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Unentschlossen im Parteien-Shop: Frauen gehen nicht wählen

Darf ich mal was Politisches sagen? Viele Frauen gehen nicht zur Bundestagswahl. Und noch mehr Frauen gehören zu den so genannten “Unentschlossenen”, die noch nicht wissen, ob und für wen sie am Wahltag ihre Stimme abgeben. Schon die Nichtwähler sind leicht überproportional weiblich. Bei den Unentschlossenen jedoch – also denjenigen, die sich tendenziell bei der nächsten Wahl enthalten – sind die Frauen einer neuen Forsa-Studie zufolge deutlich in der Mehrheit, nämlich bei 61 Prozent (unentschlossene Männer: 39 Prozent).

Verdammte Axt. Da geht mir echt der Hut hoch. Wie wollen die Frauen denn je ihre edlen und wichtigen Ziele erreichen, wenn sie noch nicht einmal zur Wahl gehen? Wie sollen deren gesellschaftliche Forderungen ernst genommen werden, wenn sie noch nicht einmal ihr basalstes politisches Potenzial mobilisieren können, nämlich die Wahlberechtigten? Alle reden, nein: KREISCHEN was von dem Mangel an Gleichstellung der Frau hier, Diskriminierung da, mehr Rechte dort drüben – und dann nehmen sie das älteste aller politischen Mitbestimmungsrechte nicht wahr! Oder sie vertagen die dazugehörige Entscheidung, bis die Wahl zu so etwas wird wie ein spontaner Lustkauf im Schuhgeschäft.

Ja, es ist jedes Menschen Recht, sich nicht an der politischen Willensbildung zu beteiligen – und: Ja, auch Männern, die nicht wählen gehen, kann man zu dieser Entscheidung nicht gratulieren. Aber gut: Es geht bei Rechten immer mehr um die Möglichkeit, etwas tun zu dürfen als um die Verpflichtung, es dann auch wirklich zu tun. Niemand kann zur Wahl gezwungen werden. (Wobei die Australier oder die Brasilianer damit ganz gut fahren.) Aber gerade im Bereich der gesellschaftlich relevanten Entscheidungen, an denen Frauen so dringend beteiligt sein wollen, wäre doch ein bisschen mehr Einsatz gefragt. Es einfach nur fair und auch ein bisschen schick finden, irgendwie mitmachen zu dürfen – das ist doch Eiertänzeln. Da wird die Partei zur Party.

Was war das für ein Kampf um das Wahlrecht der Frau! Was waren das für coole, tapfere Frauen, die wirklich wussten, worum es ging! Da wurde berechtigterweise mit großer Empörung geschrien und argumentiert – ironischerweise in etwa so wie heute für die Frauenquote. Nur dass es Frauen heutzutage gar nicht verboten ist, in den Aufsichtsrat eines Unternehmens einzuziehen. Es kommt nur kaum eine hinein. Natürlich weil die Männer sie nicht lassen. Oh-Oh! Männer-Schuld-Alarm! Lassen die Männer die Frauen vielleicht auch nicht zur Wahl gehen? Ja, klar, weil: Es sind ja Männer, die das Tagesprogramm von Kabel 1 und RTL 2 gestalten, was sicherlich viele unentschlossene Wählerinnen davon abhält, wählen zu gehen. “Och, nee, doofe Wahl, isch guck lieber Frauentausch und ess Erdbeerkäse!” Ja, Mahlzeit!

Und überhaupt: Was heißt denn diese Umfrage für die demnächst wohl anstehende Frauenquote in den Aufsichtsräten? Kommen die Damen dann auch einfach nicht mehr in die Aufsichtsratssitzung, wenn sie keine Lust mehr haben? Weil es ja einfach nur fair und auch ein bisschen schick ist, irgendwie mitmachen zu dürfen – aber doch auch ziemlich dröge und anstrengend? So, all die Zahlen und die dickmachenden Sandwich-Häppchen? Auweia! Da sehe ich schwere Zeiten auf uns zukommen. Ich weiß, dass das schwer möglich ist – aber ich wäre jedenfalls dafür, die quotierten Aufsichtsrätinnen nur aus den 39 Prozent Frauen zu rekrutieren, die zur Bundestagswahl gehen.

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Warum die ewige Jugend nicht nach faulen Eiern riechen sollte

Der Mensch wird immer älter, und Studien sagen da geht noch einiges mehr. Etwa mit Schwefelwasserstoff, dem stinkenden Gas aus faulen Eiern. Das soll angeblich den Alterungsprozess ausbremsen. Na, lecker.

Da überrasche ich doch mal mit Studienergebnissen aus meiner eigenen Forschung. Gemeinhin nehmen wir ja an, dass der Alterungsprozess graduell verläuft. Das heißt, in einem Jahr altern wir um ein Jahr, an einem Tag um einen Tag und in einer Stunde um eine Stunde. Das ist, mit Verlaub, völliger Quatsch. Meine Untersuchungen zeigen, dass unser tatsächliches Alter nur das Ergebnis eines komplizierten Rechenverfahrens ist. Es gibt Tage, die altersmäßig auf die erwähnte graduelle Weise verlaufen – aber diese Tage sind sehr selten. Denn es gibt Ereignisse, welche die Alterung extrem beschleunigen. Dazu gehören bekanntermaßen stressige Arbeitstage, aber auch der klassische Vollrausch.

Meine Forschungen haben mir gezeigt, dass eine Nacht in der selben Wohnung mit einem grippekranken Kind einen erwachsenen Mann um etwa 8 Jahre altern lässt. Sind es zwei grippekranke Kinder, potenzieren sich Schlafentzug und Stressaufkommen auf eine Alterung von ungefähr 20 Jahren. Habe ich am Abend vorher – noch in Erwartung einer ruhigen Nacht – drei Bier getrunken, bin ich am nächsten Morgen um 30 Jahre älter. Sagt mir am folgenden Tag mein Chef, dass das Redaktionssystem abgestürzt und meine sämtliche Arbeit vom Vortag vernichtet ist, verdoppelt sich die bisherige Alterung noch einmal um das 6-fache… äh… Manchmal sehe ich auch beim Fußball schon nach einer einzigen missglückten Grätsche ziemlich alt aus. Oder neulich, als ich alleine drei 30-Kilo-IKEA-Pakete in einen 20-Kilo-PKW wuchten musste. Innerhalb weniger Minuten war ich um Monate gealtert.

Es muss natürlich auch verjüngende Faktoren geben, sonst wäre ich nach den diversen Kinderkrankheiten, Bier-Exzessen und Computerabstürzen der letzten 5 Jahre längst ein Greis. Tatsächlich sehe ich aber nur 10 Jahre älter aus als vor 2 Jahren. Es fällt schwer die Verjüngungselixiere zu benennen. Ich weiß nur, dass nach einer durchwachten Kinderbettnacht zwei Stunden Schlaf die Alterung um 600 Jahre auf 30 Jahre verringern, und dass durch einen Moment der Ruhe und eine Tasse Kaffee nach einem arbeitsreichen Vormittag im Büro aus 50 Jahren Altern 5 werden. Eine Minute Durchatmen macht einen 1-stündigen 20-Jahre-Streit beinahe komplett wieder wett.

Es muss noch mehr dieser Faktoren geben, als wir alle vermuten. Sie lauern irgendwo, versteckt in den Nischen unseres Alltags. Es wäre schön, wenn sie sich offener zeigen könnten. Nicht weil ich sie aufsaugen und in mich hineinfressen wollte – schließlich will ich mich auch nicht zurück ins Kleinkindalter zeitbomben. Dann hätte ich ja die Kinderkrankheiten, oder lande durch eine Tasse Kaffee altersmäßig womöglich im Minusbereich. Nein, ich wünschte, ich könnte die verjüngenden Momente besser erkennen, sie tiefer wahrnehmen, um sie mehr zu genießen. Ich wüsste auch sofort, was ich tun könnte, wenn ich wieder einmal bei IKEA schwitzend vor meinem Auto stehe und versuche, Kartons umzugrätschen. Und ich könnte mir und Ihnen das Experimentieren mit Stinke-Eier-Gas ersparen.

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Der Mann schaut bei der Frau nicht aufs Geld, wird aber impotent, wenn sie zu viel kriegt

Einer Umfrage zufolge kann sich fast jeder zweite deutsche Mann vorstellen, ein Verhältnis mit einer Kollegin anzufangen. Da sage ich: Passen Sie bloß auf, dass sie nicht mehr verdient als Sie! Denn davon werden Sie neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge SOFORT impotent. Eine Studie behauptet: Männer, deren Frauen mehr Geld verdienen als sie selbst, nehmen häufiger Medikamente gegen Erektionsstörungen.  Hier: Those with well paid wives are more likely to take Viagra.

Es stimmt also. Die Altvorderen hatten Recht. Berufstätige Frauen sind gefährlich. Sie entmannen die Männer nicht nur auf dem Feld des Verdienstes. Kein Wunder, dass prominente und erfolgreiche Frauen wie Madonna, Jennifer Lopez oder Cindy von Marzahn oft sexuell so frustriert wirken und ständig mit neuen Liebhabern aufwarten. Diesen Powerfrauen können die Männer einfach nichts mehr bieten. Und alles was diese Frauen an Männern anfassen, wird sofort zu Weichgold. Es ist nun wohl auch keine Frage mehr, warum Bettina Wulff die Trennung eingereicht hat. Das beziehungsinterne Gehaltsgefälle war zu groß. Er arbeitslos – sie erfolgreiche Skandalbuch-Autorin. Kein Wunder, dass es auch im Bett nicht mehr weiterging.

Oder ist alles ganz anders? Es wäre doch denkbar, dass die erfolgreichen Business-Frauen für Sex gar nicht so viel Zeit haben und außerdem viel zu gestresst sind. Und darum verwenden deren Männer dann das viele Geld, um sich Potenzpillen zu kaufen und Reisen nach Südostasien zu buchen, um dort die restliche Kohle in Bordellen auf den Kopf zu hauen, und…

Ähem, tja. Das ist auch nur eine von vielen möglichen Interpretationen. Apropos Interpretation: Ich frage mich sehr, was eine solche Studie uns zu verklickern versucht. Was wollten die Forscher herausfinden? Dass die Karriere einer Frau den Mann in tiefe Depressionen stürzt? Pffft. Als wären es in erster Linie die Männer, die bei ihren Partnerinnen aufs Geld schauen… Ehrlich gesagt glaube ich, dass die wenigsten Männer allein vom Verdienst ihrer Frau gefrustet sein können – da müssen schon mehr Dinge zusammenkommen als ein Bett und eine Gehaltsabrechnung. Vielleicht ist das Ganze ja eine perfide Geheimkampagne der CSU für das umstrittene Betreuungsgeld, nach dem Motto: Frauen zurück an den Herd, sonst wird das Eheleben zur Hängepartie? Alles denkbar.

Egal. Ob an der Studie etwas dran ist oder nicht, Kollegin hin oder her – ich rate Ihnen jedenfalls eines: Fangen Sie wenigstens keine Affäre mit Ihrer Chefin an! Denn der Schuss kann nicht nur in einer Hinsicht nach hinten losgehen. Wenn es bei all ihrer Kohle überhaupt zum Schuss kommt.

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Männer riskieren alles für die Liebe, aber vor allem für den Sex

Endlich mal ein Studienergebnis, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann: Männer riskieren mehr für die Liebe. Viel mehr jedenfalls als Frauen. Genau. Ist doch so.

Denken Sie nur an die blöden Drachen, die wir abschlachten mussten, um die doofen Prinzessinnen zu befreien. Lästige Feuerspeier, gar nicht ungefährlich, die Biester. Ein Mordsrisiko war das. Dann noch die Nummer mit dieser Trulla, die sich in der Zwergen-WG verschanzt hatte und ständig irgendwelches giftige Zeug in sich reingezogen hat – Schneenäschen hieß die doch, oder? Bis wir die wieder auf dem geraden Pfad und ihre Stiefmutter verarztet hatten, Jungejunge. Oder wie wir an den Haaren von dieser einen da hochklettern mussten, wie hieß sie noch – Rapostel? Voll strähnig und fettig waren die. Junge, was sind wir da immer abgerutscht und auf den Hintern gekracht. Von wegen Schauma 7 Kräuter. Schauma Aua Popo. Und dann nicht zuletzt diese ganzen Schwertgefechte und Duelle mit Rivalen. Alles nur für die Mädels. Und was tun die? Für uns? Deckchen besticken. Zöpfe flechten. So Haushaltskram halt. Dabei gehen die höchstens das Risiko ein, sich in den Finger zu pieksen. Machen die auch gleich, und schwupps! sind die ohnmächtig. Und nicht nur ein bisschen, nein, sondern gleich 100 Jahre. Und wir? Kämpfen uns für so eine Schnarchbacke durch das Dornengestrüpp, um die zu wecken. Und die? Hat natürlich gleich wieder nix anderes im Kopf als zu heiraten. Verdammte Axt. Nix als Ärger.

Ja, wir haben es schon schwer. Aber, hey: Mit uns ist zu rechnen. Wir ziehen die Nummer durch. Auf uns können die Mädels sich verlassen. Für die ist uns kein Risiko zu groß, kein Weg zu weit, keine Heldentat zu schwer. Ain’t no mountain high enough…

Oh.

Hätte ich diese Studie mal zu Ende gelesen. Da steht: Besonders Männer gehen Risiken ein, um an Frauen heranzukommen und Sex mit ihnen zu haben. In vielen Bereichen steigerten romantische Motive die Bereitschaft der Männer, ein hohes Risiko einzugehen. Beispiele: Extremsport, rücksichtslos Autofahren, ungeschützter Sex, Alkoholmissbrauch und andere ungesunde Lebensweisen.

Ach, öh, ach so. Die Risiken meinen die.

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Wollen Sie Sex mit der Nachbarin? Oder sind Sie nur scharf auf ihr Haus?

Hätten Sie gerne Sex mit Ihrer Nachbarin? Mit dem Traum wären Sie nicht allein, angeblich haben 14 Prozent aller deutschen Männer diese Fantasie. Meine Nachbarin ist über 80, und ich sage da jetzt mal nix zu.

Aber interessant finde ich etwas anderes: Diese Zahl stammt aus einer Umfrage, die im Auftrag eines Online-Immobilienportals erstellt wurde. Was sagt es über die Gepflogenheiten des Häuser-Gewerbes aus, wenn der Sex wichtiger wird als das Schlafzimmer, in dem Sie ihn haben? Was sagt es über den Zustand des Immobilienmarkts in Deutschland, wenn die Immobilienhändler jetzt schon auf die Attraktivität der Nachbarinnen verweisen müssen, um irgendwelche Objekte zu verscherbeln? Und was sagt es über die Angebotslage, wenn Studien nicht erstellt werden über Traumhäuser und Traumlagen, sondern über Traumfrauen, die im Haus nebenan lagen? Es ist eine Wüste aus überteuerten Bruchbuden da draußen, und sie sind ohne Tricks nicht zu verkaufen, so sieht das aus.

Andere Frage: Wie setzen die Makler diese neue Werbetaktik in der Praxis um? Sagen die dann beim Besichtigungstermin: “Ja, klar, das Haus sackt zu einer Seite deutlich ab und der Balkon ist nicht belastbar. Aber haben Sie die heiße Schnecke aus Nummer 143 b gesehen? DIE hat einen Balkon sage ich Ihnen!” Oder: “Ja, die Fassade ist hinüber. Und drinnen ist alles voller Schimmel. Aber haben Sie die Dunkelhaarige von gegenüber gesehen? DIE braucht keinen Anstrich, höhöhö.” Oder auch: “Tja, das Wasser im Keller und in der Garage ist schon doof. Aber läuft Ihnen bei der süßen Blonden von nebenan nicht auch das Wasser im Mund zusammen! Vielleicht können Sie ja mal bei DER in der Garage parken oder was im Keller einstellen.”

Würden Sie von so jemandem ein Haus kaufen? Nein, eben. Dann geben Sie auch nichts auf seine Studien und Umfragen. Tue ich ja auch nicht.

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Sex macht schlank, aber nur, wenn Sie den längsten haben

Wie geht des Mannes liebste Diät? Richtig: Schön viel Sex haben, das verbrennt schließlich ordentlich Kalorien.  Alles Quatsch, sagt nun eine Studie an der University of Alabama. Ein Geschlechtsakt dauere schließlich im Durchschnitt gerade einmal 6 Minuten, dabei werden nur 21 Kalorien verbraucht. Das genügt nicht mal, um eine Praline wegzutrainieren.

Bevor Sie sich nun ärgern, dass eines der letzten sachlichen Argumente für Sex wegfällt – denken Sie erst einmal nach. Was sagt die Studie denn wirklich? Letztlich sagt die Studie doch nur, dass 6 Minuten Sex zu wenig sind, um abzunehmen. Entschuldigung, aber 6 Minuten Joggen, Radfahren oder anderer Sport sind dafür doch auch nicht genug! Bettsport macht eben auch nur schlank, wenn Sie den längsten haben – den längsten Sex! Quintessenz der Studie: Es braucht mehr Sex. Sagen Sie doch immer!

Rechnen Sie das Ihrer Liebsten mal vor: In einer Stunde kämen schon über 200 Kalorien unter den Hammer, eine ganze Nacht reicht, um den Tagesbedarf einer erwachsenen Frau zu verfeuern. Und ein nettes gemeinsames Wochenende in einem Hotelzimmer – das geht schon in Richtung Radikaldiät, selbst wenn Sie sich durch die komplette Karte des Zimmerservice futtern. Weitere Pluspunkte der Bett-Diät: Die beim Sex freigesetzten Hormone stärken Ihr Immunsystem. Plus: Sexuell aktive Frauen haben mehr Östrogen im Blut als sexabstinente – die Hormonzufuhr lässt sie besser aussehen, denn Östrogen sorgt für straffere Haut und schöneres Haar. Und last but not least sorgt Sex  für ein gutes Gefühl, nicht zuletzt wegen der Hormonwelle aus Serotonin, Dopamin und Oxytocin, die dabei ausgestoßen wird.

 

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Jede Tanzfläche ist eine Kampfbahn, oder: Warum Männer lieber an der Bar stehen

Sie schauen bestimmt gern Frauen beim Tanzen zu, nicht wahr? Und sicherlich glauben Sie daran einiges ablesen zu können. Ich fange jetzt hier gar nicht an mit “mächtig Hüftschwung” und “Stock im Kreuz”. Nun sage ich Ihnen was: Sie schauen auch Männern beim Tanzen zu. Doch, das tun Sie. Und auch hier lesen Sie etwas ab, nämlich wie kräftig der jeweilige Tänzer ist. Eine Studie hat gerade gezeigt, dass Männer ihre Rivalen auf der Tanzfläche begutachten und ausgehend von ihren Beobachtungen deren physische Stärke beurteilen. Hüftschwung und ausladende Armbewegungen werden dabei mit größerer Kraft assoziiert. Ich sag’s doch: Jacko-war-ein-Killer.

Es wird ja immer angenommen, dass der männliche Tanz vor allem ein Balzritual ist, das in erster Linie auf Frauen wirken soll. Tatsächlich signalisieren Sie aber auch anderen Männern: “Alter, ich bin dir über. Ich tanz dich platt, ich rock dich weg!” Sagt zumindest die Studie. Die Tanzfläche als Gladiatoren-Kampfbahn? Hm. Ich finde ja, es gibt Männer, die können noch so sehr mit den Armen rudern und mit der Hüfte wackeln, die machen mir echt keine Angst. Sorry, Justin! Andere Kerle hingegen stehen beinahe regungslos am Rande der Tanzfläche und jagen mir allein durch das leichte Vorschieben des Unterkiefers und ein dezentes Wiegen in den Hüften mehr Respekt ein als eine bis an die Zähne bewaffnete Abschlussklasse von der Dance-Academy. Insofern: Bullshit.

Unter dem Strich bleibt für mich die Erkenntnis, dass Sie sowohl mit dem Tanzen als auch mit dem Beobachten anderer zappelnder Männer auf der Tanzfläche wichtige Zeit verschwenden, in der Sie eigentlich längst eine Frau angesprochen haben könnten. Lasst Justin doch die Hüfte schwingen, Jungs. Während in Villabajo noch getanzt wird, wird in Villarriba schon geflirtet.

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Samen-Alarm: Die Spermienzahlen sinken! Ihre auch?

Dramatisches war in den letzten Wochen zum Thema Spermien-Produktion zu lesen – eine der wenigen Sparten, die wir noch nicht nach China outgesourct haben. Die Zahlen sind im Sinkflug. In Europa werden immer weniger Samenzellen produziert. Als Gründe hat die Wissenschaft verschiedene Faktoren ermittelt. Wer zu fett isst und sich zu wenig bewegt, bekommt Probleme mit der Spermienzahl. Auch schädlich ist es, wie sich gerade zeigte, zu viel fernzusehen – und ein Franzose zu sein. Besonders gefährdet sind also dicke Franzosen, die sich ungesund ernähren, wenig Sport treiben und viel vor der Glotze sitzen. Apropos, was macht eigentlich Gerard Depardieu? Ach ja der trinkt seine vier Flaschen Rotwein täglich ja jetzt in Russland. Dort haben auch viele andere Männer ein Alkoholproblem – oder gleich mehrere. Auch nicht gut für die Spermien.

Bei all dem Schlamassel liegt es nahe anzunehmen, dass der weiße Mann demnächst ausstirbt, wie ja jetzt Buchautorinnen und Kolumnisten gerade schreiben, etwa anlässlich des Busenskandälchens von Herrn Brüderle. Keine Ahnung, wie viele Spermien der noch hat, aber offensichtlich ja ein paar zu viele. Der stirbt so schnell nicht aus. Aber wir? Mal ganz davon abgesehen, dass ein Abebben der Spermienflut auch den Fortbestand der weißen Frau gefährdet, zumindest den ihrer weißen Töchter, ist das mit dem Spermienschwund natürlich ärgerlich und ja: auch bedrohlich.

Aber was tun? Die Produktion doch nach China verlagern? Diese riesigen Apple-Fabriken haben doch bestimmt noch Kapazitäten. Und wer iPhones und iPads baut, kann doch auch iSaft herstellen, oder? Andererseits warnen alle davor, der Chinese könnte unsere Wirtschaft übernehmen, oder gleich das ganze Land – da sollten wir ihm nicht die Fabrikation unseres Erbguts überlassen.  Was sonst? Ein flächendeckendes Filialnetz von Samenbanken wäre hilfreich, damit kein Tropfen des kostbaren Erb-Elixiers mehr in ein Taschentuch verschwendet wird. Und jeder Mann bekommt verpflichtend ein Sparkonto dort. Ohne Zinsen, natürlich – wie soll das gehen? Überhaupt: Wie füllen wir auf Anhieb die stillen Reserven der Banken? Vielleicht ein Spendenaufruf? Männer wie Boris Becker oder Franz Beckenbauer sind doch fleißige Donatoren, die haben immer ein paar Spermien wo rumfliegen. Aber wollen wir das? Die Beckerrepublik Deutschland? Den Freistaat Beckenbauern? Neee, lieber nicht. Lieber selbst was tun. Glotze aus, Sportklamotten an und los, Spermien bauen. Und dann sofort ab damit auf die Bank.

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Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind klein und harmlos – ungefähr so klein und harmlos wie spaltbare Atome

Da hat gerade wieder ein US-Forscherteam in einer groß angelegten Studie festgestellt, dass die psychologischen Unterschiede zwischen Männern gar nicht sooo groß sind.

Nun, das hat ja auch niemand behauptet. Die Unterschiede sind klein, geradezu minimal – aber wer wüsste denn besser als die Wissenschaft, dass auch ein Atom unermessliche zerstörerische Kräfte beinhaltet, dass sich in Nano-Spalten ganze Universen verbergen können, dass auf einem Stecknadelkopf Milliarden von Meinungen und Interpretationen Platz finden. Ein Paar Beispiele:

- Mann und Frau sind sich völlig darin einig, dass Offenheit und Ehrlichkeit die Grundlage für eine Beziehung sind. Männer finden, dass das bedeutet, dass man dem Partner alles sagen soll, außer dass er zu viel Fußball schaut. Frauen finden, dass das bedeutet, dass man der Partnerin alles sagen soll, außer dass ihr Hintern in der Jeans aussieht wie zwei Melonen beim Rumba.

- Mann und Frau sind sich völlig darin einig, dass es nichts Besseres gibt, als miteinander Zeit zu verbringen. Für Männer heißt das: Zusammen essen gehen, etwas erleben, tollen Sex haben. Für Frauen heißt das in erster Linie: Reden.

- Mann und Frau sind sich völlig darin einig, dass Sex nicht das Wichtigste im Leben ist. Aber während beim Mann Sex hinter Gesundheit und Geld mit Liebe und Familie auf einem geteilten dritten Platz rangiert, steht für Frauen Sex hinter Gesundheit, Geld, Liebe, Familie, guter Figur, schöner Haut, vielen Freunden, guter Deko im Living-Bereich, gutem Essen (vor allem mit viel Gemüse), gesundem Schlaf, zwei Mal im Jahr Strandurlaub, dem neuen Album von Beyoncé, vier Mal im Jahr Wellness, sauberer Bettwäsche, beruflichen Aufstiegschancen bei flexibler Arbeitszeitgestaltung und einer gescheiten Altersvorsorge irgendwo auf Platz 17.

- Männer und Frauen sind sich absolut darin einig, dass sie das Einräumen der Spülmaschine effizienter gestalten müssen. Nur dass Frauen damit meinen, dass jeweils nur Messer, Gabeln und Löffel in die einzelnen Besteckfächer geräumt werden sollen, wohingegen Männer damit meinen, dass die Maschine so lange eingeräumt werden sollte, bis sie auch wirklich gefüllt ist, und nicht nur halb oder zu zwei Dritteln.

- Mann und Frau sind sich darin einig, dass sie nach dem Scheitern einer Beziehung Freunde bleiben können. Für viele Frauen schließt das Sex aus…

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Das Grau(en) beim Flirt: Schlechtes Wetter, schlechte Karten

Furchtbares Wetter, oder?

Immer dieses Grau in Grau. Schrecklich. Um nicht zu sagen: Liebestötend. Flirtfeindlich. Nein, wirklich. Eine neue Studie aus Frankreich hat jetzt gezeigt: Männer flirten bei sonnigem Wetter erfolgreicher als bei grauem Himmel. Bei schönem Wetter gelang es den 5 gut aussehenden Männern in dem Versuch, von 20 Prozent der 500 angesprochenen Frauen die Telefonnummer zu ergattern, bei grauem Himmel gaben nur knapp 14 Prozent ihre Nummer preis.

Es ist nicht ganz klar, ob das Flirtwunder direkt mit dem Wetter zusammenhängt, ob Männer und Frauen bei gutem Männer mehr in Flirtlaune sind – oder ob Männer bei Sonnenschein einfach mutiger, charmanter und darum erfolgreicher flirten. Vielleicht ist das auch alles nur Mumpitz. Gäbe es bei  grauem Himmel keine Flirtgefühle und keine Lust auf mehr, kämen im Sommer wohl kaum so viele Kinder auf die Welt.

Andererseits: Wetter und Sex stehen in engem Zusammenhang, das wissen wir nicht erst seit Kachelmann. Bei schönem Wetter sprießen die Hormone, Frühlingsgefühle haben mit den Blümchen nur das Aufblühen gemein. Aber sind diese Erkenntnisse so belastbar, dass es dafür reicht, demnächst auf der ARD-Wetterkarte neben der Temperatur auch den Flirt-Faktor anzugeben? Dann könnte es heißen: “Sonniges Wetter und frühlingshafte Temperaturen im Breisgau – da sind locker 12 Telefonnummern pro Quadratmeter drin.” Ich warte gespannt – auf diese Meldung, aber vor allem auf besseres Wetter.

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