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Die Welt ist voller Fragen, und Frauen brauchen Männer, um sie zu stellen

Nur 0,1 Prozent der Deutschen wollen, dass grundsätzlich die Frau dem Mann einen Heiratsantrag macht. 43 Prozent sagen immerhin, es wäre egal ob Mann oder Frau. 56 Prozent wollen, dass der Mann die alles entscheidende Frage stellt. Da könnte man jetzt wieder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und darüber lamentieren, wie wenig die Menschen aus der Emanzipation gelernt haben, wie weit der Weg zur Gleichberechtigung noch ist, und wie sehr die alten Rollen noch in den Köpfen verankert sind. Aber ist das wirklich so? Ist die Frage alles entscheidend?

Überlegen Sie mal: Wenn der Mann die Frage stellt – wer gibt dann die Antwort? Und ist die Antwort nicht die Entscheidung? Ist es in diesem Falle also nicht die Frau, die über Ehe oder Wehe entscheidet? Keiner hat doch je davon gehört, dass der entsprechende Dialog so abläuft:

Mann (auf den Knien): “Willst du mich heiraten?”
Sie: “Jaaa!”
Er (wieder aufstehend): “Ich dich aber nicht.”

Nein, so geht das nicht. Also: Die Frau entscheidet. Der Mann ist nur Bittsteller, im besten Falle Initiator. Und das, obwohl in vielen Fällen die Frau mindestens die eine treibende Kraft hinter dem Ehevorhaben ist. Der Mann trägt – wie so oft – der Frau in Form einer Frage ihren eigenen Willen als seinen Wunsch an.

Damit muss mal Schluss sein. Ab sofort fragen wir nicht mehr. Ab sofort müssen die Mädels uns fragen. Ob wir heiraten wollen. Aber vorher auch: Ob sie unsere Nummer haben können. Ob wir morgen schon etwas vorhaben. Ob wir mit ihnen ins Kino gehen wollen. Ob wir danach noch was trinken gehen wollen. Ob wir nicht doch auf einen Absacker mitgehen wollen. Ob sie uns nach Hause bringen dürfen.

Erst dann fragen wir auch mal etwas, nämlich, ob sie vielleicht noch auf einen Kaffee mit hochkommen wollen. Und später dann, ob sie uns zu dick finden.

 

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Labertasche fetter als Dönertasche: Frauen werden am ehesten zu dick durch zu viel – Reden!

Endlich mal wieder eine Studie, die mir aus dem Herzen spricht. Ihr Thema: Frauen und Gewichtsprobleme. Forscher der University of Notre Dame (USA) haben in einem Versuch festgestellt, dass Frauen durch Reden dicker werden. Nicht im Wortsinne – auch wenn das mal eine interessante Diät ergäbe! Nein, es geht darum, dass Frauen, die schlecht über ihr eigenes Aussehen, speziell ihr Gewicht, sprechen, auf anderen Menschen weniger attraktiv wirken als solche, die sich positiv über ihre eigene Erscheinung äußern. Also sprich: Eine Frau, die dauernd sagt “Ich bin zu dick!”, die wirkt auch unansehnlicher oder gar dicker auf andere. Dabei spielte es gar keine Rolle, ob die Frauen tatsächlich objektiv schön und schlank waren oder nicht. (Was auch immer “objektiv schön und schlank” bedeuten mag.)

Ich sage es ja immer, und ich sage es hier gerne nochmals in aller Deutlichkeit: Das größte Gewichtsproblem, das viele Frauen haben, geht nicht vom Körper, sondern vom Kopf aus. Eine Frau, die ständig abfällige Bemerkungen über ihr Aussehen und ihr Gewicht macht, wird in der Wahrnehmung ihrer Mitmenschen schnell zum unzufriedenen Pummelchen. Eine Frau hingegen, die objektiv tatsächlich 5 Kilo zu viel auf die Waage bringt, sich dabei aber selbst mag und ihre Pfunde lebensfroh und selbstbewusst zur Schau trägt, wird auch meist als attraktiver empfunden.

Bei der Selbstdarstellung verhält es sich letztlich genau wie mit den Referaten der Schulzeit. Alle gähnen automatisch, wenn so eine Träne nach vorne schlufft und als erstes sagt: “Also, ich habe hier eigentlich nicht wirklich was Interessantes zu erzählen, aber naja, ihr werdet es ja selbst sehen…” FAIL! Ganz anders läuft es, wenn dieselbe Person mit demselben Thema und denselben Fakten nach vorne stürmt und sagt: “Leute, checkt das ab, zieht euch das rein, diese Zahlen sind wirklich der Hammer!” Dann hat sie sofort die Aufmerksamkeit des Publikums, und die Leute werden neugierig, was sie zu verkaufen hat.

Für Sie und Ihr Leben heißt das: Wenn Sie überlegen, mit wem Sie ausgehen sollen, pfeifen Sie auf die spaßfeindlichen Kummerküken, die kalorienzählenden Salat-Mädels und die hundeäugigen Komplimente-Fischerinnen. Suchen Sie sich eine Frau aus, die mit sich selbst zufrieden und im Reinen ist, die sich mit und in ihrem eigenen Körper wohlfühlt, die sich selbst schön und sexy findet, die nicht dauernd jammert, sie sei zu dick, sie passe in keine Jeans mehr, sie habe NICHTS ANZUZIEHÄÄÄN!!!

Äh, wie bitte? So eine Frau suchen Sie, aber Sie finden keine? So eine Frau gibt es nicht? Oh, Mist. Sie haben Recht!
Aber warum sollte es uns da anders gehen als den Frauen mit ihrem blöden Märchenprinzen. Oder haben Sie vielleicht ein weißes Pferd?

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Frauen stehen auf Männer, die ein richtig großes Instrument haben

Haben Sie eine Gitarre? Nein? Dann kaufen Sie sich eine. Sie können nicht spielen? Ist völlig egal. Sie müssen sie nur immer bei sich tragen. Denn Frauen finden Männer mit Gitarren attraktiver als Männer ohne Gitarren. Das wurde in Studien eindeutig nachgewiesen.

Nehmen Sie also immer eine Gitarre mit, wenn Sie losziehen, um Frauen kennenzulernen. In Clubs, in Kneipen, in die Eisdiele, auf Konzerte. Nehmen Sie das Ding am besten einfach überall hin mit, auch zum Arzt, ins Kino, ins Theater, ins Museum, zur Krankengymnastik, zum Sport, ins Schwimmbad, zum Vorstellungsgespräch. Man weiß ja nie, wann und wo einem die Frau fürs Leben begegnet. Manch ein Mann hat seine Traumfrau in der U-Bahn gesehen, im Gedränge, und schwupp! weg war sie. Verdammt! Hätte er mal eine Gitarre dabei gehabt. Dann wäre sie womöglich vor ihm stehen geblieben. Und hätte ihm eine Münze in den Hut geworfen…

Egal, jedenfalls, wo auch immer Sie hingehen: Die Gitarre nicht vergessen. Machen Sie nur nicht den einen entscheidenden Fehler, nämlich dem Instrument einen Namen zu geben. Okay, B. B. King nennt seine Lucille, das ist cool. Aber: B. B. King ist ein alter Mann, der sowieso keine Frauen mehr kennenlernen muss oder will. Bei dem ist das süß und irgendwie schrullig. Aber wenn Ihre Traumfrau hört, dass Sie Ihre Klampfe liebevoll Susi nennen, dann fragt sie sich doch zurecht: “Hat der was mit mir, oder mit seiner Gitarre?” Und: “Wer ist überhaupt diese Susi? Bestimmt seine Ex!” Da hilft es auch nicht, dass Sie nur total unbeholfen an Susi herumzupfen oder sie nur mit sich herumtragen, ohne zu spielen. Dann ist die Eifersucht da und geht nie wieder weg. In dieses Fahrwasser möchten Sie nicht geraten, glauben Sie mir.

Ach ja, eine Gemeinsamkeit zwischen Gitarre und Frau ist dennoch nicht von der Hand zu weisen: Bei beiden kommen Sie mit Geduld und Fingerspitzengefühl weiter als mit brachialer Power und harten Riffs. Sonst spielen Sie ganz schnell wieder ein Solo.

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Das Gender-Paradoxon: Männer sollen bei der Arbeit Frauen besonders loben, aber wehe sie loben Frauen, weil sie Frauen sind

Loben Sie mal Ihre Kolleginnen. Jetzt sofort und/oder später, ist egal. Am besten ist sowieso: Dauernd loben. Wofür ist nicht egal: Immer für ihre Arbeit – und nie, nie, nie für ihren Rock oder ihre enge Jeans oder ihre tief ausgeschnittene Bluse. Und wenn Sie mal im Urlaub sind oder auf Geschäftsreise, dann nehmen Sie einfach ein paar Lobe (oder heißt das jetzt Lobs?) auf Band auf oder legen Sie als MP3-Datei auf ihrem PC ab, damit sie sich Ihres Lobs auch in Ihrer Abwesenheit sicher sein kann.

Warum das ganze Frauenlob im Männerjob? Nun, eine Studie der University of Massachusetts hat gezeigt, dass Frauen, die zusammen mit Männern in einem von Männern dominierten Tätigkeitsbereich arbeiten, per se dazu neigen, ihre eigenen Leistungen als negativ oder weniger wichtig darzustellen. Die Frauen gehen offenbar davon aus, dass sie in dieser Konkurrenzsituation eh nicht gegen die Männer ankommen und stellen ihr Licht darum in Selbstbeurteilungen von vornherein unter den Scheffel. Frei nach dem Motto: “Ich habe ja schon selbst gesagt, dass ich nix kann, also hackt nicht auch noch auf mir ‘rum!” Nur wenn diese Frauen im Nachhinein explizit, exklusiv und persönlich für ihre Arbeit gelobt wurden, stieg das Level ihrer Selbstwertschätzung an. Also, wenn Sie etwas für das Vorankommen Ihrer wertgeschätzten Kollegin tun wollen: Loben Sie!

Wobei… Stopp!

Das ist jetzt wieder so eine Gender-Falle. Nehmen wir an, Sie loben Ihre Kollegin. Nehmen wir an, Sie loben sie wirklich bei jeder Gelegenheit – also immer, wenn sie etwas gut gemacht hat. Das muss schon etwas Qualifiziertes sein, nicht bloß den Kopierer bedienen oder das Fenster auf Kipp stellen, das dürfen Sie auf keinen Fall loben, das wäre diskriminierend und noch schlimmer als Kurze-Röcke-Loben! Nein, wir nehmen an, Sie loben sie für ein paar Dinge, die sie richtig gut hingekriegt hat, auch für kleine Teilerfolge. Ganz ehrlich, ganz freundlich. Ohne Hintergedanken. Dann fragt sie, durchaus freundlich, aber auch misstrauisch: “Sag mal, warum lobst du mich eigentlich die ganze Zeit?” Und Sie erzählen ihr von diesem Artikel und von der Studie, und sie fasst das in der Frage zusammen: “Du lobst mich also die ganze Zeit, weil ich eine FRAU bin?” Sie können nicht umhin, das irgendwie zu bejahen. Und sie schreit: “Das ist ja wohl die übelste, perfideste Form der Diskriminierung, die ich je erlebt habe!” Und dann geht es ab zum Chef oder noch schöner zur Chefin, und dann zur Frauenbeauftragten des Betriebsrates und – heidewitzka!

Hach, ja. Herrlich, dieses Gender-Paradoxon. Wie Sie aus der Nummer wieder rauskommen? Keine Ahnung. Ich bin hier nur der Depp, der die Studien vorliest. Aber hübsche Bluse haben Sie da an.

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Haben Sie mal 4 Minuten Zeit? Dann verlieben Sie sich doch!

Forscher der Universität Stanford (USA) haben nun festgestellt, dass 4 Minuten ausreichen um sich zu verlieben. Sie protokollierten über 1.000 Speed Dates um zu dem Schluss zu kommen, dass es in 4 Minuten möglich ist, eine solch innige Verbindung zum Gegenüber aufzubauen.

Ja, nun.

Erstens sind auf Speed-Date-Abenden doch wohl vornehmlich die Verzweifelten anzutreffen, manche so verzweifelt, dass sie sich wahrscheinlich in 4 Minuten sogar in einen Klappstuhl verlieben könnten, wenn er nur “nett aussieht” und “es sich mit ihm irgendwie gut anfühlt”. Auf diesen Veranstaltungen sind einige schon verliebt, bevor sie überhaupt den Raum betreten, und suchen für die Liebe ihres Lebens nur noch die entsprechenden Statisten. Von daher kann ich diese Messungen nicht ganz ernst nehmen. Zweitens wissen wir doch längst aus anderen Studien, dass die entscheidenden Weichen fürs Verlieben bereits in Sekundenbruchteilen gestellt werden können. Dagegen sind 4 Minuten ja Spielfilmlänge!

Aber drittens muss ich mal eine Frage stellen: Was haben die eigentlich alle mit dem Verlieben? Alle tun immer so, als wäre das ein unfassbarer, welterschütternder Prozess. Ist es aber nicht, denn tagtäglich verlieben sich Millionen von Menschen – und hier wackelt nix! Verlieben ist im allgemeinen Schauspiel des Weltgeschehens in etwa so bedeutsam wie ein Maulwurf-Schnupfen. Und überhaupt: Wissen Sie, was in 4 Minuten alles passieren kann? In etwa dieser Zeit sprang Felix Baumgartner von der Stratosphäre bis zur Erde. Die Bayern haben im Champions-League-Finale 1999 in weniger als 3 Minuten den sicheren Sieg und damit eine ganze Saison verspielt. Das verheerende Erdbeben auf Haiti 2010 dauerte nur eine Minute. So viel zum Thema welterschütternd. Und da schlagen die Leute fassungslos die Hände vors Gesicht, wenn es heißt, Verlieben dauere nur 4 Minuten. Naturgewalt, von wegen.

Andererseits: Wenn ich dann mal wieder in die Augen von Scarlett Johansson sehe, dauert es nur 4 Nanosekunden – und ich bin selbst in der Stratosphäre…

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Desperate Playboys: Alt und jung ist das neue arm und doof

Reiche 60-jährige Männer haben 20-jährige sexy Frauen, weil alte Säcke genug Geld haben, um den jungen Dingern jeden Tag neue Gucci-Schuhe zu kaufen, und ihnen außerdem die Miete und das Auto bezahlen. Stimmen wir klischeemäßig so weit überein? Okay. Woher haben die alten Männer das viele Geld? Na, sie sind wahnsinnig gut ausgebildet und haben all ihr Wissen und ihre Cleverness genutzt, um eine Menge Kohle zu verdienen. Oder sie haben ein eigenes Geschäft gegründet, ihr Leben lang hart gearbeitet – und gönnen sich nun die verdienten Blow-Jobs im Ruhestand. Auch d’accord? Tja, dann holen Sie mal Eimer und Farbrollen aus dem Keller. Wir müssen Ihre Stereotype renovieren. Diese Vorstellungen vom reichen Playboy sind nämlich neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge allesamt Mumpitz. Zumindest unter Normalsterblichen.

Forscher der University of Colorado (USA) haben jetzt in einer großen Längsschnitt-Studie festgestellt, dass Männer mit jüngeren Partnerinnen in der Regel ungebildeter und weniger wohlhabend sind als solche mit gleichaltrigen Frauen. Das sei so zu erklären, so die Wissenschaftler, dass Männer mit höherem Bildungsstand während ihrer Ausbildung an der Hochschule viel Kontakt zu Angehörigen der gleichen Altersklasse haben, während andere, die gleich in den Arbeitsmarkt wechselten, dort eine viel weiter gefächerte Altersverteilung anträfen. Und da der Mensch sich am ehesten dort paart, wo er die meiste Zeit verbringt, sind College-Jungs oft mit College-Mädels zusammen, und alle anderen kreuz und quer durchs Altersbeet mit allen anderen. Ach ja: Auch bei Beziehungen, in denen die Frau wesentlich älter war, wiesen alle Beteiligten eine niedrigen Bildungsstand und geringeres Einkommen auf. Desperate Housewives mögen also sexy sein – intellektuell und wohlhabend sind sie meist nicht.

Sollten Sie nun deswegen alle wesentlich jüngeren und alle wesentlich älteren Frauen auf einer Party von ihrer Flirt-Liste streichen, damit Sie nicht für einen ungebildeten Idioten mit geringem Einkommen gehalten werden? Nein. Sie sollten deswegen alle wesentlich jüngeren und alle wesentlich älteren Frauen auf einer Party von ihrer Flirt-Liste streichen, weil ein Mann, der alle wesentlich jüngeren und alle wesentlich älteren Frauen auf einer Party auf seiner Flirt-Liste hat, als notgeiler Bock gilt. Ansonsten vergessen Sie einfach, was Sie soeben gelesen haben. Denn es gilt immer noch als höchst unhöflich und nicht sehr fein, eine völlig unbekannte Frau sofort als erstes nach ihrem Alter zu fragen. Da Sie es also eh nicht früh genug erfahren…

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Japanische Forscher wollen Männer vom Fremdgehen kurieren. Mit Tripper-Tabletten!

Da bin ich doch gerade fast vom Stuhl gefallen:

In Japan wird jetzt eine Pille gegen das Fremdgehen erforscht. Es ist ein Breitband-Antibiotikum namens Minocyclin, das bereits länger bei Akne, Infektionen der Atemwege und Geschlechtskrankheiten verschrieben wird. Die japanischen Forscher haben nun festgestellt, dass sich männliche Probanden unter der Einwirkung von Minocyclin weniger vom guten Aussehen irgendwelcher Frauen beeindrucken ließen und viel mehr darauf achteten, ob diese vertrauenswürdig seien. Die Tabletten verbesserten also angeblich das Urteilsvermögen der Männer in Bezug auf Frauen. Dies könnte verhindern, so die Wissenschaftler, dass verheiratete Männer auf Frauen hereinfielen, die sie mit Hilfe ihres attraktiven Äußeren nur in die Sex-Falle locken wollten, um sie hinterher finanziell auszunehmen.

Was mir dazu alles einfällt.

Erstens stellt sich die Frage, wie moralisch vertretbar es ist, einem Mann nur aus Paranoia, Misstrauen und/oder Eifersucht ein hochpotentes Tripper-Medikament zu verabreichen, zu dessen bekanntesten Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schlafstörungen gehören. Oder wie vertretbar es ist, Männer aus diesen Gründen überhaupt irgendwelche Drogen einzutrichtern. Man stelle sich diese Überlegung mal umgekehrt vor. Apropos:

Zweitens frage ich mich, warum dieser Versuch nur mit Männern durchgeführt wurde. Gehen Frauen nie fremd? Nie, nie, nie, nie, nie? Oder liegt es daran, dass nur Frauen überhaupt so etwas wie eine “Sex-Falle” stellen können? Na, na, na, na, na?

Drittens wüsste ich gern, warum die Forscher glauben, dass sich diese angeblich aufgedeckte mentale Nüchternheit der Tablettenschlucker nur auf fremde Frauen bezieht – und nicht auf die eigene. Für diese Annahme gibt es keinen offensichtlichen Grund. Also wäre ein weiteres Resultat der Pillengabe doch wohl, dass die Männer auch gegenüber ihrer eigenen Frau wesentlich klarer und nüchterner urteilen – und sich auch von deren äußeren Reizen nicht mehr beeindrucken lassen. Die Folge wären womöglich Sätze wie: “Ja, natürlich ist dein Hintern zu dick für diese Hose.” Welche Frau möchte das?

Viertens wurde der gesamte Versuch nur mit Fotos durchgeführt. Jeder Mann weiß, dass es etwas ganz anderes ist, ob ihm eine attraktive Frau von einem Bild entgegenlächelt oder vom Platz neben ihm an der Bar. Das ist nicht nur eine Frage der Dreidimensionalität, sondern schlicht von Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein Mann, der von seiner Frau bis oben mit Minocyclin vollgepumpt wurde und darum jedes sexy Foto von Scarlett Johansson total kritisch hinterfragt,  ganz anders reagiert, wenn Scarlett Johansson leibhaftig neben ihm am Tresen auftaucht und ihm eindeutige Avancen macht. Er sagt sich einfach: Was soll’s. Vielleicht ist das letzte, was er denkt, bevor er mit dem heimtückischen Scarlett-Double in die Sex-Falle sinkt: Einen Vorteil haben die Tabletten – wenn ich mir bei ihr einen Tripper einfange, muss ich wenigstens nicht zum Arzt.

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Frauen wollen Männer mit Witz und Humor, aber sie meinen es nicht ernst mit ihnen!

Frauen suchen Männer mit Witz. Eine der meistgenannten Eigenschaften des allgemein und im speziellen von Frauenzeitschriftenleserinnen begehrten Traummannes ist Humor. Ein Mann soll mit einer Frau lachen können, am besten pausenlos und am liebsten vornehmlich über sich selbst. Dabei soll er natürlich keine Witzfigur sein, sondern ein todernst zu nehmender Liebhaber, Familienvater, Sportler und so weiter. Aber Hauptsache: Lustig.

Hahaha. Jetzt lache ich aber mal.

Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, was ich Ihnen jetzt erzähle, dann bleiben Ihnen beim nächsten Flirt die Witze nur so im Halse stecken. Dann ist Schluss mit lustig. Eine kleine, aber feine Studie der  University of Stirling legt jetzt den Schluss nahe, dass Frauen zwar witzige und humorvolle Typen attraktiv finden – aber nur für einen One-Night-Stand, für kurze sexuelle Abenteuer! Das heißt, Sie witzeln und frotzeln da um Ihr Seelenheil, um den Ernst des Lebens, und die Frau will nur Sex. Unglaublich! Es ist immer das Gleiche. Sie hängen sich rein und liefern, und am Ende lauert diese traurige Pointe: Es war alles nur Spaß. Immerzu wird den Männern eingeimpft, es mit der Liebe und den Frauen ernst zu meinen, nicht mit ihren Gefühlen herumzuspielen. Und kaum halten wir uns daran und versuchen uns mal todernst in ihre Herzen zu scherzen, machen sie aus der ganzen Sache eine Witzveranstaltung und ziehen weiter. *lufthol*

Wie bitte? Das stört Sie gar nicht? Sie haben gar nichts gegen einen One-Night-Stand? Sie haben das alles auch nicht so… ernst gemeint?

Ach so. Na, dann will ich es mal nicht so gemeint haben.

Schönen Witz in den Mai!

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Stimmt es doch? Wollen alle Frauen nur ein Kinn von Ihnen?

Ein US-Forscher hat weltweit menschliche Skelette untersucht, um herauszufinden, ob es so etwas wie ein “sexy Kinn” gibt, also eine Form des menschlichen Kinns, die vom jeweils anderen Geschlecht als besonders attraktiv erachtet wird. Mal abgesehen davon, dass das sicherlich (Achtung, Kalauer!) eine Knochenarbeit war, kann ich mir sinnvollere Gründe dafür vorstellen, eine Forschungsreise zu verbringen. Etwa mit Bier trinken und baden gehen. Ich meine: Hallo? Der Mann hat versucht herauszufinden, ob es eine präferierte Kinnform gibt, wegen derer sich Frauen für den einen Mann entscheiden anstatt für einen anderen. Unglaublich!

Allerdings: Auf unbewusster Ebene könnte womöglich etwas dran sein. Wie Sie hier schon öfter gelesen haben, gelten ein breiter Kiefer und ein ausgeprägtes Kinn bei Männern als Zeichen für einen hohen Testosteronspiegel, was wiederum einige Frauen gerade in ihrer fruchtbaren Phase anziehend finden. Was aber auch nicht eindeutig wissenschaftlich zu belegen ist.

Stellen Sie sich das doch nur einmal in der Praxis vor! Ein Mann und eine Frau an einem Tisch im Restaurant. Sie nimmt seine Hand und sagt: “Es tut mir Leid, Jürgbert, du bist wirklich ein toller Mann – sportlich, gut aussehend, intelligent, du hast einen Super-Job, bist toll bestückt und alles. Aber ich gehe doch lieber mit Waltfried, dem stinkenden Totalversager, weil, der hat einfach so ein saugeiles Kinn!” Klingt das nach realem Leben? Nein.

Aber abwarten, vielleicht kommt das ja alles noch. Der plötzlich aufgetauchte Fuß-Fetisch hat uns ja auch alle überrascht. Wer weiß, vielleicht gibt es demnächst Kinnhalter für Männer und Kinn-Fetisch-Pornos, bei denen Frauen den Männern das Kinn lutschen, und alle Akteure bei jeder Gelegenheit krampfhaft ihr Kinn in die Kamera recken. Bis der Hauptdarsteller keinen Bock mehr auf den Quatsch hat und angenervt das Set verlässt, laut brüllend: “Ja, leckt mich doch alle am Kinn!” Und dann verpasst ihm der Regisseur einen Kinnhaken – und hat gleich ein Verfahren wegen sexueller Belästigung am Hals.

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Frauen stehen nicht auf aggressive Männer – außer für schnellen Sex

Wer kurzfristig eine Frau ins Bett kriegen will, sollte sich vielleicht öfter mal in der Kneipe prügeln. Oder zumindest ein aggressives Auftreten zeigen, wenn interessante Frauen anwesend sind. Denn wer ein machomäßiges, maskulines Verhalten zeigt, kann bei Frauen durchaus punkten.

Holla. Jetzt denken Sie sicher: Der Typ hat getrunken, der steht neben der Rille, dem haben sie was in die Falafel gestreut. Wie kann der am hellichten Tage so etwas laut sagen beziehungsweise schreiben?! Aber das ist nicht von mir. Das ist – grob verkürzt – das Ergebnis einer Studie der Uni Konstanz. Darin zeigte sich, dass Männer mit einem Hang zur Aggressivität bei vielen Frauen sehr gute Chancen auf einen One-Night-Stand haben. Befragt wurden immerhin 1.000 Frauen. Fragt sich trotzdem, ob es klug ist, so etwas in dieser Form zu kommunizieren, insbesondere so kurz vor dem Tanz in den Mai.

Galoppieren Sie jetzt nicht gleich mit Boxhandschuhen aufs nächste Volksfest! Denn im Detail stellt sich die Studie etwas anders dar: Die Frauen waren im Versuch nie direkt mit gewalttätigen Handlungen konfrontiert, sondern immer nur mit Aussagen von Männern, deren Verhalten die Wissenschaftler vorher als aggressiv klassifiziert hatten. Es kann also gut sein, dass die Frauen die Jungs gar nicht als Schläger, sondern als starke Beschützertypen wahrgenommen haben, oder als unbändige Kämpfer für das Gute. Und dass sie ihre Meinung sehr schnell ändern, wenn sie die Jungs bei der Kneipenschlägerei in Aktion erleben.

Spätestens wenn Sie nicht nach einer Affäre sondern nach einer Frau fürs Leben suchen, ist die Kämpfer-Nummer ohnehin fehl am Platze. Denn für langfristige Bindungen und Familiengründungen bevorzugen Frauen laut derselben Studie empfindsame Männer ohne kriegerische Ambitionen. Insofern: Ball flach halten.

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