo 3 starteten direkt nach dem Addon "Diablo 2: Lord of Destruction", das war vor etwa sieben Jahren. Unglaublich, wie Blizzard über eine so lange Zeit den Titel vor der Öffentlichkeit geheim halten konnte. Normalerweise sickert so etwas in der Spielindustrie schnell durch. Vor allem, wenn es sich dabei um einen Nachfolger von Diablo 2 handeln soll, denn lange Zeit gab es intensive Spekulationen über eine Fortsetzung. Wann soll sie kommen? Was wird sich ändern?
Ein Teil kann jetzt schon beantwortet werden. Zwar steht ein genauer Releasetermin noch nicht fest, jedoch offenbart der Gameplay-Trailer bereits zwei Klassen: den Barbaren und Hexendoktor. Auch die Spielgrafik wird gezeigt: Bunter als bei den Vorgängern, dafür aber mit Physik-Effekten. So lassen sich in der Unterwelt Mauern, Brücken oder Möbel zum Einstürzen bringen. Dahinter soll sich jedoch keine echte Physik-Engine befinden, sondern gescriptete Effekte, die an bestimmten Stellen oder mit speziellen Aktionen ausgelöst werden können.
Grandioses Marketing
Ein großes Lob verdient Blizzard für seine Marketing-Strategie. Für mich ähnelt sie der von Apple. Wie schafft man es, für jedes seiner Produkte schon im Vorfeld einen Hype zu generieren? Eine gute Antwort auf diese Frage kennen wohl nur Apple und Blizzard. Fast hätte ich gesagt, dass es an den qualitativ hochwertigen Produkten liegt. Bei Blizzard würde das mit Sicherheit zutreffen, aber Apple hat schon einige Flops produziert. Zuletzt musste auch das iPhone starke Kritik einstecken. Bei Blizzard kann man sich jedoch sicher sein, dass man zum Release ein funktionierendes Spiel für sein Geld bekommen wird. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Fertigstellung von Diablo 3 erst auf Ende 2009, wenn nicht 2010 geschätzt wird. Auch wenn die Spielszenen den Anschein haben, als stünde die Fortsetzung bereits kurz vor ihrer Fertigstellung.
Na ja, dann muss ich mir die Zeit bis 2010 wohl mit Diablo 2 verkürzen, wenn ich denn noch ein Exemplar bekomme. Denn kurz nach der Ankündigung von Diablo 3 schnellte die Bestseller-Version des zweiten Teils bei Amazon auf Platz drei der Verkaufscharts. Hoffentlich kein Grund für Blizzard, den Release-Termin noch weiter nach hinten zu verschieben.
Bilder: Blizzard Entertainment


Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Chefautor von Men's Health, über Männer-