powered by

Vorsicht! Egal ob Single-Börse oder Zalando, Neujahrs-Frauen suchen jetzt nach Schnäppchen

Männer, wir leben in gefährlichen Zeiten. Laut Befragung eines Single-Portals schickten 20 Prozent der Befragten ihre letzte Liebe im Dezember oder Januar in die Wüste – mehr als in allen anderen Monaten – und starteten das neue Jahr allein. Den Advent haben wir vielleicht schadlos überstanden, aber die Minenfelder der Neujahrsvorsätze liegen noch nicht hinter uns. Als Männer sind wir in diesen Tagen besonders gefährdet, denn Frauen beenden die Beziehung viel häufiger als Männer (48 zu 28 Prozent, Rest: beiderseitiges Einvernehmen).

Männer stehen also auf der Abschussliste – und die Gründe sind klar, das zeigt die Pressemitteilung einer anderen Single-Börse. Dort heißt es: “Zwischen Weihnachten und Valentinstag steigen die Anmeldungen bei Online-Partnervermittlungen rasant an.” So ist das nämlich. Das Frühjahr lauert, der Konsum-Wahn erwacht, Neues muss her. Deutschlands Frauen schaffen Platz im Kleiderschrank. Da wird alles rausgeschmissen, was irgendwie zu sehr “last season” ist – neben Schuhen, Tops und Hosen auch gerne mal der Liebhaber. Um sich dann neuen Zielen zu widmen, oder wie es die Single-Börsianer nennen: “Nächstes Jahr einen Partner finden und auf jeden Fall zu zweit Weihnachten und Silvester verbringen.” Und dann wieder ausmisten und was Neues suchen. Der ewige Kreislauf des Kontaktbörsen-Konsums. Ein Kampfschrei gellt durch unsere gepeinigten Männerherzen: Zalandoooo!

Männer leiden ja weniger am Zalando-Syndrom. Wir sind keine Beziehungs-Shopper, sondern Studien zufolge eher genügsam und nicht so im Optimierungswahn. Wenn wir Kerle einmal in einer Beziehung stecken, strengen wir uns nicht mehr so wahnsinnig an. Und überhaupt: Wenn wir immer wieder neue Frauen wollen, dann beginnen wir gar nicht erst eine Beziehung, sondern legen eine Liste mit Telefonnummern an. Dieses Beziehungsding, also diese serielle Monogamie, das tun Männer doch vor allem, weil Frauen immer gleich einen auf Familie machen wollen. Aber nun stecken wir da drin und müssen damit umgehen. Welche Schlussfolgerung liegt also nahe? 1. Machen Sie Ihrer Angebeteten klar, dass Sie kein Schnäppchen sind. 2. Eruieren Sie selbst den Markt und erzählen ihr ab und zu, welche Luxus-Babes Sie zu Top-Konditionen ins Körbchen bekommen könnten. Zeigen Sie Ihrer Liebsten, dass auch andere Shopperinnen ganz wild darauf sind, Sie einzutüten. 3. Lassen Sie sich nie, nie, nie in einen Kleiderschrank stecken!

 

Facebook Twitter

Wenn Männer mal ihre Tage haben, werden sie von Frauen verhöhnt und ausgelacht

Was sagen Sie zu Ihrer Angebeteten, wenn sie krank ist? Wahrscheinlich so etwas wie: “Geh’ mal lieber ins Bett und kurier’ dich aus.” Und was sagt die Frau, wenn Sie erkältet sind? Wahrscheinlich so etwas wie: ”Geh’mir nicht auf den Geist mit deinem Gejammer!” Zumindest aber: “Stell dich nicht so an!” Wie oft wurden wir Männer von Frauen schon verhöhnt und ausgelacht, wenn wir von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt in die Knie gezwungen wurden. Wie oft wurde unser Röcheln, Schnupfen und Husten von Frauen als “völlig übertrieben” bezeichnet, als “Rumgejaule” und “wehleidige Weicheierei”. ‘Wenn Männer krank sind’ wurde unter Frauen zu einem geflügelten Begriff, der stets Anlass für Klatsch und Tratsch, Spott und Häme war. Schon immer schrien wir dann: “Ungerecht!” Aber wir wurden nicht gehört. Das wird sich jetzt ändern.

Forscher von der Stanford University School of Medicine haben nun in einer Studie gezeigt, dass Männer tatsächlich mehr unter solchen Infekten leiden. Grippe und Erkältung treffen uns härter. Die Forscher entdeckten, dass ausgerechnet das Männerhormon Testosteron dafür verantwortlich ist, dass im männlichen Körper die Immunantwort schwächer ausfällt. Männer mit wenig Testosteron zeigen eine ähnliche Immunreaktion wie Frauen. Männer mit mehr Testosteron leiden mehr. Die Folge: Schnief. Rotz. Hust. Jammer. Die Wissenschaftler sagen, es sei ihnen ein Rätsel, warum ausgerechnet jenes Hormon die Männer schwäche, dass sie ansonsten so stark und männlich machen soll.

Ich finde, dass schon in dieser Annahme, alles Männliche müsse stark sein, eine sehr antiquierte Haltung durchschimmert. Warum muss der Mann eisenhart und unbesiegbar sein? Es wird doch auch sonst immer gefordert, Männer müssten mehr Schwäche zeigen. Auch und gerade Frauen fordern das. Aber wenn es dann eine Immunschwäche ist, welche die Männer zeigen, wird gleich wieder gemault. Man könnte auch sagen, es wird reingetreten, wenn einer krank am Boden liegt. Vielleicht hilft den Mädels ja eine etwas abstrahierte Sichtweise: Diese Studie zeigt, dass auch Männer hormonbedingt unter bestimmten körperlichen Symptomen leiden, welche Frauen erspart bleiben – nur dass die Männer das eben nicht jeden Monat tun, sondern nur wenige Male im Jahr…

Facebook Twitter

Was alles so passieren muss, bis Sie eine Fröschin am Hals haben

Nach wie vor herrscht in der Forschung Unklarheit darüber, wie viele Frösche eine Frau küssen muss, bis sie einen Prinzen findet. Eine britische Studie hat aber nun immerhin gezeigt, wie viele Frauen ein Mann bzw. wie viele Männer eine Frau küssen muss, bis er oder sie die Liebe fürs Leben findet: Männer müssen 16-mal küssen, Frauen nur 15-mal. Fragen Sie mich bloß nicht, wie viel das jetzt in Fröschen ist.

Ich kann Ihnen nur sagen, was laut Studie noch alles dazu gehört, um die Frau fürs Leben zu finden: Sie müssen 4 Liaisons von weniger als einem Jahr Dauer hinter sich bringen, 2 Beziehungen von einem Jahr oder länger, Sie müssen mit mindestens einer Frau auch zusammengelebt haben, einmal fremdgegangen sein, einmal selbst betrogen worden sein, 3 Blind Dates gehabt haben, 2-mal richtig verliebt gewesen sein, 2-mal Ihr Herz gebrochen bekommen, eine Fernbeziehung gehabt haben – und noch einiges mehr. Puh. Klingt echt nach Arbeit, oder? Fehlt eigentlich nur noch: “Über 7 Brücken musst du gehen/ 7 dunkle Jahre überstehen…” Vielleicht tröstet es Sie, dass für Sie als Mann im Schnitt mehr Sex-Partner abfallen, bis Sie die Richtige finden: Männer haben 10, Frauen nur 7. Auch bei den One-Night-Stands liegen Sie mit 6 zu 4 vorne.

Das alles sieht so sehr nach einem konkreten Plan aus, dass hier schon junge Kolleginnen die Männer im Labello-Spalier antreten lassen, um wenigstens das mit den 15 Küssen schnellstens erledigt zu haben. (Frösche haben wir hier ja nicht.) Dabei sind das doch alles nur statistische Werte, ermittelt unter 2000 Männern und Frauen, die von sich sagen, den Volltreffer bereits gelandet zu haben. Es gibt also gar keine Garantie, dass Sie nach all den Küssen und Bettgeschichten mit der perfekten Frau dastehen – nur eine statistische Wahrscheinlichkeit. Manche erleben die meisten dieser Dinge vielleicht sogar mit nur einer Frau. Andere erleben den Großteil in nur einem Ibiza-Urlaub, Tori Black schafft vieles davon in einem einzigen Film – und mehr. Entscheidend ist für mich daher vor allem eine Aussage dieser Studie: 80 Prozent der Befragten, Männer wie Frauen, sagten, sie seien ihrer Traumfrau oder ihrem Traummann erst dann begegnet, als sie es am wenigsten erwartet haben. Die Liebe ist ein Balance-Akt: Auch wenn es harte Arbeit ist – Sie dürfen sich auch nicht zu sehr bemühen.

Facebook Twitter

Frauen stehen nicht auf billige sexistische Reklame, auf teure sexistische Reklame aber schon

Beschwert sich Ihre Angebetete auch oft darüber, dass so viel Werbung mit Sex und insbesondere nackten Frauen gemacht wird? Sie hat ja nicht ganz Unrecht – oder was hat Sie gerade hierher gelockt, hm? Um es mal mit den Fantastischen 4 zu sagen: “Titten nur Titten, ich seh’ so viele Titten. Wenn du denkst, das war schon immer so, dann hast du dich geschnitten!” (Individuell aber schnell, 1992) Allerdings hat jetzt eine kleine, aber feine Studie gezeigt, dass sich auch in dieser berechtigterweise zur Schau getragenen Empörung der Damen eine gewisse Verlogenheit breitmacht. Die Wissenschaftler von der University of Minnesota konnten nämlich nachweisen, dass Frauen sexualisierte Werbung sehr wohl gutheißen – wenn sie denn für hochpreisige Luxusartikel wirbt. Sprich: Wird mit einer nackten Frau für ein teures Parfum geworben oder für edle Uhren, findet Frau das meist okay. Soll die Nackte aber ein geringpreisiges Produkt verkaufen, lehnen Frauen das ab. Billig – steht sie nicht drauf.

Das hat, so mutmaßen die Forscher, damit zu tun, dass Frauen ein vitales Interesse daran haben, dass Sex ebenfalls ein kostbares, seltenes, extrem wertvolles Gut bleibt. Denn das soll die Wahrscheinlichkeit senken, dass ihre Männer im Billig-Sex-Wahn um die Häuser streunen. Anders gesagt: Die schnelle, billige und einfache Verfügbarkeit von Sex reduziert die Macht, die Frauen über das Gewähren oder Verweigern von Sex ausüben können. Und darum haben sie auch etwas gegen Werbung, die Sex mit billigen Produkten auf eine Stufe stellt. Interessante These, oder?

Was heißt das nun für Sie? Nun, zunächst einmal heißt es, dass Sie ihr gern die teure Uhr zu Weihnachten schenken dürfen, für die eine nackte Schönheit wirbt – aber nicht das billige Deo. Heißt es aber auch, dass sie verlangen dürfen, dass sie die Uhr jetzt sofort genau so trägt wie in der Werbung – also nackt? Nein, das heißt es nicht. Zumal das unterm Tannenbaum nicht so gut kommt, wenn Omas, Opas, Onkel, Tanten, und Kinder zugegen sind. Aber es heißt schon, dass Sie ihr später heimlich zuraunen dürfen: “Damit siehst du bestimmt besser aus als die Frau in der Reklame. Können wir ja nachher gerne mal ausprobieren…” Den Seltenheitswert tasten Sie damit nicht an – ist ja schließlich nur einmal im Jahr Weihnachten.

Facebook Twitter

Murphys Liebes-Gesetz: Frauen, die öfter mal im Bett lügen, betrügen auch öfter mal im Bett

Wie schon Ed Murphy sagte: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. In Bezug auf Bettgeschichten heißt das zum Beispiel: Frauen, die Ihnen öfter mal einen Höhepunkt vortäuschen, gehen auch eher fremd. Und genau das zeigte gerade eine Studie der Harvard University. Na, bravo. Dazu fallen uns natürlich sofort einige Dinge ein:

- Nicht weiter erstaunlich, weil: Wer im Bett betrügt, tut es auch außerhalb bzw. mit anderen in anderen Betten.

- Nicht weiter erstaunlich, weil: Wer im Bett gezwungen ist, Orgasmen vorzutäuschen, hat vielleicht mal Bock auf besseren Sex.

- Nicht weiter bedrohlich, weil: Es gehen immer noch mehr Männer fremd als Frauen (einer von vier, aber nur eine von sechs).

Das alles ist auch gar nicht weiter schlimm, weil: Männer merken ja angeblich sowieso nie, wenn sie einen Orgasmus vorgetäuscht bekommen. Machen Sie sich jetzt bloß keine Gedanken! Und auch wenn Sie mal das Gefühl haben, dass Ihre Liebste jetzt einmal zu oft und zu laut “Oh, du großer, allmächtiger Donnergott!” gekreischt hat: Konfrontieren Sie die Arme nicht gleich mit dem kombinierten Falschstöhn-Fremdgeh-Verdacht. Sie kann und wird alles abstreiten. Alles was Sie tun können, ist sicherzustellen, dass eine hohe Qualität der sexuellen Versorgung im heimischen Bett gewährleistet ist. Sprich: Mehr reinhängen!

Einen kleinen Nutzwert hat diese Studie aber doch für Sie. Denn ein Mann kann vielleicht nicht feststellen, ob der Höhepunkt einer Frau echt ist, er kann aber sehr wohl merken, dass seine Frau ihn betrügt. Wenn Sie Ihre Liebste also in flagranti mit einem anderen erwischen, würdigen Sie die Frau keines Blickes. Sehen Sie stattdessen dem anderen Mann tief in die Augen und sagen: “Alter, ich weiß, es ist hart. Aber du bringst es nicht. Sie hat dir jeden Orgasmus vorgetäuscht. Ich weiß, wovon ich rede.”

Facebook Twitter

Flirten per SMS ist billig, per WhatsApp kostenlos – und per Facebook eine Katastrophe

Endlich mal eine gute Nachricht aus einer dieser Partnerschaftsstudien: Männer und Frauen nutzen zum Fernflirten immer noch am liebsten Telefon oder Handy, nämlich zu 49 Prozent. E-Mail, WhatsApp und Facebook rangieren mit 23 und je 17 Prozent unter ferner liefen. Die SMS ist mit 44 Prozent noch ziemlich weit vorne dabei. Aber gegen ein paar nette elektronische Kurzbotschaften habe ich ja auch nichts. Was mich nervt, ist diese öffentliche Facebook-Flirterei, diese unerwünschte digitale Zurschaustellung von intimen Sehnsüchten.

Es mag ja noch angehen, dass Paare sich in ihrem sozialen Netzwerk gegenseitig als “verheiratet mit” oder “in einer Beziehung mit” markieren – wobei hier schon eine versehentliche, unbemerkte Änderung des Beziehungsstatus eine mittlere Katastrophe auslösen kann. Da wird aus “es war ein Versehen” schnell “es ist kompliziert” oder gar ein “es ist aus”. Aber was gar nicht geht: Wenn Paare, so frisch verliebt sie auch sein mögen, sich in den Kommentaren irgendwelcher Facebook-Seiten gegenseitig Honig ums Maul schmieren und wie rollige Möpse umeinander herumscharwenzeln. Beispiel: Tom postet in seiner Chronik ein Foto von sich und seinem Kumpel Sören. Darauf kommentiert Sörens Freundin Maja: “Wow, klasse Typ da neben dir, Tom!”  Das beantwortet Sören mit allerlei Herzchen und Seufzerchen und Ach-Geschmachte. Was Maja zum Anlass nimmt, sich öffentlich und Smiley-sabbernd auf einen “tollen Abend zu zweit” mit Sören zu freuen – und am Ende auch noch bedeutungsschwangere drei Pünktchen setzt… Ach was, bedeutungsschwanger: bedeutungsniederkünftige Punkte! Die knallen dann wie Einschusslöcher ins Bewusstsein von Toms 350 Facebook-Freunden, die diesem erbärmlichen Schauspiel beiwohnen mussten.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, woher dieser Hang zum Flirt-Exhibitionismus kommt. Ist das tatsächlich der gezielte Wunsch, sich in aller Öffentlichkeit als turtelndes Paar zu präsentieren, also quasi die Vorstufe zum perfekt ausgeleuchteten Zungenkuss in Dolby-Schmatz-Surround auf der Showbühne? Oder ist es vielmehr – woran ich eher glaube – die nach wie vor weit verbreitete Unfähigkeit, sich vorzustellen, dass das wirklich von Hunderten oder gar Tausenden von Menschen gelesen wird? Das ist nämlich das Problem bei diesen Netzwerken: Nicht nur die NSA bekommt alles mit. Vielleicht sind die Menschen aber auch schon so abgestumpft, dass es ihnen egal ist, wer was von ihnen mitbekommt. Vielleicht machen sich meine Nachbarn Sören und Maja darum auch immer so gar keine Gedanken darum, dass alle sie hören, wenn sie nebenan im Bett zugange sind. Bis jetzt, hehehe.

Zum Glück teilen die meisten Menschen meine Ansicht: Facebook nutzen über zwei Drittel (68 Prozent) nie, um mit ihren Liebsten in Kontakt zu bleiben. An alle anderen hier meine Ansage: Nicht auf meiner Seite! Wobei: Scarlett Johansson dürfte mir jederzeit und auf jedem Kanal alles zuflüstern – Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen.

Facebook Twitter

Liebesleben auf der Resterampe: Warum Traumfrauen so oft mit Mistkerlen zusammen sind

Eine alte, immer wieder doofe Geschichte: Sie lernen die absolute Ober-Über-Traumfrau kennen – und sie ist schon vergeben. Ihr Lover ist zu allem Überfluss der totale Mistkerl, der ihr fremdgeht, sie schlecht behandelt und sie in zärtlichen Momenten “Pussy” nennt. Aber sie hängt an ihm wie die Prada-Tasche an ihrem Arm. Warum ist das so? Weil Frauen gern schlecht behandelt werden? Nein, ziehen Sie bloß nicht die falschen Schlüsse, werden Sie bloß nicht selbst zum Dreckstyp! Der Grund ist so einfach wie unglaublich: Sie hat Angst davor, allein zu sein. Forscher an der University of Toronto haben nun in einer Studie gezeigt, dass diese Furcht bei vielen Menschen dazu führt, dass sie mit Partnern zusammenkommen und -bleiben, die sie schlecht behandeln. Übrigens: auch Männer. Dabei spielt es oft keine Rolle, wie attraktiv die Betroffenen selbst sind. Die Angst vor dem leeren Bett siegt da oft über die Vernunft.

Die Befürchtung, leer auszugehen, kennen wir alle. Die treibt uns ja oft und immer wieder ins Unglück. Menschen trinken lieber gepanschten Alkohol, der sie blind macht, als gar nicht zu feiern. Menschen essen gesundheitsschädigende Burger, Pizza, Currywurst und Fritten, weil sie Angst haben, bis zum Frühstück zu verhungern. Immer noch besser als draufzugehen, nicht wahr. Die Not ist oft in Wochenendnächten am größten, wenn betrunkene, durchgehungerte Horden bei den einschlägigen Futter-Buden und Bulettenbrätern einfallen und in akuter Todesangst kiloweise Fett-Fraß bestellen. Dieselben Leute sind es interessanterweise, die dann später in den Clubs und Kneipen die Reste am Tresen abräumen, sowohl in getränketechnischer als auch paarungsbezogener Hinsicht. Treibende Kraft: Die Angst vor Durst und Vereinsamung. Aus diesem Liebesleben auf der Resterampe entstehen dann womöglich genau so halbgare Paarbeziehungen, aus denen manche(r) später nicht auszubrechen wagt.

Das ist natürlich alles übertrieben. Ich will nur sagen: Niemand verhungert gleich, wenn er mal nicht zu McDonald’s geht. Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben. Und niemand stirbt gleich einsam, nur weil er eine nervige Beziehung beendet. Ich war selbst oft genug auf der Resterampe erfolgreich (oder bin selbst von dort abgeräumt worden), um zu wissen: Manche Liebelei sollte niemand zu sehr in die Länge ziehen, das ist nur Zeitverschwendung. Nichts lässt uns mehr wachsen, als eine verkorkste Beziehung aus freien Stücken hinter uns zu lassen. Es muss Sie nicht weiter beschäftigen, dass so viele Traumfrauen das so spät oder gar nicht verstehen. Denn solche Frauen sind für Sie nicht interessant. Eine Frau, die einem Mistkerl nachweint, müssen Sie nicht retten oder beschützen. Die müssen Sie allenfalls bedauern. Das Paradoxe an der Sache: Wenn sich das bei allen Männern herumspricht, fürchtet die Traumfrau tatsächlich mit gutem Grund, nach der Trennung vom Mistkerl allein da zu stehen.

Facebook Twitter

Warum Männer besser nicht zuhören, wenn Forscher sagen, dass Frauen schlecht einparken

Häufig bin ich mit dem Vorwurf konfrontiert, bei mir gehe es doch immer nur um Klischees. Ich antworte dann: Ja, bei mir ist es nunmal wie im richtigen Leben. Klischees sind überall, sie sind schwer auszurotten – und werden immer wieder von der Forschung bestätigt. Gerade haben Wissenschaftler der University of Pennsylvania eine Studie veröffentlicht, die den Titel tragen könnte: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Die Untersuchung trägt einen ganz anderen Titel, beinhaltet aber letztlich das Gleiche.

Die Forscher fanden heraus, dass die Gehirne von Männern und Frauen jeweils andere Formen der Vernetzung aufweisen. Während bei Frauen eher sehr viele Brücken zwischen den beiden Hirnhälften existieren, sind bei den Männern mehr Verknüpfungen innerhalb der einzelnen Gehirnhälften feststellbar. Folge unter anderem: Frauen können sich besser Gesichter und Wörter merken, sind im zwischenmenschlichen Sinne aufmerksamer und zeigen eine bessere soziale Verständigkeit als Männer. Die Kerle wiederum können räumliche Informationen besser verarbeiten und schneiden in der Koordination von Bewegungen besser ab. Also kurz: Frauen = Zuhören und Männer = Einparken.

Ich finde derartige Erkenntnisse sehr gefährlich. Sie könnten uns zu dem Irrglauben führen, dass nicht nur diese Klischees letztlich Wahrheiten sind – sondern dass auch ganz andere Stereotype stimmen. Sie könnten uns weismachen, dass Frauen tatsächlich mehr Zeit und Geld in ihre Garderobe investieren als Männer. Oder uns zu der falschen Annahme verleiten, dass Frauen sich in sehr großer Mehrheit eher für Kultur- und Sprachwissenschaften begeistern als für Naturwissenschaften und Ingenieursstudiengänge. Sie könnten uns womöglich glauben lassen, dass Frauen bei Männern sehr wohl aufs Äußere achten, und auf eine gut gefüllte Brieftasche, und auf einen hohen sozialen Status. Und all diese Geschichten gehören doch längst ins Reich der Gender-Legenden und Pärchen-Märchen. Oder nicht?

Facebook Twitter

Gleichberechnung von Mann und Frau: Alle Paare tanzen jetzt bald nach einem neuen Algorithmus

Die Liebe wird immer berechenbarer. Jedenfalls wenn man einem Team von Wissenschaftlern aus China und den USA glauben will. Die haben gerade einen angeblich deutlich verbesserten, neuen Algorithmus zur Partnersuche entwickelt. Eine neuartige Filtertechnik soll die Qualität der Partnervorschläge in Online-Kontakt-Börsen drastisch erhöhen.

Es ist also bald soweit. Sie geben bei so einer Suche einfach nur noch ein, worauf Sie gerade Bock haben. Also etwa: “Scarlett Johansson mit den Qualitäten von Sasha Grey”. Oder: “Sasha Grey, die auch kochen kann”. Oder: ”Meine Ex, nur netter”. Oder: “Meine Frau, nur mit den Brüsten von meiner Ex”. Oder: “Meine Ex, nur mit den Brüsten von meiner Frau. Und ihren eigenen Brüsten.” Was Männer eben so wollen. Dann sucht der Algorithmus Ihnen die passenden Bräute raus. Wenn er vollständig entwickelt ist, setzt der Algorithmus sich auch gleich in sein Auto, holt die Mädels ab und bringt sie bei Ihnen vorbei. Amazon denkt schon darüber nach, die Frauen per Hubschrauber liefern zu lassen (“Girl-i-copter”) – oder wahlweise als Care-Paket abzuwerfen.

Wenn das neue Suchsystem in ferner Zukunft den höchsten geplanten Reifegrad erklimmt, fallen sogar die Lieferfahrzeuge weg, und mit ihnen der lästige CO2-Fußabdruck. Denn dann kommen überall auf der Welt High-End-3D-Drucker zum Einsatz, die es ermöglichen, die Frau der Träume gleich zuhause auszudrucken. Und das in verschiedenen Farben und in jeder erdenklichen Größe. Einziger Nachteil: Zufälle, Gefühle und Romantik bleiben auf der Strecke. Die lassen sich leider weder liefern noch ausdrucken. Die totale Gleichberechnung von Mann und Frau wäre damit erreicht.

Sie merken schon: Ich bin von der Idee einer komplett elektronisch gesteuerten Liebe nicht ganz überzeugt. Darum hier meine Aufgabe an Sie: Wenn Sie das nächste Mal Ihrer schönen unbekannten Traumfrau begegnen, gehen Sie ganz analog mit einem freundlichen Lächeln zu ihr hin und sagen: “Hallo, ich möchte dich kennenlernen. Sollen wir warten, bis uns ein Algorithmus zusammenwürfelt, oder erledigen wir das gleich hier?” Erzählen Sie mir, was Sie gesagt hat!

Facebook Twitter

In der ewigen Diskussion ums Äußere treiben es viele Frauen jetzt bis zum Äußersten

Nicht dass es nun wieder heißt, bei Jens Health geht’s immer nur um das Äußere. Ich kann nichts dafür. So wie es aussieht, ist das Thema Aussehen einfach gerade hoch im Kurs. Vor kurzem haben Sie an dieser Stelle gelesen, dass Frauen sehr wohl bei Männern aufs Äußere achten, dass sie aber steif und fest behaupten, es habe keinen Einfluss auf ihr persönliches Glücksempfinden, wie der Partner aussieht. Damit nicht genug, entdecke ich jetzt in den Ergebnissen einer weiteren Single-Umfrage das hier:

Ganz so streng nehmen es die weiblichen Singles mit dem guten Aussehen eines neuen Partners nicht. Für sie hat die Bildung eines Mannes mit 21 Prozent deutlich mehr Gewicht. Kein Wunder: Frauen betrachten Äußerlichkeiten als verhandelbar und gehen entsprechend flexibel auf Partnersuche: Sollte Amor – rein optisch gesehen – einmal leicht daneben gezielt haben, passt die Hälfte (51 Prozent) ihren Traummann einfach ein bisschen dem eigenen Schönheitsideal an. 

Aha. Verstehe ich das richtig? Wer sich anmaßt, das Äußere seines Partners zu verändern, geht also mit dem Thema Aussehen “flexibel” und “praktisch” um? Diese Person nimmt es bei dem Thema “nicht so streng”? Und ich darf davon ausgehen, dass das in Zeiten der Gleichstellung für Männer genau so gilt wie Frauen? Gleiches Recht für alle? Na, denn. Ihr habt es gelesen, Jungs. Ihr dürft die Mädels jetzt anziehen und aufhübschen. wie es euch gefällt. Stürmt die Geschäfte! Rupft in den Damenabteilungen aus den Regalen, was ihr brauchen könnt. Kauft blonde Perücken, durchsichtige Oberteile, Netzstrumpfanzüge, Lederhalsbänder, enge Jeans, kurze Röcke, Hasenohren, hohe Stiefel und Schuhe mit  Stiletto-Absätzen. Denn Frauen lieben es, wenn ihre Partner sich als “flexibel” und “praktisch” erweisen und ihre Partnerinnen “rein optisch gesehen” nur “ein bisschen dem eigenen Schönheitsideal anpassen”. Oh, Leser Chris K. fragt gerade nicht ganz zu Unrecht: Sind bei dieser Renovierung auch Schokoladen-Entzug und chirurgische Eingriffe erlaubt?

Spaß beiseite. Mir stellt sich bei derlei Nachrichten eine Frage: Wer ist am Thema Aussehen nun mehr interessiert – ein Mann, der sich seine Frau möglichst nach seinem Geschmack aussucht, oder eine Frau, die ihren Mann einfach mal ungefragt nach ihrem Geschmack umgestaltet? Hm, Frau Doktor Frankenstein? Da tun sich ja Abgründe auf! Besonders unverschämt finde ich diese Äußerungen, weil wir gerade erst erfahren haben, dass fast die Hälfte aller Frauen es kategorisch ablehnt, sich für einen neuen Partner auch nur einen Millimeter zu verändern. Umgekehrt waren Männer da durchaus empfänglicher. Damit muss Schluss sein! Verweigern Sie sich dem Schönheitsdiktat der Frauen! Sie müssen… Wie bitte? Sie finden das gar nicht so schlimm, wenn Ihre Frau Ihnen etwas zum Anziehen kauft? Ihnen ist das Thema nicht so wichtig, und da sind Sie froh, wenn Ihre Liebste sich der Sache annimmt? Weil Frauen ja ohnehin meist den besseren Geschmack haben? Oje. Ich merke, wir stehen bei der Emanzipation des Mannes noch ganz am Anfang. Ich komme wieder – spätestens, wenn Ihre Angebetete verlangt, dass Sie Stilettos und Hasenohren tragen, werden Sie auf mich hören.

Facebook Twitter