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Für eine verliebte Frau sind alle anderen Männer nur Mistkerle, und das ist keine gute Nachricht

Sind Sie eifersüchtig? Nicht nur gerade im Moment, sondern grundsätzlich? Haben Sie immer die Befürchtung, dass Ihre Liebste fremdgeht – oder zumindest attraktiven Männern hinterherschaut und darüber nachsinnt, wie toll es wohl mit denen wäre? Dann habe ich gute Nachrichten für Sie: Diese Bedenken können Sie getrost in die Tonne kloppen. Alles Quatsch. Hier: Eine Studie aus den Niederlanden hat gerade gezeigt, dass Frauen, die in einer festen Beziehungen stecken, sich bei anderen Männern eher auf die negativen Eigenschaften konzentrieren. Wenn Angelina Jolie also mit Ihnen zusammen wäre, würde sie bei Brad Pitt nur noch sehen, dass er ständig unterwegs ist, einen kratzenden Bart hat und aus dem Mund riecht (und wahrscheinlich auch aus dem Bart).

Sie sehen also: Für Ihr Misstrauen besteht gar kein Grund. Frauen gehen nicht fremd. Oh, Sie haben da mal eine ganz andere Statistik gelesen? Und danach gehen Frauen sogar öfter fremd als Männer? Mist, erwischt. Jetzt muss ich es Ihnen doch sagen. Im Grunde wissen Sie es ja selbst: Die Sache mit dem Fokussieren auf schlechte Charakterzüge nützt Ihnen gar nichts. Frauen lassen sich durch negative Eigenschaften nicht davon abhalten, einen Mann attraktiv zu finden. Im Gegenteil: Viele Frauen stehen ganz offensichtlich darauf. Die finden das toll, wenn ein Typ ein schmieriger, egoistischer, rücksichtsloser Dreckskerl ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass die SCHÄRFSTEN Frauen immer mit den GRÖSSTEN Idioten zusammen sind?!

Upps, da habe ich mich wohl etwas gehen lassen. Entschuldigung. Aber es musste einfach mal gesagt werden. Tja, dann bedanke ich mich für Ihre Teilnahme am Grundkurs “Wie Studienergebnisse zu lesen sind” und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. Und merken Sie es sich: Wenn Ihre Frau das nächste Mal über einen attraktiven Typen sagt, er sei ein richtiger Mistkerl, dann gilt: Alarmstufe ROT!

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Wer sich trennt, liegt voll im Trend, aber auch total allein im Bett

Wie schafft sich ein Single-Portal neue Kunden ran? Indem es eine Studie über die häufigsten Trennungsgründe  herausbringt. Da denkt der Frisch-Single gleich: Die verstehen mich, da schaue ich mal vorbei. Nichtsdestotrotz kann eine solche Marketing-Maßnahme Erhellendes liefern. Also: Die Deutschen trennen sich am ehesten dann, wenn der Partner Geheimnisse hat (71 Prozent gaben das als Grund an) oder wenn er oder sie fremdgeht, wobei hier zwischen einmal (48 Prozent) und mehrmals fremdgehen (72 Prozent) unterschieden wird. Es ist davon auszugehen, dass in vielen Fällen, wo das Verheimlichen zur Trennung führt, das Fremdgehen verheimlicht wurde, aber genau wissen wir es nicht. Ist aber auch egal. Viel wichtiger ist: Das sind hauptsächlich Frauengründe.

53 Prozent der Frauen würden sich bereits beim ersten Seitensprung trennen, aber umgekehrt nur 40 Prozent der Männer. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Frauen würden sich trennen, wenn der Partner mehrmals fremdgeht, aber nur 66 Prozent der Männer. Letzteres setzt – by the way – eine gewisse Heimlichkeit voraus, sonst wäre ja schon nach einmal Feierabend gewesen, gell?

Männer trennen sich eher, weil im Bett nichts mehr läuft, oder weil ihre Partnerin sich äußerlich stark verändert, also etwa 25 Kilo zunimmt (was oft dazu führt, dass im Bett nicht mehr viel läuft). Ich würde vermuten, dass “im Bett nichts mehr läuft”, ist auch einer der häufigsten Gründe, warum Männer fremdgehen. Okay, zählen wir zusammen: Ein Mann, in dessen Beziehung Sex-Flaute herrscht, kann gleich Schluss machen – oder er geht erst fremd, dann übernimmt die Partnerin das Schlussmachen. Habe ich was vergessen? Ach ja, wenn Sie erst Schluss machen, bevor Sie mit der anderen Frau ins Bett gehen, missbrauchen Sie kein Vertrauen, gehen nicht fremd – und sind trotzdem der allerletzte Schweinehund. Also: Keine andere Frau, keine Geheimnisse. Gehen Sie lieber mit Ihrer Angebeteten zum Sport, laden sie zum romantischen Kerzenlicht-Dinner und stellen am Bett 7 Sorten Massage-Öl bereit. Dann haben Sie mit Trennungsstress nichts zu schaffen! Angriff ist die beste Verteidigung.

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Parlamentswahlen sind ja keine Miss-Wahlen, aber nun leider doch

Es wird immer wieder geklagt, dass es Männern bei Frauen zu sehr ums Aussehen gehe. Und es wird geklagt, wenn sie  nicht genug Komplimente für eben das bekommen. Wir bleiben beim ersten Teil: Es sorgt gerade eine US-Studie für Empörung, die gezeigt hat, dass gutaussehende Frauen in der Politik höhere Chancen haben, gewählt zu werden, als nicht so gut aussehende. Bewertet wurde, wie feminin das Gesicht einer Kandidatin aussah. Heraus kam: Je femininer und aparter, desto mehr Stimmen. Jetzt bricht ein Proteststurm los.

Ich verstehe die Aufregung nicht. Wenn man Menschen etwas entgegenhält, und ihnen sagt, sie sollen sich dafür oder dagegen entscheiden, dann nehmen die nicht-blinden Menschen doch immer das, was ihrer Meinung nach besser aussieht. Das ist bei Essen so, das ist bei Kleidung so – das ist bei Gesichtern so. Menschen mögen schöne Dinge und Personen, darum nennen sie diese auch so. Wenn sie schöne Dinge doof fänden oder glupschig – dann würden sie wohl “doofe Dinge” dazu sagen, oder “glupschige Dinge”. Es wird darum schwer fallen, die Menschen zu zwingen, sich gegen etwas zu entscheiden, weil sie es schön finden. Und bei Frauen finden die Menschen generell feminine Gesichter schöner – das trifft übrigens nicht nur auf die Männer, sondern auch auf die Frauen zu, die für die Studie Gesichter bewerteten. Alle finden Schönes schöner.

Da protestieren die Protestierenden noch lauter: In der Politik (und in der Liebe) gehe es doch um mehr als nur um Äußerlichkeiten! Ja, richtig. Aber warum wird dann mit Gesichtern für Politik geworben? Genau: Weil Menschen eben Menschen wählen, und keine Themen. Weil wir so ticken, seit Urzeiten. Ich verstehe nicht, wie man sich die tief sitzenden Verhaltensmuster der Menschen zunutze machen kann – und sich dann gleich über eben diese tiefsitzenden Muster beklagt, wenn sie nicht so funktionieren, wie man sich das wünscht. Es ist doch auffällig, dass sich immer genau die gleichen Menschen immer genau dann über die Ungerechtigkeit der Natur beklagen, wenn diese nicht in ihrem Sinne tickt. Und dann sofort wieder “mehr Natürlichkeit” fordern. Wer seine ganze Wahlwerbung auf Köpfen aufbaut, darf nicht jammern, wenn den Leuten die Köpfe nicht gefallen. Das ist so, wie wenn ein angeblich überzeugter Veganer sich beschwert, dass die Tofu-Thüringer nicht nach Wurst schmeckt. (Ich hätte ja gern an dieser Stelle eine Galerie der hübschesten Kandidatinnen für die Europawahl angefügt, aber der Chef meint, das ginge dann doch zu weit.)

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Bloß keine Schmalspur-Anmache! Kontaktfreudige Frauen treten Ihnen mit breiter Hüfte entgegen

Ich sag’s mal wie es ist, und ich habe es mir nicht ausgedacht: Wenn Sie auf der Suche nach sexuellem Vergnügen sind, vergessen Sie allzu dünne Frauen. Nicht, weil die zu zerbrechlich oder zu müde sind oder immer Salat essen müssen – sondern weil die Wissenschaft das sagt. Im Fachblatt Archives of Sexual Behavior steht es: Frauen mit breiteren Hüften haben laut einer Studie häufiger One-Night-Stands. Die Forscher lehnen sich sogar noch weiter aus dem Schlafzimmerfenster: Sie sagen, diese Frauen stehen Bettgeschichten insgesamt aufgeschlossener gegenüber.

Stopp! Das heißt nicht, dass alle dünne Frauen keinen Sex mögen. Und vor allem heißt es nicht, dass alle Frauen mit breiten Hüften immer Sex wollen. Es heißt nur, dass die breiter gebauten Frauen statistisch gesehen eher dazu bereit sind, sich auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen als ihre dünneren Freundinnen. Sie müssen sie also vorher immer noch fragen. Als Vorgehensweise empfehle ich dafür ausdrücklich nicht die Frage: “Hey, du hast aber breite Hüften. Du bist doch bestimmt eher dazu bereit, dich auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen als deine dünne Freundin, oder?” Auch Formulierungen wie “dicke Mädchen” oder “gebärfreudige Hüften” sollten Sie meiden.

Obwohl: Die Gebärfreudigkeit der Hüfte spielt in dieser Studie tatsächlich eine große Rolle. Die Wissenschaftler vermuten, dass die befürchteten Beschwernisse einer möglichen Geburt bei allen Frauen unterbewusst eine Rolle spielen, wenn es um Partnerwahl und den Entschluss zum Körperkontakt geht. Frauen mit schmalen Hüften schreckten, so die Forscher, davor tendenziell eher zurück, weil die angenommene Belastung und mögliche Gefahren durch eine Geburt bei ihnen größer sind. Sie finden es verrückt, dass diese Instinkte auch im Zeitalter der Pille noch so eine große Rolle spielen? Mag sein. Aber wer das merkwürdig findet, sollte auch den kompletten Rest der Sex-Mechanik in Frage stellen. Nicht vergessen: Wir Männer sind es, die mehr Bier kaufen, wenn es von Frauen in Bikinis beworben wird – wohlgemerkt von dünnen Frauen in Bikinis.

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Männer glauben, das Klagen von Frauen bringt sie um den Verstand, dabei bringt es sie einfach nur um

Glauben Sie, dass Frauen (speziell die, mit denen Sie zusammen sind) sich zu viel  beschweren? Haben Sie manchmal das sichere Gefühl, dass Sie keine weitere ihrer Motz-Tiraden ertragen? Können Sie sich gar vorstellen, dass das Gemaule Ihrer Liebsten Sie irgendwann umbringt? Nun, womöglich haben Sie Recht. Eine Studie der Universität Kopenhagen legt nun nahe, dass konstantes negatives Feedback von Seiten des Partners oder der Partnerin krank macht und das Sterbe-Risiko erhöht. Gerade Männer leiden besonders unter den Klagen ihrer Partnerin. Die Steigerungsrate des Todesrisikos durch Stress solcher Art liegt den Forschern zufolge zwischen 50 und 100 Prozent. Puh. Drastisch könnte man formulieren: Ist sie nicht öfter mundtot, ist er vielleicht bald maultot. Nein, nur Spaß.

Aber ich könnte jetzt hier einen weglabern, dass das alles ganz furchtbar ist, und dass die Männer sich schützen müssen, und sowieso sollen die Frauen gefälligst nicht so viel meckern. Die sollen sich lieber um ihren eigenen Kram kümmern und die Dinge mal selbst in die Hand nehmen, nicht immer verlangen, dass er etwas für sie tut. Ich könnte den Ladies mal aufzählen, was ein Mann so den ganzen Tag macht, wie viel er schuftet und arbeitet und macht und tut und das nur für sie, aber das bekommen sie ja gar nicht mit. Die Frau sieht immer nur das Negative und mault herum, bis der Arzt kommt, und wenn er dann mal den Müll aufhängt oder die Wäsche zum Container bringt, dann ist es auch wieder nicht in Ordnung, und überhaupt: Wenn es ihr nicht passt, dann kann sie ja gehen. Könnte ich alles sagen.

Aber dann wäre ich ja selbst nicht besser.

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Lahme Lockstoffe: Männer können Frauen viel besser sehen als riechen

Sie kennen doch Pheromone, oder? Diese Lockstoffe, die zumindest unter Tieren das gesamte Paarungsverhalten steuern? Es wurde immer angenommen, dass diese Signal-Düfte auch bei Menschen großen Einfluss aufs Zwischenmenschliche  haben – aber es konnte nie wirklich bewiesen werden. Jetzt behaupten chinesische Forscher, sie haben zum ersten Mal Pheromone bei Männern und Frauen nachgewiesen. Super, dachte ich. Jetzt knacken die den Duftcode der Frauen, dann kann er bald riechen, ob sie sich beschnuppern lassen will. Oder es kommt in Sprühflaschen so eine Art omnipotentes Reiz-Gas für Liebende auf den Markt, das ultimative Paarungs-Parfüm.

Falsch.

Stattdessen bekommen wir das hier: Unter dem Einfluss des weiblichen Pheromons Estratetraenol erkannten heterosexuelle Männer in einer Figur in einem animierten Film eher eine Frau. Das riechen des Lockstoffs führt also dazu, dass wir eher denken, dass wir es mit einer Frau zu tun haben. Das ist natürlich vor allem dann wichtig, wenn man nicht sehen kann, dass sie eine Frau ist. Oder, wie es der Versuchsleiter charmant ausdrückt, “wenn die visuellen Geschlechtshinweise äußerst unklar” sind. In dem Fall führen die Pheromone zu einer Verbesserung der Geschlechtserkennung um sagenhafte 8 Prozent. Das ist nicht so doll – und vielleicht sogar eher kontraproduktiv, wenn es sich nicht um eine Frau handelt, sondern zum Beispiel um einen Sessel.

Während Sie noch versuchen, sich eine Situation vorzustellen, in der es für Sie wichtig sein könnte, Ihre Fähigkeit, eine Person mit unklaren visuellen Geschlechtsmerkmalen als Frau zu erkennen, um 8 Prozent zu steigern, bin ich schon weiter: Eine Studie internationaler Forscher zeigte gerade, dass Männer aus Ländern mit einem guten Gesundheitsstatus eine besonders große Vorliebe für feminine Frauengesichter haben. Im Zweifelsfalle werden Sie die Pheromone also gar nicht brauchen.  Sie schauen ihr einfach wie gewohnt ins Gesicht.

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Forscherspruch zum Körpergeruch: Männer tragen die Achsel des Bösen

Wer denkt alles, sein Schweißgeruch sei ein Zeichen von Männlichkeit und allein deshalb attraktiv? Nein, bitte zum Melden NICHT die Arme heben! Rufen genügt, danke! Liebe Vertreter der Achsel des Bösen: Sie haben womöglich nicht den richtigen Riecher. Eine Studie der kanadischen McGill University zeigte nun: Schon ein kleiner Hauch männlichen Achselschweiß-Geruchs versetzt Versuchsmäuse – und damit höchstwahrscheinlich auch andere Säugetiere, inklusive Menschen – in extremen Stress und löst sogar Angstreaktionen aus. Der Schweiß von menschlichen Frauen hatte nicht solche Auswirkungen, sondern eher einen beruhigenden Effekt.

Die Geruchsangst rührt womöglich daher, dass solche Ausdünstungen auf ein männliches Tier auf der Jagd hindeuten. Das mag in gewisser Hinsicht zutreffen. Aber wenn Sie beim Anbandeln nicht bezwecken, Frauen in Stress zu versetzen, und ihnen auch keine Angst einjagen wollen, sie aufzufressen, sollten Sie über die Naturbelassenheit Ihres Eigengeruchs noch einmal nachdenken. Lieber ein paar Deo-Substanzen aus dem Labor auftragen – als durch ganz natürliche ABC-Waffen (Achsel-Bio-Chemie) jegliche Flirt-Chancen auszurotten.

Wenn Sie allerdings schon mit einer Frau verbandelt sind, und wenn sie Ihren natürlichen Geruch tatsächlich sehr gern mag – dann könnte es wiederum eine gute Idee sein, beim Ausgehen das Deo wegzulassen. Denn Ihre  persönliche Duftmarke verjagt nicht nur fremde Weibchen, sondern auch andere Männchen, die vielleicht an Ihrer Frau interessiert sind. Die Stressreaktion hat den Forschern zufolge nämlich noch einen einfachen Hintergrund: Der Geruch ist nicht nur ein Signal für ein  jagendes Männchen, sondern auch für eines, das sein Territorium verteidigt. Also, liebe Liebhaber: immer ganz natürlich wirken.

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Männern versagt beim Telefonsex die Stimme, aber deswegen sind sie noch lange keine Versager

Eine kleine, feine Studie hat Weltbewegendes herausgefunden: Männer stellen sich beim Telefonsex viel ungeschickter an als Frauen. Zwar benutzten beide Geschlechter die gleichen Techniken – tiefere Stimme, langsamer sprechen, anders betonen – aber während die Frauen dadurch tatsächlich sexy klangen, sorgten die Bemühungen bei den Männer nur dafür, dass Frauen total abgetörnt wurden. Oder sich kaputtlachten über das Geächze. Die Kerle stümperten so herum, dass die Frauen am anderen Ende der Leitung sogar die natürliche, unverstellte Sprechweise der Männer als wesentlich attraktiver und erotischer empfanden.

Ich will mich ja hier nicht zu weit ins Funkloch lehnen, aber meines Erachtens gehört Telefonsex-Kompetenz auch nicht ins oberste Fach des männlichen erotischen Werkzeugkastens. Männer sind da doch, vorsichtig formuliert, meistens weniger Sender als Empfänger. Ich würde schätzen, dass eine überwiegende Mehrheit der Telefonsex-Konsumenten Männer sind, und die männlichen Anbieter solcher Dienste stark in der Minderheit. Auch beim gelegentlichen Äther-Gestöhne in Beziehungen ist wohl meist der Mann die sehnende Kraft – und die Frau diejenige, die seinem Sehnen seufzend entspricht. Der Stellenwert dieser Studie ist also in etwa so hoch einzuordnen wie die Feststellung, dass die weibliche Skelett-Architektur weniger dazu geeignet ist, eine Tür aufzuhalten als die männliche. Es ist schade, ja -  aber es gibt auch niemanden, der es ernsthaft erwartet.

Überlassen Sie also die Herrschaft über den heißen Draht lieber den Mädels. Und für alle Männer, die sich jetzt in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlen: Immerhin gelang es den Jungs durch die Bank besser als Frauen, ihre Stimme selbstsicher klingen zu lassen. Auch das macht attraktiv, denn so klingen Sie nach Stärke und Erfolg. Und es gibt noch eine positive Nachricht, die in dieser Meldung steckt – man muss sie nur anders lesen: Während Frauen sich offensichtlich anstrengen und verrenken müssen, um am Telefon sexy zu klingen, gelingt dies dem Manne am besten, wenn er bloß normal und unverstellt weiterspricht. Einiges an Ihnen ist eben einfach perfekt, so wie es ist.

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Männer verstehen nicht, warum Totlabern besser sein soll als Totschweigen

Frauen wollen ja immer reden. Männer ja nicht so sehr, aber beim ersten Date, da müssen sie wohl. Beim zweiten, dritten und vierten auch. Eigentlich, wenn wir mal ehrlich sind, müssen Männer immer reden, wenn sie mit Frauen zusammen sind. Wenn sie da nicht reden, dann ist das nicht bloß urmännliches Schweigen, dann ist das gleich Kommunikationsverweigerung. Und böse. Das wird mit Zwangs-Schuh-Shopping nicht unter 35 Filialen bestraft.

Warum aber ist die Kommunikation eigentlich der Normalfall? Warum ist Reden gut und Schweigen schlecht? Warum soll Totlabern besser sein als Totschweigen? Klar, es ist immer gut, wenn man darüber redet. Aber nur, wenn es ein “darüber” gibt. Wichtige Themen, entscheidende Fragen. Ich meine aber dieses sinnlose Blabla, das immer durch Cafés und Modeboutiquen schwappt. Jemanden, der einen Gipsarm hat, fragen, ob er einen Gipsarm hat. Darüber reden, wie toll alles wäre, wenn alles toll wäre, vor allem das Wetter. Ein Alptraum! Ohne Thema reden ist für Männer wie ohne Hunger essen, wie ohne Grund weinen, wie Schuhe shoppen, obwohl der Schrank voll ist, wie… wie bitte? Ach, Sie meinen, das alles beschreibt Frauen ganz gut? Hm, ja. Kann sein. Egal.

Jedenfalls finde ich es bezeichnend, dass gerade eine Umfrage ergeben hat, dass Frauen es nicht schlimm finden, wenn beim romantischen Date telefoniert wird. Also, jedenfalls: viel weniger schlimm als Männer. Ein Drittel der Männer findet es inakzeptabel, aber nur ein Viertel der Frauen. Da zeigt sich, was das Reden eigentlich ist: Eine Sucht. Gemeinhin wird ja von einer Sucht gesprochen, wenn sie immer stärker das Denken und Fühlen des oder der Abhängigen beherrscht und ihn oder sie davon abhält, sein oder ihr geregeltes Leben weiter zu führen. Wenn man sich schon bei einem Date die Möglichkeit offenhalten will, nebenher  zu telefonieren, dann ist doch der Tatbestand der Bla-Bla-Beherrschung erfüllt, oder? Okay, es könnte auch sein, dass die Frauen da toleranter sind, weil sie zu oft bei ihren Dates wortkargen Typen gegenüber saßen und so wenigstens ein bisschen am Telefon plaudern konnten…

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Wenn Sie die große Liebe wollen, müssen Sie schon früher aufstehen!

Es ist nicht der schlimmste Korb, den ein Mann bekommen kann, aber vielleicht der ehrlichste: “Wenn du mich ‘rumkriegen willst, musst du schon früher aufstehen!” Hat diesen Satz schon einmal eine Frau zu Ihnen gesagt? Wenn nicht, ist es doch zumindest vorstellbar. Und es ist tatsächlich etwas dran, aus wissenschaftlicher Sicht.

Forscher von der University of Chicago haben eine Studie veröffentlicht, wonach Langschläfer häufiger Singles sind als Frühaufsteher. Das liegt allerdings nicht daran, wann sie aufstehen, sondern eher, wann sie ins Bett gehen und was sie bis dahin tun. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen, die früh zu Bett gehen und entsprechend eher aufstehen, eine geringere Risikobereitschaft an den Tag legen und sich darum auch seltener auf One-Night-Stands oder Kurzzeit-Beziehungen einlassen. Die Langschläfer, die entsprechend später ins Bett gehen, zeigen hingegen eine viel größere Risikobereitschaft, neigen eher zu sexuellen Abenteuern und daddeln beziehungsmäßig eher haltlos in der Gegend herum. Das führt dazu, dass Frühaufsteher eher in festen Beziehungen stecken – und die Langschläfer Singles sind.

Soll das jetzt heißen, Sie müssen sich einfach nur den Wecker stellen und konsequent früher ins Bett gehen, um die Frau fürs Leben zu finden? Nein, denn Ihr Schlafverhalten ist angeboren, und das Paarungsverhalten hat weniger mit dem Schlafen zu tun als mit dem Hormonausstoß, der beiden Verhaltensmustern zugrunde liegt. Aber Sie können als Nachteule trotzdem etwas tun. Halten Sie verstärkt Ausschau nach einer Frau, die früh aufsteht. Sie treffen Sie wahrscheinlich nach einer durchgefeierten Nacht an der Bus- oder Bahnhaltestelle, wenn sie zur Arbeit fährt und Sie gerade nach Hause kriechen, um sich endlich ins Bett zu hauen. Sprechen Sie die Frau an (wenn Sie keine allzu schlimme Fahne haben) und sagen ihr, dass Sie neben Ihrer makellosen Schönheit ihre Fähigkeit bewundern, so früh aufzustehen. Und wie Sie nach dem frühen Aufstehen wiederum so wunderschön aussehen kann! Sagen Sie ihr, dass Sie das echt gern von ihr lernen würden. Also, das mit dem Aufstehen. Ob Sie sich nicht mal verabreden könnten, um zusammen schlafen zu gehen, damit sie Ihnen das zeigt. Sie glauben, das klappt nicht? Egal, versuchen Sie’s trotzdem. Wenn es schiefgeht, sehen Sie die Frau wahrscheinlich eh nie wieder. Die schläft, wenn Sie wach sind. Und umgekehrt.

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