powered by

Knapp vorbei ist voll daneben: Frisch getrennte Frauen haben etwas von Ihnen, aber nichts für sie

Was checken Sie zuerst, wenn Sie einer spannenden Frau begegnen? Klar: Aussehen, Figur, Humor, Verhalten, ob sie selbst interessiert ist – und natürlich, ob sie Single ist. Spätestens dann kommt die Frage: Wenn sie Single ist – wie lang ist ihre letzte Beziehung schon vorbei? Jeder Mann will eine Traumfrau, aber keiner will eine Traumfrau, die sich erst letzte Woche von ihrem Dann-doch-nicht-Traummann getrennt hat – nach 5 Jahren. Sie sollte möglichst wenige Altlasten mit sich herumschleppen, am wenigsten eine unverarbeitete große Liebe – oder einen stalkenden Ex-Freund.

Aber sollen Sie diese tolle Frau, die tatsächlich etwas für Sie empfindet, nun wegschicken, bloß weil ihre letzte Trennung noch nicht so lange her ist? Ihr sagen, dass sie in 3 Monaten nochmal vorbeischauen soll? Schwierige Entscheidung. Zum Glück gibt es Forscher, die sich mit so etwas befassen. Ich habe gerade zwei interessante Studien dazu gefunden: Sowohl die Untersuchung am Queens College der City University of New York als auch die von der University of Toronto besagen, dass eine kurz nach einer schweren Trennung begonnene neue Beziehung bei Menschen das Selbstvertrauen fördert und dafür sorgt, dass sie besser und leichter Distanz zu ihrem Ex-Partner bekommen. Außerdem sorgt das Gefühl, begehrt zu sein, dafür, dass diese Personen zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Na, wie schön.

Also, ja sagen und happy werden? Moment. Alle positiven Effekte, die in den Studien gefunden wurden, beziehen sich auf die Person, welche sich kurz zuvor getrennt hat. Wenn das auf Sie zutrifft – bitte, nutzen Sie die Mitfühlgelegenheit. Aber nirgendwo steht etwas von Vorteilen für den Partner ohne schwere Trennung. Der darf nur helfen, die Scherben wegzukehren. Es wird ja besonders hervorgehoben, dass die neue Bindung oft ein hilfreiches Werkzeug bei der Verarbeitung der vorherigen Liebe ist. Wollen Sie das sein? Ein Werkzeug zur Verarbeitung? Klingt wie Notnagel – oder Hilfshammer. Nee, lassen Sie das mal. Halten Sie Kontakt, verhalten Sie sich interessiert und interessant – aber bleiben Sie auf Abstand. Von einem One-Night-Stand vielleicht mal abgesehen. Geben Sie sich und ihr mindestens 8 Wochen. Sonst sind Sie hinterher noch der unglücklich Getrennte. Obwohl: Dann könnten Sie sich ja selbst ein süßes “Werkzeug zur Verarbeitung” suchen – und womöglich eine unendliche Kette von Behelfsbeziehungen in Gang setzen. Wer weiß: Vielleicht ist unser gesamtes (Liebes-)Leben nichts anderes als so eine Kette.

Facebook Twitter

Bloß kein Ess-O-Ess for Love! Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen das romantische Dinner for two

Wenn Männer die Wahl haben zwischen einem guten Essen auf dem Tisch und einer schönen Frau im Bett, wählen sie immer die Frau. Selbst wenn die Kerle hungrig sind, nehmen sie die Frau. Denn dann stellt ihr Körper dieses Bedürfnis zurück, bis das mit der Frau erledigt ist. Das zeigt nun eine Studie des University of Rochester Medical Centre. Mal abgesehen davon, dass diese Studie mit Fadenwürmern durchgeführt wurde, was mir ohnehin schon den Appetit verdirbt, kann ich das Ergebnis nur gutheißen. Allein weil sich das Geld für das leckere Essen ja gar nicht lohnt, weil sie – den Würmern zufolge – doch eh nur an etwas anderes denken. Ich setze sogar noch eins drauf und sage: Gehen Sie auf einem Date in der heißen Frühphase nie mit Ihrer Angebeteten essen!

Immer wieder raten Date-Experten Ihnen dazu, eine Frau, die Sie begehren, zum Essen einzuladen, um dann womöglich später mit ihr nach dem Tisch auch das Bett zu teilen. Vermutlich habe sogar ich Ihnen mal dazu geraten. Das tut mir Leid, denn dieser Rat ist Schwachsinn. Essen ist Essen, und Bett ist Bett. Wenn ich schon lese oder höre, dass jemand behauptet, es sei erotisch und anziehend, wenn sich  eine Frau genüsslich Nahrung in ihren Mund schiebt. So ein pürierter Quatsch! Wenn Sie sich Essen in den Mund steckt, kaut sie gleich danach darauf rum, und dann wird das Essen zu Speisebrei, und ich kann mir kaum etwas Unerotischeres vorstellen als Speisebrei. Wollen Sie etwa eine Frau küssen, die Speisebrei im Mund hat? Allein dieses Wort schon: SPEISEBREI!

Und dann die Geruchsebene: Da sitzen Sie nun in diesem netten kleinen Lokal, beim obligatorischen Italiener an der Ecke. Sie schauen Ihrer Angebeteten tief in die Augen und ab und zu auch tief in den Ausschnitt – und dabei steigt Ihnen dann der Duft von fettigem Osso Bucco in die Nase, also Kalbshaxe, oder der Geruch von Bolognese-Sauce. Sie sehen also eine schöne Frau und riechen dazu Gesottenes und Gebratenes. Sie können sich wehren, wie Sie wollen – doch der Geruch ist stärker, er bestimmt Denken und Welt. Sie können vielleicht, wie die Wurm-Studie behauptet, Ihren Appetit ausblenden – aber nicht den Essensduft. Er wabert heran, kriecht durch die Nase direkt in Ihr Gehirn, und schon riecht in Ihrem Kopf die Frau nach Essen. Und niemand will, dass eine Frau nach Essen riecht. Auch nicht in seinem Kopf.

Angenommen, Sie haben die Frau Ihrer Träume gegen meinen ausdrücklichen Rat doch zum Essen ausgeführt. Angenommen, sie kommt wirklich noch “auf einen Kaffee” mit zu Ihnen. Dann sitzen Sie da mit Ihren vollgefressenen Pizza-und-Pasta-Bäuchen auf der Couch, alles Blut im Magen – und sollen geistreich Konversation machen. “Uff, äh, ja. War voll lecker, ne?” “Ja, öff, genau. Voll.” Und womöglich sollen Sie gleich anfangen, die Frau zu küssen, obwohl Sie sich beide noch die ganze Zeit heimlich mit den Zungen Reste vom Essen aus den Zähnen pulen und  aufstoßen müssen. Hm, prima, so ein Essensreste-Kuss mit Aufstoß-Aroma! Nee, echt nicht. Und wenn es dann zum Äußersten kommen soll, und sie sich tatsächlich gemeinsam ins Bett begeben, dann haben die Pizza-Bäuche erst ihren großen Auftritt. Mahlzeit, sage ich da!

Nee, ehrlich: Kann ich Ihnen nur von abraten. Wenn Sie ein Date haben, bei dem etwas laufen könnte, gehen Sie lieber ins Kino oder gleich an eine Bar. Das können Sie nämlich tun als Mensch, im Gegensatz zu den Würmern. In diesem Sinne: Viva la Evolution!

 

Facebook Twitter

Frauen lieben Tratsch und Klatsch, Männer lieben es, Dinge zu tun, über die andere dann tratschen

Frauen lieben Klatsch und Tratsch, Männer nicht. Die klassische Rollenverteilung beim Thema Klatsch: Während Frauen darüber lästern, wer sich wieder wo peinlich benommen hat und über die Stränge geschlagen ist – benehmen sich Männer peinlich und schlagen über die Stränge. Nach dem Motto “Nicht reden, handeln!” liefern sie  sozusagen das Klatsch-Material, den Stoff, aus dem das Tratschen ist. Natürlich hat sich das Verhalten da mittlerweile etwas angeglichen, auch Männer beteiligen sich am allgemeinen Getuschel – und auch Frauen benehmen sich gerne mal gehörig daneben. Aber: Ein gewisses Unbehagen spüren die Männer beim darüber Lästern immer noch.

Forscher der Universität Groningen haben nun die unterschiedliche Haltung von Männern und Frauen zum Geläster untersucht – und siehe da: Das unwohle Gefühl der Männer ist wissenschaftlich nachweisbar und begründbar. Frauen leiten offenbar aus schlechten Nachrichten über andere ein höheres Selbstwertgefühl ab. Männer  fühlen sich durch das Getratsche schlechter, auch und gerade wenn sie positive Nachrichten über andere vernehmen. Der Grund: Wenn Frauen vom Leid oder Missgeschick anderer hören, geben sie mehr auf sich acht. Wenn Männer hören, dass es anderen gut oder besser geht als ihnen selbst, springt ihr Wettbewerbstrieb an und sie fühlen sich bedroht.  Alles eine Frage der inneren Verschaltung.

So war die alte Rollenverteilung vielleicht gar nicht so schlecht, Ihre Zurückhaltung instinktiv richtig. Halten Sie sich also weiterhin aus allem Gossip heraus – zumindest aus dem aktiven Teil. Überlassen Sie das Reden den Frauen. Ab und zu mal reinhören ist aber erlaubt. Vielleicht fallen ja ein paar interessante Informationen ab. Zum Beispiel über die Frau Ihrer Träume – und mit wem die gerne mal über die Stränge schlagen würde.

Facebook Twitter

Die Forschung sagt: Ein Mann muss mit vielen Frauen ins Bett, sonst ist sein Leben in größter Gefahr

Ein Mann, der mit vielen Frauen im Bett war, hat ein geringeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als ein Mann mit nur wenigen Bettgefährtinnen. Behauptet jedenfalls die University of Montreal in einer Studie. Angeblich steigt ab 20 Kerben in der Bettkante Ihr Krebs-Schutz in signifikanter Weise an. Das ist mal eine amtliche Zahl. Da fehlen Ihnen noch ein paar? Kein Problem! Nach dieser Meldung dauert es nicht mehr lange, und Sie können sich bei Ihrem Hausarzt ein Rezept für One-Night-Stands (ONS) ausstellen lassen. Sie sagen einfach: “Herr Doktor! Um meinen Impfschutz gegen Prostatakrebs zu vervollständigen, brauche ich noch eine 11-fache Dosis ONS forte.”

Auch im alltäglichen Leben ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, etwa Anmachsprüche der Extraklasse. “Hallo, ich finde dich sehr schön. Du musst unbedingt mit mir nach Hause kommen, um mich effektiv vor Krebs zu schützen.” Oder kürzer und noch etwas mysteriöser: “Hallo, Lust bei einem Glas Champagner mein Leben zu retten?” Besonders mitfühlende Kandidatinnen geben Ihnen dann später sicher die Telefonnummern ihrer besten Freundinnen, die bestimmt auch gern helfen wollen.

Nein, mal ernsthaft: Natürlich stellt sich die Frage, wo da der Nutzwert liegt. Ja, in der Rückbetrachtung können sich nun alle Playboys, Rockstars und andere Samenstreuer gegenseitig auf die Schultern klopfen und sagen: “Alles richtig gemacht.” Aber wem nützt diese Studie im täglichen Leben? Welcher Mann sucht noch gute Argumente dafür, mit einer Frau ins Bett zu gehen? Es sagt doch keiner: “Ach, das schützt vor Krebs? Na dann, also gut, machen wir’s, ausnahmsweise…” In den meisten mir bekannten Fällen herrschte da an Motivation kein Mangel. Es mangelt eher am Gegenteil. Ob es die Frau davon überzeugt, dass sie sich dem Werben eines Mannes hingeben sollte, wenn sie weiß, dass sie ihn dadurch vor einer schweren Krankheit bewahrt? Wenn sie ihn von Anfang an doof findet, wohl kaum. Dann hält sie das mit dem Prostatakrebs vielleicht gar nicht für so eine üble Idee. Jedenfalls braucht es dringend andere Studien, etwa darüber, dass Knutschen die Gesichtshaut verbessert oder dass Handauflegen gegen Cellulite wirkt. Das wären brauchbare Flirt-Argumente.

Facebook Twitter

Trinken Sie sich bloß keine Frauen schön, und lassen sie vor allem Frauen schön alleine trinken

Eine attraktive Frau sitzt in einer Bar am Tresen, vor sich ein Glas Rotwein. Was denken Sie? Natürlich zuerst: “Die sieht aber mal klasse aus!” Und sie fragen sich: “Ist sie wohl allein hier?” Aber  eine Studie der australischen Deakin University behauptet, Ihnen geht das hier durch den Kopf: “Hey, die gut aussehende Frau da trinkt ein Glas Wein – das heißt, sie will mit mir ins Bett gehen!” Die Forscher behaupten: Allein die Tatsache, dass eine Frau Alkohol konsumiert, werde von Männern als Hinweis auf deren sexuelle Absichten gedeutet. Also: Frau + Alkohol = Sex. So denken wir also? Auf den Mist brauche ich erstmal was zu trinken.

So ein Unsinn. Selbstverständlich wissen Männer, dass Alkohol eine entspannende – und vielleicht auch enthemmende – Wirkung hat. Die Erfahrung zeigt, dass er auch Frauen in eine gelöstere Stimmung versetzt. Alkohol ist gemeinhin als soziales Schmiermittel bekannt – auch und gerade beim Flirten. Karneval und Fasching gelten ja auch nicht als Knutsch-Festival weil alle so verrückt angezogen sind – sondern weil alle ordentlich getankt haben. Diese Auflockerung wird in der Studie nicht klar genug von unterstellten Absichten getrennt. Ein Mann denkt vielleicht: Wenn sie etwas trinkt, ist sie bestimmt lockerer drauf als nur mit Wasser oder Limo. Aber niemand kommt doch auf die Idee, dass eine Frau, die ein Glas Wein vor sich stehen hat, signalisiert: “Ich bin willig und zu haben.” Wäre das so, könnte doch nirgendwo eine Frau ein Glas Wein in einem Lokal bestellen, ohne dass die Männer gleich näherrücken  und sagen: “Soso, harhar, Rotwein. Du gehst aber ran, Schätzchen.” Kauft sie im Supermarkt eine ganze Flasche, bricht der wildfremde Typ an der Kasse hinter ihr in Jubelgeschrei aus und ruft: “Yeah, Baby, das Wochenende gehört uns!” Und wenn sie an einer Weinprobe teilnimmt, zücken alle anwesenden Männer schonmal ihre Handy-Kameras, weil ja gleich der Gang-Bang losgeht? Unfug!

Natürlich gibt es immer wieder fiese Kerle, die darauf lauern, volltrunkene Frauen abzuschleppen. Ich prangere das an! Aber der erste Gedanke, den ein normaler Mann beim Anblick einer allein Alkohol trinkenden Frau hat, ist doch der: Ihr wievieltes Glas ist das? Kann sie noch sprechen oder lallt sie schon? Denn grundsätzlich gilt bei Frauen die gleiche Regel wie bei Männern: Egal, was der Alkohol in ihrem Inneren auslöst – wenn sie zuviel davon trinken, werden sie äußerlich in erster Linie unattraktiver. Deshalb und wegen all dem anderen Mist mein Rat: Quatschen Sie niemals eine Frau an, die alleine vor einem Glas Wein sitzt. Gibt nur Ärger. Soll sie doch kommen, wenn sie etwas will.

Facebook Twitter

Auch wenn Frauen, Hobbits und Juweliere das behaupten: Die Liebe ist kein Ring-Kampf

Einige Paar-Rituale sind so zählebig wie Bartstoppeln: Sie kommen einfach immer wieder. Neulich belauschte ich eine Frau, die ihrer Bekannten den Ring zeigte, den ihr Freund ihr geschenkt hatte. Sie schwärmte in höchsten Tönen davon – vom Ring wohlgemerkt, und davon, dass sie schon immer genau so einen haben wollte. So einen Ring, wohlgemerkt. Kein Wort über den Mann. Der Ring ist offenbar das Entscheidende, wie bei Tolkien. (Nein, ich wiederhole jetzt nicht das mit dem “Knechten”.) Ohne den Ring ist die Beziehung für viele nicht echt, wie ein Steiff-Tier ohne Knopf im Ohr. Und so wird der Kampf um die Liebste oft genug zu einem Ring-Kampf.

Was ist das mit diesem Ring-Ding? Männer sind da ja eher vorsichtig. Ich bin sicher, so mancher stört sich an der Fessel-Symbolik, vielleicht lehnt es sogar der eine oder andere ab, sich durch einen Ring am Finger als “besetzt” kennzeichnen zu lassen. Ähnliches gilt bestimmt auch für einige Frauen – aber die Mehrheit steht drauf. Vielleicht weil Frauen sich lieber festlegen? Oder weil sie Symbole brauchen, um sich daran festzuhalten? Natürlich gibt es Männer, die dann ihrerseits voll auf diese Markierungsnummer einsteigen, aber auf ihre ganz eigene maskuline Weise. Die starten geradezu einen Wettbewerb um die dicksten Klunker am Finger der Liebsten, lassen quasi ihre Gemächt-Länge in Gold und Brillanten aufwiegen. Ich verstehe das nicht, ich heiße das nicht gut. Meine Herren: Sie sollen die Frau doch nicht kaufen!

Selbst wenn Sie sich so ewige Liebe kaufen wollten: Es wird nicht klappen. Eine jüngst publizierte Studie der US-amerikanischen Emory University zeigt: Je teurer der Verlobungsring, desto wahrscheinlicher sind Trennung und Scheidung. Auch der Gesamtpreis einer Hochzeit ist kein Indikator für die Haltbarkeit einer Ehe. Teurere Party heißt nicht längeres Glück. Sparen Sie also Ihr Geld, investieren Sie lieber Gefühle und Zeit. Denn was die Ehe länger halten lässt, sind den Forschern zufolge ganz andere Dinge: Eine gemütliche, authentische Feier mit vielen guten Freunden trägt zum Glück ebenso bei wie eine ausgiebige gemeinsame Hochzeitsreise. Und zum Schluss noch der Schock für alle Romantiker: Der Ring aus dem Kaugummiautomaten tut es dann doch nicht. Bei einem Ring-Preis von unter 500 Dollar wurde das Trennungsrisiko dann wieder wesentlich größer.

Facebook Twitter

Wenn Männer mehr von Frauen und Frauen mehr von Männern lernen, heißt es: Win-Win in Job und Liebe

Heute dürfen Sie sich aussuchen, mit wem Sie sich künftig im Job den Raum teilen: mit dem größten Laberkopf der Firma oder der netten neuen Kollegin. Na? Sie wählen die Frau? Oh, Mist. Dann stimmt die schöne Studie gar nicht, die ich für Sie gefunden habe: Laut dem Massachusetts Institute of Technology fühlen sich Männer nämlich wohler im Büro, wenn sie es nur mit anderen Männern teilen. Und Frauen sind mit Frauen glücklicher.

Das hat wohl mit den offeneren, äh, Kommunikationsmöglichkeiten zu tun. Es ist ja klar, dass Männer unter Männern anders reden, fluchen oder auch Verdauungsgase entweichen lassen als in Gegenwart von Frauen. Über Frauen weiß ich das nicht absolut sicher zu sagen, vermute aber zumindest teilweise ähnliche Vorlieben. In der Studie heißt es, dass Männer froh sind, nicht mit Frauen zusammen zu arbeiten, weil sie sonst fürchten, sich im Verhalten arg einbremsen zu müssen, während Frauen sich freuten, nicht in einer “testosterongeschwängerten” Atmosphäre sitzen zu müssen. Allerdings zeigte die Studie auch, dass Firmen mit gemischten Büros mehr Gewinne abwerfen können, und zwar über 40 Prozent mehr. Das, so die Forscher, liege zum einen daran, dass Männer sich in Gegenwart von Frauen weniger hängen oder gehen lassen und sich mehr anstrengen. Zum anderen treten Frauen in gemischten Teams bestimmter auf und geben sich mehr Mühe, sich Gehör zu verschaffen und Ideen durchzusetzen.

Interessanterweise werden Männer wie Frauen also genau durch die Dinge besser, die sie im Umgang mit dem anderen Geschlecht am meisten fürchten. Die Männer müssen sich etwas zusammenreißen – und die Frauen müssen ein bisschen mehr Testosteron-Power zeigen. Insofern wäre Ihr Instinkt, die süße Kollegin zu wählen, komplett korrekt – und voll im Sinne der Firma. Da entsteht eine klassische Win-Win-Situation, wenn Männer von Frauen und Frauen von Männern lernen. Nehmen wir nur das Thema Haushalt: Ihrer Angebeteten gefällt es sicher, wenn Sie öfter mal aufräumen und sich um die Wäsche kümmern. Umgekehrt fänden Sie es doch ebenfalls klasse, wenn die Frau mal nach Hause kommt, sich die Klamotten vom Leib reißt und diese auf den Boden schmeißt, um sich dann nur in Unterhose auf der Couch zu räkeln und zu fragen: “Und was machen wir zwei Hübschen jetzt Schnuckliges?”

Facebook Twitter

Flirt-Erfolg durch Ignorieren ist in etwa so wahrscheinlich wie Sattwerden durch Hungern

Ein im Netz kursierendes Flirt-Gebot für Männer lautet: “Wenn du willst, dass sich deine Traumfrau für dich interessiert, musst du sie ignorieren.” Ich habe noch nicht mit einem erfolgreichen Anwender dieser Strategie sprechen können. Also habe ich es selbst versucht, und ich fürchte, den Zahn muss ich Ihnen leider ziehen: Ich ignoriere Scarlett Johansson nun schon seit Jahren, und das massiv – aber sie mich eben auch. Der Trick funktioniert einfach nicht.

Nun deutet auch die Umfrage eines Partner-Portals darauf hin, dass diese Taktik komplett ins Leere läuft. Auf die Frage “Was ist für Sie das schönste Flirtsignal?” wurde die Antwort  ”Ich stehe darauf, wenn mir mein Flirtpartner die kalte Schulter zeigt – das weckt meinen Jagdinstinkt!” von genau null Prozent aller Frauen gewählt. Null Prozent. Und die These vom Verführen durch Ignorieren greift ja nur, wenn es jemanden gibt, der sich auch ignorieren lässt. Wenn die Frau nicht mitspielt, können Sie sich wundignorieren, es wird sie nicht berühren. Sie ignoriert Sie auch – oder, schlimmer noch, sie weiß noch nicht einmal, dass es Sie überhaupt gibt. In diesem Falle ergibt also Minus und Minus nicht Plus. Sie können natürlich erst einmal zu jeder Traumfrau hingehen und es ihr sagen: “He, du siehst vielleicht klasse aus – aber ich ignoriere dich jetzt einfach, ätsch!” Das wird sie ungefähr so beeindrucken wie ein bellender Hund mit Mundgeruch, der schnell wegrennt. So eine Ansage führt außerdem Ihre Ignorier-Taktik ad absurdum, Sie werden sich damit mehr Körbe einhandeln als der Rattan-Fänger von Hameln.

Was die Sache braucht, ist ein Haken. Einen Hook. Wie in jedem Flirtspiel ist auch hier das Entscheidende, dass es einen Kontakt zwischen Ihnen und der Frau gab, und dass davon etwas bei ihr hängen bleibt. Ein tiefer Blick in die Augen, ein Lächeln, eine beeindruckende Geste – etwa dass Sie ihr die Tür aufhalten und ihr einen superknusprigen Tag wünschen – irgendwas. Sobald Sie merken, dass Sie für die Frau kein Unbekannter mehr sind, können Sie mit dem Ignorieren anfangen – aber tun Sie es nicht permanent! Wichtig ist, dass Sie zwischendurch immer mal wieder charmante Anwandlungen zeigen, Momente des Wiedererkennens und der souveränen Freundlichkeit – die sich dann abwechseln mit Situationen kompletter Entrücktheit. Es muss aussehen, als wären Sie die meiste Zeit mit Dingen von interstellarer Bedeutung befasst, und als ob es ihr – und nur ihr – ab und zu gelänge, zu Ihnen durchzudringen, oft eben aber auch nicht. Denn das Entscheidende für den Jagdinstinkt der Frau ist nicht Abweisung oder Ignoranz – sondern ein Rätsel, das diesen geheimnisvollen, gut aussehenden Mann umgibt, und das sie unbedingt knacken will.

Facebook Twitter

Gender hoch, oder sie schießen: Die Bundeswehr ist frauenfeindlich und bewaffnet

Das Verteidigungsministerium hat gerade eine umstrittene Werbekampagne für Frauen in der Bundeswehr gestoppt. Umstritten heißt in dem Falle vor allem, dass eine Journalistin von Spiegel Online sich im transportierten Frauenbild nicht wiedergefunden hat und deshalb einen kritischen Artikel veröffentlichte. Die Kollegin fand, dass die auf den Motiven zu sehenden Frauen nur übelste frauenfeindliche Rollenklischees transportierten. Die Frauen sind da beim Anprobieren von Schuhen zu sehen, beim Auswählen von Anziehsachen an ihrem Kleiderschrank – oder nach dem Sport. Das sind natürlich Dinge, die Frauen nur in absoluten Ausnahmesituationen und bloß unter Androhung von Gewalt tun. Darum wünscht sich die Autorin auch eher eine Darstellung in der gezeigt wird, “dass Frauen auch Panzer fahren oder Kampfjets fliegen”, wofür sie ja mit der Kampagne auch geworben werden sollen. Okay.

Nun wissen im Jahr 2014 natürlich fast alle Menschen, dass Frauen mehr können als Joggen und Schuhe Shoppen – nämlich alles, was Männer auch können. Aber nicht alle wissen offenbar, wie Werbung funktioniert – allen voran die Autorin. Denn sonst hätte sie gesehen, dass die Motive mit einer Vermischung von “normaler” Lebenswelt und Bundeswehr-Realität spielen. In alle Bilder sind Versatzstücke aus dem militärischen Umfeld eingeflochten: Im Bild vom Schuhgeschäft ein Paar Kampfstiefel, im Kleiderschrank und auf den Sportmotiven jeweils ein Kampfanzug. Man kann darüber streiten, ob dieses Prinzip verfängt – und auch darüber, ob Werbung immer das wirkliche Leben transportiert. Aber eines ist klar: Diese Verknüpfung von Alltag und Armee wäre spätestens beim Kampfjet einigermaßen schwierig geworden. Damit geht die Kritik am Kern der Kampagne komplett vorbei. Wir wollen doch auch keine Werbemotive, auf denen eine Frau mit dem Sturmgewehr ins Kino geht, oder mit der Bazooka ins Hallenbad. Eine Rekrutin beim Einfahren ihres Kampfpanzers in die Tiefgarage wäre vielleicht ganz lustig – aber in diese Richtung zielte die Kritik ja gar nicht. Die wollte nichts verbessern, sondern nur ablehnen. Die sollte nur sagen: Alles was Frauen nicht beim Lösen hochkomplizierter mathematischer Gleichungen oder beim Umgang mit hochtechnisiertem Gerät zeigt, muss per se frauenfeindlich sein. Bin gespannt, wann die ersten Kundinnen von Schuhgeschäften und Fitness-Studios auf die Straße gesetzt werden, weil ihr Verhalten der feministischen Sache schadet.

Tja, nun wurden die Werbemaßnahmen erstmal unter Vorschub fadenscheiniger Begründungen ausgebremst. Fakt ist: Eine sicherlich nicht billige Kampagne muss nun erneut konzipiert, produziert und (mit Steuergeldern) bezahlt werden. Und das nur, damit auch Frauen sich von einer Bundeswehr-Reklame angesprochen fühlen, die keine Schuhe kaufen, keinen Sport treiben und keinen Kleiderschrank haben. Wie viele werden das wohl sein?

Facebook Twitter

Online-Dating führt nicht zu mehr glücklichen Beziehungen, sondern nur zu mehr Beziehungen

Die Online-Suche nach der Traumfrau oder dem Traummann gilt als Revolution der Partnerwahl. Sie besticht durch den scheinbar direkten Zugriff, aber ohne den 60er-Jahre-Muff von Heiratsvermittlungen und Kontaktanzeigen, dafür mit mehr Auswahl – und angeblich genauer Passung dank ausgefeilter Algorithmen. Warum eine Frau im Café ansprechen und eine Abfuhr riskieren, wenn man bei neu-eliteparship.de gleich alle ihre Interessen und Neigungen durchsuchen kann? Die Schnüffelei geht ja sogar so weit, dass sich Leute, die sich “analog” im Café kennen gelernt haben, erstmal gegenseitig googeln. Und die Kellnerin aus dem Café gleich mit.

Nun zeigt eine Studie, dass eben diese Such-Optimierung die Liebe killt. Weil sie oft halbgare Beziehungen produziert. Eine Untersuchung der Michigan State University hat offengelegt, dass Beziehungen, die aus Online-Dating hervorgegangen sind, signifikant häufiger in Trennung enden als Nicht-Online-Partnerschaften – und das sogar, wenn es zur Hochzeit kam. Die Forscher vermuten dahinter 3 Gründe: Durch Online-Dating ist es so viel einfacher, neue Partner zu finden, dass die Menschen sich nie zu 100 Prozent auf einen Partner einlassen – es gibt ja immer noch ein Back-up. Alle schnüffeln immer weiter. Ein weiterer Grund ist die schiere Masse an möglichen Partnern, die den Online-Datern suggeriert wird. Die macht es schwerer, sich auf eine(n) festzulegen. Außerdem investieren Analog-Paare mehr Zeit in den Aufbau von Nähe und Vertrautheit. Es macht eben doch einen Unterschied, ob eine Frau in ihrem Profil schreibt, dass ihre Hobbys Reiten, Schwimmen, Lesen sind – oder ob sie mit Begeisterung von ihrer geheimen Leidenschaft erzählt.

Ich war schon immer etwas skeptisch, was die Digitalisierung des Liebeslebens angeht. Ich würde mir ja auch von einem Roboter nichts kochen lassen. Er mag die perfekten Geschmackssensoren haben, alle Informationen für ein perfektes Essen können in seinen Speicherzellen stecken – aber diese brutzelnde Blechbüchse kann doch niemals meinen Geschmack kennen! Natürlich können Sie im Netz nach Ihrer Prinzessin zu suchen. Aber ich empfehle ein Vorgehen in zwei Phasen: Erst treffen Sie sich mit 10 Kandidatinnen, die in Frage kommen, jeweils einmal. Dann 10 Mal mit der einen von diesen 10, mit der Sie sich am besten verstanden haben. Bei keinem dieser 10 Dates darf irgendetwas laufen außer vielleicht einem Kuss – und während dieser Zeit dürfen Sie kein einziges Mal in Ihrem Konto nach anderen Kandidatinnen schauen. Keine Ahnung, ob Sie so die wahre Liebe finden – aber Sie kommen dem wahren Leben wieder auf die Spur.

 

Facebook Twitter