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Gute Nachricht? Männer schlafen nach Vollrausch besser als Frauen

“Liebling, gehen wir heute auf die Party von Ulla und Klaus?”

“Gerne, aber wer fährt – du oder ich?”

Die Wissenschaft hat endlich eine Antwort auf diese Beziehungs-Kernfrage gefunden. Wenn es zwischen Ihnen und Ihrer Liebsten jemals wieder um die Frage Streit gibt, wer nach der Party den Wagen heimwärts lenkt und deshalb weniger Alkohol trinken sollte, sagen Sie: “Du fährst. Sonst schläfst du schlecht.” Denn laut einer US-Studie sorgt zu viel Alkohol bei Frauen zu mehr Schlafstörungen als bei Männern. Auch diese schlafen nach einem Rausch nicht unbeeinträchtigt, aber viel besser als ihre Frauen.

Interessant finde ich die Beschreibung des Versuchsaufbaus: 59 Frauen und 34 Männer kommen abends zusammen, um sich im Dienste der Wissenschaft ordentlich einen anzutrinken (von 20 bis 22 Uhr, bis zu einem Alkoholisierungsgrad von zirka einem Promille) und dann in einem überwachten Labor zu schlafen. Wow, Helden der Forschung. Ich hätte dazu ein paar Fragen:

- Wieso waren da so viel mehr Frauen als Männer? Hatten die Forscher Angst, die Kerle trinken den Mädels alles weg? Oder gab es nur lauwarmen Prosecco, und viele Männer sind dann doch lieber in eine Bar gegangen?

- Wieso war der Andrang überhaupt so klein? An einer deutschen Uni hätten die Forscher mehrere Hörsäle mit Studenten voll bekommen (im wahrsten Sinne des Wortes).

- Wie wurde sichergestellt, dass die Männer und Frauen anschließend tatsächlich die Nachtruhe einhielten. Ich komme bei der Rechnung “59 angeschickerte Frauen + 34 angeschickerte Männer” zu einem potenziell anderen Ergebnis als “gesegnete Nachtruhe ab 22 Uhr”…

- Warum überhaupt eine medizinische Untersuchung, wie gut oder schlecht wir nach einem Vollrausch schlafen? Ist doch rein gesundheitsmäßig kein besonders erstrebenswerter Zustand, dachte ich. Das klingt, als habe da ein Hersteller für alkoholische Getränke nach einem neuen Aufhänger für seine Reklame gesucht. Nach der Devise: “Drink like a man, sleep like a baby!”

P. S.: Wenn Sie sich schon einen einhelfen und sich anschließend von Ihrer Angebeteten nach Hause kutschieren lassen, sorgen Sie wenigstens mit unseren Tipps gegen Kater dafür, dass Sie nicht am nächsten Tag in den Seilen hängen.

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Neue Glatzen-Studie: Murphys Gesetz trifft wieder mal nur Männer

Murphy’s Law kennen Sie doch, oder? Zu deutsch: Murphy’s Gesetz. Es besagt, dass alles, was schiefgehen kann, auch schiefgehen wird. Und wenn etwas auf verschiedene Arten schiefgehen kann, dann passiert dies immer auf die Art, die am meisten Schaden verursacht.

Nun müssen ausgerechnet wir Männer für einen neuen Beweis dieses Naturgesetzes den Kopf hinhalten. Und nicht nur den Kopf sondern auch den… Na, egal. Also:

Einer neuen französischen Studie zufolge erkranken Männer mit sehr frühem Haarausfall – sprich: ab einem Alter von zirka 20 Jahren – später  häufiger an Prostatakrebs. Murphy’s Law in Reinkultur, oder? Dem Hinweis der Wissenschaftler, dass junge Kahlköpfige konsequent zur Vorsorge gehen sollten, schließe ich mich natürlich an. Aber ich möchte auch Trost spenden. Denn der psychologische Kern von Murphys Gesetz ist eine grundsätzlich negative Sicht der Dinge, die uns das Positive übersehen lässt. Wer nur sieht, was schiefgeht, denkt auch, es geht alles nur schief. Darum hier ein paar Aufmunterer:

- Laut einer Studie der Universität des Saarlandes, wirken Männer mit Glatze zwar weniger attraktiv – die Haarfülle hat aber keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die vermutete Eignung als Ehepartner und den eingeschätzten Berufserfolg. Und Psychologen predigen schon seit Jahren, dass es beim Thema Attraktivität auf mehr ankommt als auf die Frisur. Denken Sie nur an Jason Statham.

- Einer weiteren Studie zufolge sind Wissenschaftler der Ursache für die Glatzenbildung auf der Spur – und damit dem Anti-Glatzen-Medikament!

- Studien gibt es viele. Vor genau einem Jahr kamen US-Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Männer, die frühzeitig eine Glatze bekommen, ein viel geringeres Risiko haben, an Prostatakrebs zu erkranken. Also: Alles für die Glatz…, äh: Katz, Mr. Murphy.

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Revolution? Mehr Männer als Frauen wünschen sich Kinder!

Liebe Leute, ein bisher urweibliches Phänomen wird männlich.

Nein, nicht die Menstruation. Aber fast.

Es ist (Tusch): Der “unerfüllte Kinderwunsch”.

Eine neue Umfrage unter kinderlosen Männern und Frauen zeigt: Mehr kinderlose Männer wünschen sich Nachwuchs als kinderlose Frauen. 70 Prozent der männlichen Befragten wollen Kinder, aber nur 61 Prozent der Frauen. Insgesamt wollen zwei Drittel der Kinderlosen zwischen 25 und 45 eine Familie gründen. Neben Wirtschaftskrisen – persönlichen wie globalen – nennen viele als Grund dafür, dass sie noch keine Kinder haben, die Auslastung durch den Beruf oder einen fehlenden Partner.

Warum mehr Männer sich Kinder wünschen als Frauen – dafür habe ich allerdings eine plausible Erklärung: Die meisten Jungs gehen immer noch davon aus, dass die Familienarbeit an den Frauen hängen bleibt. Als Vater in Elternzeit bin ich derzeit ein Exot – und diese Zahlen scheinen mir dafür zu sprechen, dass das womöglich so bleibt.

Ich sage nicht, dass ich mir keine Kinder mehr wünsche, nun, da ich zum zweiten Mal ein halbes Jahr füttere, wickele, nachts in den Schlaf schaukele, Kinderwagen schiebe und Kind samt Einkaufstaschen durchs Leben wuchte. Keineswegs. Ich vermute aber: Wenn es normal wäre, dass jeder Mann pro Kind mindestens ein halbes Jahr am Stück füttert, wickelt, nachts in den Schlaf schaukelt, Kinderwagen schiebt und Kind samt Einkaufstaschen durchs Leben wuchtet, lägen wahrscheinlich die Mädels bei der Befragung wieder vorn.

Klingt pessimistisch? Mag sein. Aber die Zahlen sprechen für sich: Nur ein knappes Viertel aller deutschen Väter nimmt überhaupt Elternzeit, und von diesen beziehen 75% das Elterngeld nur für maximal zwei Monate. Also nimmt sich nur ein Viertel von einem Viertel aller Väter länger als 2 Monate Zeit für den Nachwuchs. Traurig.

Dabei müssen Sie sich doch vor nichts fürchten! Wir sind doch bei Ihnen. In unserem Vaterguide finden Sie Antworten auf alle quälenden Daddy-Fragen. Was das Wickeln, Füttern und Versorgen angeht, sage ich Ihnen aus den unergründlichen Tiefen meines Erfahrungsschatzes: Mann gewöhnt sich an alles. Und apropos kinderlose Frauen: Nichts lässt die Augen junger, schöner Möchtegern-Mütter so erstrahlen wie der Anblick eines selbstbewussten Vaters mit Kinderwagen…

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Heiraten Sie! Besser jetzt als gleich!

Männer, es gilt nun endlich eines der größten Tabus zu brechen, die es für Kerle gibt.

Ich finde, Sie sollten heiraten.

Der Hauptgrund, warum Sie Ihre Herzallerliebste zur Frau nehmen sollten ist natürlich, dass sie die beste, schönste, klügste und charmanteste Frau ist, die es gibt. Aber es sprechen auch immer mehr andere Gründe dafür, die Studien stapeln sich. Hier nur ein paar Beispiele:

- Gerade zeigte eine Studie der Michigan State University, dass verheiratete Männer weniger zu asozialem Verhalten neigen als unverheiratete. Wenn Sie Ihrer Liebsten also das Ja-Wort geben hört das mit dem nächtlichen Rumrandalieren sofort auf!

- Eine andere Studie meint eine Verbindung gefunden zu haben zwischen Verheiratet-Sein und Mit-dem-Rauchen-Aufhören. Wer sich fest bindet, fängt nicht so bald wieder an zu qualmen. Nein, wohl nicht einmal nach dem Sex.

- Überhaupt ist eine Hochzeit das gesündeste, was einem Mann zustoßen kann – mal abgesehen vom Zechgelage bei der Trauungsfeier an sich. Verheiratete Männer leben in der Regel länger als Junggesellen, wie eine Studie der Uni Magdeburg zeigte. Bei Frauen verkürzt sich die Lebenszeit durch die Ehe statistisch gesehen – aber da die Mädels in der Regel eh länger leben als wir, ist das doch nur fair, oder?

Tolle Sache, das mit dem Heiraten – aber Sie wissen nicht, wen? Keine Herzallerliebste am Start? Dann brauchen Sie unseren COACH “Besser flirten”, hier als Download erhältlich. Viel Glück!

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Schluss mit diesem frauenquotengeilen Geschwätz!

Das Thema Frauenquote kocht ja gerade enorm hoch. Eine Umfrage hat jetzt gezeigt (Überraschung!), dass mehr Männer die Quote ablehnen als sie zu befürworten. (Gähn!) Zu diesen aufrechten Kerlen gehört ja, wie bekannt, auch Angela Merkel. Damit ist das Thema sowieso erst einmal wieder vom Tisch.

Allerdings finde ich, dass 53 Prozent männliche Quoten-Gegner mich als enorm wenig überraschen. Überlegen Sie doch mal: Wenn jetzt unter den männlichen Befragten noch eine Frauenquote von, sagen wir, 30 Prozent eingeführt würde, läge der Wert ja deutlich unter 50 Prozent. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Egal, jedenfalls langweilt das Thema. Wir von Men’s Health haben dem Thema Frauenquote bereits im letzten November einen großen Report gewidmet, und ich bleibe bei der Schlussfolgerung: Warum nicht? Locker bleiben. Eine Frauenquote unter den paar Aufsichtsräten kann gar nicht mehr schaden als nützen. Vor allem weil entgegen der Angst vieler niemand gefeuert würde, nur weil er keine Frau ist. Im übrigen: Wie viele möglicherweise persönlich Betroffene, also wie viele Aufsichtsräte, kennen Sie persönlich? Sehen Sie. Großer Vorteil: Selbst wenn dann was schiefgeht, sind wenigstens mal nicht wir Männer an allem schuld.

Für Blödsinn halte ich die jetzt diskutierte staatliche Total-Quote, branchenübergreifend und ohne Kenntnis der aktuellen Studierenden- und Beschäftigtenzahlen. Besser wäre eine Regelung über die Tarifgespräche. Es gibt ja vielleicht Branchen und Industriezweige, in denen gar nicht so viele Frauen arbeiten, wie man dann Managerinnen bräuchte. Im übrigen halte ich es für sehr wichtig, parallel eine Männerquote einzuführen. Denn warum sollten Unternehmen, in denen bereits jetzt 80 Prozent des Managements weiblich sind, von der Gleichstellung ausgeschlossen sein? Gut okay, auch da ist der Blick auf die Branche wichtig. Nicht jeder Mann möchte eine Firma für Haarreife und -spängchen leiten…

Oder doch? Schicken Sie mir Ihre Bewerbungsunterlagen. Ich will sehen, was ich für Sie tun kann…

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Oje! Wir sind in den Top 10 der dicksten Männer der Welt!

Von wegen, Männer wollen immer Erster sein.

Gerade erschien ein Ranking, bei dem wir deutschen Männer “nur” auf Platz 10 gelandet sind – aber ich wünschte, wir stünden noch weiter hinten.

Männer! Wir Deutschen sind die zehntdicksten Kerle der Welt! In der Top Ten der dicksten Männer! Unsere Frauen sind immerhin nur auf Platz 17 der Fettleibigkeits-Charts. Ist aber bei knapp 200 Staaten auch nicht wirklich berühmt. Nun könnte man sagen: Ist doch ein Zeichen von Wohlstand. Sage ich: Genau – so wie verstopfte Autobahnen. Und außerdem – was ist billiger: Pommesbude oder Fitness-Studio? Also, von wegen Wohlstand. Es muss sich einfach etwas ändern. Zum Beispiel:

- Geben Sie nichts darauf, dass Frauen laut einer Studie Männer attraktiver finden, die Fleisch essen. Ab jetzt gibt es öfter mal Salat. Und mindestens einen fleischfreien Tag pro Woche. Das ist immer noch genug Schnitzel für Schatzi.

- Suchen Sie sich neben Ihrem normalen Fitness-Programm für jede Woche eine neue Übung, die Sie on top machen. Sie wissen nicht wo Sie suchen sollen? In unserer Bibliothek der Sixpack-Übungen werden Sie sicher fündig.

- Wer es allein nicht schafft, sucht sich Hilfe, zum Beispiel unseren Abnehm-Coach.

- Wer jemanden kennt, der es allein nicht schafft (es aber gerne schaffen möchte), bietet Hilfe an. Ihr pummeliger Nachbar klagt darüber, dass er gerne öfter joggen würde? Er packt es aber nie, sich aufzuraffen? Klingeln Sie ihn zweimal die Woche raus und schwenken ihm die Laufschuhe ins Gesicht. Bedenken Sie: Auch das Abnehmen der anderen bringt uns in den Wampen-Charts weiter nach hinten. Aber werden Sie bloß nicht zum BMI-Missionar, schlagen Sie niemandem seinen Döner aus der Hand!

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Kaum Frauen im Netz-Lexikon – Her mit der Wiki-Quote!

Ein spitzer Aufschrei geht durchs Netz: Die größte Online-Enzyklopädie ist angeblich ein Hort des Männerwissens. Denn: Rund 90 Prozent der Autoren bei Wikipedia sind Männer!

Also, sofort merkt man das nicht. Sowohl “Lippenstift” und “Nagelmodellage” als auch “Epilation” und “Pumps” sind eingetragen. Auch Alice Schwarzer fehlt nicht. So schlimm kann es also nicht sein.

Allerdings ist in Zeiten, in denen öffentlich eine Staatsquote für Frauen in Führungspositionen diskutiert wird, ein solcher Zustand nicht hinnehmbar. Bevor es also jemand anders tut, presche ich mit der Forderung nach einer Wiki-Frauenquote voran. Vorher sollten wir aber auch noch etwas anderes versuchen. Da es im Kern bei Wikipedia ums Senf-dazu-Geben, Klugsch***en und stur-darauf-Beharren geht, sollten sich doch eigentlich ein paar mehr Frauen finden, die mitenzyklopädieren.

Hier ein paar Ideen, wie das Schreiben von Wiki-Beiträgen für Frauen attraktiver würde:

- Ab sofort ist es erlaubt, in den Wiki-Einträgen Einschübe wie “glaube ich”, “ich hab mal gehört”, “stand neulich in der ‘Gala’” und “irgendwie” zu verwenden.

- Wer die Beiträge anderer korrigiert, muss die betroffenen Personen zu einem Latte Macchiato und einem Stück Gebäck einladen. Und am besten sagen: “Du, tut mir echt voll Leid, aber das war echt voll Quatsch, was du da geschrieben hast, irgendwie.” Denn: Der rauhe Umgangston bei Wikipedia gilt als mögliches Einstiegshemmnis.

- Eine hübschere Benutzeroberfläche könnte ebenfalls den Einstieg erleichtern, ein paar Blumen, mehr Farbe und so’n paar Deko-Elemente.

- Viele Möchtegern-Autoren von Wikipedia stört, dass es kaum Themenbereiche gibt, die noch nicht beackert wurden. Daher muss sich Wiki anderen Themen öffnen. Meine Tipps: Unter “Augencreme”, “Friseurgespräch”, “Mädelsabend” und “Beste Freundin” findet sich noch kein Beitrag. Wär doch was, irgendwie.

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Rauchmelder-Alarm! Zigaretten sind Männer-Killer Nr. 1

Jungs, Hand aufs Herz: Wer hat am Wochenende wieder geraucht?

Tstststs. Das ist doch gefährlich, Männer! Mittlerweile ist bekannt: Der Raucher-Tod beginnt bereits nach einer Zigarette.

Früher hätte ich ja gesagt, machen Sie nur, meinetwegen. Jeder ist seines Unglückes Schmied, selbst schuld.Aber jetzt weiß ich: Durch Ihren Zigarettenkonsum lassen Sie uns im intergeschlechtlichen Gesundheitsranking hinter den Frauen zurückfallen. Durch die Qualmerei versauen Sie uns Nichtrauchern den Schnitt! Genauer: die durchschnittliche Lebenserwartung. Sie lassen uns Männer früher sterben! Und zwar um mehr als 5 Jahre!

Eine neue Studie hat jetzt nämlich gezeigt, dass das Rauchen der Hauptgrund dafür ist, dass Männer früher sterben als Frauen. Von wegen, die Frauen wurden von der Natur besser ausgestattet und sind per se gesünder. Sie qualmen einfach weniger!

Also, wenn Sie wirklich Lust haben, die Welt zu retten, vor allem die männliche Hälfte der Welt, lassen Sie die Finger von den Kippen. Wenn Ihnen das schwerfällt, bedienen Sie sich bei unseren Tipps zur Rauch-Entwöhnung.

Hach, jetzt fühle ich mich gleich viel lebendiger.

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Männer, Politik und Stil – Krawattenkrach im Bundestach

Müssen Bundestagsabgeordnete eine Krawatte tragen? Insbesondere wenn sie in besonderer Funktion in Erscheinung treten, etwa als Schriftführer? Darüber sind sich Bundestagsmitglieder von CDU (pro Schlips) und den Grünen (contra) in die Wolle geraten.
Die CDU fürchtet, dass die Würde des Hauses beschädigt werde, wenn Abgeordnete nur Hemd und Sakko tragen, die Grünen erwiderten mit dem Hinweis, dass davon nichts in der Bundestags-Geschäftsordnung stehe, dass es “sehr fragwürdig” sei, ob “so manche Blümchenkrawatte von Koalitionsabgeordneten die Würde des Hauses hebt.“ Touché.
Aber es geht hier nicht um persönliches Stilempfinden, sondern um eine Konvention, die – wenn auch nicht festgeschrieben – über Jahre Gültigkeit hatte. Nun wünschen wir uns zwar Volksvertreter, die nicht immer stur dasselbe tun, nur weil es eben immer schon so gemacht wurde. Aber wir wünschen uns auch Abgeordnete, die sich mit Energie und Vehemenz auf die drängenden Fragen der Zeit stürzen – und sich nicht im Klein-Klein eines Krawattenkrachs ergehen. Ich darf die grünen Vertreter darauf hinweisen, dass Joschka Fischer nicht zum Außeminister geworden ist, weil er im hessischen Landtag Turnschuhe trug. Sondern eher obwohl er sie trug.

Ich finde, gegen eine dringliche Aufforderung zum Krawatten-Tragen im Bundestag ist nichts einzuwenden (“Krawattenzwang” klingt fürchterlich). Aber ich finde auch, dass Blümchenkrawatten und andere Motivschlipse dort verboten gehören.

P. S.: Wenn die Herren MdB dahingehend Beratungsbedarf benötigen, empfehle ich unseren umfassenden Krawatten-Guide.

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Studiengänge nur für Frauen – aber nicht für Männer?

An einigen deutschen Universitäten gibt es so genannte Frauenstudiengänge in Fächern, die sonst mehrheitlich von Männern belegt werden – Ingenieurswissenschaften, Informatik etc. pp. Keine dumme Idee, denn es liegt auf der Hand, dass manche fähige Frau durch die Männerhorden abgeschreckt wird. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass Kommentare wie “Maschinenbäuerin” oder “Computer-Maus” die Runde machen, wenn eine Frau sich zwischen 20 Männer in einen Seminarraum setzt. Insofern: Gute Idee, weitermachen.

Aber.

Aber, frage ich, warum gibt es nicht auch spezielle Studiengänge für Männer? Nein, natürlich nicht in Informatik oder Maschinenbau. Sondern in Studiengängen und Ausbildungsrichtungen, in denen zur Zeit mehrheitlich Frauen vertreten sind – und in denen nachweislich mehr Männer gar nicht verkehrt wären. Nein, auch nicht Germanistik, sondern: Erziehungswissenschaften, insbesondere Grundschullehramt, Erzieher für Kindergärten, Pflegepersonal.

Ist es nicht denkbar, dass auch hier eine stärker männlich geprägte Ausbildung für mehr Zulauf sorgen könnte? Ist es nicht denkbar, dass ein Mann, der grundsätzlich dazu bereit und befähigt ist, sich zum Erzieher oder Grundschullehrer ausbilden zu lassen, von der schieren schnatternden Übermacht der Frauen abgeschreckt wird?

In erster Linie ist es natürlich das wenige Geld, das in solchen Berufen verdient werden kann, was Männer davon abhält, diesen Berufsweg einzuschlagen. Aber denken Männer wirklich immer nur ans Geld? Oder wäre es in diesem Falle, wo es ohnehin mehr um die idealistische Haltung als ums bloße Geldverdienen geht, nicht auch möglich, dass andere Hinderungsgründe eine Rolle spielen?

Ich sage, wer mehr Männer in Verantwortung an Grundschulen und in Kindergärten sehen will, der muss auch dafür sorgen, dass diese Ausbildungen für Männer attraktiver werden. Wenn es dann auch noch mehr Geld dafür gibt – wunderbar. Die Erzieherinnen und Lehrerinnen werden die letzten sein, die sich darüber beklagen.

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