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Männer treten beim romantischen Spaziergang auf die Bremse, dafür wollen sie im Bett Vollgas geben

Verliebte Männer laufen langsamer. Das haben Forscher von der  Seattle Pacific University entdeckt. Ein Mann geht neben einer Frau, in die er verschossen ist, im Durchschnitt etwa 7 Prozent langsamer als normal. Bei Frauen, in die der Mann nicht verliebt ist, blieb sein Tempo unverändert. Dass er beim romantischen Spaziergang auf die Bremse tritt, hat natürlich damit zu tun, dass eine Frau selbst meist etwas langsamer geht als ein Mann, und er ihr nicht einfach davonlaufen will. Beziehungsweise: Der Mann traut sich nicht, einfach wie sonst vorweg zu preschen und darauf zu vertrauen, dass alle ihm folgen. Ich bin mir sicher: Wenn die Frau das gleiche Durchschnittstempo hat wie der Mann, geht er nicht 7 Prozent langsamer, denn so landet er bald hinter ihr, da wäre er ja schön blöd. Es sei denn, er will ihr auf den Hintern glotzen… Aber egal.

Entscheidend ist für mich, dass der Mann für die Frau darauf verzichtet, Vollgas zu geben. Wo es doch immer heißt, Frauen opfern alles für die Liebe, geben in der Beziehung immer mehr als sie bekommen – und Männer nicht. Hier sehen wir: Der Mann gibt so einiges auf. Er reduziert nicht nur sein gewohntes Tempo, um ihr nahe zu sein – er riskiert sogar seine sportliche Figur. Ihretwegen geht er das Risiko ein, fett zu werden. Denn wir wissen schließlich: Wer langsamer läuft, verbraucht viel weniger Kalorien. Wenn das kein Opfer ist!

Da ist es kein Wunder, dass Männer an anderer Stelle einen Ausgleich fordern. Zum Beispiel im Bett. Eine neue Studie hat es doch gerade gezeigt: Männer verbrennen beim Sex mehr Kalorien als Frauen, und zwar fast 50 Prozent mehr. So erklären sich die ständigen, häufig unerfüllten Forderungen vieler Männer nach mehr Kissen-Sport: Die wollen bloß ihre ruinierte Kalorien-Bilanz aufbessern, sonst nichts. Aber das wird natürlich wieder sehr gerne missverstanden.

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Frauen können besser multitasken als Männer, aber Weltherrschaft ist ja auch nur ein Task

Jetzt ist es also endgültig geklärt: Frauen stellen sich beim Multitasking geschickter an. Forscher der schottischen University of Glasgow ließen eine Männer-Gruppe und eine Frauen-Gruppe mit jeweils über 100 Teilnehmern im Geschlechterkampf antreten. Beide Gruppen sollten zunächst einige Aufgaben nacheinander erledigen, im zweiten Versuch dann gleichzeitig. Durch das Multitasking wurden beide Gruppen langsamer, die Männer um 77 Prozent, die Frauen aber nur um 69 Prozent.

In einem weiteren Versuch sollten Männer wie Frauen jeweils innerhalb von 8 Minuten diese Dinge schaffen: einen Telefonanruf entgegennehmen, einfache Rechenaufgaben lösen, Adressen von Restaurants auf einer Landkarte finden und eine Suchmethode für einen verlorenen Schlüssel auf einem Acker entwickeln. Bei dieser Aufgabe zeigten die Frauen eine deutlich bessere Fähigkeit, Prioritäten zu setzen und geordnet vorzugehen.

Hm, tja, mag sein. Ich will jetzt gar nicht danach fragen, wer mehr dazu neigt, einen Schlüssel zu verlieren – vielleicht nicht auf einem Acker, aber doch in einer überfüllten Handtasche. Allerdings denke ich schon, dass die Wahl der Aufgaben das Resultat beeinflusst. Ich sage, das Ergebnis wäre komplett anders ausgefallen, wenn die Aufgaben so gelautet hätten: Innerhalb von 8 Minuten ein paar einfache Rechenaufgaben lösen, ein Essen auf einer normalen Restaurant-Speisekarte auswählen, die Abseitsregel erklären – und morgens im Bad fertig werden.

Letztlich ist es mir aber auch egal. Den Titel “Multitasking-Weltmeister” strebe ich nicht an. Ich mache lieber eins nach dem anderen. Erst die Weltherrschaft, dann der Abwasch.

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Männer suchen im Internet immer nur das eine, Frauen das andere, aber letztlich beide das gleiche

Frauen suchen im Internet die Liebe, Männer suchen nach Sex. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie fragen sich: Wo ist da jetzt der Unterschied? Ganz unberechtigt ist Ihre Verwunderung nicht, aber ich erkläre es Ihnen. Gemeint ist, dass Frauen sich eher in Partner-Portalen und Single-Börsen tummeln, während Männer verstärkt so genannte “Casual Dating”-Angebote anschauen, also Seiten für schnellen unverbindlichen Sex. Ob sie diese auch konkret nutzen, sagt die Studie allerdings nicht. Single-Börsen besuchen 35 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen. 41 Prozent der Männer schaut sich hingegen beim Casual Dating um, das tun nur 15 Prozent der Frauen.

Das bedeutet zum einen, dass viele Frauen, durch deren heiße halbnackte Fotos Sie sich da auf der Seitensprung-Seite durchgeklickt haben, wahrscheinlich Fake-Profile sind. Vielleicht von dicken, haarigen Männern, oder von professionellen Frauen – oder von der Uni München. Das bedeutet aber auch: Es gibt einen beträchtlichen Anteil Frauen – immerhin fast jede Sechste – die solche Schnellschuss-Seiten aufsuchen. Ich frage mich: Warum heißt es trotzdem immer, dass alle Männer bloß nach Sex Ausschau halten – und Frauen seien da ganz anders? Wieso sind 41 von 100 Männern, die sich auf Casual-Dating-Seiten tummeln, notgeile Säcke – 15 von 100 Frauen, die das Gleiche tun, aber nicht? Es heißt immer, bei Männern wäre es nicht so schlimm, wenn sie viele wechselnde Sexualpartner haben, nur Frauen müssten da vorsichtig sein, wegen ihres guten Rufs. Meiner Meinung nach haben viele Frauen in Hinblick auf die Bett-Aktivitäten längst zu den Männern aufgeschlossen – nur in der öffentlichen Darstellung wird das gerne ausgeblendet. Und auf dem angeblichen Überinteresse der Männer an Sex wird immer weiter herumgehackt.

Ein Punkt fällt bei dieser Untersuchung komplett unter den Tisch: Wer sagt denn, dass Leute, die sich auf Partnerbörsen tummeln, nicht auch auf Sex aus sind? Oder ihn zumindest nicht ablehnen, wenn sich die Gelegenheit bietet? Wer glaubt denn, dass jeder Online-Dating-Kontakt sofort in eine Beziehung mündet? Ein zugegebenermaßen sehr gut aussehender Kumpel von mir hat eine Weile mit mehreren Profilen auf verschiedenen solcher Portale “geangelt”, wie er es nannte, und hatte jedes Wochenende eine andere Frau im Bett. Beziehungsweise die Frauen ihn. Er musste nicht einmal lügen, dass er sie heiraten wollte, war von Anfang an ehrlich und offen. Ein schönes Essen, ein romantischer Abend, eine heiße Nacht – aus und okay. Und was sagte er, warum er kein “Casual Dating” praktiziert? “Das ist mir viel zu oberflächlich, Alter. Da geht es doch immer nur um Sex.” Hat der die Frauen verstanden? Keine Ahnung. Jedenfalls holt er sie da ab, wo sie stehen.

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“Oh, ja, tiefer!” Frauen finden Männer mit tiefer Stimme attraktiv, aber was wollen die eigentlich damit machen?

Wenn Sie eine tiefe Stimme haben, kriegen Sie jede Frau rum. Man könnte einschränkend hinzufügen: Aber nur für kurze Zeit. Denn einige Studien deuten darauf hin, dass Frauen Männer mit Bass-Stimme nur für One-Night-Stands oder kürzere Affären bevorzugen. Aber eine neue Untersuchung hat jetzt wiederum gezeigt, dass diese Einschätzung vor allem von Frauen stammt, die von vornherein glaubten, dass Männer mit tiefer Stimme eher untreue Hallodris sind - und darum wollten sie mit denen auch nur ein kurzes Techtelmechtel. Egal: Frauen finden Männer mit tiefer Stimme jedenfalls sehr attraktiv.

Das ist schön – vor allem für Männer mit tiefer Stimme. Aber was ist mit all jenen, die nicht mit einem Barry-White-Organ gesegnet sind? Kommen die nun für keines von beidem mehr in Frage – weder für Affäre noch für lebenslänglich? Und was machen Frauen eigentlich mit einem Mann mit tiefer Stimme? Lassen die den stundenlang vorlesen? Oder ihren Anrufbeantworter von ihm besprechen? Was macht eine tiefe Stimme überhaupt mit der Frau? Ich muss da immer an “Alien Nation” denken, diesen Science-Fiction-Thriller aus den späten 80ern. Die Außerirdischen in diesem Film summen sich beim Sex gegenseitig Rücken und Nacken an, das macht die total rollig. Ist es das, was Frauen wollen? Von hinten angebrummt werden? Da bekommt der Ausspruch: “Oh ja, tiefer, tiefer!” eine ganz neue Bedeutung. Oder wollen die einfach nur, dass wir beim Singen unter der Dusche klingen wie Barry White?

Egal, was die tiefe Stimme angeblich bewirkt – sie kann nicht mehr sein als ein Punkt auf der Sympathie-Checkliste. Meine Meinung: Es ist immer noch wichtiger, was Sie sagen, als mit was für einer Stimme. Raunen Sie einer fremden Schönheit doch mal mit Bass-Voice ins Ohr: “Darf ich dich mal von hinten anbrummen?” Ich behaupte: Da gehen Ihre Erfolgschance gen Null. Sagen Sie lieber mit normaler Stimme: “Das Kleid (Make-Up, Oberteil, Brillengestell) steht dir wirklich supergut!” Das kommt viel besser. Achtung: Auch hier ist eine gewisse Tiefe wichtig. Nicht in der Stimme – sondern dass Sie es zutiefst ehrlich meinen!

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Verliebte und Fremdgänger haben eines gemeinsam: Sie vergreifen sich im Ton

Auch wenn Sie hier schon viele Wunderdinge über Ihre Nase lesen durften: Eines können Sie leider noch nicht riechen, nämlich wenn ihre Liebste fremdgeht. Aber die gute Nachricht ist: Sie können es hören. Nein, nicht am Geschrei aus dem Schlafzimmer. Eine Studie am US-amerikanischen Albright College hat jetzt gezeigt, dass Menschen nachweislich die Tonlage verändern, in der sie sprechen, wenn sie mit einer Person reden, mit der sie eine intime Beziehung pflegen. Ihre Herzallerliebste verrät sich also womöglich schon, wenn sie in Ihrer Gegenwart mit ihrem heimlichen Lover telefoniert. Auch wenn sie hinterher behauptet, es sei ein alter Freund gewesen.

Der Witz ist, dass der Studie zufolge jeder Mensch ohne Hilfsmittel in der Lage ist, den Unterschied zu hören. Es gibt zwei entscheidende Merkmale: Zunächst einmal wird die Stimme bei Verliebten säuselnder, freundlicher, charmanter, vielleicht gar mehr sexy. Außerdem nähert sich der Sprecher oder die Sprecherin im Tonfall seinem oder ihrem Gegenüber an. Während also ein Mann mit seiner Geliebten etwas höher spricht, wird der Ton in der Stimme einer Frau etwas dunkler, wenn sie ihren Liebling am Telefon hat.

Sollten Sie also demnächst Ihre Angebetete dabei erwischen, wie sie mit Darth-Vader-Stimme Nettigkeiten in den Hörer schnauft, wird es Zeit für ein paar kritische Nachfragen, wer denn dieser “alte Freund” ist. Vielleicht ist es dann bald auch Zeit für getrennte Telefonrechnungen und andere Schlussstriche. Ach, noch etwas anderes: Falls Sie selbst mal einen externen Flirt am Laufen haben (natürlich rein platonisch), fiepen Sie Ihrer Verehrerin am Telefon nicht ins Ohr wie R2-D2, wenn Ihre Liebste dabei ist. Sonst macht Darth Vader Ihre Welt zum Todesstern.

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Wer keinen Bock hat, ein Gentleman zu sein, kriegt jetzt Stromstöße in den Kopf!

Sind Sie ein Gentleman? Eine wichtige Frage, immer noch, denn Gleichstellung hin oder her: Frauen wollen Männer, die ihnen die Tür aufhalten und den Stuhl zurechtrücken, ob uns das nun passt oder nicht. Ja, das ist ein bisschen ungerecht. Aber wenn Sie ein Problem mit derlei Manieren-Kram haben, werden Sie auch immer ein Problem mit Frauen haben. Zumindest mit den Top-of-the-List-Ladies, die auch mal was anderes als “Pornstar”-Shirt, Jogginghose und Stulpenstiefel anhaben. Sie haben ein Problem mit derlei Manieren-Kram? Dann habe ich hier vielleicht eine Lösung für Sie: Forscher von der Universität Zürich haben festgestellt, dass der Einsatz transkranieller Gleichstrom-Stimulation im Bereich des rechten lateralen präfrontalen Cortex unser Sozialverhalten beeinflusst. Zu deutsch: Dem Manierenmuffel kann geholfen werden – durch Stromstöße in den Kopf! Ist das nicht toll?! Jetzt müssen Sie nur zu jedem Date eine Autobatterie und ein paar Kabel mit Elektroden mit ins Restaurant nehmen, und schon ist die Sache geritzt!

Okay, es ist nicht ganz so einfach. Sie müssen bei der Sache auch noch das Gefühl haben, dass Sie unter Druck stehen, sonst kehrt sich die Wirkung ins Gegenteil. Denn wer sich Stromstöße in den Frontal-Cortex verabreicht, um freiwillig zuvorkommender zu sein, ignoriert die Wünsche seines Gegenübers danach nur noch mehr. Bevor Sie sich also die Elektroden auf die Kopfhaut pappen und den Saft hochdrehen, muss die Frau sagen, dass sie sofort schreiend das Lokal verlässt, wenn Sie nicht umgehend bessere Manieren an den Tag legen. Alles verstanden? Gut, dann Strom ab!

Oh, halt, STOPP! Abschalten! Ich sehe gerade: Der Versuch wurde ausschließlich mit Frauen durchgeführt. Die Ergebnisse sind also womöglich gar nicht 1:1 auf Männer übertragbar. Hm, okay, schade. Obwohl… Eigentlich ist das gar nicht uninteressant. Denn es gibt bestimmt auch viele Frauen, die in dieser Hinsicht Nachhilfe benötigen. Überlegen Sie doch mal: Wie oft ist Ihnen in der letzten Zeit schon von einer Frau die Tür aufgehalten worden? Oder der Stuhl zurechtgerückt? Hm? Genau! Nehmen Sie also die Autobatterie sicherheitshalber mal mit zum nächsten Date, aber schön in eine Tasche packen! Wenn Ihre Angebetete sieht, wie schwer Sie zu schleppen haben, hält sie Ihnen bestimmt ganz von allein die Türe auf.

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Frauen können mögliche Rivalinnen echt gut riechen – und schmeißen sich dann richtig an Sie ran

Sie befinden sich abends mit Ihrer Traumfrau in einer Bar. Sie ist heute müde und nicht so gut drauf, nippt nur schweigend an einem Glas Rotwein. Dann betreten zwei fremde Frauen den Raum und setzen sich an einen Nebentisch. Ihre Angebetete zieht kaum merklich die Luft durch die Nasenlöcher ein – und plötzlich verändert sich ihr gesamtes Verhalten. Es geht förmlich ein Ruck durch sie. Auf einmal plaudert sie mit Ihnen, flirtet, sucht Blickkontakt, stellt sich vor Sie, fasst Sie an, macht Ihnen Komplimente, fragt sogar: “Und, was machen wir zwei Hübschen jetzt mit dem angebrochenen Abend? Gehen wir noch tanzen?” Upps, was ist denn da passiert?

Kurz gesagt: Es juckt sie etwas. In der Nase. Das Thema Männer und Frauen und Riechen hatten wir hier ja schon ein paar Male. Darum kommt jetzt hier ganz NEU: die Variante Frauen und Frauen und Riechen. Einer Studie der Florida State University zufolge können Frauen riechen, ob sich andere Frauen in der fruchtbaren Phase ihres Monatszyklus befinden. Da fruchtbare Frauen auf Männer attraktiver wirken und sie auch am ehesten offensiv anflirten, reagiert Ihre Angebetete auf solche Rivalinnen mit einem Anstieg ihres Testosteron-Pegels. Der sorgt bei ihr für ein aggressiveres Konkurrenzverhalten – in diesem Falle den Versuch, Ihre Aufmerksamkeit mit Nachdruck auf sich zu lenken. Was lernen Sie daraus?

Zwei Dinge. Erstens: Mindestens eine der beiden Frauen, die gerade das Lokal betreten haben, ist zur Zeit fruchtbar. Da Sie höchstwahrscheinlich von beiden nichts wollen – und schon gar kein Kind – ist diese Information für Sie bedeutungslos. Aber ein zweiter Punkt ist interessant: Wenn Sie wollen, dass Ihre Liebste ein bisschen mehr Energie in Ihre Beziehung steckt, gehen Sie jetzt genau nicht mit ihr tanzen, sondern bleiben genau da stehen, im animierenden Fruchtbarkeits-Dunst der Konkurrenz. So sollten Sie das auch in Zukunft halten, wenn Sie finden, Ihre Beste bemüht sich nicht genug um Sie. Und dann lassen Sie sich von Ihrer testosterongesteuerten Schönen mal mit Witz, Charme und Aufmerksamkeit verwöhnen. Ist doch mal ganz nett, so ein Rollentausch.

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Warum müssen Frauen zur Gleichstellung seit Jahrzehnten immer gleich Stellung beziehen?

Eigentlich kommen Sie mit den Frauen ganz gut klar, oder? Und die Frauen auch mit Ihnen, oder nicht? Besonders die Frau in Ihrem Leben wirkt eigentlich ganz glücklich – mit ihren Bildungschancen, ihrem Job, ihren Yoga-Kursen und so weiter. Außerdem gibt’s doch bei H&M gerade wieder diese obergeilen Frühe-80er-Trends, die so cool von Gisele Bündchen beworben werden. Eine Super-Frau, die ganz toll Familie und Karriere unter einen Hut bekommt. Man möchte fast ausrufen: “Ist das Leben als Frau nicht schön?” Nein! Ist es nicht! Es ist schrecklich! Ihre Liebste hat keine Ahnung. Das ist alles nur eine Illusion. Denn wir leben immer noch tief in der Frauenhölle der Vorvergangenheit. Die deutsche Überoberfrau (nein, nicht Frau Merkel, sondern natürlich Alice Schwarzer) hat dieser Tage angemerkt, dass die Emanzipation der Frau sich gerade wieder auf dem Niveau der 1970er Jahre befinde. Soso. Interessant.

Wir erinnern uns – um nur mal einen Aspekt herauszugreifen: Bis 1977 waren Frauen per Gesetz verpflichtet, ihren Ehemann um Erlaubnis zu fragen, wenn Sie einer gewerblichen Tätigkeit nachgehen, sprich: arbeiten wollten. Mittelalterlich. Und selbst wenn der Herr Gemahl der Frau das Arbeiten erlaubte, blieb er Verwalter ihres Geldes. Entsetzlich. Aber: Ist das wirklich heute noch so? Ich will ja jetzt gar nicht darauf hinaus zu fragen, bei wem Frau Schwarzer ihre Kohle abliefert. Ich gehe eher mit 150-prozentiger Sicherheit davon aus, dass sie das Geld behält. Genau wie Frau Merkel. Und Frau Merkel hat sicherlich auch nicht vorher ihren Mann um Erlaubnis gebeten, Bundeskanzlerin werden oder bleiben zu dürfen. (“Och, komm’ Sauerlein, nur noch mal 4 Jährchen, hm?”)

Überhaupt: Frau Merkel. Sie ist ja eigentlich ein ganz guter Beleg dafür, dass sich für die Frauen in Deutschland seit den 70ern so einiges getan hat. Aber das wollen viele Feministinnen ja nicht gelten lassen. Die Kanzlerin ist ihnen suspekt, weil: Die Merkel ist ja selbst keine Feministin. Die ist doch Teil des Systems, die regiert ja wie ein Mann. Soso, tut sie das. Mag ja sein – aber das tut sie seit Jahren und sehr erfolgreich. Und wie wir gerade eben erfahren durften, wurde sie hauptsächlich von Frauen mit einer Riesenmehrheit im Amt bestätigt. Warum tun die Frauen das? Warum wählen die so massenhaft eine Frau, die sie regiert wie ein Mann, und deren Politik die Frauen doch angeblich zurück in die 70er bombt? Sind die alle doof? Gehirngewaschen? Oder hat da vielleicht jemand – eine Jemandine – etwas übers Ziel hinaus gepoltert?

Auch wenn es vielleicht mit der Gleichstellung noch längst nicht überall optimal klappt: Was am wenigsten hilft, sind übertriebene, polemische Statements wie dieses. Wir sind doch mindestens auf dem Stand der obergeilen frühen 80er, oder Gisele?

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Achtung, Männer: Durch eine Romantic Comedy wird aus einem Beziehungsproblem eine Problembeziehung

Ich kann Ihnen an dieser Stelle heute gleich zwei rätselhafte Phänomene aus der Welt der Paare erklären: Erstens, warum der Streit mit einer Frau nie so richtig zu Ende geht, obwohl Sie ihn gerade beigelegt glaubten – und zweitens, warum Frauen im Kino immer so viel dazwischenquatschen.

Also, zunächst eine Frage zum Selbstcheck: Was tun Sie, wenn Sie Stress mit Ihrer Angebeteten haben?
a) Musik aufdrehen
b) Blumen kaufen, sie ins Kino ausführen, Romantik-Programm mit allem Trara
c) über alles reden
d) Sachen packen, ausziehen, eine andere suchen

Einer neuen Umfrage zufolge tun Männer bei Beziehungsproblemen hauptsächlich b), Frauen hingegen setzen mehr auf c). Ein typisches Muster: Frauen reden, Männer handeln. Beides ist nicht grundsätzlich verkehrt. Es verträgt sich nur unter Umständen überhaupt nicht miteinander. Stellen Sie sich das mal vor: Sie haben also zur Versöhnung für eine neue Romantic Comedy die Super-Luxusplätze im High-End-Kino ergattert, mit einer Flasche Prosecco und zwei Eimern Popcorn. Und sie? Redet in einer Tour weiter über Ihre Beziehungsprobleme, dass sie sich viel zu wenig sehen, viel zu wenig miteinander unternehmen, man sollte zum Beispiel viel öfter zusammen ins Kino gehen, und blabla hier und blubb-blubb da. Irgendwann sagen Sie: “Äh, Schatz, der Film hat angefangen – vor einer halben Stunde!” Und die Leute hinter, vor und neben Ihnen sagen das auch, nur lauter und ohne “Schatz”. Und dann sagt Ihre Liebste: “Na, toll! So willst du also unsere Probleme lösen? Indem du mir vor allen Leuten den Mund verbietest?” Und dann haben Sie den Salat, aber dafür jetzt zwei Fragen weniger.

Gehen Sie also lieber mit ihr romantisch essen als ins Kino. Und wenn Sie das nächste Mal im Kino sind, und rings um Sie herum quasseln irgendwelche Frauenstimmen durchs filmgetränkte Halbdunkel – zeigen Sie Nachsicht. Denken Sie an die armen Kerle, die wahrscheinlich gerade neben diesen Stimmen sitzen.

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Wenn eine Frau behauptet, Sie hätten ihr das Herz gebrochen, glauben Sie ihr kein Wort!

Es ist einer der ältesten Vorwürfe an die Männer. Schon Michael Jackson mahnte in “Billie Jean”: “Don’t go around breaking young girls’ hearts.” Wie oft wurde Ihnen schon von einer Frau vorgeworfen, Sie hätten ihr das Herz gebrochen? Wie ich Sie kenne und einschätze, sicherlich schon viele Male, Sie Schwerenöter. In der Regel waren das sicher tatsächlich herzzerreißende Szenen, emotionale Dramen geradezu. Auch ich habe das erlebt: Große Augen, große Tränen, große Worte – kurz: große Tragödien. Und doch war der Vorwurf jedes Mal gelogen. Aus der Luft gegriffen. Sachlich einfach falsch. Damit muss einmal aufgeräumt werden.

Sehen Sie hier: Laut Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsspitals in Zürich ist das “gebrochene Herz” nun medizinisch per Bluttest nachweisbar - und das Phänomen betrifft hauptsächlich, nämlich zu 90 Prozent, ältere Frauen. Also nix mit young girls’ hearts. Ich gehe jetzt mal ganz dreist davon aus, dass Sie nichts mit älteren Damen angefangen haben, korrekt? Also kann dieses Gerede vom “gebrochenen Herzen” doch nur übertrieben und falsch gewesen sein.

Überhaupt: Die Symptome beim “Syndrom des gebrochenen Herzens” ähneln denen eines Herzinfarkts, also Brustschmerz, Atemnot, charakteristisches EKG. Von Weinkrämpfen, Möbelklau, Geschirrwerfen, Telefonterror und übler Nachrede sagen die Wissenschaftler nichts. Wenn also das nächste Mal eine Frau in derart hysterischer Weise versucht, Ihnen so etwas anzuhängen, bieten Sie in stoischer Seelenruhe an, mit ihr in die Klinik zu fahren und das überprüfen zu lassen. Zur Not per Herz-Katheter-Untersuchung. Ach ja, und bevor Sie selbst das nächste Mal nachts betrunken zum Fenster einer Verflossenen hinaufbrüllen, sie hätte ihr Herz gebrochen, bedenken Sie: Bei Männern ist dieses Phänomen kaum anzutreffen. Die bekommen tatsächlich eher einen Infarkt. Also, Ruhe bewahren, bevor noch ein wirkliches Drama daraus wird.

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