Männer glauben ja angeblich, dass Frauen mit einer Tätowierung im Bereich des unteren Rückens eher dazu neigen, beim ersten Date Sex zu haben als andere Frauen ohne Tattoo. Auf deutsch: Frauen mit Arschgeweih steigen eher mit Ihnen in die Kiste. Das hat ein französischer Forscher in einem wahrlich spannenden Experiment herausgefunden, das er mit 31 schönen Frauen in roten Bikinis an Stränden der Bretagne durchführte.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch gerne mal französische Experimente mit 31 Strand-Schönheiten in roten Bikinis durchführen möchte, frage ich mich, wem die Wissenschaft mit dieser Forschung dienlich sein will. Sollen damit alle Frauen gewarnt werden, bloß nicht am Strand ihre Tattoos zu zeigen, damit sie nicht von Männern angebaggert werden? Ist das eine raffiniert eingefädelte Werbekampagne für eine Klinik, die per Laserbehandlung Tätowierungen entfernt? Soll es eine Warnung an alle Frauen sein, sich tätowieren zu lassen? So nach dem Motto: Wer sich ein Tribal übern Hintern stechen lässt, kann sich gleich “F… mich!” auf die Stirn tätowieren?
Wie auch immer. Entscheidender ist ja wohl die Frage: Ticken Sie auch so? Haben Sie auch solche Stereotype im Kopf wie “tätowiert = ungeniert”, ”Bild am Rücken – Gleitgel zücken” oder: “Geweih am Po: Mexiko!”? Wenn das der Fall ist, empfehle ich: Löschen. Clear memory. Neu denken! Stellen Sie sich das doch mal umgekehrt vor! Sie fänden es doch auch total mies, wenn Frauen nur aufgrund Ihres Aussehens dächten, dass Sie als Mann immer und überall nur Sex wollen.
Wie bitte? Ach. Das denken Frauen sowieso? Hmm, okay. Sie haben Recht. Für manche Stereotype muss man sich nicht einmal tätowieren lassen.
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Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Textchef von Men's Health, über Männer-