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Die gute Nachricht: Frauen reagieren gestresster auf schlechte Nachrichten als Männer

Warum lesen Frauen lieber Kitschromane als Krimis? Warum sind weniger Frauen Fußball-Fans als Männer? Warum schauen Frauen lieber Frühstücksfernsehen als die Tagesschau? Eine Antwort auf alle diese Fragen lieferte jetzt eine kleine Studie der University of Montreal: Frauen reagieren gestresster auf schlechte Nachrichten als Männer. Negative Meldungen setzten sie messbar unter Stress, bei Männern war dieser Effekt hingegen nicht zu erkennen.

Während nun einige Fragen geklärt sind, entstehen neue: Wenn sie von schlechten Nachrichten so gestresst werden – warum lesen Frauen dann dauernd irgendwelche Kitsch-Gazetten, in denen der Herzschmerz von Prinzessinnen und der Krebstod von deren Lieblingsschauspielern verhandelt wird? Warum stehen sie überhaupt auf Klatsch und Tratsch? Warum steigen Frauen immer noch auf die Waage oder probieren Jeans in Größe 34 an? Warum schauen sie im Ultra-Neonlicht der H&M-Umkleidekabine in den Spiegel?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Auch mir gehen irgendwann die Studien aus. Ich kann Ihnen nur eines raten: Wenn Sie Ihrer Liebsten etwas Wichtiges zu sagen haben, beginnen Sie den Satz nie mit Alarm-Formulierungen wie: “Ich muss dir etwas beichten…” oder “Ich muss dir ein Geständnis machen…” Da geht bei denen sofort der Puls hoch, obwohl das Herz längst in der Hose schlägt – und sie hören gar nicht mehr richtig zu.

 

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Liebeskrach ist keine Kissenschlacht, aber Küsse sagen mehr als harte Worte

Gibt es mit Ihrer Angebeteten ab und zu Streit? Schreien Sie die Arme dabei öfter mal laut an? Werden Sie womöglich verletzend? Geben Sie ihr womöglich Tiernamen? Nein, natürlich tun Sie das nicht. Aber ich bin fast versucht, Ihnen dazu zu raten.

Warum? Darum: In einer Studie an der Penn State University hat sich angeblich gezeigt, dass Frauen, deren Männer dazu neigen, in Konflikten aus der Haut zu fahren, dieses Verhalten als emotionale Anteilnahme verstehen. Ja, richtig: Die Frauen werten solche Ausbrüche als Zeichen dafür, dass der Mann sich emotional einbringt, dass ihm die Dinge nicht völlig egal sind, um die es da geht. Bei solchen Schlagzeilen liegt es doch nahe zu sagen: Schreien Sie öfter mal Ihre Frau an! Die braucht das, die findet das  toll! Als nächstes kommt dann so eine Meldung wie: Frauen wissen tief in sich drin, dass ihre Männer sie nur aus Liebe schlagen. Himmel!

Wer sich die Penn-Studie genauer anschaut, sieht, dass die Forscher bei ihren Probanden den Cortisol-Pegel gemessen haben. Ein erhöhter Cortisol-Spiegel gilt als ein Zeichen für erhöhten Stress. Die Frauen, die angeblich so positiv auf das Gezänk ihrer Männer reagierten, hatten nach den Streits keine entscheidenden Veränderungen bei Cortisol-Messungen gezeigt. Nur muss man erwähnen, dass alle Probandinnen schwanger waren – und bei Schwangeren ist der Cortisol-Spiegel per se erhöht. Auch die Forscher selbst räumen ein, dass dies die Ergebnisse verfälscht haben könnte.

Nein, das heißt nicht, dass Sie Ihre Liebste erst anschreien sollen, wenn sie schwanger ist! Es heißt, dass diese Frauen sehr wohl verletzt und gestresst gewesen sein können, nur dass es in diesem Versuch nicht messbar war. Es gilt also weiterhin: Wenn Sie Zuneigung zeigen wollen, bleibt Anschreien das letzte Mittel der Wahl. Besser sind Küsse, Komplimente – und Kosenamen statt Tiernamen.

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Goodbye, schöne Ausrede: Wenn eine Frau schlechte Laune hat, hat sie meistens NICHT ihre Tage

Spüren Sie das Beben? Haben Sie bereits Halt gesucht, nun da die Erde wackelt? Was Sie jetzt erleben, ist nichts weniger als der Zusammenbruch eines Weltenmythos. Forscher an der Universität Toronto kamen in einer großen Studie zu dem Ergebnis, dass die Übellaunigkeit von Frauen oft wahrscheinlich nichts damit zu tun hat, dass sie kurz davor sind, ihre Tage zu bekommen. In nur 14 Prozent der Fälle konnten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen schlechter Laune und dem sogenannten “prämenstruellen Syndrom” (PMS) feststellen. “No more excuses”, sagen also die Kanadier.

Schon brandet eine Protestwelle auf, die nicht minder große Erschütterungen verursacht. “Unverschämtheit!” schreien da die Frauen. “Wie können so ein paar Forscher fühlen, wie es uns als Frauen geht?!” Ähem, die Studie wurde von einer Frau durchgeführt, und die hieß auch noch Einstein. Naja, ein bisschen verstehe ich die Aufregung. Bei Frauen als anerkannte Lächel-Königinnen fällt es natürlich wesentlich mehr ins Gewicht, wenn sie mal mies gelaunt sind. Studien zeigen, dass eine Frau von ihren Kollegen schon gleich als unsympathisch und muffig wahrgenommen wird, wenn sie nur ein neutrales Gesicht macht und mal nicht lächelt. Bei so einem Feedback ist es natürlich dramatisch, wenn die Laune dann mal wirklich im Keller ist.

Aber was wäre denn so schlimm? Gut, es fällt eine altbekannte, geradezu traditionelle Begründung für weibliche Launenhaftigkeit weg. Aber warum sollte sich irgendwer hinter Ausreden verstecken dürfen? Wir Männer müssen unsere schlechte Laune schließlich auch ohne so ein wohlfeiles Argument verkaufen. Uns hilft auch kein Zipperlein, unser Grummeln zu entschuldigen. Wir müssen auch darunter leiden, wenn wir wegen ein bisschen Rumbrüllen und Türenknallen und Fernseher-Eintreten und Möbel-Zerhacken als Choleriker beschimpft werden. Da müssen wir alle durch. Da werden die Frauen es ja wohl verkraften einfach mal zu sagen: “Ich habe eben einfach schlechte Laune.”

Mal ehrlich: Hat uns doch auch längst gewundert, wie sie fünf Mal die Woche ihre Tage haben können…

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Warum Frauen Ihnen häufiger :) oder ;) SMSen – und wieso das trotzdem nicht lustig ist

Frauen benutzen in SMS doppelt so viele Emoticons wie Männer, zumeist Smileys, wie eine Studie gezeigt hat. Und ich sage: Nicht nur da. Frauen sind die ungekrönten Königinnen der Happy-Faces. Da gilt die Model-Regel: Immer lächeln. Da wird einfach überall gnadenlos gelächelt und gegrinst, auch wenn es gar keinen Sinn ergibt. Oder gar gelacht, wo es nichts zu lachen gibt. Beispiel: Zwei Gruppen von Kollegen treffen sich am Firmenausgang. Die Frauen so: “Na, geht ihr auch in die Mittagspause?” Und dann so: Gacker, lach. Die Männer gucken dumm, denn sie verstehen nicht: WAS IST DENN BITTE DARAN KOMISCH?! Bei der Rückkehr gleiches Bild: “Naa, wo wart ihr denn essen?” Gacker, lach, debiles Grinsen. Die Männer so: “Äh, wir gehen dann noch einen Kaffee trinken.” Die Frauen so: “Ach, wollt ihr uns nicht dabei haben?” Gacker, lach. Verlierer ist, wer hier zuerst ehrlich antwortet. Apropos ehrlich.

Oft wird das häufige Lächeln der Frauen als Sozialkitt bezeichnet, und das stimmt auch irgendwie. Nur, der Punkt ist: Das Lächeln der Frauen ist gar nicht komisch. Mimikforscher haben gezeigt, dass das häufig zu beobachtende Lächeln einer Frau mit sichtbaren Zahnreihen tatsächlich vergleichbar ist mit dem Verhalten von Affen, die einem Gegner ihre Unterwürfigkeit zeigen. Frauen tun dies angeblich auch – wenn sie sich anderen gegenüber nicht dominant fühlen. Das Lächeln ist also ein Versuch zu beschwichtigen.

Ich sage jetzt hier gar nicht, dass Frauen sind wie unterwürfige Affen. Ich sehe ehrlich gesagt gar keine Parallele zwischen Frauen und Affen. Aber wenn das alles stimmt, muss ich doch sehr bitten. Wenn Frauen sich zum Affen machen wollen – gerne. Aber wenn sie mir zulächeln, heißt das doch, dass sie mich als dominanten Affen sehen und beschwichtigen wollen – und das geht zu weit. Also bitte, liebe Lächlerinnen: Verschonen Sie mich. Zur Belohnung gibt es hier auch ein Emoticon: ;-)

 

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Testosteron macht Männer ehrlicher – hilft Hormon-Doping also gegen Lügen und Betrügen?

Frauen lügen mehr. Sage nicht ich, sagt die Forschung. Hier, da steht es: “Testosteron macht ehrlicher.” Und wer hat mehr davon? Hmmm?! Genau. Ein männlicher Mann mit viel Testosteron ist also vor allem eines: Eine ehrliche Haut. Das wird oft vergessen, weil man die Haut wegen der vielen Haare ja nicht so sieht.

Wissenschaftler der Uni Bonn erlaubten Männern in einem Versuch, beim Zocken zu lügen und damit mehr Gewinn einzufahren – allerdings nur ein paar Euro. Und es zeigte sich, dass Männer mit mehr Testosteron im Körper seltener zum Betrügen neigten als andere. Die Forscher vermuten, das Hormon mache die Männer per se stolzer auf sich selbst und steigere das Bedürfnis, ihr positives Selbstbild zu erhalten. Für ein paar Kröten setzt eben kein Mann seinen Stolz aufs Spiel. Da müssen dann schon höhere Summen her, wie etwa beim Dschungelcamp.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang das Thema Doping. Da führen sich Männer in höchst unehrlicher Absicht selbst in höchsten Dosen Testosteron zu. Da müssten sie doch – der Theorie dieser Forscher zufolge –  im nächsten Moment heulend zusammenbrechen und um Vergebung flehen, weil sie unter Einfluss dieser Hormonmassen plötzlich ganz ehrlich werden. Warum neigen Profi-Radfahrer dann in so geringer Zahl zur spontanen Selbstanzeige? Hmm.

Und Frauen? Tja, Frauen. Die müssen wohl oder übel gegen ihren naturgegebenen Testosteronmangel anlügen und betrügen, geht ja gar nicht anders. Wie sollen die ohne eine anständige Portion Testosteron echtes Selbstwertgefühl entwickeln? Das erscheint angesichts dieser Studie ja nahezu unmöglich. Vielleicht sollten die sich mal bei Lance Armstrong melden und einen umfassenden Doping-Plan für ihr Selbstvertrauen erstellen lassen. Der kann doch die Kohle gut brauchen, dieser ehrlichste aller Testo-Typen.

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Haarige Angelegenheiten: Immer mehr Männer schaffen nackte Tatsachen

Mein Biologielehrer hat immer gesagt, man solle den Menschen nicht überschätzen, wir seien schließlich nichts weiter als nackte Affen. Es sieht so aus, als würde unsere Entwicklung zum komplett nackten Affen gerade turbomäßig vorangetrieben. Sehen Sie sich nur diese Meldungen an: 80 Prozent der Frauen bevorzugen Männer ohne Brustbehaarung. Männer mit Glatze wirken männlicher.  Immer mehr Männer enthaaren sich Beine, Rücken, Genitalbereich.

Den Glatzenträgern gönne ich ja das Kompliment – aber ich möchte nun zumindest enthaarungsmäßig mal auf die Bremse treten. Ich will gar nicht leugnen, dass ein haarloser Körper praktisch ist, etwa beim Eincremen – oder beim Zuziehen von Reißverschlüssen. Die Erörterung, ob Rasurbrand denn nun männlicher ist als Brusthaare, erspare ich uns. Ich musste nur gerade denken, dass dieses Herummodifizieren an unserer körperlichen Erscheinung eher etwas Manisches denn etwas Männliches hat. Haben wir nichts Besseres zu tun?

Glauben Sie nicht auch, dass ein “richtiger” Mann (wer immer das ist), sich angesichts von epilierenden Glatthäutern nur die Trucker-Cap in den Nacken schieben, an seiner Bierflasche nippen und den Kopf schütteln würde? Er würde gar kein Plädoyer für die Natürlichkeit und wider den Ästhetik-Wahn halten, er würde auch nicht philosophisch zu ergründen versuchen, was männlich ist und was nicht – er würde einfach fragen: “Was zur Hölle macht ihr da? Ist euch die Zeit dafür nicht zu schade? Habt ihr kein Auto an dem ihr herumschrauben, kein Haus, an dem ihr herumbauen, keine Süße, an der ihr herumbaggern könnt?” Und dann würde er eines dieser drei Dinge tun – und wahrscheinlich irgendein richtig geiles Erfolgserlebnis haben.

Ein Erfolgserlebnis, das er mit einem zufriedenen Grunzen quittiert – und eher nicht mit den Worten: “Wow, so glatt waren meine Beine noch nie. Hier fühl mal, wie ein Babypopo.”

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Wie die Männer-Nachrichten, so das Männerleben – oder hoffentlich auch nicht

Manchmal erzählen die Neuigkeiten des Tages ein ganzes Leben, sehen Sie selbst. Hier zunächst der Health-News-Ticker von heute Morgen:

+++ Leidet eine schwangere Frau an hohem Blutdruck, kann das den IQ ihres Kindes senken. +++ Der Verzehr von Tomaten senkt das Schlaganfall-Risiko. +++ Junge Eltern erhöhen nach der Geburt ihres Kindes ihren Alkoholkonsum. +++ Eine schottische Wetterfee steht auf männliche Achselhöhlen. +++ Kaffee-Trinken macht möglicherweise blind. +++ Die Europäer schauen mehr Pornos als je zuvor. +++ Eine Protein-Mutation sorgt dafür, dass jeder 20. Mann Spermien mit zu kurzen Schwänzen produziert. +++

Zum letzten Punkt mag mancher sagen: Solange das nur die Spermien betrifft, ist doch alles okay. Aber nun stellen Sie sich mal vor, die schottische Wetterfee verknallt sich ausgerechnet in Ihren Achselgeruch, Sie beide wollen Kinder – aber irgendwie klappt es nicht. Sie wird nicht schwanger. Als klar wird, dass es nicht an ihr liegt, spüren Sie den wachsenden Druck, es wird immer schwieriger für Sie, Ihren Mann zu stehen. Ihre liebste Wetterfee fährt beim Sex alle Geschütze auf, lässt Sie sogar währenddessen Pornos anschauen (was den europäischen Anbietern die höchsten Downloadraten ihrer Geschichte beschert). Aber es klappt einfach nicht. Schließlich stellen Ärzte fest, dass Sie einer von den armen 5 Prozent mit den zu kurzen Schwänzen… – ähm: einer von den armen 5 Prozent mit den Spermien mit den zu kurzen Schwänzen sind. Owei, oweh. Furchtbar.

Aber wahrscheinlich würden die Ärzte ein Mittel dagegen finden, so dass es doch irgendwie klappt, und die Wetterfee wird schwanger. Die Schwangerschaft verändert sie, sie ist ständig nervös, unruhig, unter Strom. Sie ermahnen sie: “Jetzt beruhig dich doch mal, sonst wird unser Kind doof, wegen deinem Blutdruck!” Und Sie füttern sie permanent mit Tomaten, denn was einen Schlaganfall vorbeugt, kann ja bei Bluthochdruck nicht verkehrt sein. Irgendwie überstehen Sie die Zeit und das Kind wird geboren. Alle sind glücklich. Von Erholung aber keine Spur. Fortan sind auch noch die Nächte unruhig, sie können nachts vor Nervosität und Kindergeschrei nicht schlafen und bekommen tagsüber vor Müdigkeit die Augen kaum auf. Also erhöhen Sie erstmal Ihren Alkoholkonsum, um besser einschlafen zu können, und tagsüber trinken Sie Kaffee, bis Sie blind werden.

Puh, ein Glück, dass das alles nur Nachrichten sind – und nicht das wahre Leben. ;-)

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Werden Sie jetzt nicht gleich rot im Gesicht! Oder doch – denn die Frauen stehen drauf

Bekommen Sie leicht einen roten Kopf? Oder haben Sie dauerhaft einen? Dann springen Sie jetzt in die Luft und schreien “YEAH!” Denn: Eine Studie will gerade belegt haben, dass Frauen auf Männer mit roten Gesichtern stehen.

Es empfiehlt sich aber wie immer, die Studie zu Ende zu lesen. Bevor Sie sich mit Power-Treppensteigen, Schnaps-Kuren und Luft-Anhalten dem Rotkopf-Ideal anzunähern versuchen, möchte ich warnen: Es geht nicht um eine komplett rote Rübe, sondern nur um eine leichte Rötung, die so genannte “gesunde Gesichtsfarbe”. Die signalisiert nämlich dem Unterbewusstsein, dass dieser Mann fit und stark ist. Zu viel rot wird eher als Zeichen von Wut und Aggression ausgelegt. Beim Sonnenbaden statt Lichtschutzfaktor Bratfett auf die Stirn zu schmieren ist also keine Option, um mehr Mädels abzukriegen – es sei denn, Sie stehen auf die Krankenschwestern in der Hautklinik.

Egal, wie Sie im Gesicht aussehen, eines ist ganz klar: Ein leichtes Erröten, wenn eine unbekannte Schönheit Sie anspricht, ist in keiner Weise schlimm!

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Hohe Absätze machen weiblicher – und zwar alles und jeden, vom Neandertaler bis zum Delphin

Aussterben hat auch Nachteile. Und ich mein’ jetzt nicht nur für den, der ausstirbt. Gerade las ich, dass sich die Vorfahren des modernen Menschen noch bis vor 37.000 Jahren mit Neandertalern gepaart haben. Das fällt ja für uns heutzutage als Möglichkeit komplett flach. Gut, das ist jetzt für Sie persönlich nicht so interessant – aber so mancher Single ist vielleicht so verzweifelt, dass er auch ein Date mit einer Neandertalerin ausprobieren würde. Wissen Sie ja nicht, wie die wirklich aussahen. Gibt ja kaum Fotos aus der Zeit. Gut, ja, ein paar Haare mehr am Körper und im Gesicht, daran müssten Sie sich wohl gewöhnen. Aber mit so ein bisschen Make-Up und hohen Absätzen…, und wenn sie witzig ist, sportlich und nett…

Hohe Absätze sind ja sowieso der totale Hammer. Eine Studie an der Uni Dresden hat gerade gezeigt, dass hochhackige Schuhe die Art und Weise verändern, wie Sie die Welt sehen. Sie machen sie weiblicher. Angenommen, Sie sehen ein Bild von einem Gesicht, bei dem nicht auf Anhieb festzustellen ist, ob es einem Mann oder einer Frau gehört (wäre bei einer Neandertalerin ja durchaus denkbar). Die Studie zeigt nun: Wenn Sie vor dem Betrachten des Gesichts längere Zeit auf einen High-Heel-Schuh starren, werden Sie das Gesicht in jedem Falle für ein weibliches halten. Praktisch, oder? Gut, ehrlich gesagt, die Forscher formulieren das allgemeiner: Wenn Sie vorher länger auf einen geschlechtsspezifischen Gegenstand geschaut haben, werden Sie das Gesicht eher dem Geschlecht zuordnen, das der Gegenstand repräsentiert. Also High Heels = weiblich. Im Falle von kräftiger Gesichtsbehaarung wäre das dann allerdings… Ja. Vergessen Sie’s.

Ich wollte ja nur gesagt haben: Das mit dem Aussterben ist blöd. Da sollten wir aufpassen. Darum: Bewusst einkaufen, nachhaltig wirtschaften und so. Nicht dass da was ausstirbt, wo sie hinterher noch etwas mit hätten anfangen können. Also auch: Keine Thunfischpizza heute, wegen der Delphine. Nicht dass ich vorschlagen würde, dass Sie mal mit einem Delphin ausgehen sollten. Selbst wenn die High Heels tragen könnten (denen ist ja alles zuzutrauen, die laufen ja auch übers Wasser) – aber das wird auch sprachlich schwierig. Überhaupt: Was sollten Sie auf so einem Date anfangen? Schwimmen gehen? Wellness-Bad? Nee, nee, lassen Sie mal. Obwohl, mal wieder so richtig flippern…

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Warnung: Männer, die im Haushalt helfen, bekommen als Belohnung mehr S…..

Lassen Sie jetzt nicht gleich die Spülbürste fallen: Ein Mann, der regelmäßig den Abwasch macht, kriegt zur Belohnung nicht mehr Sex, sondern die Scheidung. Paare, welche die Hausarbeit gerecht untereinander aufteilen, lassen sich tatsächlich häufiger scheiden. Das nenn’ ich mal Küchenpsychologie. Aber brechen Sie jetzt nicht in Jubelgeschrei aus, weil Sie hoffen, dass Ihre Liebste Ihnen nun aus Angst den Spüldienst erlässt.

Denn erstens ist nicht gesagt, dass bei einer Neuregelung am Ende nicht mehr Hausarbeit für Sie übrig bliebe. Und zweitens betrifft dieses Ergebnis nach Aussage der Forscher vor allem moderne, voll berufstätige Paare. Bei diesen Profi-Paaren ist die Scheidungsrate ohnehin höher. Und so wollen Sie doch auch gar nicht leben: Beide täglich 16 Stunden im Job, beide super-individuell-egozentrisch, strenge Fifty/Fifty-Regelung der Hausarbeit. Keine Wäscheklammer wird da ohne vorherige Verhandlungen aufgeklappt. Und wenn der Mann nicht wie im Kontrakt festgeschrieben 3 Mal in der Woche die Spülmaschine ein- und ausräumt, hagelt es Vertragsstrafen. Power-Point-Standpauke, Sex-Entzug oder gleich Popo-Schläge mit der Laptoptasche. Ist das Ihre Welt? Meine nicht.

Was heißt das Ergebnis nun für Normalgleichberechtigte? Sie könnten natürlich gelegentlich die Studie zitieren und das Grauen heraufbeschwören, wenn Ihnen die Arbeit im Haushalt zu viel wird. Aber Vorsicht: Das könnte sie umgekehrt auch. Im übrigen hat der Spruch “Wenn ich jetzt wieder den Abwasch machen muss, lasse ich mich scheiden!” nicht wirklich männlichen Sex-Appeal. Auch die Verrechnung Ihres Vollzeit-Jobs gegen ihren Halbzeit-Job plus größeren Haushaltsanteil kommt auf dem Papier nicht gut an (auch wenn Sie nicht, wie sie vermutet, ständig mit Kollegen in Meetings Kaffee saufen). Nein, es hilft alles nichts. Packen Sie weiter im Haushalt mit an, geben Sie alles – und wenn sie sich immer noch beschwert, Sie würden zu viel bei der Arbeit rumhängen und zu wenig im Haushalt tun, schenken Sie Ihr eine hübsche Laptop-Tasche. Von Luis Vuitton. Nur so als Geste.

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