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Männer wollen immer nur das eine, Frauen verzichten auf das eine gern – für vieles andere

Frauen haben lieber Zeit für sich als für Sex. In einer britischen Umfrage sagten 76 Prozent der befragten Frauen, dass sie eine Auszeit dem Sex vorzögen. So etwas hören und lesen wir dauernd, oder? Frauen wollen lieber auf Sex als auf ihr Smartphone verzichten, Frauen ziehen ein gutes Essen dem Sex vor, Frauen haben mehr Lust auf Schokolade als auf Sex. Frauen verzichten lieber auf Sex als aufs Fernsehen. Das mag ja alles sein. Aber hören Sie auch diesen Unterton? In all diesen Umfragen und Studien schwingt immer so ein “im Gegensatz zu Männern” mit. Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, spielen alle diese Resultat-Klaubereien mit der Annahme, dass Männer immer Sex wollen, Frauen aber lieber stricken, fernsehen oder Tee trinken. Männer verzichten lieber auf alles andere, nur nicht auf Sex.

Ich sage Ihnen was: Wenn ich mit Kumpels in einer Bar beim Bier sitze, eine Minute vor Anpfiff eines wichtigen Champions-League-Spiels, und da kommt so eine bebrillte Umfragen-Fluse mit Klemmbrett und Angora-Pulli rein, um mich zu fragen, ob ich lieber Bier trinke oder Sex habe, sage ich auch eher Antwort b) wie Bier oder f) wie Fußball. Anders sieht es natürlich aus, wenn es Scarlett Johansson ist, die mich fragt: “Fußball oder Sex?” Aber Scarlett und ich – das ist ein anderes Thema. Worauf ich hinaus will, ist diese Verlogenheit: Mit der Methode “Frauen wollen lieber Sex als…” reiten die Institute auf dem Klischee von der männlichen Dauerlust herum, geben den Frauen die Gelegenheit, sich als sexuell desinteressiert und cool zu geben – und verkaufen doch genau über die Sex-Schiene ihre Umfrage-Ergebnisse und damit ihre Produkte.

Darum sollten Sie ab sofort sehr wachsam sein und alle Produkte, die mit diesem Männerlust-Mythos für sich Werbung machen, konsequent meiden. Ganz vorne dabei: Handy-Anbieter, Schokoladen-Produzenten und Tee-Fabrikanten. Ach, und: Um den Mythos vom weiblichen Desinteresse zu brechen, wehren Sie doch mal für ein paar Wochen jeden Versuch Ihrer Angebeteten, mit Ihnen sexuell aktiv zu werden, mit den Worten ab: “Willst du dir nicht lieber eine Auszeit gönnen?” Wahlweise geht auch: “Willst du nicht lieber eine Tasse Tee trinken?” Mir persönlich gefällt am meisten: “Och, ich würde lieber nur reden.” Je grotesker, desto besser. Ich bitte um Rückmeldungen, welche Frauen Ihrem Vorschlag immer gefolgt sind. Ich wette, ich bekomme keine einzige.

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Männer wollen sich für Frauen ändern, Frauen wollen unverändert den perfekten Mann

“Du siehst aus wie Chewbacca, geh’ mal wieder zum Friseur!” Wie oft hat Ihre Liebste das oder etwas Ähnliches schon zu Ihnen gesagt? Seien Sie ehrlich: mindestens 8000 Mal, oder? Und was tut ein cooler, gelassener, geiler Typ wie Sie, wenn seine supersexy Top-Model-Powerfrau ihn bittet, sich den Teppich von der Hirse scheren zu lassen? Sie gehen natürlich eiligst zum Friseur und lassen Ihr smartes Kanten-Face aus der Wolle schälen. Brav, brav. Brav, brav? Nein, nein. Doof, doof! Denn Ihre supersexy Top-Model-Powerfrau würde das gleiche kaum für Sie tun. Selbst wenn sie nur eine mittelsexy Fußmodel-Schlaffi-Frau ist, wäre sie lieber Single als sich sowas von Ihnen sagen zu lassen.

Laut Umfrage eines Single-Portals würden 34 Prozent der Männer für eine Frau ihr Aussehen verändern, also: abnehmen, ihre Frisur ändern, sich modischer kleiden. Aber nur 11 Prozent der Frauen wären bereit, für einen Mann das Gleiche zu tun. Den Satz “Wer mich nicht so nimmt, wie ich bin, wird mein Herz nicht erobern können” würden 27 Prozent der Männer unterschreiben – und satte 46 Prozent der Frauen. In nahezu jeder Hinsicht zeigten sich Männer in der Umfrage flexibler und eher zu Veränderungen bereit als Frauen. Natürlich will hier niemand Partnerin oder Partner verändern, keiner muss sich für die Liebe verbiegen. Aber, hallo: Es geht hier ums Haareschneiden!

Klar, Frauen investieren mehr Zeit und Geld in ihr Äußeres, wissen vermutlich oft besser, was ihnen steht und was nicht gut aussieht – da will sich vermutlich keine von einem Kerl reinreden lassen, zumal der vermutlich meist eh bloß engere Röcke und blondere Strähnchen fordert. Da mag der Optimierungsbedarf umgekehrt bei den Herren größer sein. Allerdings zeigen Umfragen , dass die Männer bei der Ich-Gestaltung mit den Frauen mittlerweile nahezu gleichauf liegen und großen Wert auf ihr eigenes Äußeres legen. Der ungeschliffene Roh-Mann ist immer schwerer zu finden, der Bedarf an stilbildenden Frauenhänden sinkt täglich. Aber es geht ja auch eher um etwas anderes. Dieser gefühlte Kontrast zwischen weiblichem Veränderungswillen am Manne, also dem Ehrgeiz, ihn zu formen und “zu seinem Vorteil” zu verändern – und zum anderen diese strikte Weigerung, selbst Rat anzunehmen. Da stimmt etwas nicht.

Wenn Frauen sich in so großer Zahl dagegen wehren, dem Mann fürs Leben zuliebe zum Friseur zu gehen oder weniger Schokolade zu essen, zeugt das vielleicht von einem neuen weiblichen Selbstvertrauen. Schön. Möglicherweise zeugt es aber auch von Selbstbehauptung um jeden Preis, von fragwürdiger Selbstdefinition über Äußerlichkeiten, nach dem Motto: Mein Style ist mein Ego, da lasse ich mir nicht reinreden, ich bin schließlich eine moderne Power-Frau. Das könnte nach hinten losgehen. Natürlich soll sich niemand für eine Beziehung verbiegen. Aber wer bei einmal Waschen, Schneiden, Fönen schon seine Persönlichkeit in Gefahr sieht, bekommt auf dem umkämpften Paar-Markt nie die Biege. Und eine Frau, die selbst keine Wünsche zulässt, darf auch umgekehrt nie von einem Mann verlangen, dass der mal wieder zum Friseur geht.

 

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Männer treten beim romantischen Spaziergang auf die Bremse, dafür wollen sie im Bett Vollgas geben

Verliebte Männer laufen langsamer. Das haben Forscher von der  Seattle Pacific University entdeckt. Ein Mann geht neben einer Frau, in die er verschossen ist, im Durchschnitt etwa 7 Prozent langsamer als normal. Bei Frauen, in die der Mann nicht verliebt ist, blieb sein Tempo unverändert. Dass er beim romantischen Spaziergang auf die Bremse tritt, hat natürlich damit zu tun, dass eine Frau selbst meist etwas langsamer geht als ein Mann, und er ihr nicht einfach davonlaufen will. Beziehungsweise: Der Mann traut sich nicht, einfach wie sonst vorweg zu preschen und darauf zu vertrauen, dass alle ihm folgen. Ich bin mir sicher: Wenn die Frau das gleiche Durchschnittstempo hat wie der Mann, geht er nicht 7 Prozent langsamer, denn so landet er bald hinter ihr, da wäre er ja schön blöd. Es sei denn, er will ihr auf den Hintern glotzen… Aber egal.

Entscheidend ist für mich, dass der Mann für die Frau darauf verzichtet, Vollgas zu geben. Wo es doch immer heißt, Frauen opfern alles für die Liebe, geben in der Beziehung immer mehr als sie bekommen – und Männer nicht. Hier sehen wir: Der Mann gibt so einiges auf. Er reduziert nicht nur sein gewohntes Tempo, um ihr nahe zu sein – er riskiert sogar seine sportliche Figur. Ihretwegen geht er das Risiko ein, fett zu werden. Denn wir wissen schließlich: Wer langsamer läuft, verbraucht viel weniger Kalorien. Wenn das kein Opfer ist!

Da ist es kein Wunder, dass Männer an anderer Stelle einen Ausgleich fordern. Zum Beispiel im Bett. Eine neue Studie hat es doch gerade gezeigt: Männer verbrennen beim Sex mehr Kalorien als Frauen, und zwar fast 50 Prozent mehr. So erklären sich die ständigen, häufig unerfüllten Forderungen vieler Männer nach mehr Kissen-Sport: Die wollen bloß ihre ruinierte Kalorien-Bilanz aufbessern, sonst nichts. Aber das wird natürlich wieder sehr gerne missverstanden.

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Frauen können besser multitasken als Männer, aber Weltherrschaft ist ja auch nur ein Task

Jetzt ist es also endgültig geklärt: Frauen stellen sich beim Multitasking geschickter an. Forscher der schottischen University of Glasgow ließen eine Männer-Gruppe und eine Frauen-Gruppe mit jeweils über 100 Teilnehmern im Geschlechterkampf antreten. Beide Gruppen sollten zunächst einige Aufgaben nacheinander erledigen, im zweiten Versuch dann gleichzeitig. Durch das Multitasking wurden beide Gruppen langsamer, die Männer um 77 Prozent, die Frauen aber nur um 69 Prozent.

In einem weiteren Versuch sollten Männer wie Frauen jeweils innerhalb von 8 Minuten diese Dinge schaffen: einen Telefonanruf entgegennehmen, einfache Rechenaufgaben lösen, Adressen von Restaurants auf einer Landkarte finden und eine Suchmethode für einen verlorenen Schlüssel auf einem Acker entwickeln. Bei dieser Aufgabe zeigten die Frauen eine deutlich bessere Fähigkeit, Prioritäten zu setzen und geordnet vorzugehen.

Hm, tja, mag sein. Ich will jetzt gar nicht danach fragen, wer mehr dazu neigt, einen Schlüssel zu verlieren – vielleicht nicht auf einem Acker, aber doch in einer überfüllten Handtasche. Allerdings denke ich schon, dass die Wahl der Aufgaben das Resultat beeinflusst. Ich sage, das Ergebnis wäre komplett anders ausgefallen, wenn die Aufgaben so gelautet hätten: Innerhalb von 8 Minuten ein paar einfache Rechenaufgaben lösen, ein Essen auf einer normalen Restaurant-Speisekarte auswählen, die Abseitsregel erklären – und morgens im Bad fertig werden.

Letztlich ist es mir aber auch egal. Den Titel “Multitasking-Weltmeister” strebe ich nicht an. Ich mache lieber eins nach dem anderen. Erst die Weltherrschaft, dann der Abwasch.

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Männer suchen im Internet immer nur das eine, Frauen das andere, aber letztlich beide das gleiche

Frauen suchen im Internet die Liebe, Männer suchen nach Sex. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie fragen sich: Wo ist da jetzt der Unterschied? Ganz unberechtigt ist Ihre Verwunderung nicht, aber ich erkläre es Ihnen. Gemeint ist, dass Frauen sich eher in Partner-Portalen und Single-Börsen tummeln, während Männer verstärkt so genannte “Casual Dating”-Angebote anschauen, also Seiten für schnellen unverbindlichen Sex. Ob sie diese auch konkret nutzen, sagt die Studie allerdings nicht. Single-Börsen besuchen 35 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen. 41 Prozent der Männer schaut sich hingegen beim Casual Dating um, das tun nur 15 Prozent der Frauen.

Das bedeutet zum einen, dass viele Frauen, durch deren heiße halbnackte Fotos Sie sich da auf der Seitensprung-Seite durchgeklickt haben, wahrscheinlich Fake-Profile sind. Vielleicht von dicken, haarigen Männern, oder von professionellen Frauen – oder von der Uni München. Das bedeutet aber auch: Es gibt einen beträchtlichen Anteil Frauen – immerhin fast jede Sechste – die solche Schnellschuss-Seiten aufsuchen. Ich frage mich: Warum heißt es trotzdem immer, dass alle Männer bloß nach Sex Ausschau halten – und Frauen seien da ganz anders? Wieso sind 41 von 100 Männern, die sich auf Casual-Dating-Seiten tummeln, notgeile Säcke – 15 von 100 Frauen, die das Gleiche tun, aber nicht? Es heißt immer, bei Männern wäre es nicht so schlimm, wenn sie viele wechselnde Sexualpartner haben, nur Frauen müssten da vorsichtig sein, wegen ihres guten Rufs. Meiner Meinung nach haben viele Frauen in Hinblick auf die Bett-Aktivitäten längst zu den Männern aufgeschlossen – nur in der öffentlichen Darstellung wird das gerne ausgeblendet. Und auf dem angeblichen Überinteresse der Männer an Sex wird immer weiter herumgehackt.

Ein Punkt fällt bei dieser Untersuchung komplett unter den Tisch: Wer sagt denn, dass Leute, die sich auf Partnerbörsen tummeln, nicht auch auf Sex aus sind? Oder ihn zumindest nicht ablehnen, wenn sich die Gelegenheit bietet? Wer glaubt denn, dass jeder Online-Dating-Kontakt sofort in eine Beziehung mündet? Ein zugegebenermaßen sehr gut aussehender Kumpel von mir hat eine Weile mit mehreren Profilen auf verschiedenen solcher Portale “geangelt”, wie er es nannte, und hatte jedes Wochenende eine andere Frau im Bett. Beziehungsweise die Frauen ihn. Er musste nicht einmal lügen, dass er sie heiraten wollte, war von Anfang an ehrlich und offen. Ein schönes Essen, ein romantischer Abend, eine heiße Nacht – aus und okay. Und was sagte er, warum er kein “Casual Dating” praktiziert? “Das ist mir viel zu oberflächlich, Alter. Da geht es doch immer nur um Sex.” Hat der die Frauen verstanden? Keine Ahnung. Jedenfalls holt er sie da ab, wo sie stehen.

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“Oh, ja, tiefer!” Frauen finden Männer mit tiefer Stimme attraktiv, aber was wollen die eigentlich damit machen?

Wenn Sie eine tiefe Stimme haben, kriegen Sie jede Frau rum. Man könnte einschränkend hinzufügen: Aber nur für kurze Zeit. Denn einige Studien deuten darauf hin, dass Frauen Männer mit Bass-Stimme nur für One-Night-Stands oder kürzere Affären bevorzugen. Aber eine neue Untersuchung hat jetzt wiederum gezeigt, dass diese Einschätzung vor allem von Frauen stammt, die von vornherein glaubten, dass Männer mit tiefer Stimme eher untreue Hallodris sind - und darum wollten sie mit denen auch nur ein kurzes Techtelmechtel. Egal: Frauen finden Männer mit tiefer Stimme jedenfalls sehr attraktiv.

Das ist schön – vor allem für Männer mit tiefer Stimme. Aber was ist mit all jenen, die nicht mit einem Barry-White-Organ gesegnet sind? Kommen die nun für keines von beidem mehr in Frage – weder für Affäre noch für lebenslänglich? Und was machen Frauen eigentlich mit einem Mann mit tiefer Stimme? Lassen die den stundenlang vorlesen? Oder ihren Anrufbeantworter von ihm besprechen? Was macht eine tiefe Stimme überhaupt mit der Frau? Ich muss da immer an “Alien Nation” denken, diesen Science-Fiction-Thriller aus den späten 80ern. Die Außerirdischen in diesem Film summen sich beim Sex gegenseitig Rücken und Nacken an, das macht die total rollig. Ist es das, was Frauen wollen? Von hinten angebrummt werden? Da bekommt der Ausspruch: “Oh ja, tiefer, tiefer!” eine ganz neue Bedeutung. Oder wollen die einfach nur, dass wir beim Singen unter der Dusche klingen wie Barry White?

Egal, was die tiefe Stimme angeblich bewirkt – sie kann nicht mehr sein als ein Punkt auf der Sympathie-Checkliste. Meine Meinung: Es ist immer noch wichtiger, was Sie sagen, als mit was für einer Stimme. Raunen Sie einer fremden Schönheit doch mal mit Bass-Voice ins Ohr: “Darf ich dich mal von hinten anbrummen?” Ich behaupte: Da gehen Ihre Erfolgschance gen Null. Sagen Sie lieber mit normaler Stimme: “Das Kleid (Make-Up, Oberteil, Brillengestell) steht dir wirklich supergut!” Das kommt viel besser. Achtung: Auch hier ist eine gewisse Tiefe wichtig. Nicht in der Stimme – sondern dass Sie es zutiefst ehrlich meinen!

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Männer fluchen viel, weil sie für ihr 25 Zentimeter winziges Gemächt keine Beschäftigung finden

Wie sage ich Ihnen das jetzt? Egal, einfach raus damit: Männer haben ständig schlechte Laune, weil sie mehr Sex wollen. Männer denken die ganze Zeit nur darüber nach, ob ihre genitale Ausstattung groß genug ist. Und wenn sie das gerade nicht tun, pöbeln sie herum. So sieht’s aus. Alles Klischees? Nein. Alles aktuelle Studienergebnisse. Hier sehen Sie:

- Eine neue US-Studie sagt, Männer leiden häufiger an Depressionen, weil sie tendenziell eher sexsüchtig sind als Frauen.

- Das Ergebnis einer Befragung des Londoner King’s College lautet: Männer grübeln über die Größe ihrer Männlichkeit nach, auch wenn sie sehr gut bestückt sind.

- Eine Untersuchung der Cambridge University und der University of Pennsylvania ergab: Männer fluchen und schimpfen mehr auf Facebook.

Tja, so sind wir dann also…

NEIN! Sind wir natürlich nicht! Lassen Sie sich das nicht einreden. Nicht die Welt ist voll von solchen rumfluchenden, penisfixierten, sexdepressiven Männern – die Universitäten sind es! Da laufen die offenbar alle rum.  Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – aber ich habe nichts mit solchen Fluchschwänzen zu tun. Ich kenne auch keinen, der einen kennt. Es gibt offenbar riesige Klischee-Klon-Farmen, in denen die akademische Industrie und vielleicht noch die weltweite Pornoproduktion ihre Probanden und Statisten rekrutieren. Da finden die die alle. Oder erfinden die die? Es ist doch schon erstaunlich, dass sich online vor allem solche Ergebnisse zum Thema Mann sammeln. Klar, sex sells – aber nicht alles was sich gut verkauft, ist auch die Wahrheit. Ich glaube doch auch nicht, dass alle Frauen nur auf der Suche nach dem richtigen Vater für ihre Kinder sind und darum an fruchtbaren Tagen im roten Kleid auf breite Kiefer starren. Jedenfalls glaube ich das solange nicht, bis mich wieder eine anspricht.

Na, ja. Es gibt auch Positives: Im Grunde können wir noch froh sein, dass bei den Männerstudien heute mal nichts zu den Themen Alkohol, Fußball und Gewalt dabei war. Aber wenn ich nicht gleich für meinen 25 Zentimeter winzigen Eumel eine angemessene Beschäftigung finde, haue ich den Laden hier zu Klump und lasse auf dem verdammten Fressenbuch ein paar Begriffe los, die viele Sprachsittenwächter das Ohrenlicht kosten werden.

;-)

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Immer mehr Männer und Frauen landen auf der Suche nach Sex und Liebe im Netz, und da kommen sie jetzt nicht mehr raus

Heute bekam ich mal wieder eine Pressemitteilung von einem dieser Online-Dating-Portale und frage mich so langsam, wo das alles enden soll. Dieser Ableger eines großen Kuppel-Konzerns hat sich auf eine besondere Spielart spezialisiert, und zwar bezeichnet er sich als

“weltweit das führende Dating-Portal für sexy, selbstbewusste, und erfolgreiche Frauen ab 30 (Cougars), die sich in der Blüte ihres Lebens befinden  und eine Beziehung zu einem jüngeren Mann (Toyboy) sowohl in als auch außerhalb des Schlafzimmers suchen.”

Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir Schöneres vorstellen kann, mich als Toyboy bezeichnen zu lassen, und dass ich nicht weiß, was “in des Schlafzimmers” heißen soll, schwant mir Böses. Ich habe nichts gegen Online-Dating, es erleichtert vieles und beschleunigt manches. Aber wie bei jedem erfolgreichen Geschäftsmodell drohen jetzt die Auswüchse, die Wucherungen, der Exzess.  Früher haben wir uns über Männer lustig gemacht, die sich ihre Frauen aus dem Katalog aussuchen – heute strömen Männer wie Frauen zu Millionen in die Online-Kataloge . Etwas für reifere Frauen gibt es also jetzt, was kommt noch? Vielleicht ein Portal namens “Bitches2Business.com”, auf dem Geschäftsmänner junge hübsche Frauen suchen, um Karriere-Jobs gegen Sex zu tauschen. Oder die Seite “Immobiliensex24.de”, wo attraktive Frauen Männer finden, die ihnen gegen zwei Mal Sex pro Woche ganz ohne Ehe-Schnickschnack eine Villa im Grünen oder eine Stadtwohnung liefern. Die Betreiber der Portale suchen nach immer neuen Möglichkeiten, den Usern lästige Such-Aufgaben abzunehmen. Gut: Das erste Anquatschen, bei dem keiner weiß, ob das Gegenüber überhaupt auf der Suche ist, vermisst keiner. Aber in den Profilen finden sich dann bereits viele Informationen, die wir sonst in Gesprächen herausfanden – das beschleunigt  zwar und schafft Vertrautheit, zum anderen reduziert es aber den Reiz des Selbst-Herausfindens .

Das Schlimmste ist, dass alle nur noch nach ihren Idealen gehen und keiner mehr auf den Zufall vertraut. Ich kann mir jetzt aussuchen, dass ich eine Akademikerin will, dass sie blond ist, dass ihre Hobbys Reiten, Schwimmen, Lesen sind – und schaue gar nicht mehr woanders. Vielleicht wäre ich aber mit einer brünetten Tänzerin, die nicht schwimmen kann, viel glücklicher geworden. Der Zufall geht verloren, der Reiz dessen, woran wir selbst nie gedacht hätten, bis uns das Leben und die Liebe darauf stießen. Ich kenne nicht so viele glückliche Paare, in denen beide Partner sagen, dass sie ineinander jeweils exakt das gefunden haben, was schon immer ihr Suchmuster war. Aber ich kennen einige, die sagen: “Eigentlich war er/sie gar nicht mein Typ, aber er/sie hat so eine charmante Art…” Letzteres fällt bei diesen Bagger-Börsen flach. Je spezialisierter sie werden, desto weniger Spielraum für Zufälle und Geheimnisse wird es geben. Gefühl stellt sich nur noch ein, wenn alle Punkte auf der Check-Liste abgehakt sind. Also, nee. Nennen Sie mich einen Romantiker – aber ich ziehe den Zettel mit der Telefonnummer der brünetten Tänzerin dem digitalen “Like” einer attraktiven blonden Akademikerin immer noch vor.

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Verliebte und Fremdgänger haben eines gemeinsam: Sie vergreifen sich im Ton

Auch wenn Sie hier schon viele Wunderdinge über Ihre Nase lesen durften: Eines können Sie leider noch nicht riechen, nämlich wenn ihre Liebste fremdgeht. Aber die gute Nachricht ist: Sie können es hören. Nein, nicht am Geschrei aus dem Schlafzimmer. Eine Studie am US-amerikanischen Albright College hat jetzt gezeigt, dass Menschen nachweislich die Tonlage verändern, in der sie sprechen, wenn sie mit einer Person reden, mit der sie eine intime Beziehung pflegen. Ihre Herzallerliebste verrät sich also womöglich schon, wenn sie in Ihrer Gegenwart mit ihrem heimlichen Lover telefoniert. Auch wenn sie hinterher behauptet, es sei ein alter Freund gewesen.

Der Witz ist, dass der Studie zufolge jeder Mensch ohne Hilfsmittel in der Lage ist, den Unterschied zu hören. Es gibt zwei entscheidende Merkmale: Zunächst einmal wird die Stimme bei Verliebten säuselnder, freundlicher, charmanter, vielleicht gar mehr sexy. Außerdem nähert sich der Sprecher oder die Sprecherin im Tonfall seinem oder ihrem Gegenüber an. Während also ein Mann mit seiner Geliebten etwas höher spricht, wird der Ton in der Stimme einer Frau etwas dunkler, wenn sie ihren Liebling am Telefon hat.

Sollten Sie also demnächst Ihre Angebetete dabei erwischen, wie sie mit Darth-Vader-Stimme Nettigkeiten in den Hörer schnauft, wird es Zeit für ein paar kritische Nachfragen, wer denn dieser “alte Freund” ist. Vielleicht ist es dann bald auch Zeit für getrennte Telefonrechnungen und andere Schlussstriche. Ach, noch etwas anderes: Falls Sie selbst mal einen externen Flirt am Laufen haben (natürlich rein platonisch), fiepen Sie Ihrer Verehrerin am Telefon nicht ins Ohr wie R2-D2, wenn Ihre Liebste dabei ist. Sonst macht Darth Vader Ihre Welt zum Todesstern.

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Wer keinen Bock hat, ein Gentleman zu sein, kriegt jetzt Stromstöße in den Kopf!

Sind Sie ein Gentleman? Eine wichtige Frage, immer noch, denn Gleichstellung hin oder her: Frauen wollen Männer, die ihnen die Tür aufhalten und den Stuhl zurechtrücken, ob uns das nun passt oder nicht. Ja, das ist ein bisschen ungerecht. Aber wenn Sie ein Problem mit derlei Manieren-Kram haben, werden Sie auch immer ein Problem mit Frauen haben. Zumindest mit den Top-of-the-List-Ladies, die auch mal was anderes als “Pornstar”-Shirt, Jogginghose und Stulpenstiefel anhaben. Sie haben ein Problem mit derlei Manieren-Kram? Dann habe ich hier vielleicht eine Lösung für Sie: Forscher von der Universität Zürich haben festgestellt, dass der Einsatz transkranieller Gleichstrom-Stimulation im Bereich des rechten lateralen präfrontalen Cortex unser Sozialverhalten beeinflusst. Zu deutsch: Dem Manierenmuffel kann geholfen werden – durch Stromstöße in den Kopf! Ist das nicht toll?! Jetzt müssen Sie nur zu jedem Date eine Autobatterie und ein paar Kabel mit Elektroden mit ins Restaurant nehmen, und schon ist die Sache geritzt!

Okay, es ist nicht ganz so einfach. Sie müssen bei der Sache auch noch das Gefühl haben, dass Sie unter Druck stehen, sonst kehrt sich die Wirkung ins Gegenteil. Denn wer sich Stromstöße in den Frontal-Cortex verabreicht, um freiwillig zuvorkommender zu sein, ignoriert die Wünsche seines Gegenübers danach nur noch mehr. Bevor Sie sich also die Elektroden auf die Kopfhaut pappen und den Saft hochdrehen, muss die Frau sagen, dass sie sofort schreiend das Lokal verlässt, wenn Sie nicht umgehend bessere Manieren an den Tag legen. Alles verstanden? Gut, dann Strom ab!

Oh, halt, STOPP! Abschalten! Ich sehe gerade: Der Versuch wurde ausschließlich mit Frauen durchgeführt. Die Ergebnisse sind also womöglich gar nicht 1:1 auf Männer übertragbar. Hm, okay, schade. Obwohl… Eigentlich ist das gar nicht uninteressant. Denn es gibt bestimmt auch viele Frauen, die in dieser Hinsicht Nachhilfe benötigen. Überlegen Sie doch mal: Wie oft ist Ihnen in der letzten Zeit schon von einer Frau die Tür aufgehalten worden? Oder der Stuhl zurechtgerückt? Hm? Genau! Nehmen Sie also die Autobatterie sicherheitshalber mal mit zum nächsten Date, aber schön in eine Tasche packen! Wenn Ihre Angebetete sieht, wie schwer Sie zu schleppen haben, hält sie Ihnen bestimmt ganz von allein die Türe auf.

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