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Traurig, aber wahr: Junge Männer neigen eher zur Randale

Bitte ticken Sie jetzt nicht gleich aus!

Sie glauben, die Krawalle in London und anderen britischen Städten haben nur etwas mit sozialen Unterschieden zu tun?

Dann schauen Sie mal nach Cardiff (Wales), ebenfalls in Großbritannien.

Wissenschaftler der dortigen Universität haben nun entdeckt, dass aggressives und impulsives Verhalten häufig bei Männern anzutreffen ist, denen bestimmte Neurotransmitter im Gehirn fehlen. Junge Männer mit diesem Mangel an GABA-Transmittern im Präfrontalkortex neigten in Versuchen eher zu Kurzschlussentscheidungen.

Aha.

Natürlich sind eher ein marodes Bildungssystem, Perspektivlosigkeit und Arbeitslosigkeit die Ursachen für die riots – aber es ist schon auffällig, dass es immer wieder vor allem junge Männer sind, die so ausrasten. Und es wirft ein schlechtes Licht auf diejenigen, die wirklich etwas ändern wollen – und nicht nur ein paar DVD-Rekorder abgreifen. Das fände ich in dem Zusammenhang auch mal interessant: Ist das Plündern von Geschäften ebenfalls durch einen Mangel an Neurotransmittern bedingt?

Jedenfalls liegen womöglich die Anwohner der Krawallviertel gar nicht so verkehrt, wenn sie sagen, dass bei diesen Randalierern etwas in den Köpfen nicht stimmen kann…

P. S. Eine andere Frage, die noch zu klären wäre: Ist vielleicht gerade bei jüngeren Männern der Druck besonders groß, etwas im Leben zu werden und zu erreichen, weil auch in den aufgeklärtesten Gesellschaften insgeheim immer noch von ihnen verlangt wird, dass sie Wirtschaft und Staat auf ihren Schultern in die Zukunft tragen? Und entlädt sich dieser Druck vielleicht ab und zu explosionsartig, vor allem wenn es nichts wird mit dem “etwas Werden”?

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Die Frauenquote bringt den Männern mehr Sex!

Zugegeben, die Headline ist etwas reißerisch.

Aber ich musste doch sicher gehen, dass Sie das hier lesen. Und ganz falsch ist die Zeile nicht – jedenfalls dann nicht, wenn man den Thesen des US-Sozialpsychologen Roy Baumeister und denen des US-Soziologen Mark Regnerus folgt. Die sagen, dass mehr weibliche Unabhängigkeit und mehr Gleichberechtigung in einer Gesellschaft dafür sorgen, dass es einen offeneren Umgang mit Sex gibt – auch und gerade auf Seiten der Frauen.

Um das zu verstehen, muss man zunächst die Theorie der “Sexual Economics” nachvollziehen: Im Zusammenspiel von Mann und Frau ist Sex eine von vielen Resourcen. Traditionell ist Sex allerdings eher eine weibliche Resource, denn Frauen konnten Sex beim Manne schon immer gegen anderes eintauschen – Geld, Macht, Familienzugehörigkeit, Zweitwagen etc. pp. Bei Männern funktioniert das traditionell nicht so gut, weswegen es wohl auch so wenige heterosexuelle männliche Prostituierte gibt.

Auch in einer Beziehung ist der Sex der Frau meist der wertvollere. Männer wollen immer, Frauen seltener – ihr Angebot bestimmt den Markt und steuert die Nachfragenden. Je weniger Macht und Einfluss Frauen in einer Gesellschaft und/oder Beziehung haben – so die Theorie – desto knapper halten sie die Resource Sex, um ein Faustpfand gegenüber den übermächtigen Männern zu haben.

Der daraus resultierende Umkehrschluss: Je mehr die Frauen den Männern in einer Gesellschaft gleichgestellt sind, desto lockerer ist ihr Umgang mit Sex.

Diese Lockerheit lässt sich an vielen aufgeklärten, gleichberechtigten, urbanen Orten des 21. Jahrhunderts in real life beobachten, etwa auf Universitätsgeländen, wo vielerorts die Frauen die Männer zahlenmäßig und auch erfolgsmäßig schon überholt haben.

Nehmen wir nun die Einrichtung einer Frauenquote als neue Stufe im Kampf um die Gleichstellung, kann das doch nur bedeuten, dass…

Na ja, vielleicht habe ich das Ganze ein wenig überinterpretiert. Aber ich finde, die Theorie ist ein paar Gedanken wert.

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Klingt widersinnig, klappt aber: Mehr kauen = weniger essen!

Fast Food ist nicht nur deswegen Fast Food, weil es so schnell gemacht wird – sondern weil die meisten von uns es zu schnell essen. Nun ja, die Atmosphäre bei den versammelten Burger McDöners lädt ja auch nicht gerade zum Verweilen ein…

Nun zeigt eine Studie der Harbin Medical University (China) an jungen Männern wieder einmal, was Ernährungskundige schon länger wissen: Wer mehr kaut, isst letztlich weniger. Klingt widersinnig? Nun, das “Mehr” bezieht sich nicht auf die Menge Essen, sondern auf die Anzahl Kaubewegungen. Statt wie im Durchschnitt 15 Mal empfehlen die chinesischen Forscher bis zu 40 Kaubewegungen. Das führt angeblich dazu, dass die Menge der appetitfördernden Hormone im Blut sinkt, und die der appetitzügelnden Hormone ansteigt.

Mein Tipp: Holen Sie jedes 40 Mal gekaute Stück Fast Food vor dem Schlucken nochmal aus dem Mund und betrachten es eingehend. Danach haben Sie garantiert noch weniger Appetit!

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Na, bravo! Jeder zweite Mann lügt, um Frauen zu beeindrucken

Lügen Sie, um ein Date mit Ihrer Traumfrau zu bekommen? Beim Flirten? Oder um sie ins Bett zu kriegen?

Keine Sorge, Sie sind in guter Gesellschaft.

Einer australischen Umfrage zufolge erzählt mehr als die Hälfte aller Männer Unwahrheiten, um die Auserwählte zu beeindrucken. Frauen hingegen lügen zu Beginn einer Beziehung eher selten – dafür aber gerne, um sie zu beenden.

So viel Verständnis ich für ein wenig Flirt-Flunkerei habe, eigentlich sollte es ohne gehen – und in manchen Bereichen verbietet sie sich geradezu selbst. Meine Top 5 der dümmsten Date-Lügen:

Platz 5: “Ich liebe dich.” Das ist nicht süß, sondern anmaßend. Selbst wenn Sie es selbst glauben: Sie können niemanden lieben, den Sie nicht kennen. Außer Scarlett Johansson natürlich.

Platz 4: “Mein Porsche ist in der Werkstatt. Aber wenn der Goldlack ausgebessert ist, nehme ich dich gerne mal mit.” Selbst wenn Sie sich dann irgendwann irgendwo einen 911er besorgen: Das beeindruckt Frauen heute nur noch bedingt. Sie denken vor allem dann sofort, dass Sie sie nur aufreißen und flachlegen wollen.

Platz 3: “Ich habe deinen Namen nicht vergessen. Ich finde nur, Sandy passt besser zu dir.” Ohne Worte.

Platz 2: “Ich habe 40 Zentimeter und 3 Eier.” Dieses und ähnliches Genital-Geprahle sorgt nur für eines: Ab sofort arbeiten Sie beim Flirten selbst daran, dass diese Lüge ans Schlafzimmerlicht kommt. Keine gute Aussicht.

Platz 1: “Ich habe noch nirgendwo eine so schöne Frau gesehen wie dich.” Verkaufen Sie diese Frau nicht für dumm. Auch sie weiß, dass es das Internet gibt. Und dass es Scarlett Johansson gibt.

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US-Studie: Jeder zweite Mann macht Schluss, weil sie zugenommen hat

Hand aufs Herz: Würden Sie Ihre Frau oder Freundin in die Wüste schicken, wenn sie zunimmt? Einer US-Umfrage zufolge würde mehr als die Hälfte aller Männer genau das tun: eine Partnerin, die Gewicht zulegt, verlassen. Umgekehrt würde nur ein Fünftel aller befragten Frauen sich von einem dicker gewordenen Mann trennen.

Stellt sich die Frage: Was heißt in dem Zusammenhang ‘zunehmen’?

Natürlich stellt es eine Beziehung auf eine wortwörtlich schwere Probe, wenn eine Frau plötzlich 50 Kilo mehr wiegt. Das kann eine Frau auch, nun ja, verändern… Aber ein gewisses Auf und Ab beim Gewicht ist doch normal, streng genommen sind Menschen nach jeder Mahlzeit schwerer als davor. Und was ist mit Schwangerschaften? Stimmen diese Ergebnisse in ihrer Schlichtheit, müssten rund 50 Prozent aller Paare mit Kindern in den USA in Trennung leben.

Nein, also ich glaube, es hätte der Umfrage gut getan, wenn das Maß der Gewichtszunahme genannt würde. Und wenn vor allem auch die Gründe fürs Zunehmen genannt würden. Denn häufig geht es nicht darum, wie schwer die Frau ist, sondern wie sie dahin gekommen ist. Eine Person, die den drei C frönt, also nur Chips futternd und Cola trinkend auf der Couch vor dem Fernseher hockt, ist für einen Mann genau so wenig attraktiv wie umgekehrt für Frauen. Da ist dann der Berg zusätzlicher Pfunde nicht Grund für die Trennung – sondern deren Denkmal.

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Frauen wollen gar nicht mehr kuscheln als Männer!

Was für ein Sommer!

Eine Geschlechterbastion nach der anderen bröckelt weg. Frauen spielen weltmeisterlichen Fußball, Männer können besser netzwerken – und jetzt das:

Einer internationalen Studie des Kinsey Institut der Indiana University (USA) zufolge bewerten Männer ihre Beziehung dann als glücklich, wenn darin viel geküsst und gekuschelt wird. Für Frauen spielte dies bei der positiven Bewertung ihrer Beziehung keine Rolle. Männern ist Kuscheln also offenbar sehr viel wichtiger als Frauen.

Ja, ist es denn…?

Welche Schlagzeile kommt als nächstes? Meine Tipps:

- “Mehrheit der Frauen will Männerquote einführen”

- “Männer täuschen häufiger Orgasmen vor als Frauen”

- “Alice Schwarzer löst Dieter Bohlen bei DSDS ab”

- “Kanzlerin Merkel diskriminiert männliche Mitarbeiter”

- “Margot Käßmann wird Papst”

Ich freue mich drauf!

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Gehörige Leistung: Männer haben bessere Ohren als Frauen

Ich weiß ja nicht, ob Sie schon diese Top-Neuigkeit gehört haben, aber es ist sehr wahrscheinlich, denn die Top-Neuigkeit lautet:

Männer hören besser als Frauen.

Genauer gesagt sind Männer besser als Frauen in der Lage, aus einem Wust von Geräuschen ein einzelnes seiner Quelle zuzuordnen und diese zu orten, wie Forscher der Universität Tübingen in einer Studie feststellten. Woher kommt’s? Nun, das stammt wohl noch aus der Arbeitsteilung der Urzeit. So gelang es dem Jäger in uns, im Geschnatter des Urwalds die Stimme des zu jagenden Wildes zu eruieren. Und es hilft uns heute, im Geschnatter einer Party die Stimme der Traumfrau zu entdecken. Daher ist der Name “Cocktail Party Phänomen” dafür gar nicht schlecht gewählt.

Es hilft uns aber auch…

- … aus dem allgemeinen Verkehrslärm das Kratzen unserer Stoßstange an der des hinter uns parkenden Fahrzeugs frühzeitig herauszuhören…

- … aus der Vielzahl von Geräuschen, die beim Sex so entstehen, die entscheidenden Laute herauszufiltern (“Hör nicht auf, hör jetzt bloß nicht auf!”)…

- … am Klingeln des Telefons zu erkennen, wer gerade anruft (was durch die Möglichkeit, jeder Person einen eigenen Klingelton zuzuordnen nur unwesentlich erleichtert wurde)…

- … im Musikgewitter eines Clubs die gesäuselte Telefonnummer einer neuen Bekanntschaft auf die Ziffer genau zu erkennen und mental zu speichern

- … aus den unterschiedlichen Lauten in den Kabinen der Herrentoilette desselben Clubs die spezifischen unseres besten Kumpels herauszuhören, an die Tür zu bollern, um zu sagen: “Alter, wach mal auf, wir wollen los!”

Ja, es ist ein Dschungel da draußen. Aber wir sind dafür gewappnet, Jungs.

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Untreue Väter, untreue Söhne: Ist Fremdgehen vererbbar?

Eine tschechische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Mann eher fremdgeht, wenn schon sein Vater untreu war. Das habe nicht in erster Linie genetische Ursachen, so die Forscher der Prager Karls-Universität, sondern sei durch Beobachtung des väterlichen Verhaltens bedingt. Wenn ein Junge sehe, dass sein Vater die Mutter betrüge und damit durchkomme, mache er das halt nach.

Ach so.

Interessante Theorie.

Nun waren viele Eltern der heute 20- bis 40-Jährigen in einer Zeit sexuell am aktivsten, in der es geradezu en vogue war, einander fremdzugehen, nämlich in den 70er und 80er Jahren. Ich sage nur: Sexuelle Revolution. Dann müssten der tschechischen Theorie zufolge wir alle notorische Fremdgänger sein. Weil wir das alle bei unseren Vätern so beobachten konnten.

Und außerdem müssten wir dann alle…

- …furchtbare Bärte tragen und sehr schlecht frisiert sein

- …stinkende Rostlauben fahren

- …Jeanshosen mit Schlag, Fransen und/oder Lederapplikationen tragen

- …Herrenhandtaschen, Orgelrock und Halskettchen geil finden

Denn damit sind unsere Daddys ja auch lange Zeit durchgekommen.

Bezeichnend finde ich in diesem Zusammenhang, dass der Studienleiter seine eigene Untersuchung mit der These kommentiert, dass Männer fremdgingen, weil sie nach mehr Sex suchten, als sie in ihrer Beziehung bekommen. Das klingt nicht danach, dass das Vorbild des Vaters dabei eine große Rolle spielt.

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Damenball: Geständnisse eines Frauenfußball-Guckers

Es hat keinen Sinn, es zu leugnen.

Ich gebe es zu.

Ja, ich war gestern beim Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-WM 2011 im Berliner Olympiastadion.

Und es war richtig geil.

Gut, der Autor Georg Diez hatte nicht ganz Unrecht, als er vor zwei Wochen im “Spiegel” schrieb, dass das Spielfeld immer etwas zu groß wirkt, wenn Frauen Fußball spielen, dass das Spiel langsamer ist als das der Männer – und immer etwas unbeholfen daherkommt. Auch die Behauptung , dass die Torfrauen scheinbar fast jeden Ball durchlassen, beschreibt die Eindrücke vieler männlicher Zuschauer beim Frauenfußball ganz gut. Und dann trafen die Mädels gestern auch noch viel zu oft das leere Tor nicht, wenn die Keeperin längst geschlagen war.

Aber in vielen Situationen entfuhr mir auch ein: “Sauber gespielt!” Oder ein: “Super-Pass!” Und der Torjubel fühlte sich kein bisschen anders an als bei den Jungs.

Ich war lange selbst der Meinung, dass es Frauenfußball in Qualität und Spannung nicht mit Männerfußball aufnehmen kann. Das mit der Spannung weiß ich seit gestern besser – woran die Zittrigkeit unserer Mädels nicht ganz unschuldig war…

Sei’s drum.

Den Qualitätsvergleich finde ich mittlerweile albern. Genau so haben früher viele über Damentennis geredet, bis Steffi Graf kam. Und als sie dann über Jahre das Welttennis dominierte, spielte es überhaupt keine Rolle mehr, dass ihre Aufschläge über 30 km/h langsamer waren als die von Boris Becker. Alle saßen vor der Glotze und fieberten mit. Auch beim Damenhochsprung spielt es keine Rolle, dass die Sieghöhen der Frauen im Schnitt 30 Zentimeter niedriger liegen als die der Männer. Entscheidend sind die packenden Duelle, die sich Ariane Friedrich und ihre Rivalin Blanka Vlasic bei internationalen Meisterschaften liefern.

Also: Ich bin jetzt Fan. Auch, weil eine WM dann einfach mehr Spaß macht. Noch dazu im eigenen Land.

Ich finde, wir alle sollten Fans werden. Denn dann passiert es hoffentlich auch nicht mehr, dass der Bundespräsident die FRAUEN-Fußball-WM mit den Worten “Liebe FußballFREUNDE eröffnet…”

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Das nächste Gerücht gekippt: Frauen können nicht besser netzwerken

Frauen und ihre Soft Skills.

Ich kann das nicht mehr hören.

Von wegen Wunderwaffe.

Als wenn es jemals eine Top-Managerin durch gutes Zureden, Köpfchen-Tätscheln und einfühlsames “Du, du”-Gerede an die Spitze eines Unternehmens geschafft hätte.

Aber ganz ab davon, ob es zum Erfolg führt: Wir haben es immer klaglos hingenommen, dass Frauen diese Dinge angeblich besser beherrschen. Kommunizieren, einen statt spalten, netzwerken. Weiches Handwerkszeug = weibliches Handwerkszeug.

Und jetzt das:

Eine Studie des LinkedIn-Netzwerks zeigt, dass Männer sich offenbar auch ganz gut aufs Netzwerken verstehen. In vielen Bereichen sogar besser als Frauen.

Da kann ich nur sagen: Ätsch! Kneipentisch beats Kaffeeklatsch. Na, nicht ganz, ging ja ums Online-Netzwerken. Dann eben: Kneipentisch.de beats Kaffeeklatsch.org!

Schönes Wochenende für alle Softskiller da draußen!

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