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Lahme Lockstoffe: Männer können Frauen viel besser sehen als riechen

Sie kennen doch Pheromone, oder? Diese Lockstoffe, die zumindest unter Tieren das gesamte Paarungsverhalten steuern? Es wurde immer angenommen, dass diese Signal-Düfte auch bei Menschen großen Einfluss aufs Zwischenmenschliche  haben – aber es konnte nie wirklich bewiesen werden. Jetzt behaupten chinesische Forscher, sie haben zum ersten Mal Pheromone bei Männern und Frauen nachgewiesen. Super, dachte ich. Jetzt knacken die den Duftcode der Frauen, dann kann er bald riechen, ob sie sich beschnuppern lassen will. Oder es kommt in Sprühflaschen so eine Art omnipotentes Reiz-Gas für Liebende auf den Markt, das ultimative Paarungs-Parfüm.

Falsch.

Stattdessen bekommen wir das hier: Unter dem Einfluss des weiblichen Pheromons Estratetraenol erkannten heterosexuelle Männer in einer Figur in einem animierten Film eher eine Frau. Das riechen des Lockstoffs führt also dazu, dass wir eher denken, dass wir es mit einer Frau zu tun haben. Das ist natürlich vor allem dann wichtig, wenn man nicht sehen kann, dass sie eine Frau ist. Oder, wie es der Versuchsleiter charmant ausdrückt, “wenn die visuellen Geschlechtshinweise äußerst unklar” sind. In dem Fall führen die Pheromone zu einer Verbesserung der Geschlechtserkennung um sagenhafte 8 Prozent. Das ist nicht so doll – und vielleicht sogar eher kontraproduktiv, wenn es sich nicht um eine Frau handelt, sondern zum Beispiel um einen Sessel.

Während Sie noch versuchen, sich eine Situation vorzustellen, in der es für Sie wichtig sein könnte, Ihre Fähigkeit, eine Person mit unklaren visuellen Geschlechtsmerkmalen als Frau zu erkennen, um 8 Prozent zu steigern, bin ich schon weiter: Eine Studie internationaler Forscher zeigte gerade, dass Männer aus Ländern mit einem guten Gesundheitsstatus eine besonders große Vorliebe für feminine Frauengesichter haben. Im Zweifelsfalle werden Sie die Pheromone also gar nicht brauchen.  Sie schauen ihr einfach wie gewohnt ins Gesicht.

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Forscherspruch zum Körpergeruch: Männer tragen die Achsel des Bösen

Wer denkt alles, sein Schweißgeruch sei ein Zeichen von Männlichkeit und allein deshalb attraktiv? Nein, bitte zum Melden NICHT die Arme heben! Rufen genügt, danke! Liebe Vertreter der Achsel des Bösen: Sie haben womöglich nicht den richtigen Riecher. Eine Studie der kanadischen McGill University zeigte nun: Schon ein kleiner Hauch männlichen Achselschweiß-Geruchs versetzt Versuchsmäuse – und damit höchstwahrscheinlich auch andere Säugetiere, inklusive Menschen – in extremen Stress und löst sogar Angstreaktionen aus. Der Schweiß von menschlichen Frauen hatte nicht solche Auswirkungen, sondern eher einen beruhigenden Effekt.

Die Geruchsangst rührt womöglich daher, dass solche Ausdünstungen auf ein männliches Tier auf der Jagd hindeuten. Das mag in gewisser Hinsicht zutreffen. Aber wenn Sie beim Anbandeln nicht bezwecken, Frauen in Stress zu versetzen, und ihnen auch keine Angst einjagen wollen, sie aufzufressen, sollten Sie über die Naturbelassenheit Ihres Eigengeruchs noch einmal nachdenken. Lieber ein paar Deo-Substanzen aus dem Labor auftragen – als durch ganz natürliche ABC-Waffen (Achsel-Bio-Chemie) jegliche Flirt-Chancen auszurotten.

Wenn Sie allerdings schon mit einer Frau verbandelt sind, und wenn sie Ihren natürlichen Geruch tatsächlich sehr gern mag – dann könnte es wiederum eine gute Idee sein, beim Ausgehen das Deo wegzulassen. Denn Ihre  persönliche Duftmarke verjagt nicht nur fremde Weibchen, sondern auch andere Männchen, die vielleicht an Ihrer Frau interessiert sind. Die Stressreaktion hat den Forschern zufolge nämlich noch einen einfachen Hintergrund: Der Geruch ist nicht nur ein Signal für ein  jagendes Männchen, sondern auch für eines, das sein Territorium verteidigt. Also, liebe Liebhaber: immer ganz natürlich wirken.

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Frauen sind im Bett unersättlicher als Männer, und hier geht es nicht nur ums Frühstücken

Wenn ich sage “Frauen sind im Bett unersättlicher als Männer”, denken Sie: Der redet von Pralinen. Tue ich aber nicht. Frauen sehnen das Ende einer Sex-Pause in einer Beziehung mehr herbei als Männer. Das behauptet jedenfalls ein Single-Portal aufgrund einer Umfrage. Da steht:

“Frauen scheinen laut der Ergebnisse ungeduldiger als Männer, wenn es darum geht, eine sexabstinente Phase zu durchleben. Nur 23% der Frauen gaben an, dem Partner so viel Zeit wie er braucht einzuräumen. Unter den Männern waren immerhin 33% bereit, ihrer Partnerin diese Freiheit einzuräumen.”

Da könnte Mann jetzt aufjodeln und sagen: “Ich wusste es, sie will es doch auch! Sogar dringender als ich!” Aber bevor Sie jubeln, sollten Sie ein paar Dinge bedenken: 1. Männer sind per se mehr an “Sex-Pausen” gewöhnt. Da Männer (laut feministischer Theorie zumindest) immer Sex wollen, ist logischerweise für sie jeder Moment, den sie keinen Sex haben, eine Pause. Korrekt? Insofern sind die Jungs einfach aufgrund ihres Alltags Leiden gewohnt und zu mehr Zugeständnissen bereit. 2. Es geht hier gar nicht um Sex, sondern um Macht. Es geht darum, dem anderen Freiheiten einzuräumen, die er sich erbittet. Darauf reagieren Frauen bei Männern per se allergisch. Zumal es hier um ein absolut unverzichtbares Machtinstrument der Frau geht: Die Kontrolle über die partnerschaftliche Sexualität. Denn sie bestimmt, ob und wann – nicht er. Darum freuen Sie sich nicht zu früh: Sobald der Mann die Sex-Pause beendet, hebt das zwar ihre Stimmung, aber nicht die Verkehrsfrequenz. Den Verkehr regelt ab sofort wieder – sie.

Last but not least bitte ich Sie drittens: Schauen Sie genau hin. Es wurden Singles befragt. Die Leute, die hier sprechen, sind Hungernde, die auf die Frage antworten, ob sie sich vorstellen können, je wieder mit dem Essen aufzuhören, wenn man ihnen Pralinen gibt. Das können und dürfen wir nicht für voll nehmen, bei niemandem und in keiner Hinsicht. Da treibt die Phantasie wilde Blüten. Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass ein Drittel aller Single-Männer angesichts der Vorstellung einer Sex-Pause in einer zukünftigen Beziehung ehrlich so locker wäre? Das sind rein taktische Antworten. Die stecken gerade in der längsten Sex-Pause ihres Lebens, die würden alles sagen, um eine Frau zu bekommen! Ach ja: Wenn Sie gerade kein Single sind, aber das Gefühl haben, es könnte mehr laufen im Bett – übernehmen Sie die Kontrolle. Schlagen Sie doch einfach mal eine 2-monatige Pause vor. Mal sehen, wie wild sie das macht.

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Männern versagt beim Telefonsex die Stimme, aber deswegen sind sie noch lange keine Versager

Eine kleine, feine Studie hat Weltbewegendes herausgefunden: Männer stellen sich beim Telefonsex viel ungeschickter an als Frauen. Zwar benutzten beide Geschlechter die gleichen Techniken – tiefere Stimme, langsamer sprechen, anders betonen – aber während die Frauen dadurch tatsächlich sexy klangen, sorgten die Bemühungen bei den Männer nur dafür, dass Frauen total abgetörnt wurden. Oder sich kaputtlachten über das Geächze. Die Kerle stümperten so herum, dass die Frauen am anderen Ende der Leitung sogar die natürliche, unverstellte Sprechweise der Männer als wesentlich attraktiver und erotischer empfanden.

Ich will mich ja hier nicht zu weit ins Funkloch lehnen, aber meines Erachtens gehört Telefonsex-Kompetenz auch nicht ins oberste Fach des männlichen erotischen Werkzeugkastens. Männer sind da doch, vorsichtig formuliert, meistens weniger Sender als Empfänger. Ich würde schätzen, dass eine überwiegende Mehrheit der Telefonsex-Konsumenten Männer sind, und die männlichen Anbieter solcher Dienste stark in der Minderheit. Auch beim gelegentlichen Äther-Gestöhne in Beziehungen ist wohl meist der Mann die sehnende Kraft – und die Frau diejenige, die seinem Sehnen seufzend entspricht. Der Stellenwert dieser Studie ist also in etwa so hoch einzuordnen wie die Feststellung, dass die weibliche Skelett-Architektur weniger dazu geeignet ist, eine Tür aufzuhalten als die männliche. Es ist schade, ja -  aber es gibt auch niemanden, der es ernsthaft erwartet.

Überlassen Sie also die Herrschaft über den heißen Draht lieber den Mädels. Und für alle Männer, die sich jetzt in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlen: Immerhin gelang es den Jungs durch die Bank besser als Frauen, ihre Stimme selbstsicher klingen zu lassen. Auch das macht attraktiv, denn so klingen Sie nach Stärke und Erfolg. Und es gibt noch eine positive Nachricht, die in dieser Meldung steckt – man muss sie nur anders lesen: Während Frauen sich offensichtlich anstrengen und verrenken müssen, um am Telefon sexy zu klingen, gelingt dies dem Manne am besten, wenn er bloß normal und unverstellt weiterspricht. Einiges an Ihnen ist eben einfach perfekt, so wie es ist.

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Männer verstehen nicht, warum Totlabern besser sein soll als Totschweigen

Frauen wollen ja immer reden. Männer ja nicht so sehr, aber beim ersten Date, da müssen sie wohl. Beim zweiten, dritten und vierten auch. Eigentlich, wenn wir mal ehrlich sind, müssen Männer immer reden, wenn sie mit Frauen zusammen sind. Wenn sie da nicht reden, dann ist das nicht bloß urmännliches Schweigen, dann ist das gleich Kommunikationsverweigerung. Und böse. Das wird mit Zwangs-Schuh-Shopping nicht unter 35 Filialen bestraft.

Warum aber ist die Kommunikation eigentlich der Normalfall? Warum ist Reden gut und Schweigen schlecht? Warum soll Totlabern besser sein als Totschweigen? Klar, es ist immer gut, wenn man darüber redet. Aber nur, wenn es ein “darüber” gibt. Wichtige Themen, entscheidende Fragen. Ich meine aber dieses sinnlose Blabla, das immer durch Cafés und Modeboutiquen schwappt. Jemanden, der einen Gipsarm hat, fragen, ob er einen Gipsarm hat. Darüber reden, wie toll alles wäre, wenn alles toll wäre, vor allem das Wetter. Ein Alptraum! Ohne Thema reden ist für Männer wie ohne Hunger essen, wie ohne Grund weinen, wie Schuhe shoppen, obwohl der Schrank voll ist, wie… wie bitte? Ach, Sie meinen, das alles beschreibt Frauen ganz gut? Hm, ja. Kann sein. Egal.

Jedenfalls finde ich es bezeichnend, dass gerade eine Umfrage ergeben hat, dass Frauen es nicht schlimm finden, wenn beim romantischen Date telefoniert wird. Also, jedenfalls: viel weniger schlimm als Männer. Ein Drittel der Männer findet es inakzeptabel, aber nur ein Viertel der Frauen. Da zeigt sich, was das Reden eigentlich ist: Eine Sucht. Gemeinhin wird ja von einer Sucht gesprochen, wenn sie immer stärker das Denken und Fühlen des oder der Abhängigen beherrscht und ihn oder sie davon abhält, sein oder ihr geregeltes Leben weiter zu führen. Wenn man sich schon bei einem Date die Möglichkeit offenhalten will, nebenher  zu telefonieren, dann ist doch der Tatbestand der Bla-Bla-Beherrschung erfüllt, oder? Okay, es könnte auch sein, dass die Frauen da toleranter sind, weil sie zu oft bei ihren Dates wortkargen Typen gegenüber saßen und so wenigstens ein bisschen am Telefon plaudern konnten…

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Wenn Sie die große Liebe wollen, müssen Sie schon früher aufstehen!

Es ist nicht der schlimmste Korb, den ein Mann bekommen kann, aber vielleicht der ehrlichste: “Wenn du mich ‘rumkriegen willst, musst du schon früher aufstehen!” Hat diesen Satz schon einmal eine Frau zu Ihnen gesagt? Wenn nicht, ist es doch zumindest vorstellbar. Und es ist tatsächlich etwas dran, aus wissenschaftlicher Sicht.

Forscher von der University of Chicago haben eine Studie veröffentlicht, wonach Langschläfer häufiger Singles sind als Frühaufsteher. Das liegt allerdings nicht daran, wann sie aufstehen, sondern eher, wann sie ins Bett gehen und was sie bis dahin tun. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen, die früh zu Bett gehen und entsprechend eher aufstehen, eine geringere Risikobereitschaft an den Tag legen und sich darum auch seltener auf One-Night-Stands oder Kurzzeit-Beziehungen einlassen. Die Langschläfer, die entsprechend später ins Bett gehen, zeigen hingegen eine viel größere Risikobereitschaft, neigen eher zu sexuellen Abenteuern und daddeln beziehungsmäßig eher haltlos in der Gegend herum. Das führt dazu, dass Frühaufsteher eher in festen Beziehungen stecken – und die Langschläfer Singles sind.

Soll das jetzt heißen, Sie müssen sich einfach nur den Wecker stellen und konsequent früher ins Bett gehen, um die Frau fürs Leben zu finden? Nein, denn Ihr Schlafverhalten ist angeboren, und das Paarungsverhalten hat weniger mit dem Schlafen zu tun als mit dem Hormonausstoß, der beiden Verhaltensmustern zugrunde liegt. Aber Sie können als Nachteule trotzdem etwas tun. Halten Sie verstärkt Ausschau nach einer Frau, die früh aufsteht. Sie treffen Sie wahrscheinlich nach einer durchgefeierten Nacht an der Bus- oder Bahnhaltestelle, wenn sie zur Arbeit fährt und Sie gerade nach Hause kriechen, um sich endlich ins Bett zu hauen. Sprechen Sie die Frau an (wenn Sie keine allzu schlimme Fahne haben) und sagen ihr, dass Sie neben Ihrer makellosen Schönheit ihre Fähigkeit bewundern, so früh aufzustehen. Und wie Sie nach dem frühen Aufstehen wiederum so wunderschön aussehen kann! Sagen Sie ihr, dass Sie das echt gern von ihr lernen würden. Also, das mit dem Aufstehen. Ob Sie sich nicht mal verabreden könnten, um zusammen schlafen zu gehen, damit sie Ihnen das zeigt. Sie glauben, das klappt nicht? Egal, versuchen Sie’s trotzdem. Wenn es schiefgeht, sehen Sie die Frau wahrscheinlich eh nie wieder. Die schläft, wenn Sie wach sind. Und umgekehrt.

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Eine süße Maus ist treuer, wenn sie betrunken ist, ihr Mann geht eher fremd, wenn er einen im Tee hat

Männer, die Alkohol getrunken haben, starren oder rennen eher anderen Frauen als der eigenen nach. Frauen hingegen neigen im angetrunkenen Zustand mehr dazu, sich an ihre vorhandenen Partner zu kuscheln. Was klingt wie ein Klischee, ist das Ergebnis einer Studie an der Oregon Health and Science University. Die Forscher experimentierten mit  Wühlmäusen, was aber in Studien zur Partnerschaft gängige Praxis ist, weil die kleinen Nager wie wir lebenslange Beziehungen eingehen können und in Bezug auf Treue menschenähnliche Verhaltensmuster aufweisen. In diesem Falle waren dann mal angeschickerte Wühlmäuse am Start, was die Tiere aber auch nicht umgebracht hat. Und es diente schließlich der Wissenschaft.

Die Forscher konnten feststellen, dass der Alkohol im Gehirn das Angstverhalten beeinflusst, allerdings im männlichen Hirn ganz anders als im weiblichen. Während die Weibchen ängstlicher und zurückhaltender werden, sorgt der Alkohol beim Mann für eine Reduktion des Angstverhaltens und für einen Schuss Übermut. Während blaue Frauen vor dem Neuen zurückschrecken und sich ans Altbewährte kuscheln, entsteht beim blauen Mann Appetit auf neue Erfahrungen. So weit, so aus Bar und Karneval bekannt. Nun aber das Interessante: Bei nüchternen Gehirnen verhält es sich genau anders herum. Da schauen die Frauen eher auf andere Männchen – und die Männer sind eher ängstlich und klammern sich ans Bestehende.

Auch wenn sich solche Experimente aus dem Tierreich nie eins zu eins auf die Menschen übertragen lassen, gehen die Forscher von gewissen gravierenden Parallelen aus. Wir können also sagen: Während Männer sich erst einmal Mut antrinken müssen, um übers Fremdgehen nachzudenken, müssen Frauen dafür einfach nur morgens aufstehen. Ich könnte jetzt sagen: Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Liebste auf dumme Gedanken kommt, sorgen Sie einfach dafür, dass sie konstant einen im Tee hat. So weit kommt’s noch! Wenn Sie allerdings mit ihr abends unter Leute gehen, beklagen Sie sich nie wieder, dass Ihre Angebetete Sie immer lautstark zum Prosecco-Holen an die Bar scheucht. Liefern Sie einfach. Es dient einem guten Zweck.

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Frauen wollen in Management-Jobs angestellt werden, stellen sich aber bei der Bewerbung ziemlich an

Mädels wollen lieber kuschelige Jobs. Klischee? Nein. Frauen schrecken vor Stellenanzeigen zurück, die von den Bewerbern Eigenschaften wie etwa “Zielstrebigkeit” und “Durchsetzungsstärke” verlangen. Das zeigt eine Studie der TU München, bei der Frauen Anzeigen für Management-Positionen in zwei Versionen bewerten mussten - eine mit männlichen Stereotypen, eine mit weiblichen. Auch die Begriffe “selbständig”, “offensiv” und “analytisch” verscheuchten die Mädels. Angeblich fühlten sie sich von so “männlichen” Attributen nicht angesprochen. Na, was für ein Spaß! Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Zunächst fasse ich nicht, dass es ein “männliches Stereotyp” sein soll, wenn jemand durchsetzungsstark oder zielstrebig ist. Oder analytisch denkt. Heißt das, dass Frauen das nicht können? Oder nicht wollen?

Nächster Punkt: Wenn eine Frau das alles nicht kann oder will - warum sollte sie sich dann um einen Manager-Posten bewerben? Wie will sie ein Unternehmen oder eine Abteilung führen, ohne Probleme zu analysieren, Ziele zu verfolgen und sich auch mal durchzusetzen? Sprunghaft, leise bittend und immer im Kreis? Ich weiß, das ist nur die Welt, wie wir Männer sie gemacht haben. Es muss auch anders gehen, als dass einer bestimmt, und andere folgen. Aber wozu will eine Frau überhaupt eine Führungskraft sein – wenn sie nicht führen will? Warum ändern die Frauen die Welt nicht, wenn sie ihnen so missfällt, wie wir Männer sie gemacht haben? Ach, genau: Wer die Welt verändern will, muss Verantwortung übernehmen. Etwa als Führungskraft. Stimmt ja. Aber damit, den Job zu bekommen, ist es nicht getan, Mädels – ihr müsst ihn auch MACHEN. Also: Situation analysieren, Ziele anstreben, durchsetzen - führen.

Auf welche Begriffe weibliche Bewerber eher anspringen? Nun:  ”engagiert”, “verantwortungsvoll”, “gewissenhaft” und “kontaktfreudig”. Alles keine Komplimente, wenn sie in einem Arbeitszeugnis auftauchen. Ist nicht kontaktfreudig neben “gesellig” die Top-Vokabel für Tratschtante und Suffnase? Fehlt in der Riege der codierten Todesurteile nur “war stets bemüht”. Au weia! Aber Sie kennen doch Frauen, die souverän führen, ohne dass denen Hoden wachsen? Ja, richtig. Es geht hier auch nicht um Begriffe und deren Inhalte, sondern darum, wie Frauen darüber denken. Ein Mann sagt: “Neue Hose?” Die Frau denkt: “Mein Hintern ist zu dick!” Viele Frauen assoziieren Begriffe wie “durchsetzungsstark” anders, nämlich mit “Macker-Job”. Darum glauben sie, es seien nur Männer gewollt und bewerben sich nicht. Man kann jetzt die Stellenanzeigen umformulieren. Aber eher müssten Frauen ihr Denken über sich selbst ändern. Erst wenn sie sich trauen, sich selbst als durchsetzungsstark zu bezeichnen, setzen sie sich durch. Erst wenn sie sich selbstbewusst auf eine Stellenausschreibung bewerben, von der sie glauben, sie wäre für Männer formuliert, sind sie auch bereit dafür.

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Traumfrau kaum schlau? Männern steht die Klugheit ins Gesicht geschrieben, Frauen leider nicht

Sie kennen diesen Ausdruck, den Ihr Gesicht annimmt, wenn die absolute Über-Ober-Traumfrau neben Ihnen an die Bar tritt, oder? Sie sehen dann in etwa so aus, als hätte man Ihnen mit einer Hochdruck-Saugpumpe in einem Schlürf das Gehirn aus dem Kopf gelutscht. Wenn Sie nicht aufpassen, fangen Sie an zu sabbern – aus Mund und Augen gleichzeitig. Böse Stimmen behaupten, dass es dieser belämmerte Gesichtsausdruck ist, der vielen Männern jede Chance versaut, überhaupt mit der Traumfrau ins Gespräch zu kommen. Das ist einer neuen Studie zufolge Unsinn: Frauen können sowieso sehen, wie intelligent ein Mann ist – egal, wie unschlau er guckt.

Einer Untersuchung an der Prager Karls-Universität zufolge lässt sich die Intelligenz von Männern relativ präzise von ihren Gesichtern ablesen. Viel spannender ist: Bei Frauen funktioniert das nicht! Die gleichen Probanden, die Männern ihre Klugheit ansehen konnten, waren bei Frauen dazu nicht annähernd in der Lage. Moment, bevor Sie jetzt losgrölen: Es lag nicht daran, dass dort keine Intelligenz vorhanden war und insofern auch nichts zu sehen! Es waren auch Frauen mit sehr hohem IQ dabei. Nein, die Gründe liegen woanders. Die Forscher vermuten, dass bei Frauen die Attraktivität des Gesichts eine viel größere Rolle spielt als die Tatsache, ob sie vielleicht schlau sind. Natürlich gibt es Frauen die hübsch und klug sind – aber das Beurteilen der Schönheit einer Frau überlagert in der Regel die Suche nach Anzeichen für Intelligenz. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Also, ich finde das ja unfair – und wieder mal recht unpraktisch von Mutter Natur eingerichtet. Ich finde kluge Frauen nämlich sexy, vor allem wenn sie darüber hinaus auch noch ganz attraktiv sind. Um letzteres herauszufinden, brauche ich keinen großen Hinweise. Das sehe ich auf einen Blick. Aber bei einer Traumfrau erkennen zu können, ob sie nicht nur hübsch ist, sondern auch etwas in der Birne hat, das wäre erste Klasse. Dann müsste ich  mich nicht erst durch eine Viertelstunde Smalltalk quälen, um zu merken, dass sie in etwa so unschlau ist, wie ich geguckt habe, als sie neben mir an die Bar trat.

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Vorspielen als Vorspiel: Wenn er denkt, dass sie kommt, dann kommt sie, weil er’s denkt

Welches sind die Fragen, die den Mann nachts wach liegen lassen? Ich meine, neben der aktuellen weltpolitischen Lage, dem Masterplan für den kommenden harten Arbeitstag und der Frage, ob er doch noch einmal kurz aufs Klo gehen soll. Es sind natürlich die ganz großen Themen, die da im Kopfe des Mannes aufploppen: Wie setzen wir eine Frauenquote auch im mittleren Management durch? Wie verbessern wir das Angebot an flexiblen Teilzeit-Jobs und die Kinderbetreuung auch und gerade in ländlichen Gegenden? Ist noch genug Bier im Kühlschrank? Und natürlich die Frage: War der Orgasmus der Frau, die nach dem Sex nun neben ihm schnarcht, wirklich echt?

Ganz ohne die alte und längst überholte “Einem-echten-Mann-ist-sowas-total-egal”-Nummer aus dem Hut zaubern zu wollen, möchte ich behaupten: Letztere Frage muss den Mann nicht mehr beschäftigen. Denn zum einen sollte das im 21. Jahrhundert einzig und allein Sache der emanzipierten und aufgeklärten Frau sein, ob sie ihrem Mann aus welchen Gründen auch immer etwas vorspielt – oder ob sie lieber mit ihm darüber redet, was er anders machen könnte. Zum anderen zeigt jetzt eine Studie, dass Frauen unter anderem deswegen falsche Orgasmen fabrizieren, um sich in Richtung eines echten zu manövrieren. Sie haben richtig gelesen: Einige Frauen täuschen Orgasmen vor, weil es ihnen anschließend leichter fällt, wirklich zu kommen. Das Vorspielen als Vorspiel, sozusagen. Wahrscheinlich erregt es die Frauen unbändig, dass es den Mann erregt, sie so erregt zu sehen. Wie auch immer: Kein Grund für den Mann, sich als Versager zu fühlen, sondern eine legitime Technik. Solange es der Wahrheitsfindung dient, bitte.

Damit ist es dann aber auch genug mit dem Thema. Es reicht jetzt. Immer diese Diskurs-Blähungen über Körperfunktionen – zumal auch noch vorgetäuschte. Jaja, die Liebe ist ein Kommen und Gehen. Na und? Ich bin doch nicht Carrie Bradshaw, und das hier ist nicht “Sex & the City”! Ich fände es zur Abwechslung ganz erfrischend, wenn da mal etwas Neues käme. Wenn zum Beispiel mal jemand einen Orgasmus verschweigt. Kein “Oh-Gott-jaaah!”, nichts stöhnen oder herausschreien, ob nun echt oder gespielt, sondern einfach mal die Klappe halten. Heimlich einstecken und mitnehmen. Ganz nach dem alten Männer-Motto: Der Gentleman genießt und schweigt.

 

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