Eintrag von Marc Weinreuter: Drei Jahre ist es schon her, seit ich mit meinen Kollegen die Sixpack-Challenge absolviert und dabei meine ersten Erfahrungen mit Low-Carb-Mahlzeiten und Supersätzen gesammelt habe.
Und genau drei Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal ein Fitness-Studio von innen sah. Dabei habe ich mir fest vorgenommen, wenigstens zweimal die Woche weiter zu trainieren… Gerade diese lange Abstinenz hat mir die ersten zwei Wochen das Leben schwer gemacht.
Dass ich am Anfang nicht die Gewichte aus der Endphase der letzten Challenge aufladen soll, war mir schon klar. Aber dass ich von diesen mickrigen, kleinen Scheiben einen drei Tage währenden Muskelkater bekomme, das hat mich schon ein wenig deprimiert. Also wieder ganz von vorne Anfangen. Toll! Ich hätte wohl doch besser meinem Vorsatz folgen sollen – oder mich von meinen Kollegen gar nicht erst breitschlagen lassen, wieder mitzumachen. Egal. Jetzt wird das durchgezogen!
Immerhin weiß ich ja, was auf mich zukommt. Die Ernährung ist eine Sache. Klappt soweit ganz gut. Auch wenn man vom vielen Eiweiß ständig einen trockenen Mund bekommt und die von der Videothek gegenüber nun ein gefühlt 20 Quadratmeter großes Plakat von meinem Lieblingseis aufgebaut haben, an dem ich ständig vorbeilaufen muss und das ich sogar vom Fenster aus sehe. Die kriegen mich nicht! Da lutsche ich lieber an meinem appetitlich duftenden Harzer Roller!
Aber beim Training gibt´s einen Unterschied: Anstelle vom Studio, stehe ich jetzt in meinem Schlafzimmer. Ich habe mich nämlich aus zeitlichen Gründen für die Hometraining-Variante Typ „Abendtrainierer“ entschieden. Vor mir habe ich einen provisorischen Spiegel aufgebaut, um meine Bewegungen besser zu kontrollieren. Und komme mir ein wenig albern vor. Schließlich ist das Fitness-Studio zum Trainieren da – aber das Schlafzimmer?
Fazit: Um die Trainingseinheiten zu hause zu absolvieren, muss ich mich deutlich mehr motivieren. Keine Kollegen, die einem bei den letzten Wiederholungen unter die verschwitzten Arme greifen, keine komm-schon-drei Wiederholungen-gehen-noch!-Rufe, nur der Spiegel und ich.
Euer Marc

Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Chefautor von Men's Health, über Männer-