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Studie belegt: Männer sind wirtschaftsweiser

Auf den ersten Blick freut es mich natürlich, dass Männer angeblich am besten über die Wirtschaft Bescheid wissen – und damit keine Kneipe gemeint ist. Aber bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Umfrage, die das zu belegen scheint, als etwas schwach auf der Brust. Jemand, der nicht weiß, dass Herr Brüderle unser aktueller Wirtschaftsminister ist, muss noch lange kein ökonomischer Blindgänger sein. Ganz im Gegenteil: Vielleicht kennt er sich blendend aus – und ist nur gut im Verdrängen.

Dass Frauen wirtschaftlich nicht ganz so blind sein können, zeigt eine andere Untersuchung: Viele Frauen wandern aus wirtschaftlichen Gründen in die Städte ab. Die Männer bleiben und finden keine Partnerin, wer Glück hat, landet bei “Bauer sucht Frau”.

Was nützt es also den Männern, wenn sie sich zwar gut an der Börse auskennen, aber keine Frau finden, die sie damit beeindrucken können? Nichts, genau. Darum, liebe Kerle: Lieber doch in die Kneipe gehen, und zwar am besten in einer großen Stadt. Da sind die Frauen nämlich in der Überzahl. Wenn Ihnen für den Gesprächseinstieg gerade nichts Cleveres über den DAX einfällt, bedienen Sie sich bei unseren besten Flirtsprüchen.

Oder Sie sagen: “Hey, hast du nicht vor kurzem noch auf dem Land gelebt?”

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Prostatakrebs-Risiko: Wie der Finger eines Mannes…

…so gefährdet sein Johannes. Beziehungsweise der Apparat, an dem er dranhängt. Angeblich sagt die Zeigefingerlänge eines Mannes etwas über sein Prostatakrebs-Risiko aus, wie Forscher jetzt entdeckt haben wollen. Ist der Zeigefinger kürzer als der Ringfinger, steigt das Erkrankungsrisiko für die Prostata.

Aha. Uiuiui.

Schnell mal die Hände aus der Tasche und nachmessen, Jungs. Alles okay? Dann freuen Sie sich aufs glückliche Älterwerden. Denn:

Laut einer australischen Untersuchung hat noch jeder zehnte 90-Jährige regelmäßig Sex. Mit wem? Keine Ahnung. Da hat die Untersuchung Lücken, eindeutig. Und ob die Aussie-Opis alle sehr kurze Ringfinger haben? Hm.

Jedenfalls bekommt der Ausspruch “du alter Langfinger” jetzt eine ganz neue Bedeutung…

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Sexstyles 2010: Sind Sie ein High Performer?

Trendpapst Matthias Horx sieht die Ergebnisse seiner Studie “Sex-Styles 2010″ bestätigt. 2007 hatte er sich im Rahmen dieser Auftragsarbeit für einen namhaften deutschen Dildo-Bauer durch deutsche Betten gewühlt. Auch durch Ihres? Ich jedenfalls fühlte und fühle mich damals wie heute etwas unterrepräsentiert, wenn ich mir die von ihm entdeckten “Sexstyle”-Typen durchlese:

- Die überinformierten Einsteiger (14- bis 20-jährige Mädchen und Jungen)
- Die Young Experimental Couples (20- bis 35-jährige Pärchen)
- Cool Cats (20- bis 35-jährige Frauen)
- Pleasure Parents (verheiratete Paare zwischen 35 und 45 mit einem Kind)
- High Performer (30- bis 50-jährige Menschen)
- Lover Ladies (Frauen ab 40 Jahre mit höheren Einkommen)
- Sex Gourmets (Menschen ab 50 Jahren)

Ich will es gar nicht spezifischer, sondern einfacher. Mir fehlen da genau zwei Kategorien:

1.) Männer

2.) Frauen

Ist doch seltsam: In jeder Studie wird mittlerweile nach Mann und Frau differenziert. Wir wissen jetzt sogar, dass US-amerikanische Männer lieber Android-Smartphones nutzen und US-Frauen eher das iPhone. Aber ausgerechnet in einer Sex-Studie geht das nicht?

Na, was soll’s. Hier sind meine Vorschläge für weitere “Sexstyles”:

- Pragmatic Performers: abgeklärte 18-bis 45-Jährige, die Sex nur noch gegen Geld, für eine Film- oder TV-Rolle oder im Austausch gegen das Erreichen der nächsten Runde bei einer Casting-Show haben
- Frustrated Masturbators: Stammgäste auf Hardcore-Porno-Seiten, die nur noch selbst Hand anlegen
- Botox Politicians: Staatslenker, die mehr erigieren als regieren
- Resterampensäue: angetrunkene Männer, die konsequent jeden Samstagabend beim letzten Song in der Kneipendisco ein letztes Mal alles geben, um abzuräumen, was noch so im Laden steht
- Doornkaat-Divas: Frauen, die konsequent jeden Samstagabend beim letzten Song in der Kneipendisco am Tresen stehen und auf ihren Prinzen warten

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Viva el Sixpack! Wampe macht Knochen morsch

Was muss ich da lesen? Eine Untersuchung lässt den Schluss zu, dass zu viel Bauchfett das Risiko für Osteoporose erhöht.

Sprich: Wampe fett – krank im Skelett.

Die Studie bezieht sich zwar ausdrücklich auf Frauen, die bis zu 4-mal häufiger vom Knochenschwund betroffen sind, aber Ergebnisse für Männer sollen bald nachgereicht werden. Und es besteht zunächst kein Grund zur Annahme, warum Männerwampen besser für die Knochen sein sollten. Also ein Grund mehr, sich bei den Weihnachtsplätzchen zurückzuhalten – und den Bauchansatz im Zaum zu halten.

Und, liebe Mädels: Keine Sorge, Rettung naht. Nächstes Jahr kommt Women’s Health!

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Weihnachtseinkäufe: Männer zahlen drauf

Was muss ich da lesen? Angeblich sind Männer die großzügigeren Geschenkekäufer. Genau heißt es in einer Meldung zur einer Umfrage zum Thema Online-Einkäufe

Männer geben für den Online-Einkauf rund um das Weihnachtsfest mehr Geld aus als Frauen. Während sie in diesem Jahr durchschnittlich 219 Euro für Geschenke, Essen und Dekoration ausgeben wollen, veranschlagen Frauen im Schnitt nur 188 Euro.

Das klingt ein bisschen so, als würden Männer völlig willenlos das Geld raushauen, während Frauen lieber sparsam haushalten. Könnten da nicht noch andere Gründe prägend wirken als schlichtes “Auf-dicke-Hose-machen”?

- Vielleicht sind Frauen einfach weniger großzügig. Würden Sie uns all die Playstations, iPods und Uhren schenken, die wir uns wünschen, sähe die Bilanz anders aus.

- Liegt es vielleicht auch daran, dass Frauen gern selbst Gestricktes verschenken (gerade wieder voll im Trend), sich aber Parfum, Schmuck und Handtaschen wünschen? Wolle ist billiger als 585er Gold.

- Ein Mann mit Stil würde nie Weihnachtsgeschenke bei Kaffeeröstern kaufen. Auch nicht online.

Hier lesen Sie jedenfalls, wie Sie für Ihre Liebste das richtige Geschenk finden – und wie Sie beim Onlinekauf nicht übers Ohr gehauen werden.

Na los, hauen Sie ordentlich Kohle raus. Sie wissen doch jetzt: machen alle.

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Klatsch und Tratsch statt News: War wohl nix, WikiLeaks!

Alle reden über die neueste WikiLeaks-Veröffentlichung, alle schreien Skandal, Skandal. Ich finde, der eigentliche Skandal ist das Geschrei. Was das in einem Männer-Blog zu suchen hat? Nun, was wir hier erleben ist die Verweiblichung politischer Berichterstattung. Bunte News statt harte Nachrichten.

Das von WikiLeaks veröffentlichte Material ist – da sind sich alle einig – größtenteils irrelevantes Getuschel. Gut, aus diplomatischen Kreisen. Ja, aus politischen Hinterzimmern, meinetwegen. Aber letztlich sind das keine News mit Nachrichtenwert – es ist Klatsch und Tratsch. Feinster Polit-Gossip. Dass es so etwas in die Hauptnachrichten schafft, auf die Titelseiten von Wochenmagazinen und Tageszeitungen, dass Anne Will dafür kurzfristig das Thema ihrer Sendung ändert – das zeigt nur, wie sehr die Vertratschundklatschisierung unserer Medienwelt schon vorangeschritten ist. Demnächst dürfen wir  dann noch auf hochbrisante Top-Meldungen wie diese fürchten:

- “Skandal! Telekom ließ heimlich Horoskope für Zehntausende Mitarbeiter erstellen!”

- “Alarm! Essen in HIlfslieferungen für Haiti ist nicht Bio!”

- “Skandal! Angela Merkel schummelte in ihrer Bewerbung bei der Kleidergröße!”

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Es interessiert mich nicht die Bohne, was Top-Politiker übereinander reden oder auch lästern. Vor allem, wenn es so unlustig ist wie die Feststellung, dass Angela Merkel nicht besonders kreativ ist. Ich glaube sogar, dass es das Klima bereinigt, wenn man im Verborgenen ein wenig übereinander herzieht. Vor allem wenn die Einschätzungen in der Sache gar nicht so verkehrt sind, hilft das sehr, sich aufeinander einzustellen. Aber so etwas will ich als Otto Normalbürger doch höchstens in der Klatschspalte lesen.

Oder besser: Die Frau beim Friseur neben mir, die will das lesen.

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Väter, Vorsicht: Stimmungsmache gegen Elterngeld

Das Elterngeld ist unnütz, schreibt der Spiegel. Also, ich bekomme es selbst gerade – und finde es ganz praktisch. Ich brauche es sogar, verdammt! Für Windeln, Brei-Gläschen, Milchpulver und Gummisauger. Denn ich lümmele ganz sicher nicht in irgendwelchen Kneipen rum und spiele mit der Carrerabahn wie die Klischee-Daddys im Nachrichtenmagazin. Ich leiste 7 Monate Dienst am Kind, jawoll. Und das schon zum zweiten Mal.

Begründung für das vernichtende Spiegel-Urteil: Milliarden werden investiert, trotzdem werden immer weniger Kinder geboren.

Äh, sorry: Mit der Begründung könnte man auch

- das Kindergeld streichen

- die Spielzeugindustrie abschaffen

- alle Schulen schließen

Es mag eines der Ziele gewesen sein, das Elterngeld einzuführen, das Kinderkriegen attraktiver zu machen. Aber ging es nicht auch darum, Eltern  grundsätzlich besser zu stellen? Darum, Väter mehr in die Familien einzubinden? Das hat doch an vielen Stellen einigermaßen geklappt. Ich wäre für das alte Erziehungsgeld wahrscheinlich nicht ein halbes Jahr ausgestiegen – und viele andere Väter sicher auch nicht.

Es hat vielleicht nicht geklappt, sich beim Volk mehr Babys zu kaufen  – wäre doch auch irgendwie seltsam, wenn das so einfach wäre. Aber  der Einstieg in eine familienfreundlichere Gesellschaft hat ganz gut  funktioniert. Kinder sind wieder ein Thema in dieser Gesellschaft, sie sind “hip”, Väter sind es plötzlich auch. Und es wäre ganz verkehrt, diesen Schritt jetzt aus Gründen der Etat-Opportunität wieder  rückgängig zu machen. Ein wenig sparen vielleicht – und das bitte nicht nur bei den Ärmsten – aber komplett streichen? Nein.

Im übrigen hat es dieses Land verdammt nötig, weiterhin Anreize für Möchtegern-Eltern zu schaffen. Die Signale aus der Politik lassen einem nämlich die Lust daran vergehen. Oder glauben Sie etwa, die Menschen in Gorleben denken zur Zeit ans Kinderkriegen?

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Psycho-Sex-Falle: Asthma durch Facebook

Ein italienischer Heranwachsender entwickelt Asthma-Anfälle aus Eifersucht, wenn er bei Facebook im Profil seiner Ex-Freundin herumklickt. So steht es jetzt in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, von Fachärzten beschrieben.

Hm.

Also zunächst einmal tut man so etwas ja auch nicht, unter falschem Namen in fremden Leben herumschnüffeln. Tststs –böse, böse. Aber dann kann ich mir schon ein paar Einträge vorstellen, die so einem armen jungen Mann ganz schön die Luft rauben können:

- “Heute war ich mit Enzo, Marco und Alessandro auf Emilios Boot. Die ganze Zeit hatte ich nichts als eine Gucci-Sonnenbrille an. Herrlich!”

- “Mann, Ettore ist zwar ein Tier, aber wirklich gut bestückt. Kein Wunder, dass sie ihn den primitiven Turm von Pisa nennen.”

- “Der 2. Mannschaft vom SSC Neapel ein herzliches Dankeschön für die wunderbaren Stunden in eurer Kabine. Stellt euch vor: Ich kann schon wieder sitzen.”

- “Endlich weiß ich, was ältere Männer, insbesondere Staatsmänner, tatsächlich zu leisten imstande sind. Danke, Silvio!”

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Klischee adé: Orgasmus-Vortäuscher und friedfertige Baller-Spieler

Wer hat nochmal behauptet, Computerspiele mache Jungs und Männer zu knarrengeilen Gewaltfreaks?

Na, eigentlich alle.

Und jetzt das: Eine Studie der American Academy of Pediatrics legt nahe, dass Jungs durch den Konsum von Games eher zu ruhigeren Zeitgenossen werden, sprich: weniger Drogen konsumieren, bessere Schulnoten erreichen etc. Mädchen dagegen entwickeln durchs Daddeln einen Hang zu “externalisertem Verhalten” – sprich: Sie kloppen sich öfter.

Soso. Aha.

Und das noch oben drauf: Laut einer Untersuchung der University of Kansas täuscht etwa ein Viertel der Männer den Orgasmus vor. Und das auch bei oralem Sex. Respekt. Ist das nicht angeblich reine Frauensache? Kommt das jetzt auch vom Daddeln? Jedenfalls würde ich sagen, die Klischees bröckeln heute nur so. Fehlen noch diese Studienergebnisse:

- Männer haben nachweislich mehr Soft Skills als Frauen – und sind über alle Waschweiber-Maßen geschwätzig. Leider kommen sie nie zu Wort.

- Frauen trinken zu viel Alkohol und fahren zu schnell Auto – in dieser Reihenfolge.

- Frauenfußball wird weltweit von mehr Menschen gesehen als Männerfußball.

- Männer sind doch die besseren Politiker – und Angelo Merkel ist Bundeskanzler.

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Neue Gewaltstudie: Männer, die Prügelknaben der Liebe

Üben Sie Gewalt gegen Ihre Freundin oder Frau aus?

Natürlich nicht.

Und umgekehrt?

Lachen Sie nicht, beides passiert einer neuen Studie zufolge nahezu gleich häufig. Demnach traktieren zirka 30 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer ihre Mitmenschen mit Gewalt. Männer werden sogar etwas häufiger Opfer von Gewalt (je 45 Prozent bzw. 41 Prozent der befragten Männer bzw. Frauen). Klar: Frauen prügeln sich seltener in der Kneipe und sind nicht so oft gewaltbereite Hooligans.

Frauen wenden laut Studie auch viel eher verbale Gewalt an, Männer bedienen sich eher körperlicher Gewalt. Interessant: Männer sind überwiegend gegen Fremde gewalttätig. Gewalt von Frauen geht dagegen am häufigsten in Richtung des eigenen Partners.

Also, sind auch Sie ein Opfer? Das können Sie tun:

- Nehmen Sie Ihre Liebste öfter mal mit zum Fußball, am besten in den gegnerischen Block. Da kann sie sich nach Herzenslust austoben – an Männern, die das brauchen. Und lässt Sie in Ruhe.

- Gehen Sie nicht gleich dazwischen, wenn ein angeschickerter Trottel in der Kneipe Ihre Angebetete angrapscht. Soll sie ihm in gewählten Worten klarmachen, was er für einer ist.

- Führen Sie eine private Gewaltstatistik. Jedes gebrummelte “Idiot!”, jeder Kratzer auf dem Rücken, jeder Knutschfleck werden ab sofort akribisch registriert und festgehalten. Wenn es irgendwann mal in jeder Stadt eine Beratungsstelle für männliche Opfer von weiblicher Gewalt gibt, tragen Sie diese Kladde dorthin.

- Lernen Sie sich anständig zu versöhnen. Dann kommt es gar nicht zu Gewalttätigkeiten.

- Kaufen Sie einen zweiten Fernseher.

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