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Viele Millionen Männer rufen: “Habe ich’s doch gewusst!” Sex mit der Ex erleichtert die Trennung

Na, trauern Sie Ihrer letzten Liebe immer noch hinterher? Vielleicht hätten Sie doch noch ein letztes Mal mit ihr ins Bett gehen sollen, denken Sie? Nun, das denken Männer immer. Aber jetzt wird das Ganze wissenschaftlich untermauert.

Eine Studie der University of Arizona zeigte gerade, dass Sex mit der Ex dabei helfen kann , über die Trennung hinwegzukommen. Es ist ja nichts Neues, dass Männer immer gern eine Rausschmeißer-Nummer fordern – aber der Studie zufolge können auch und gerade Frauen vom Verflossenen-Sex emotional profitieren. Die Innigkeit und Nähe können, so die Experten, den getrennten Partnern in der neu entstandenen aufwühlenden Situation ein wenig Sicherheit und Rückhalt geben. Interessant, oder? Das Argument sollten Sie für die nächste Trennung in jedem Falle im Köcher haben.

Hey, was machen Sie denn da? Halt! Stopp! Nein, das werden Sie jetzt nicht tun! Nein! Sie werden jetzt keine Top-10-Liste Ihrer heißesten Ex-Frauen aufstellen! Sie werden diese Frauen auch nicht der Reihe nach abtelefonieren, um ihnen mitzuteilen, dass Sie über die Trennung immer noch nicht hinweg sind! Und Sie werden auch nicht fragen, ob Ihnen diese Frauen in Ihrer aufgewühlten emotionalen Lage ein wenig Sicherheit und Rückhalt geben wollen und auf ein Glas Wein vorbeikommen! Unglaublich. Jedes Wort wird einem hier im Mund herum gderhet.

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Ziele der Gender-Politik aufgedeckt: Männer sollten sich zu Hause um die Tiere kümmern, während Frauen höhere Bildung bekommen

Es fällt oft schwer, sich vorzustellen, wie sich manche Frauen unser Land im Idealfall wünschen, wie ihre Traumrepublik aussieht. Mal abgesehen von den eingängigen Punkten: Mehr Frauen in Führungspositionen – super! Mehr und bessere Kinderbetreuung – na klar! Mehr und bessere Arbeitszeit-Modelle – aber immer, gerne! Gleiches Geld für gleiche Arbeit – sofort! Aber nur noch weibliche Bezeichnungen, auch für Männer, also “Herr Professorin”? Bei der Jobvergabe Bevorzugung von Frauen ohne Ansicht der Qualifikation (allgemeine Frauenquote)? Frauen grundsätzlich als bessere Politiker und Chefs ansehen? Na, ich weiß nicht, ich versteh’s nicht. Zum Glück hilft dem Ratlosen oft der Zufall auf die Sprünge.

Heute las ich einen Text über die Männer in der Mongolei. Darin fand ich Sätze wie diesen: Seine Situation ist typisch für junge Männer in der Mongolei. In dem flächenmäßig viereinhalb Mal so großen Land wie Deutschland dominieren Frauen die Universitäten, verschiedene Statistiken beziffern ihren Anteil auf 60 bis 80 Prozent der Absolventen.” Oder diese: “‘Viele Eltern fanden die Bildung ihrer Töchter lange Zeit sehr wichtig. Bei ihren Jungen denken sie, dass sie auch ohne Universitätsabschluss eine Arbeit finden können.’ Zwar ändere sich die Einstellung mittlerweile, aber aus der Generation hätten viele Männer nun große Probleme, gute Jobs zu finden.” Oder auch diesen: “In der heutigen Zeit haben sich Frauen noch weiter durchgesetzt. Jungen sollten sich zu Hause um die Tiere kümmern, während Frauen höhere Bildung bekamen.”

Auf einmal wusste ich es: Viele Frauen sehnen nach sich einer Art deutschen Mongolei. Und wenn ich mir die Entwicklung an den deutschen Schulen und Universitäten so anschaue, muss ich sagen: Die Tendenz ist da. Die Mehrzahl der Abschlüsse geht an Frauen. Da müssen die Jungs sich aber mal ranhalten, wenn sie sich nicht in 20 Jahren nur noch “um die Tiere kümmern” wollen, was immer das in unserem hochentwickelten Industrieland heißt. Wahrscheinlich eher Katzen und Zierpudel hüten als Rinder, Kamele, Pferde, Schafe und Ziegen. Aber vielleicht aber auch zottelige Monster in Online-Computerspielen? Überhaupt, an diesem Leben muss doch auch gar nicht alles schlecht sein. Wie heißt es noch in der inoffiziellen deutsch-mongolischen Hymne von Dschingis Khan (1979): “Auf Brüder! Sauft Brüder! Rauft Brüder! Immer wieder! Lasst noch Wodka holen (Ho, Ho, Ho, Ho, Ho). Denn wir sind Mongolen (Ha, Ha, Ha, Ha, Ha). Und der Teufel kriegt uns früh genug!” Na, denn mal munter weiter so, liebe deutsche Gender-Polizei!

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Frauen kaufen teure Designer-Handtaschen, Männer glotzen anderen Frauen hinterher, und das alles aus demselben Grund

Darf ich Ihnen eine Frage beantworten, die Sie sich schon lange stellen? Die Frage lautet: Warum geben Frauen immer wieder irrsinnig viel Geld für Handtaschen aus? Sie habe sicherlich gedacht, das hätte mit dem allgemeinen Shopping-Wahn, weiblicher Konsumsucht oder modischen Verliebtheiten zu tun. Falsch. Aber Verliebtheit ist ein gutes Stichwort. Ich will ihnen also verraten, warum.
Sitzen Sie? Angeschnallt? Okay. Los.

Forscher der Carlson School of Management an der University of Minnesota (USA) wollen in einer Studie herausgefunden haben, dass Frauen mit teuren Designer-Produkten – unter anderem Handtaschen – anderen Frauen zeigen, dass sie in einer glücklichen Beziehung stecken. Sie signalisieren damit den anderen Frauen: “Lass die Finger von meinem Kerl!” Ach, wie süß. Verstehen Sie, was diese Studie sagt? Sie sagt, dass Frauen aus Liebe zu ihren Männern sündhaft teure Handtaschen kaufen. Ich muss gerade mal kurz hyperventilieren, Moment…

So, jetzt. WORAN SOLLEN WIR DENN NOCH ALLES SCHULD SEIN?! Im letzten Jahr der Klimawandel, im vorletzten Monat die Menopause, und jetzt die Handtaschen? Und morgen dann vielleicht Zellulite? Ich glaube, es hackt! Was müssen wir uns demnächst anhören? “Ich habe diese 999-Euro-Gucci-Tasche doch nur gekauft, weil ich dich liebe.”  Ja, es schmerzt – aber sie tun das doch nur aus Liebe zu uns! Ja, klar. Diesen Satz haben wir doch in anderen Zusammenhängen schon gehört, oder? Und selbst wenn: Nicht alles, was aus Liebe getan wird, ist auch liebevoll und gut. Im übrigen verstehe ich nicht, warum und wie eine Handtasche signalisieren soll, dass eine Frau mit einem Mann zusammen und zufrieden ist. Ist das so eine Art Zeichensprache? Wofür steht dann ein Rucksack? Oder ein Koffer?

Ist ja auch egal. Männer, wir haben jetzt zwei Möglichkeiten:
1. Wir vernichten diese Studie, tilgen ihre Ergebnisse aus dem Netz und brennen die Carlson School of Management nieder, damit niemals eine Frau von dieser Ungeheuerlichkeit erfährt. Aber ich glaube, dafür ist es bereits zu spät.
2. Wir erzählen allen Frauen aggressiv von dieser Studie – fügen aber jedes Mal laut und überdeutlich hinzu, dass dieselben Forscher auch herausgefunden haben, dass Männer NUR AUS LIEBE ZU IHREN FRAUEN zu viel Alkohol trinken, zu schnell Auto fahren, dauernd Fußball gucken, anderen Frauen hinterhergaffen, zu viel Geld und Zeit in technische Geräte investieren, sich zu wenig um den Haushalt kümmern und ihre schmutzigen Socken herumliegen lassen. Habe ich irgendwas vergessen?

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Frauen gehen an anderen Tagen fremd als Männer, fragt sich nur, mit wem

Männer gehen lieber montags fremd, Frauen lieber mittwochs und sonntags. Da haben Sie’s wieder. Nie können sich Männer und Frauen auf was einigen. Sogar der Fremd-Sex scheitert an Termin-Problemen. Man kann es auch positiv sehen: Terminschwierigkeiten retten die Ehe! Allerdings stellt sich schon die Frage: Wenn das so stimmt, dass die Mehrzahl der fremdgehenden Frauen in Deutschland an anderen Tagen fremdgeht als die fremdgehenden Männer – mit wem machen die das dann? Miteinander? Oder werden da Kapazitäten im Ausland angezapft? Outsourcing nach Osteuropa jetzt auch hier? Dann müssten ja montags, mittwochs und sonntags die Passagierzahlen in die jeweiligen Länder stark ansteigen. Ist aber nicht so.

Nein, der Teufel steckt im Detail, beziehungsweise im nicht erwähnten Teil: Die Daten stammen von einer Seitensprung-Seite im Internet, und ausgewertet wurden die Zugriffe und Suchanfragen auf diesem Portal. Also suchen Männer eher montags nach Seitensprüngen, Frauen mittwochs und sonntags. Fremdgehen werden sie wahrscheinlich an anderen Tagen, es sei denn, sie sind wirklich sehr fix bei der Sache. Machen wir uns bewusst, welche Laune dazu führen mag, sich auf so einer bumsfidelen Kuppelseite herumzutreiben, dann wird schon klarer, warum die Tage so verteilt sind: Am Wochenende erhoffen sich viele Männer Sex von ihrer Angebeteten, und wenn der ihnen verwehrt bleibt, loggen sie sich frustriert am Montag bei der Fremdvögelseite ein. Frauen hingegen langweilen sich mittwochs während der Champions-League-Partien – oder sind sauer, wenn er den ganzen Sonntag auf dem Golfplatz oder beim Frühshoppen war und abends auch noch lieber allein Tatort schaut als mit ihr Inga Liebström oder Mutta Danella. Schwupps! sind sie unterwegs in der Netz-Bagger-Bude.

Ich kann vor der Nutzung solcher Portale nur warnen. Letztlich erleichtern sie nur scheinbar das Fremdgehen, weil sie den schnellen und direkten Zugriff ermöglichen. Mal abgesehen von Geldschneiderei und Abzocke (die Löschung des eigenen Profils wird bei einigen sogar extra in Rechnung gestellt) sollte eines abschrecken: Die wahren Probleme des Vertrauensbruchs – Enttarnung, Beziehungskrise, Ehekrach, Scheidung, Streit um die Plattensammlung – können die bezahlten Seitensprenger nicht verhindern. Im Gegenteil: Dadurch, dass sie den Zugang so vereinfachen, bringen sie viele erst auf die Idee fremdzugehen. Es ist ein bisschen wie bei Raubkopien: Weil es so einfach ist, merken viele gar nicht, dass sie etwas Unrechtes tun. Und wenn dann alles auffliegt, jammern Sie, dass alle so gemein zu ihnen sind. Dabei hätten sie nur auf das eine oder andere Champions-League-Qualifikationsmatch oder einen Krimi verzichten müssen, dann wäre vielleicht zuhause was gelaufen.

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Schluss mit lustig: Diese ganze Flirt-Industrie degradiert den Mann zum Bagger-Vieh!

Wieder einmal wird uns eine Studie um die Ohren gewedelt, wonach Frauen  auf lustige, humorvolle Männer stehen. Zuletzt hieß es noch, Frauen mögen zwar lustige Männer, aber nur für einen One-Night-Stand, höchstens, aber nicht fürs Leben. Nun heißt es doch definitiv: Lustig ist Trumpf. Ja, nun. Wen interessiert das eigentlich? Warum geht es in diesen Studien eigentlich immer nur darum, was Frauen wollen? Warum wird nicht mal danach gefragt, was Männer sich für einen One-Night-Stand so alles wünschen, und was sie sich so für eine Langzeitbeziehung vorstellen?

Nun werden einige Superschlaue schnell antworten: Weil man das ja eh weiß. Weil Männer immer nur das eine wollen, völlig unabhängig von der Zeitspanne. Männer wollen Sex, sonst nichts, dementsprechend wollen Männer Frauen, die auch Sex wollen und dafür hinlänglich ausgestattet sind. In dieser Denkweise ist für einen Mann eine Langzeitbeziehung so eine Art fortgesetzter One-Night-Stand, bei dem es hin und wieder etwas Warmes zu essen gibt. Brüste und Bratwürste, mehr interessiert uns ja nicht. Da mag ich argumentativ gar nicht mehr gegenhalten, so blöd ist das. Ich sage darum nur: Wehe, die verdammten Bratwürste sind nicht LUSTIG!!!

Ich will auf etwas ganz anderes hinaus: Die Tatsache, dass es in diesen ganzen Studien mehrheitlich immer wieder darum geht, was Frauen an Männern attraktiv finden, was Frauen von Männern wollen und was nicht, ist ein untrügliches Zeichen für ein ungeschriebenes Gesetz. Es besagt, dass der Mann der Frau immer noch den Hof macht und nicht umgekehrt. Dieser Standard ist zwingend, und dieser Zwang ist Standard. Kein Entkommen. Da werden konsequent in steter Regelmäßigkeit häppchenweise Köder ausgeworfen, damit die Jungs nur ja bei der Stange bleiben und um die Mädels herumscharwenzeln und brav deren Wünsche abarbeiten. Ja, herzlichen Glückwunsch! Wie emanzipiert ist das denn?! Eine ganze Industrie arbeitet daran, unseren Status als Bagger-Vieh auf ewige Zeiten festzubetonieren! Und wir beißen auch noch an und lesen diesen ganzen Mist! Das hört jetzt auf, ab jetzt ist Schluss mit lustig. Wehe, Sie lesen noch eine einzige von diesen Studien darüber, was Frauen wollen und was nicht!

Außer natürlich hier bei mir, wo das ganze kritisch beäugt und begleitet wird.
;-)

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Viele wollen sich hochschlafen, aber für die Männer gibt es nicht genügend Chefinnen!

Einer Forsa-Umfrage zufolge kann sich jeder zehnte junge Deutsche unter 30 vorstellen, sich in der Firma nach oben zu schlafen. Davon abgesehen, dass aus dieser nur scheinbar sexuell aufgelockerten Haltung der Generation Praktikum ebenso viel Naivität wie Verzweiflung spricht, muss ich doch sagen, dass mich diese Eitelkeit überrascht. Wenn wir einmal davon ausgehen, dass es in der Regel nicht ausschließlich die attraktivsten 10 Prozent einer Altersgruppe sind, die sich solchen Sex-Träumereien hingeben, gehört schon eine gewisse Selbstüberschätzung dazu, zu glauben, man fände für die eigenen Hochbums-Ambitionen auch genügend interessierte Gegenparts in der Chefetage. Denn Affären mit anderen Praktikanten bringen uns da ja wohl nicht wirklich voran, oder? Na, immerhin lässt sich feststellen, dass es überhaupt noch Interesse an verantwortungsvollen Posten gibt, damit ist ja bei all diesem Downshifting-Wahn nicht unbedingt zu rechnen. (Wobei der Begriff “Führungsposition” da eine ganz neue Bedeutung bekommt.)

Leider liefert die Umfrage keine differenzierten Daten, wie sich diese Ambitionen unter den Geschlechtern aufteilt. Es liegt aber nahe anzunehmen, dass es nicht wenige junge Männer sind, die so etwas locker dahinsagen: “Heute Sex mit der Chefin, morgen schon im Vorstand, und übermorgen schenkt mir die Alte 2 Millionen Unternehmens-Aktien im Wert von 73 Millionen Euro, hähä.” Aber haben die Geschäftsführungs-Gigolos sich mal in der Realität umgeschaut? Mit wem würden die denn etwas anfangen? Wie viele Chefinnen gibt es denn, mit denen da hochschlafmäßig etwas ginge? Genug für 10 Prozent der männlichen Arbeitnehmer unter 30? Wohl kaum. Niemals wurde der eklatante Mangel an weiblichen Führungskräften deutlicher als jetzt. Da muss etwas passieren.

Aber lassen wir das. Ich will da gar nicht zu sehr drauf abheben. Der Jugend ihre Träume rauben. Ich will den jungen Leuten nur sagen: Verschwendet nicht zu viel Zeit mit dem Träumen. Lernt einen anständigen Beruf, studiert, seid fleißig und lernbereit, lest gute Bücher, zeigt euch vielseitig interessiert, investiert Zeit in Kultur und Sport, sorgt für eine gepflegte, attraktive äußere Erscheinung und einen knackigen Po – sonst seid ihr für die Vorgesetzten gar nicht interessant.

So oder so.

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Heute ist Anthony-Weiner-Tag, offiziell heißt er allerdings “Tag der virtuellen Liebe”

Heute ist der Tag der virtuellen Liebe. Mal ganz davon abgesehen, dass ich diese ganzen Pseudo-Feier- und Gedenk-Tage total entbehrlich finde (heute soll außerdem noch Tag der Freude und Tag der BDSM-Liebe sein), frage ich mich: Was ist virtuelle Liebe? Ist das so eine Art Ersatzwährung, die an Partnerbörsen gehandelt wird? Überhaupt: Wie geht virtuelle Liebe? Ist das dieser hochnotpeinliche Kram, bei dem Anthony Weiner, der Bürgermeister-Kandidat von New York, nun schon zum wiederholten Male erwischt wurde? Ich zitiere kurz aus seinen Sex-Messages: “Also betrete ich dieses Hotelzimmer, und du liegst auf dem Bett, nackt bis auf ein paar außergewöhnliche Fickmich-Schuhe…” Dazu schickte er Bilder von seinem erigierten kleinen Bürgermeisterkandidaten.

Also echt: Dafür brauchen wir einen Gedenktag?

Warum dann nicht auch einen Gedenktag für feuchte Träume? Oder für verrentete Auto-Wäsche-Nacktmodels? Oder für halbgegessene Toast-Sandwiches? Oder für jeden noch so dämlichen Mist? Okay, ich sollte das nicht zu laut sagen. Es sieht nämlich sehr danach aus, als würden PR-Büros und Nonsens-Gedenktags-Lobbyisten schon genau daran arbeiten. Ich sage nur: Bärengedenktag (26. Juni), Sprich-Wie-Ein-Pirat-Tag (19. September) oder Weltnudeltag (25. Oktober). Noch Fragen? Das Bittere daran ist, dass so die wenigen wirklich sinnvollen Tage hinter allem möglichen Quatsch verschwinden oder zumindest mit ihm auf eine Stufe gestellt werden. Da folgt der durchaus sinnvolle Weltkindertag ( 20. November) nahtlos auf den durchaus missverständlichen Welttoilettentag (19. November).

Darum greife ich jetzt durch. Ich starte eine Aktion zur Abschaffung der sinnlosen Gedenktage. Dafür rufe ich einen Aktionstag ins Leben, den “Schluss-mit-dämlichen-Gedenktagen”-Aktionstag. Ich schaue mal gerade, wo noch ein Tag im Jahr frei ist… Oh, Mist. Ich bin zu spät. Alles besetzt. Na, dann plädiere ich dafür, wenigstens den Tag der virtuellen Liebe in Anthony-Weiner-Gedenktag umzutaufen – das wird ja wohl alles sein, was von ihm bleibt.

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Ungerecht (hicks)! Beschwipste Männer sind immer betrunkener als besoffene Frauen

Wenn ein Mann ein paar zuviel über den Durst getrunken hat, heißt es, er sei ”voll wie eine Strandhaubitze”. Wenn eine Frau ein paar zuviel über den Durst getrunken hat, heißt es, sie sei “ein bisschen beschwipst”. Korrekt? Lustigerweise ist das nicht irgend so ein verbitterter Männerspruch, den ich aus der hohlen Hüfte in den leeren Raum ballere – das ist jetzt ein amtliches Forschungsergebnis!

Eine Studie an der University at Buffalo zeigte gerade, dass es in der Wahrnehmung von betrunkenen Männern und Frauen unterschiedliche Sichtweisen gibt: Alkoholisierte Frauen werden von Außenstehenden eher als “beschwipst” oder “angeheitert” bezeichnet, bei Männern heißt es eher, sie seien “rotzbesoffen” oder “total breit” gewesen – oder auch “völlig hinüber”. Bei Frauen sind die Beschreibungen also nachsichtiger und freundlicher, bei Männern drastischer – obwohl es jeweils um den exakt gleichen Grad von Betrunkenheit geht. Frauen würden, so die Forscher, in dieser Hinsicht weniger krass beurteilt, weil komplett volltrunkene Frauen nicht den gängigen Vorstellungen und Klischees entsprächen. Die Menschen wollen nicht, dass Frauen rotzbesoffen sind, also nennen sie es bei Frauen anders. Nur komisch, dass so viele dieser angeblichen Klischee-Brecherinnen durch meinen Kiez stolpern.

Ich will gar keine Debatte darüber lostreten, wer schlimmer ist – besoffene Männer oder besoffene Frauen. Da sind die Unterschiede nicht riesig, sondern fein, wie es früher in der Weinbrand-Reklame so schön hieß. Ich will auch für mich nicht das Recht in Anspruch nehmen, dass ich auch nur “beschwipst” bin, wenn ich mal einen im Kahn habe – bloß nicht! Nichts will ich weniger gern als einen Schwips, das klingt ja wie eine degenerative Hirnerkrankung! Ich will nur eines prophezeien: Es wird niemals auch nur annähernd eine wahrhaftige Gleichstellung geben in einer Welt, in der wir rotzstrunzbesoffene Frauen nicht auch genau so nennen dürfen.

 

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Frauen fordern, dass Männer ihnen die Tür aufhalten, aber die Männer fordern jetzt Revanche!

Ich muss mich hier mal wieder ein wenig danebenbenehmen. Denn die Umfrage eines Paar-Portals überrascht uns mit der Aussage, dass immer noch satte 78 Prozent der Frauen vom Manne gutes Benehmen erwarten – aber nur 20 Prozent der Frauen verlangen das von sich selbst. Unfassbar! Das immer wieder gern genannte Beispiel dafür ist das Aufhalten einer Tür: Das soll ein Gentleman für eine Frau tun – umgekehrt ist es weniger üblich. Männer kämen allerdings umgekehrt auch gar nicht auf die Idee, so etwas von einer Frau zu erwarten oder gar zu fordern. Ein Mann besteht nicht darauf, dass eine Frau ihm die Tür aufhält, es genügt ihm, wenn sie während seiner Abwesenheit nicht die Schlösser an der gemeinsamen Wohnungstür austauscht, weil sie einen Typen gefunden hat, der mehr Gentleman ist als er.

Diese Bescheidenheit der Männer zeugt natürlich von Souveränität und dem Wissen, dass sie in der gesellschaftlichen Gesamtheit immer noch mehr Vorteile genießen als die Frauen. Sie zeugt aber auch von Hilflosigkeit. Denn der Mann kann vieles, eines jedoch kann er nicht: Von Frauen etwas fordern. Ein Mann, der etwas von einer Frau fordert – sei es nun das Aufhalten einer Tür, mehr Sex in der Ehe oder mehr Zeit mit dem gemeinsamen Kind nach der Trennung – ist per se eine traurige Figur. Einer, der es nicht selbst packt. Einer, der ohne Zutun der Frau nicht klarkommt. Ein Versager halt. Und weil das so ist, und weil er mit dieser Rolle nicht umgehen kann, und weil er daran verzweifelt, vergreift sich der Mann dann auch so oft im Ton und wird ausfallend, was die Erfüllung seiner Wünsche in noch weitere Ferne rücken lässt. Dann versagt er auch noch beim Fordern.

Wir müssen also fordern üben. Wenn wir es nicht tun, werden wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Gesellschaftliches Zusammenleben ist ein Widerspiel des Forderns, ein Gleichgewicht beim Fordervolumen ist wichtig und notwendig. Also fangen wir klein an, beim bekannten Beispiel. Sagen Sie jetzt also nicht: “Mach sofort die verdammte Tür auf!” Sagen Sie: “Verzeihung, könnten Sie mir bitte kurz die Tür aufhalten?” Sagen Sie das nicht nur, wenn Sie stapelweise Akten oder 5 Coffee-to-go für die Kollegen schleppen, sondern auch, wenn Ihre Hände komplett frei sind. Sagen Sie es von nun an immer wieder, jeden Tag einmal, mindestens. Am besten öfter. Und nicht nur zu hübschen, jungen Frauen, sondern zu allen. Bahnen Sie sich einen Weg durch die Welt, die sich Ihnen von Frauenhand eröffnet. Das Ziel muss sein, keine Tür mehr selbst zu aufzustoßen, durch die Sie gehen wollen. Dann haben Sie auch immer die Hände frei, um ab und zu einer Frau die Tür aufzuhalten.

 

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Frauen wollen gar nicht nur Ihr Geld, aber wenn sie ständig darüber streitet, will sie bald gar nicht mehr

Geld macht nicht glücklich – aber vielleicht eine glückliche Beziehung. Das kommt darauf an, wie wir die Ergebnisse einer neuen Studie der Kansas State University interpretieren. Die fand heraus, dass Paare, die schon früh in ihrer Beziehung viel und oft über Geld gestritten haben, das größte Scheidungsrisiko haben. Wer über Geld streitet, landet eher wieder auf der Single-Rampe als Leute die sich über Kinder, Sex oder die Schwiegereltern in den Haaren haben.

Das könnte nun bedeuten, dass wer viel Geld hat und folglich keine Geldsorgen, auch eher eine glückliche Ehe führt. Dann würde Geld glückliche Beziehungen machen. Aber dafür werden viel zu viele Ehen reicher Menschen geschieden. Es geht also vermutlich viel mehr darum, welchen Stellenwert Geld in den Gesprächen eines Paares einnimmt – und wie die Verteilung des Geldes geregelt ist. Und da ist das beste Prinzip: Alles teilen. Denn das tut ansonsten ohnehin der Scheidungsrichter.

Interessanterweise sind aber einer anderen aktuellen Studie zufolge Frauen nach der Scheidung zufriedener als Männer – selbst wenn sie hinterher finanziell schlechter dastehen. Noch interessantererweise wissen wir, dass für Frauen bei der Auswahl eines Partners dessen sozialer und finanzieller Status immer noch eine sehr wichtige Rolle spielen. Fassen wir also diese Ergebnisse in unserer gewohnt top-wissenschaftlichen Art zusammen, entsteht dieses Bild: Eine Frau macht einen Typen klar, der ihrer Ansicht nach ausreichend verdient, dann streitet sie sich mit ihm permanent übers Geld, und nach der Scheidung stellt sie fest, dass sie die Kohle gar nicht braucht und lebt glücklich und zufrieden. Klingt erstens nach einem bekannten Muster – aber zweitens keimt da doch in mir die Frage auf: Warum sollen Männer überhaupt einen auf dicke Hose machen? Gibt eh nur Ärger. Also: Lassen Sie beim Flirten das Thema Geld einfach außen vor. Bezahlen Sie Drinks der Lady einfach, ohne darüber zu reden.

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