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Warum Männer gefühlt schöner sind als Frauen

Sind Sie ein schöner Mann?

Dann müssen Sie diese Zahlen nicht kratzen. Knapp 4000 Frauen und Männer wurden dazu befragt, wie zufrieden oder unzufrieden sie mit ihrem Äußeren sind, und an welchen Stellen sie sich Verbesserungen wünschen. Die Zahlen überraschen wenig. Frauen hadern mehrheitlich mit ihrem Bauch (sagen 51,5 %), ihren Oberschenkeln (43,8 %) und ihrem Po (29,4 %) sowie dem Körpergewicht (45,4 %). Viele Männer mögen auch ihren Bauch nicht (40 %) oder haben Haarprobleme (18,8 %). Insgesamt ist die Unzufriedenheit allerdings ziemlich gerecht auf die Geschlechter verteilt. Es fällt aber auf, dass Frauen zwar mehrheitlich sagen, sie seien zufrieden mit ihrem Äußeren, dann aber doch die Details wesentlich skeptischer beurteilen.

Auf den Punkt bringt den Geschlechterunterschied in der Einstellung zu eigenen Körper diese Zahl: Den Satz “Es gibt keine Problemzonen” können für sich nur 5,5 % der Frauen bestätigen – aber satte 17, 4 % der Männer.

Da haben wir es wieder.

Wenn ich mich auf der Straße umschaue, kann ich nicht sagen, dass ich diese Zahlen dort wiederfinde. Da finden sich unter 100 Männern ganz sicher keine 17, die null Problemzonen haben. Und es finden sich umgekehrt sicher mehr als 5 aus 100 Frauen, denen ich keinerlei Problemzone attestieren würde.

Es ist eine Frage des Selbstvertrauens. Wer sich einredet, dass er keine Problemzonen hat, der empfindet das auch so. Und der Witz ist: Dann wirkt er auch gleich attraktiver. Das können Frauen von uns, von Ihnen lernen. Solange das nicht klappt, müssen Sie halt ran: Sagen Sie der Frau Ihres Lebens immer wieder, wie schön sie ist – und dass das keine Problemzonen sind, sondern Naturwunder und Naherholungsgebiete.

Auch Ihnen fehlt es an Selbstvertrauen? Hm. Ich könnte jetzt sagen: Sie sind so ein schöner Mann! Aber bevor mir das als Anbiederei ausgelegt wird, verweise ich doch lieber auf unsere Beauty-Tipps.

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Vorsicht, Männer! Wir verlieren unseren Biss

Der Zahnreport 2011 ist da.

Bevor Sie jetzt jubelnd in die Videothek rennen: Nein, das ist keine Neuauflage der 70er-Jahre-Sexfilmchen. Heißt ja auch nicht “Steiler-Zahn-Report 2011″, gelle. Es ist eine Krankenkassenstatistik über Zahnarztbesuche.

Und da sind lauter schlechte Nachrichten drin: Männer gehen seltener zum Zahnarzt als Frauen. 72 Prozent der Frauen gehen einmal im Jahr, aber nur 65,5 Prozent der Männer. Männer zwischen 22 und 25 Jahren besuchen den Dentisten am seltensten. Na, vielleicht haben die Jungs einfach bessere Zähne. Oder stehen nicht so auf professionelle Zahnreinigung und all den Chi-Chi.

Aber bevor nun allen Männern die Zähne abfaulen und wir alle unseren Biss verlieren, werde ich mich bemühen, Hilfe zu leisten. Hier meine Vorschläge, um die Jungs scharenweise in die Zahnarztpraxen zu treiben:

- Einführung eines allgemeinen, per sofort gültigen “Mürrische-Arzthelferinnen-Verbots”. Ja, der Job ist schlecht bezahlt. Ja, alle wollen sie immer dasselbe: Sofort drankommen. Aber trotzdem: Freundlichkeit gehört zum Jobprofil. Einfach nochmal in die Stellenanzeige von damals gucken. Und ab sofort: Lächeln!

- Einführung eines Gesetzes, das die Geräusche von Zahnarztbohrern reguliert. Es kann doch nicht angehen, dass ein bisschen Rumbohren auch im 21. Jahrhundert noch dieses infernalische Alien-Gekreische produziert.

- Einführung eines Gleichberechtigungsparagrafen für die Auslage von Zeitschriften in Wartezimmern. Wenn da immer nur Brigitte und Bunte rumliegen, ist es doch klar, dass keiner wartet, bis er drankommt. (Ich wüsste da ein ganz brauchbares Männer-Heft…)

- Ein Kino-Remake von “Karius & Baktus” in 3D mit vielen, ekligen Bakterienschleimmonstern, einer Mordsbürste, die alles wegschrubbt und enorm viel Geballer im Mundraum. Die Puppenversion des Lehrfilm-Klassikers ist etwas, nun ja, zahnlos. Meine Casting-Vorschläge: Moritz Bleibtreu als Killer Karius, Wotan Wilke Möhring als Bomber Baktus. Wer die Bürste spielt, soll die deutsche Schauspielerinnen-Elite unter sich ausmachen…

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Neues Sex-Symbol entdeckt: Männer in Socken-Sandalen-Kombi!

Haben Sie auch Angst?

Angst vor dem Sommer?

Ich meine nicht nur die Heuverschnupften und die Sonnenallergiker unter Ihnen, sondern alle, die von dieser Umfrage gehört haben:

Danach mögen viele Frauen angeblich Männer, die ihre Sandalen mit Socken tragen. Das sollte ich jetzt auch tun, damit niemand sieht, wie sich mir gerade die Zehennägel aufrollen.

Sandalen mit Socken?! Uäääh! Grässlich! Und: Wo liegt da der Sinn? Das ist wie Klima-Anlage und Heizlüfter gleichzeitig laufen lassen. Aber was schert die Mädels schon die Logik, nicht wahr? In den neuen Bundesländern mögen über 40 Prozent der Frauen diesen Schrebergarten-Opa-Look. In Westdeutschland stehen immerhin angeblich fast 30 Prozent der Frauen darauf. Ich höre schon meinen Schwiegervater, wie er sagt: “Siehst du, siehst du – VOLL IM TREND, harhar!”

Ich möchte eine kurze Prognose wagen, welche modischen Ausgefallenheiten uns demnächst noch als très chic präsentiert werden:

- unters T-Shirt ein Flanellhemd

- Flipflops mit Zehensocken

- Badeshorts mit Strumpfhose drunter

- Tanktop und Wollschal

- natürlich nie ohne Thermo-Schlafsack ins Freibad

…und zu den Pommes immer schön ein Schälchen Schlagsahne, jawoll!

Aber bevor ich mich hier zu weit vorwage: Wer von Ihnen trägt denn auch bevorzugt diese Socken-Schlappen-Kombi? Bitte melden! Für alle, die sich unsicher sind, haben wir hier ein paar Tipps für Ihren Sommer-Look zusammengetragen.

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Das war ja der Gipfel: die Frauenquoten-Farce

Wieder haben sich Politik und Wirtschaft nicht auf einen Fahrplan zur Frauenquote einigen können. Das nennt sich dann gemeinsamer Gipfel von Wirtschaft und Politik. Die einen mauern, die anderen versuchen mit Sprengattacken die Mauern zu beseitigen. Dazwischen händeringend Familienministerin Schröder, die bereits mit Minimalkompromissen an den Hardlinern scheitert. An die Debattierenden ein paar kleine Tipps:

- An die Frauen (vertreten durch Geheimkanzlerin Ursula von der Leyen): “Fighting fire with fire” mag Ihre Devise sein, liebe Frau von L., aber was in der Brandbekämpfung manchmal funktioniert,verfängt hier nicht. Sie mögen mit kantigen Ellenbogen und markigen Sprüchen Ihren Weg in der Politik gemacht haben, aber Machomethoden mit Machomethoden auszutreiben, das vertieft hier nur die Gräben, in denen bereits jetzt alle liegen – und sich auf Seiten der Arbeitgeber auch schon behaglich eingerichtet haben. Warum nicht mal mit finanziellen Anreizen winken? Mehr staatliche Unterstützung für innerbetriebliche Kinderbetreuung und Teilzeitmodelle etwa? Einfach mal Türen öffnen, anstatt sich den hübsch frisierten Kopf an uralten Mauern einzurennen.

- An die Männer (vertreten durch fast alle Aufsichtsräte und Vorstände deutscher DAX-Unternehmen): Jungs, ich versteh euch ja. Aber ihr werdet euch dem Wandel der Zeiten nicht ewig entgegenstemmen können. Und wisst ihr, was einem blüht, wenn man zu lange an seinem Sessel klebt? Man wächst fest, wie wir heute auf unappetitliche Weise erfahren durften.

Also, bitte alle mal lockermachen und einigen.

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Frauen sind gefühlt jünger alt als Männer!

Sehen Sie so alt aus, wie Ihre Frau sich fühlt?

Hoffentlich nicht.

Einer Erhebung zufolge fühlen Frauen sich bereits mit 29 “alt”, Männer hingegen erst mit 58. Wird das gefühlte Alter jetzt zu einer wissenschaftlichen Größe? Dazu ein wenig Sprichwort-Forschung:

- “Sich aufs Altenteil zurückziehen” kann für manche Frau demnach einfach bedeuten, auf eine Ü30-Party zu gehen

- Die Erkenntnisse könnten ein Revival des Spruches “Trau dich mit keiner über 30″ mit sich bringen. Denn wer will schon als junger Mann eine alte Frau heiraten?

- Stimmt der Satz “Du bist immer so alt wie du dich fühlst”, bedeutet das, dass die Affäre eines 58-Jährigen mit einer 29-Jährigen nichts Anrüchiges mehr hat. Denn gefühlt sind ja beide gleich alt…

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Darauf fliegen die Mädels: Frauenzonen im Jet

Nichts gegen Frauenparkplätze – aber im Flugzeug?

Kein Witz. In einer Umfrage sagte jüngst jede 6. Teilnehmerin, sie könne sich gut vorstellen, im Flieger Frauenzonen einzuführen. Männer machen sich angeblich oft zu breit oder können das Baggern nicht lassen.

Na, von mir aus, probiert es.

Aber, liebe Fluganbieter, ich muss sie warnen. Diese oder ähnliche Wortbeiträge kämen mit Sicherheit auf Sie zu, wenn Sie die Ladies’ Lounge an Bord einführen:

- Ulla S. aus Bottrop: “Ja, wie? Ich dachte, das wäre hier so ein Frauensitz? Wo ist denn die Deko, wo ist der Schminkspiegel, der Prosecco-Cooler und überhaupt was ist mit meiner GALA? Nee, also so geht das nicht. Ich will mein Geld zurück.”

- Heiner P. aus Köln: “Isch hab jehört, se ham jetz so Frauengehege an Bord. Wo kann isch denn jetz hier meine Jutta abjeben?”

- Flugbegleiterin Doris W. aus Düsseldorf: “Die kleine Angelika möchte bitte von ihrem Mann im Ladies-Paradies abgeholt werden.”

- Bagger-Boris aus Taunusstein: “Einmal Frankfurt-Bangkok nonstop – aber natürlich in der Frauenzone, bitte. Sind denn da heute auch ein paar süße Bunnies dabei?”

Also, Lufthansa & Co., überlegen Sie sich das gut!

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Frauenfußball ist gefährlich – auch und gerade für Männer

Bayern- und Schalke-Fans schlagen ihre Frauen in dieser Saison häufiger als in der letzten. Moment, nicht aufregen. Das sage nicht ich, das behaupten US-Forscher: Einer Studie an der Universität Berkeley zufolge lässt eine Niederlage der Lieblingsmannschaft die Bereitschaft von Männern zu häuslicher Gewalt ansteigen.

Hm. Das ist ja gar nicht schön. Und genau so wenig überraschend.

Ich sage ja immer: Männer, wenn ihr euch auf die Ehe mit einem Verein einlasst, dürft ihr nicht auch noch einer Frau das Ja-Wort geben. Und umgekehrt. Das gibt nur Stress. Was können eigentlich Frauen dafür, wenn es 11 Männer nicht schaffen einen Ball mit etwa 30 Zentimeter Durchmesser in ein über 7 Meter breites Tor zu manövrieren? Das hat doch mit Einparken nun gar nichts mehr zu tun.

Davon mal ganz abgesehen noch ein paar Fragen:

- Sind diese Ergebnisse auch auf Bereiche außerhalb des Sports übertragbar? Also etwa Landtagswahlen, Quizshows oder Miss-Wahlen…

- Was tun dann Frauen ihren Männern an, wenn der von ihnen favorisierte Kandidat bei DSDS zu früh rausfliegt?

- Was blüht uns Männern, wenn die Frauen-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM im Sommer nicht wie gewünscht Weltmeisterin wird? Oje.

Zumindest im letzten Fall könnten es die Mädels den Jungs mal 1:1 heimzahlen…

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Frauen sind die besseren Chefs – aber keiner will sie

Wollen Sie eine Frau als Chefin? Und zwar nicht nur, weil Sie glauben, dass Sie die Gute dann verführen und bald selbst den Laden übernehmen können? Sie wollen wirklich eine Frau als Boss? Damit stehen Sie ziemlich allein da. Eine neue Umfrage zeigt, dass lediglich 10 Prozent der Befragten  lieber einen weiblichen Chef hätten (Frauen 12, Männer 9 Prozent). 41 Prozent sagen, sie würden einen Mann als Chef bevorzugen. 49 Prozent ist das Geschlecht ihres Vorgesetzten gleichgültig.

So viel zum Thema Frauen in die Führungsetagen. Aber damit nicht genug. Schön finde ich, was der Studienleiter als Begründung für die mangelnde Sehnsucht nach Chefinnen anführt: Die Leute kennen es gar nicht anders als dass der Chef ein Mann ist. Darum dächten die dann vermutlich, dass sie damit stets gut gefahren seien.

Hmpf.

Zwei Anmerkungen:

- Diese Begründung ist in etwa so schlüssig wie: Menschen deren Familie seit Generationen in Bretterbuden wohnen, wollen es gar nicht anders, denn sie kennen es ja nur so.

- Vor allem aber ist diese Argumentation schlicht unfair. Diese Formulierung suggeriert nämlich die Annahme, dass man eben nicht gut damit fährt, wenn Männer Chef sind. Wieder einmal wird einer Mehrheit von Umfrageteilnehmern Dummheit oder mangelnde Einsicht unterstellt, nur weil sich nicht das erwartete oder politisch korrekte Antwortresultat liefern. Und indirekt wird so behauptet, dass Frauen per se die besseren Chefs sind.

Bevor ich so eine Bemerkung raushaue, mache ich doch lieber gleich noch eine Umfrage, Thema: Wenn Frauen so viel bessere Chefs sind, warum will sie denn dann keiner?

Ich habe im übrigen gar nichts gegen weibliche Chefs – sie sollten aber nicht nur aus dem Grunde Chef sein, weil sie weiblich sind. Oder weil dann doch irgendwann irgendeine Umfrage behauptet, es sei besser so.

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Warum sollen Handwerker die schlechteren Lover sein?

Ich muss hier mal eben eine Lanze für Männer in handwerklichen Berufen brechen.

So richtig überzeugt war ich von Partnerschaftsbörsen noch nie, egal  ob online oder offline. Und jetzt trägt eine dieser Akademiker-Börsen im Netz mit einer Umfrage noch zu meiner Skepsis bei. Aus den Daten geht nämlich hervor:  Bei der Partnersuche passen Handwerker Akademikerinnen nicht in ihr Beuteschema. Sie wollen lieber ebenfalls Studierte zum Angrabbeln.

Soso.

Nicht dass ich kein Verständnis dafür hätte, dass Leute, die ungeduldig auf der Suche nach dem Partner fürs Leben sind, und die für diese Suche auch noch bezahlen, dass diese Leute also von vorneherein Dinge ausschließen wollen, von denen sie meinen: Geht sowieso nicht. Ist doch praktisch, wenn das möglich ist: Handwerker – raus. Bayern-Fans – raus. Schnurrbartträger – erst recht raus. Ein Blick aufs Online-Profil – unpassende Kandidaten blitzschnell aussortiert.

Aber wer sagt, dass sie wirklich unpassend sind? Da entscheidet ein Detail über ganze Lebensläufe!

Ich sage nicht, dass sich über eine solche Börse nicht der Partner fürs Leben finden lässt – viele zufriedene User belegen das Gegenteil. Ich sage aber: Vorsicht! Diese Börsen laden dazu ein, die Wirrnisse und Probleme des wirklichen Lebens zu umgehen – und lotsen einen damit an den schönen Zufällen des Lebens ebenfalls vorbei. Vielleicht wäre der Schreiner Hans ja der perfekte Mann für Frau Dr. Hübner gewesen, wer weiß? Vielleicht ist er auch nur im Moment Schreiner in der Lehre und studiert später noch Architektur? Viele Architekten verfahren so.

Stellen Sie sich diese Verfahrensweise bei einem Treffen im wirklichen Leben vor. Frau geht in eine Bar, schaut sich um, denkt: Wow, was für ein Kerl! Groß, gut aussehend, geschmackvoll gekleidet. Im Gespräch merkt sie: Wow! Charmant, klug und witzig ist er auch, und diese Wahnsinn-Stimme!

“Und was machst du so beruflich?” “Ich bin Schreiner.” Klick, weg. Aus. Frau verlässt frustriert die Bar. Keine Chance dem Handwerker. Würde das passieren? Nein, wahrscheinlich nicht.

Bei Partnerschaftsbörsen allerdings passieren solche Ausschlüsse immer wieder, oft bereits im Vorfeld, beim Ausfüllen irgendwelcher Suchprofile. Die Leute glauben, sie wissen was sie wollen, und darum schließen sie alles aus, was sie meinen nicht zu wollen. Damit schließen sie einen Großteil dessen aus, was möglich wäre. Einen Großteil dessen, was wir Leben nennen. Oder glauben Sie ernsthaft, Veronica Ferres hätte je davon geträumt, mal mit dem “Gründer von Deutschlands prominentester Drückerkolonne” (SPIEGEL) glücklich zu werden? Okay, der hat sich wenigstens den Schnurrbart abrasiert… ;-)

Also, liebe Schreiner, Klempner und andere Nicht-Akademiker: Nicht unterkriegen lassen! Wer im wirklichen Leben seinen Mann steht, muss sich vom virtuellen keinen Dämpfer verpassen lassen!

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Stehen Frauen unter besonderem Schutz? Und Männer nicht?

Liebe Leute, heute möchte ich mich mal mit einem kernigen Satz ein Stück weit aus dem Fenster lehnen, und zwar mit diesem:

“Für mich sind Frauen keine schützenswerten Wesen.”

Zack.

Damit ist einiges gesagt, aber nocht nicht alles. Denn wie kaum anders zu erwarten, stammt dieser Satz nicht von mir, sondern von einer Frau. Und zwar nicht von irgendeiner Frau, sondern von Liz Mohn, einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen in Deutschland. Sie sagte diese Worte bezogen auf die Diskussion um die Frauenquote – und ich bin ziemlich sicher, dass sie dafür sehr bald einen dieser berühmten geharnischten offenen Briefe von Alice Schwarzer über den Schädel gezogen bekommt.

Ist das nun das plötzliche Ende des World Wildwife Fund? Ladies first, Frauen und Kinder zuerst – alles aus und vorbei?

Nein. Natürlich gibt es Frauen die Schutz brauchen, und sei es, dass man ihnen mal die Tür aufhält. Natürlich lässt sich die Situation einer alleinerziehenden Mutter von zwei Kindern nicht mit der einer aufstrebenden Jungmanagerin vergleichen. Letztere benötigt tatsächlich keinen speziellen Schutz, für erstere kann es einen ganzen Tag retten, wenn ihr jemand die Tür aufhält, weil sie es mit zwei Kindern und drei Einkaufstaschen kaum schafft, die Klinke zu erreichen.

Aber viel entscheidender ist für mich der Punkt, dass auch erstere den Schutz nicht per se benötigt, weil sie eine Frau ist – sondern weil sie als sogenannte Familienarbeiterin in unserer Gesellschaft einen minderwertigen Status genießt. Ihre Tätigkeit erbringt keinen sofort messbaren Profit, also fällt sie durchs Raster. Diese Rolle ist mehrheitlich Frauen vorbehalten, was sich aber hoffentlich in Zukunft ändert. Väter an die Wickelfront! Was sich umso dringender ändern muss, ist die Wahrnehmung für die Schutzbedürftigen unter uns.

(Dramatische Pause. Rührungsschniefen. Taschentuch raus. Weiter.)

Ich weiß wovon ich rede. (Schnäuzen.) Ich bin jetzt über ein halbes Jahr Vater in Elternzeit. Mir hält auch keiner der Tür auf, wenn ich mit meinem Kinder-Einkaufstaschen-Planwagen ankomme. (Schniefen.) Wenn es doch mal jemand tut, dann ist es meist ein Mann. (Räuspern.) Dafür bin ich dankbar. Und ich schleudere Frau Mohn meine freie Interpretation ihres Satzes entgegen:

Nicht nur Frauen sind schützenswerte Wesen. Auch Männer brauchen mal Hilfe.”

(Enthemmtes Schluchzen. Vorhang.)

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