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Wer schön sein will, soll sich gefälligst an seine oder ihre Abgeordnete wenden

Sie finden, Ihre Angebetete könnte mal bei einem Schönheitswettbewerb mitmachen? Sie sind sicher, sie würde gewinnen? Auch wenn sie vielleicht etwas zu klein ist? Keine Panik, da kommt nun Hilfe von unerwarteter Stelle.

Eine Berliner Grünen-Politikerin hat jüngst gefordert, an Schönheitswettbewerben müssten auch weniger attraktive Menschen teilnehmen können. Sie sagt, bei Miss-Wahlen würden doch grundsätzlich Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft ausgeschlossen, etwa weil die nicht groß und schlank seien. Damit hat sie ja nicht ganz unrecht. Auch ich finde, dass dicke, kleine und vor allem krummbeinige, fetthaarige, großnasige, picklige Menschen an solchen Veranstaltungen teilnehmen sollten. Das wird erstens lustiger und zweitens auch. Wahrscheinlich bewerben sich sogar einige, nur sehen wir sie nie, weil sie es – klassischer Fall von Natur der Sache – nicht annähernd in die Endrunde schaffen. Ist auch die Frage, ob diese Kandidaten und Kandidatinnen dann damit leben können, dass ihnen der Dieter Bohlen der Miss-Wahlen-Jury ins Gesicht sagt, dass sie es nicht zum Recall geschafft haben, weil sie eben verdammt nochmal total sch..ße aussehen. Womöglich klagen sie dann, es sei ganz furchtbar, dass es da nur um Äußerlichkeiten gehe, es komme doch auf die innere Schönheit an. Ja, sicher, stimmt ja auch, liebe Pickelnasen. Nur ist eben jeder Schönheitswettbewerb per se ein “äußerer Schönheitswettbewerb” und kein “innerer Schönheitswettbewerb”. Wie sollte so etwas auch vonstatten gehen? Egal, die Unzufriedenen können sich ja an ihre Abgeordnete wenden.

Wenn man es einmal konsequent anwendet, ist dieses Prinzip aber auch in anderen Bereichen einsetzbar. Es sollten ab sofort auch übergewichtige Asthmatiker zu den olympischen Final-Läufen über 100 und 200 Meter zugelassen werden. Es ist nicht hinzunehmen, dass unsere Gesellschaft langsame Menschen bei solchen Veranstaltungen ausschließt. Gleiches gilt für kugelförmige Schwermotoriker beim Stabhochsprung, aber auch für Anorektiker beim Hammerwurf. RTL legt da ja schon fleißig vor: Da bekommen Menschen, die nicht singen können einfach so Plattenverträge. Genauso bin ich dafür, dass auch Menschen ohne Führerschein Formel 1 fahren dürfen. Ich würde auch gerne sofort mal einen Airbus fliegen. Es sollte überhaupt jeder bei überhaupt allem einfach so mitmachen dürfen, ohne Zulassungsbeschränkungen oder Erfüllung von Mindeststandards. Erst dann wäre die Welt wirklich frei von Ausgrenzung. Es sollten sogar Rindviecher für politische Ämter kandidieren dürfen, das könnte – vielleicht, vielleicht – dafür sorgen, dass an mancher Stelle so mancher dahingelaberte Unsinn durch ein freundliches “Muh!” ersetzt wird.

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Männer sterben nicht früher als Frauen, weil sie seltener zum Arzt gehen, sondern weil sie zu viel ins Krankenhaus gehen

Sie kennen ja sicher den Spruch, dass Krankenhäuser so heißen, weil sie Menschen krank machen. Seit den Dramen um gefährliche Infektionen durch so genannte Krankenhauskeime hat dieser Satz eine ganz andere Wahrheits-Facette. Noch krasser ist aber, was ich hier lese: Einer großen US-Studie zufolge haben Männer ein viel größeres Risiko, in der Klinik eine Infektion zu erleiden, als Frauen. Während es unter den Frauen eine Rate von 44 Fällen unter 10.000 Patienten gab, lag die Quote bei Männern bei 74 aus 10.000. Gut jetzt können Sie sagen, das ist in absoluten Zahlen nicht gerade viel, aber das ist die Mortalitätsrate bei Flugzeugabstürzen auch nicht. Und im Vergleich sind das bei den Männern fast doppelt so viele Fälle wie bei den Frauen.

Frauen wissen natürlich sofort, woran es liegt, ist ja ganz klar: Mangelnde Hygiene. Wir Männer waschen uns ja nicht. Nie. Und im Krankenhaus schon mal gar nicht. Wir verkriechen uns da für die Dauer unseres Aufenthaltes bis zum Hals in unserer Jogginghose und kultivieren unseren Geruch. Die Frauen waschen sich natürlich stündlich, und darum werden die auch weniger krank. Ja, von wegen! Gerade an Waschbecken und Wasserhähnen sammeln sich doch die ganzen Keime! Niemand erkrankt doch an dem, was er in seiner Jogginghose transportiert. Nein, der Grund muss woanders liegen. Irgendwie sammeln sich die Bazillen lieber auf dem Männerkörper, vielleicht bleiben sie an den Haaren hängen oder mögen den Geruch? Einen plausiblen Grund haben die Forscher noch nicht gefunden. Ihre bislang einzige Idee dazu ist, dass den schädlichen Bakterien die Ansiedlung auf der Frauenhaut schwerer fällt.

Jedenfalls ist das ungerecht! Nicht nur, dass Männer allgemein früher sterben – jetzt tun sie es schon im Krankenhaus! Und das wo alle immer sagen, das verfrühte Ableben der Männer hätte damit zu tun, dass sie nicht zum Arzt gehen, wenn sie krank sind. Daran kann’s ja wohl nicht liegen, wenn das Problem im Krankenhaus schlimmer wird! Ich fordere sofort geeignete Gegenmaßnahmen. Wenn Frauenhaut die Bazillen umhaut, muss eben mehr Frauenhaut auf die Männerhaut. Wie die das hinkriegen, ist mir egal. Aber ich wittere Morgenluft für all diejenigen, die schon immer irgendwelche wilden Sex-Fantasien mit Krankenschwestern hatten…

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Frauen mit vielen Männern haben keine Freundinnen, Männer mit vielen Frauen schon

Es soll ja Menschen geben, die sagen, eine Frau mit vielen wechselnden Sex-Partnern wäre schlechter Umgang. Ich würde so etwas nie sagen. Aber soll ich Ihnen sagen, wer so etwas behauptet? Also gut: Andere Frauen mit vielen wechselnden Sex-Partnern sagen, eine Frau mit vielen wechselnden Sex-Partnern wäre schlechter Umgang, zumindest einer US-Studie zufolge. Bei der Befragung durch Psychologen des Cornell College hielten Frauen andere Frauen, die sich durch besondere Promiskuität und häufig wechselnde Sex-Partner auszeichneten, allgemein für zweifelhafte Charaktere und wollten nicht mit ihnen befreundet sein. Bei Männern gab es keine allgemeine Ablehnung oder Anerkennung für sexuell sehr aktive Geschlechtsgenossen.

Das ist doch bemerkenswert: Frauen verachten Frauen dafür, dass sie sich genau so verhalten wie sie selbst. Wo bleibt denn da die Solidarität? Die Studienleiterin wundert sich denn auch sehr, dass die Frauen mit dem großen Männerverschleiß einander nicht leiden können, wo sie doch sicherlich eine Menge Verständnis füreinander hätten und über alles reden könnten. Diese armen Frauen seien nun schließlich sozial völlig isoliert, klagt die Psychologin. Da frage ich mich: Warum? Sind die vielen Männer, mit denen sich diese Frauen offenbar umgeben, denn kein sozialer Umgang? Können die mit den vielen Männern nicht einfach auch mal reden? Haben diese Frauen denn immer nur Sex im Sinn?

Na egal, jedenfalls wissen Sie jetzt eines: Wenn Ihre extrem scharfe Neueroberung anscheinend überhaupt keine Freundinnen hat, sollten Sie sie vielleicht mal darauf ansprechen. Dann kann sie endlich mal mit jemandem über alles reden. Nein, Sie sollen nicht direkt danach fragen, wie viele Männer sie pro Jahr im Schnitt so verbraucht! Fragen Sie einfach, mit wem sie so abhängt, wenn Sie mal keine Zeit haben. Und wenn sie dann sagt, mit dem Tom, dem Jerome, dem Gino, dem Silvio, dem Andy, dem Lazlo, dem Vitali, dem Carsten, dem Jörn, dem Jürgen und, und, und – dann wissen Sie schon einiges, aber immer noch nicht alles.

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Wer glaubt, dass alle Frauen mit ihm schlafen wollen, ist vielleicht einfach nur müde

Seitdem ich Vater bin, ziehen sich zwei Konstanten durch mein Leben:

1. meine chronische Unausgeschlafenheit

2. unzählige junge, schöne Frauen, die mir lüstern hinterher hecheln

Sie werden es kaum glauben, aber es ist so. Während ich mich müde und gähnend durch die Straßen schleppe, dabei immer bemüht, nicht auf meine herabhängenden Tränensäcke zu treten, treffen mich sekündlich diese Blicke. Die dralle Kellnerin in meinem Stammlokal, die mich unter ihrem blonden Pony hinweg mit ihren runden Discokugel-Augen anglitzert. Die Verkäuferin im Klamottenladen, die mir – ganz sicher! – mit einem Zucken ihres Pagenkopfes schon die Richtung zu den Umkleidekabinen weist und sich dabei über die Lippen leckt. Die Frau auf dem Fahrrad, die sich meinetwegen den Hals verrenkt und fast vom Sattel kippt. Die im kurzen Rock. Die in der engen Jeans. Die in Turnschuhen, die in Stiefeln, die in grün, blau, rot – ALLE! Alle gaffen mich an, starren mir hinterher, sabbern, geifern, lecken, alle haben die Antwort auf die Frage, was sie von mir wollen, auf den Lippen fest vorinstalliert: Das eine. Sie! Wollen! Alle! Nur! Das! Eine!

Ich wundere mich nur die ganze Zeit, warum keine von denen das auch mal sagt. Nie, nichts. Immer nur diese Blicke.

Jetzt weiß ich, warum keine mich anspricht: US-Psychologen haben gerade in einer Studie nachgewiesen, dass Männer sich bei Schlafmangel als sexuell wahnsinnig viel attraktiver einschätzen und Frauen ein viel zu großes sexuelles Interesse unterstellen. Sprich: Müde Männer denken, dass alle Frauen auf sie stehen und nur mit ihnen ins Bett wollen. Die Forscher sagen, unser Urteilsvermögen leidet durch die Müdigkeit extrem. Ich sage: Unsere Selbsterhaltungssysteme versuchen nur alles, um uns zu helfen. Unser Gehirn setzt alles daran, uns irgendwie ins Bett zu kriegen. Alle Gedanken kreisen nur darum. Und wenn wir dann einer schönen Kellnerin begegnen, nimmt das müde Gehirn die eben gleich mit ins Bett. Unser Gehirn will in dem Fall auch nur das eine: schlafen.

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Frauenkleider funktionieren wie Ampeln, nur umgekehrt

Wenn man Männer und Frauen darüber befragt, welche Kleidungs-Farbe sie bei Frauen am ehesten sexy finden, lautet die Antwort in der Regel: Rot. Allerdings tragen Frauen (verzeihen Sie mir bitte dieses kleine Wortspiel) meist nicht nur in der Regel Rot, sondern vor allem in einer anderen Phase ihres Zyklus. Forscher der University of British Columbia (Kanada) haben nämlich jetzt herausgefunden, dass Frauen besonders in ihrer fruchtbaren Phase rote Kleidung tragen. Eine Frau, die gerade ein rotes Kleid, ein rotes Shirt oder auch etwas in Pink trägt, ist der Studie zufolge mit einer 3-mal so großen Wahrscheinlichkeit auf dem Höhepunkt ihrer monatlichen Fruchtbarkeit wie Frauen, die andere Farben tragen. Rot signalisiert also: Los geht’s, mit Vollgas zur Familiengründung!

Nein, überlegen Sie jetzt nicht, wann Angela Merkel zuletzt diesen roten Blazer anhatte und warum. Denken Sie lieber ans kommende Wochenende und passen Sie Ihre Flirt- und Date-Strategien an. Für einen One-Night-Stand, den Sie in einem Club aufgabeln, kommt eine Frau in Rot nicht mehr in Frage. Da steht die Ampel aus Ihrer Sicht im eigentlichen Sinne auf rot. (Wer hat da gerade gerufen: “Bei rot schnell noch drüber!”) Und selbst wenn Sie in einer Rotgekleideten die Traumfrau fürs Leben zu erkennen glauben, sollten Sie nicht zum Verkehrssünder werden und es gleich heute darauf anlegen herauszufinden, aus welchen Gründen genau sie diese Farbe trägt. Denn erst kommt das Kennenlernen, dann das Kinderkriegen. Jetzt stellt sich natürlich umgekehrt die Frage, wann Sie überhaupt noch eine Frau in Rot ansprechen oder mit ihr Sex haben können. Nun: Ansprechen jederzeit…

Behalten Sie dabei immer eines im Hinterkopf: Die allermeisten Frauen wissen gar nicht, aus welchem Grund sie ausgerechnet an diesem Tag Lust hatten, etwas Rotes anzuziehen. (Es sei denn, sie kennen diese Studie oder lesen diesen Blog.) Es ist nicht so, dass sie morgens aufstehen und sich sagen: “Och, heute bin ich aber mal mächtig fruchtbar, da ziehe ich den roten Fummel an und zeige es allen!” Also nicht dass Sie im Gespräch plötzlich von dem Thema anfangen und sagen: “Hey, ich finde es toll, dass du mit deiner Fruchtbarkeit so aggressiv umgehst und offen Farbe bekennst!” Da könnte manche ganz schnell rot sehen.

So. Jetzt würde mich nur noch interessieren, welche Farbe eigentlich Männer in ihrer fruchtbaren Phase tragen.

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Frauen mit Lügendetektor waren immer mit mehr Typen im Bett als Frauen ohne Lügendetektor

Was ist normalerweise die erste Frage, die ein Mann einer Frau auf dem ersten Date stellt? Nein, nicht ob sie etwas trinken möchte. Nein, nicht wo sie dieses tolle Top und diesen Wahnsins-Nagellack gekauft hat. Auch nicht ob sie das Restaurant oder das Cafe mag. Nein. Als erstes fragt ein Mann natürlich: “Und, mit wie vielen Typen warst du schon im Bett?” Ist doch ganz klar. Das muss sofort geklärt werden. Jeder will wissen, in welchem Film er mitspielt, ob er Ali Baba, der vierzigste Räuber ist – oder nur einer der Fünf Freunde. Jetzt schlägt ein US-Forscherteam vor, dass Sie dabei die Frau besser gleich an einen Lügendetektor anschließen. Denn sonst lügt sie, was die Zahl ihrer Verflossenen angeht, garantiert. Die Forscher haben verglichen, und es zeigte sich, dass Frauen unterschiedliche Angaben zur Zahl ihrer Liebhaber machten, je nachdem ob sie mit oder ohne Lügendetektor befragt wurden. War ein Lügendetektor im Raum, wurden die Zahlen höher. Ohne Detektor logen die Frauen also, sie hätten weniger Sex-Partner gehabt.

Der Witz ist: Sie benötigen für Ihren Test noch nicht einmal einen echten Lügendetektor. Das Gerät im Versuch war nämlich gar nicht angeschlossen. Den Frauen wurde nur gesagt, es sei aktiviert. Das genügte schon, um ihre Antworten zu verändern. Das ist doch super! Sie müssen also beim ersten Date nur ein altes, zerpflücktes Transistorradio auf den Tisch legen, das irgendwie blinkt. Dann sagen Sie: “Hallo erstmal. Das ist ein Lügendetektor. Er ist jetzt eingeschaltet. Was mich interessiert, ist: Mit wie vielen Typen warst du schon im Bett?” Das ist doch klasse! Besser kann ein erstes Date doch gar nicht losgehen!

Wie? Sie meinen, das käme nicht so gut? Das fände die Frau bestimmt nicht so witzig? Ach so. Aber wozu machen die dann diesen Versuch? Nur um uns zu sagen, dass Frauen über die Zahl ihrer Ex-Lover lügen? Das war doch wohl ohnehin jedem klar. Aber was Sie vielleicht nicht wussten: Auch die Männer im Versuch haben über die Anzahl ihrer Ex-Freundinnen gelogen. Nur anders: Wenn der Lügendetektor ins Spiel kam, gaben sie eine viel niedrigere Zahl von Sex-Partnerinnen an als vorher. Die Forscher schließen daraus, dass Männer und Frauen in sexueller Hinsicht immer noch sehr den üblichen Klischees entsprechen wollen, auch wenn sie das in Bezug auf andere Bereiche gar nicht tun. Männer wollen harte, starke, erfahrene Liebhaber sein, die viele Frauen hatten – und Frauen wollen brave, unerfahrene, unschuldige Lämmchen sein. Manchmal, ganz selten, ist das Leben wirklich wie ein Porno.

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Zwei Drittel aller Frauen wünschen sich Sex im Freien, und Männer glauben ihnen kein Wort

Wie gut, dass nicht alle Wünsche sofort in Erfüllung gehen.

Schauen Sie mal hier: Laut einer Umfrage mögen 66 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer gern Sex im Freien haben. Alles von Parkplatz-Sex bis Sex im Park, Hauptsache umsonst und draußen. Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie gehen durch die Stadt, und das passiert gerade. Überall nur zuckende Leiber, auf Parkbänken, an Bushaltestellen, auf Motorhauben und auf Bäumen. Mehr als die Hälfte aller Menschen, die Sie draußen sehen, ist unbekleidet ineinander und miteinander verhäkelt und verstrickt. Sie können keine Straße mehr überqueren, ohne dass Sie vorher ein paar nackte Hintern beiseite schieben müssen. Zwei Drittel aller Frauen kopulieren munter durch die Gegend und…, wobei: Moment. Nicht alle auf einmal, geht ja gar nicht, sind ja zu wenig Männer da! Müssen sich 10 Prozent der Frauen erst einmal gedulden.

Tja. Und wenn Sie dann die Frauen fragen , die da nackt in einer Schlange stehen, was es denn da umsonst gibt – reißen die Ihnen sofort die Klamotten vom Leib, weil sie keine Lust mehr haben zu warten. Ist schließlich ihr Recht, wozu sollen sie denn sonst bei dieser Umfrage mitmachen, wenn es gar nichts bringt? Da müssen doch den Daten auch mal Taten folgen! Und schwupps, sind Sie auch einer von den zuckenden Nackten, ob Sie nun vorher mit ‘ja ‘ gestimmt haben oder nicht. Überhaupt: Ist es nicht seltsam, dass es mehr Frauen als Männer sind, die Draußen-Sex haben wollen? Woran das wohl liegt? Hm. Wahrscheinlich plump daran, dass es meist nicht die Männer sind, die hinterher die Bettlaken waschen. Draußen-Sex macht weniger Arbeit. Außerdem ist auf einer Motorhaube oder an der Bushaltestelle die Gefahr geringer, dass der Mann hinterher einschläft.

Na, wie auch immer. Wir wissen ja alle längst, wie solche Umfrage-Ergebnisse zustande kommen. Da stellen Sie 2.000 Leuten einfach die Frage: “Wo hätten Sie lieber Sex?” Und dann geben Sie als Antworten vor: “a) im Deutschen Bundestag, während der Sitzungszeit b) vor meinen Eltern c) im geschmolzenen Reaktorblock von Fukushima oder d) im Freien” – dann bekommen Sie ganz schnell die gewünschten Resultate, nicht wahr. Insofern: Genießen Sie diese Zahlen mit Vorsicht! Sprechen Sie nicht einfach zwei von drei Frauen an, ob sie mit auf die Motorhaube kommen. Das kann nicht nur schiefgehen, das wird es. Wenn überhaupt, dann lesen Sie den tieferen Sinn aus diesen Daten heraus, erfassen Sie die transzendente Botschaft im Subtext: Kümmern Sie sich zuhause häufiger um die Wäsche. Und pennen Sie nach dem Sex nicht immer gleich ein.

 

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Männer nennen es Sex-Signal, Frauen sagen dazu “Tätowierung am unteren Rücken”

Männer glauben ja angeblich, dass Frauen mit einer Tätowierung im Bereich des unteren Rückens eher dazu neigen, beim ersten Date Sex zu haben als andere Frauen ohne Tattoo. Auf deutsch: Frauen mit Arschgeweih steigen eher mit Ihnen in die Kiste. Das hat ein französischer Forscher in einem wahrlich spannenden Experiment herausgefunden, das er mit 31 schönen Frauen in roten Bikinis an Stränden der Bretagne durchführte.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch gerne mal französische Experimente mit 31 Strand-Schönheiten in roten Bikinis durchführen möchte, frage ich mich, wem die Wissenschaft mit dieser Forschung dienlich sein will. Sollen damit alle Frauen gewarnt werden, bloß nicht am Strand ihre Tattoos zu zeigen, damit sie nicht von Männern angebaggert werden? Ist das eine raffiniert eingefädelte Werbekampagne für eine Klinik, die per Laserbehandlung Tätowierungen entfernt? Soll es eine Warnung an alle Frauen sein, sich tätowieren zu lassen? So nach dem Motto: Wer sich ein Tribal übern Hintern stechen lässt, kann sich gleich “F… mich!” auf die Stirn tätowieren?

Wie auch immer. Entscheidender ist ja wohl die Frage: Ticken Sie auch so? Haben Sie auch solche Stereotype im Kopf wie “tätowiert = ungeniert”,  ”Bild am Rücken – Gleitgel zücken” oder: “Geweih am Po: Mexiko!”? Wenn das der Fall ist, empfehle ich: Löschen. Clear memory. Neu denken! Stellen Sie sich das doch mal umgekehrt vor! Sie fänden es doch auch total mies, wenn Frauen nur aufgrund Ihres Aussehens dächten, dass Sie als Mann immer und überall nur Sex wollen.

Wie bitte? Ach. Das denken Frauen sowieso? Hmm, okay. Sie haben Recht. Für manche Stereotype muss man sich nicht einmal tätowieren lassen.

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Frauen mögen attraktive Männer, weil die weniger Schnupfen haben. Männer lieben attraktive Frauen auch mit Schnupfen

Sie wissen natürlich, warum Frauen nach attraktiven Männern suchen, nicht wahr? Genau: weil gut aussehende Männer ein besseres Immunsystem haben und darum seltener erkältet sind. Und es gibt für eine Frau ja nichts Schlimmeres auf der Welt als einen erkälteten Mann. Widerlich, diese Schnupfenlappen. Hatschi.

Und warum suchen Männer nach attraktiven Frauen? Nein, wahrscheinlich nicht aus demselben Grund. Denn wie eine finnische Studie gerade zeigte, gibt es bei Frauen nicht diese Verknüpfung zwischen Attraktivität und Immunabwehr. Das deckt sich auch mit unseren Gefühlen: Wenn eine Frau richtig heiß aussieht, dann darf sie auch mal krank sein, oder? Da sind wir gar nicht so.

Aber zurück zur Frage: Warum suchen Männer nach attraktiven Frauen? Manche Studien scheinen zu belegen, dass Männer Frauen in der Phase ihres Eisprungs attraktiver finden. Suchen wir also nach hübschen Frauen, weil sie fruchtbarer sind? Weil sie mit größerer Sicherheit Babys bekommen? Wollen wir das? An einem Samstagabend, lüstern, laut und party-high im Tabledance-Club? Wohl kaum. Da spricht manche(r) doch eher von einem “Unfall”, wenn es zur Inanspruchnahme der Fruchtbarkeit kommt.

Geht es dann vielleicht um andere biologische Vorteile? Haben schöne Frauen bessere Gene? Schon möglich – aber was genau soll ein Mann mit Genen? Schmecken die? Kann man damit trainieren? Oder daraus etwas Interessantes bauen? Bringen die etwas an der Börse ein? Fährt das Auto damit schneller?

Nein, ich sage Ihnen, warum wir nach attraktiven Frauen Ausschau halten: Weil sie einfach total klasse  - aussehen.

Das reicht uns. Wir sind da gar nicht so.

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Die Welt ist voller Fragen, und Frauen brauchen Männer, um sie zu stellen

Nur 0,1 Prozent der Deutschen wollen, dass grundsätzlich die Frau dem Mann einen Heiratsantrag macht. 43 Prozent sagen immerhin, es wäre egal ob Mann oder Frau. 56 Prozent wollen, dass der Mann die alles entscheidende Frage stellt. Da könnte man jetzt wieder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und darüber lamentieren, wie wenig die Menschen aus der Emanzipation gelernt haben, wie weit der Weg zur Gleichberechtigung noch ist, und wie sehr die alten Rollen noch in den Köpfen verankert sind. Aber ist das wirklich so? Ist die Frage alles entscheidend?

Überlegen Sie mal: Wenn der Mann die Frage stellt – wer gibt dann die Antwort? Und ist die Antwort nicht die Entscheidung? Ist es in diesem Falle also nicht die Frau, die über Ehe oder Wehe entscheidet? Keiner hat doch je davon gehört, dass der entsprechende Dialog so abläuft:

Mann (auf den Knien): “Willst du mich heiraten?”
Sie: “Jaaa!”
Er (wieder aufstehend): “Ich dich aber nicht.”

Nein, so geht das nicht. Also: Die Frau entscheidet. Der Mann ist nur Bittsteller, im besten Falle Initiator. Und das, obwohl in vielen Fällen die Frau mindestens die eine treibende Kraft hinter dem Ehevorhaben ist. Der Mann trägt – wie so oft – der Frau in Form einer Frage ihren eigenen Willen als seinen Wunsch an.

Damit muss mal Schluss sein. Ab sofort fragen wir nicht mehr. Ab sofort müssen die Mädels uns fragen. Ob wir heiraten wollen. Aber vorher auch: Ob sie unsere Nummer haben können. Ob wir morgen schon etwas vorhaben. Ob wir mit ihnen ins Kino gehen wollen. Ob wir danach noch was trinken gehen wollen. Ob wir nicht doch auf einen Absacker mitgehen wollen. Ob sie uns nach Hause bringen dürfen.

Erst dann fragen wir auch mal etwas, nämlich, ob sie vielleicht noch auf einen Kaffee mit hochkommen wollen. Und später dann, ob sie uns zu dick finden.

 

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