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SMS steht nicht für Schluss-Mach-Service! Also: BMSen statt SMSen!

Fast jeder fünfte Mann beendet einer Umfrage zufolge seine Liebesbeziehung per SMS. Da mag jetzt mancher sagen: Wie geschmacklos! Ich sage: Immer noch besser, als es auf der Facebook-Pinnwand der Ab-dann-Ex zu posten. ;-) Nein, ernsthaft: Seit letztem Jahr erlaubt sogar der Knigge das Schlussmachen per Kurznachricht – aber ich frage mich immer noch, was man da schreiben soll.

“Sorry, aber ich kann nicht mehr” ist zu diffus, kann ebenso als Lebensmüdigkeit verstanden werden wie auch als Problem beim Treppensteigen. “Es ist aus” ist missverständlich – das könnte sich auch auf das Handy beziehen, als Hinweis, dass man jetzt erst einmal nicht erreichbar ist. “Zwischen uns ist es aus” ist zwar deutlicher, aber auch etwas begründungsarm. “Ich liebe dich nicht mehr” ist sehr ehrlich, aber in jeder Hinsicht gefühllos. “Du stinkst” kann von ihr leicht mit einem “du auch, aber ich mag das ;-) ” gekontert werden. “Ich habe mich in eine andere verliebt” ist so kaltschnäuzig, dass Sie gleich schreiben können: “Ich habe Ersatz für dich gefunden”. Oder auch: “Es tut mir leid, deine Performance stimmt nicht, ich muss dich leider gehen lassen.”

Nein, ich bleibe dabei: Es kann vom Knigge noch so sehr erlaubt sein, SMSchlussmachen bleibt stillos. Ich rate davon ab. Insofern lautet mein Motto: BMSen statt SMSen – sprich: “besser miteinander sprechen”. Zumindest telefonisch, aber am besten persönlich, von Angesicht zu Angesicht. Dann überlegen Sie es sich vielleicht sogar noch einmal anders. Auch aus diesem Grund ist eine SMS doof: Was ist, wenn alles nur eine Laune war, wenn Sie es gar nicht so gemeint haben? Da gilt die alte Mafia-Anwaltsregel: Bloß-nichts-Schriftliches!

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Die armen Dicken dürfen bald nicht mehr so dick sein wie die reichen Dicken – zumindest in England

Die westliche Welt ist zu fett, und sie wird immer fetter. Auch wenn ein bisschen Übergewicht nicht schlimm ist – richtig, richtig fette Menschen belasten durch vielerlei gewichtsbedingte Erkrankungen (Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme) die öffentlichen Kassen. In Großbritannien, wo 17 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen als krankhaft übergewichtig gelten (Deutschland: 16 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen), wird darum nun der Vorschlag diskutiert, man solle zu dicken Sozialhilfeempfängern die Zuschüsse kürzen, wenn sie nicht einen rigiden Sport- und Ernährungsplan befolgen.

Wer es zynisch betrachtet, möchte sagen, für die Behörden ist das eine klassische win-win-Situation: Entweder die armen Dicken nehmen durch Sport ab – oder weil sie schlicht kein Geld mehr für etwas zu essen haben. Früher nannte man so etwas aushungern. Es bleibt zu hoffen, dass hierzulande niemand auf die Idee kommt, das nachzumachen.

Denn auch wenn ich kein Fan von Fettleibigkeit bin, wirft dieser Vorschlag eine Menge Fragen auf. Die wichtigste: Was kürzen sie den reichen Dicken, wenn die keinen Sport machen? Haben dann nur noch Wohlhabende das Recht auf Wohlbeleibtheit? Was ist speziell mit dicken Politikern? Auch eine interessante Frage: Welche unterstützenden Maßnahmen gibt es, bevor die Stütze gestrichen wird? Werden unwillige Dicke per Polizeieskorte zum Training begleitet? Und wie werden die sich unausweichlich häufenden Fälle von Mundraub gehandhabt? Bekommen Unverbesserliche eine elektronische Fress-Fessel?

Nein, nein, das funktioniert so nicht. Anstatt sich in Zwangsmaßnahmen zu ergehen, sollten die werten Zukunftsgestalter aus der Politik lieber für eine anständige Kennzeichnung von Dickmacher-Lebensmitteln sorgen, sie sollten sich mehr um die Aufklärung über Ernährung schon in den Schulen bemühen, kostenlose und attraktive Sportkurse für alle anbieten, finanziert durch eine hohe Kaloriensteuer auf Schoko-Riegel und zuckerhaltige Limonaden – und das Lesen von Men’s Health und Women’s Health zur Bürgerpflicht erklären. Das würde die Zahl der Adipositaspatienten langfristig genügend reduzieren. Dann muss hoffentlich kein Dicker mit dem Polizeiwagen zum Fitness-Studio gekarrt werden.

 

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Eine Frau zieht schneller als ihr Schatten – zumindest ihre Drinks weg

Gehen Sie am Wochenende mit einer Frau etwas trinken? Dann passen Sie auf, dass die Kleine sich nicht unter den Tisch säuft.

Einer aktuellen spanischen Studie zufolge ziehen Frauen ihre alkoholischen Getränke meist schneller weg als Männer. Männer nehmen zwar im Laufe eines Abends mengenmäßig mehr Alkohol zu sich – aber Frauen kippen ihre Drinks in Nullkommanichts, während Männer sich damit mehr Zeit lassen.

Was könnte der Grund für diese Sturzbecher-Mentalität sein? Eine mögliche Folge ist, dass die Mädels schneller betrunken werden. Aber ist das ihr Ziel? Dann stimmt es am Ende gar nicht, dass interessierte Männer die Mädels abfüllen – die machen das selbst. Ich glaube aber, die Gründe sind andere.

Erstens benötigen Frauen beim Reden ihre Hände zum Haare-um-die-Finger-Drehen, Wild-herum-Gestikulieren und Gackernd-die-Hände-vor-den-Mund-Halten. Zweitens hindert sie ein Drink in der Hand daran, schnell mal mit den anderen Girls aufs Klo zu verschwinden oder schlicht das Lokal zu verlassen. Frauen gehen ja im Gegensatz zu Männern meist nicht nur in eine Bar pro Abend sondern mindestens in 48 neu eröffnete coole Hipster-Bars. Drittens hat eine Frau mit einem Drink in der Hand einen entscheidenden Nachteil: Man(n) kann sie schlecht zu einem Drink einladen. Und da das immer noch eine der wichtigsten Kontaktaufnahme-Spielarten im abendlichen Barbetrieb ist, will sie die Hände schnell wieder frei haben.

Aber Vorsicht! Bevor Sie mit gezückter Börse auf eine der Schnelltrinkerinnen zustürmen, bedenken Sie: Ihr geht es nicht darum, Geld zu sparen, sondern immer noch um Sympathie. Es kommt darauf an, von wem die Frau sich zu einem Drink einladen lassen will. Ob Sie ihr gefallen, müssen Sie per Augenkontakt feststellen. Ein untrügliches Zeichen für Flirtlaune gibt es natürlich nicht. Dafür aber umgekehrt: Wenn eine notorische Drink-Stürzerin auf Ihre Einladung sagt “Danke, ich habe noch” und ewig weiter an ihrem Prosecco nippt, ist das jedenfalls ein deutliches Zeichen dafür, dass sie sich von Ihnen nicht einladen lassen möchte. Dann haben wenigstens Sie Geld gespart.

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Hohe Absätze machen Frauen sexy, aber nur wenn sie darauf gehen können

Finden Sie Frauen in hohen Absätzen sexy?

Prima! Dann befindet sich Ihr Empfinden im Einklang mit dem aktuellen Forschungsstand. Denn einer neuen Studie der University of Portsmouth zufolge sorgen hohe Absätze dafür, dass der Gang einer Frau von Männern als attraktiver und weiblicher wahrgenommen wird. Das liegt angeblich daran, dass sich mit solchen Schuhen beim Gehen die Haltung verändert, die Schrittlänge verkürzt wird, aber auch die Hüftbewegung femininer ausfällt. Wow!

Das mag wohl stimmen. Aber ich möchte dem hinzufügen: Es gibt Frauen, die sind so sexy, dass auch das Gehen in einem Paar flacher Turnschuhe sie nicht entstellen kann. (Das war ich Nicole Kidman und Britney Spears schuldig, die hassen nämliche hohe Hacken.) Und umgekehrt, liebe Forscher, bleibt festzuhalten: Das Gehen auf hohen Absätzen ist eine Wissenschaft für sich. Bei High Heels kommt es nämlich sehr darauf an, ob die Frau, die sie trägt, überhaupt darin gehen kann. Nichts ist weniger sexy als der Stiletto-Breakdance, sprich: Eine Frau, die in Pumps wackelnd und zappelnd um ihr Leben balanciert.

Dazu passt, was meine Kollegin gerade sagt: “Das weiß doch jeder, dass High Heels sexier machen. Ein paar meiner Freundinnen haben deswegen auch extra einige Paar hochhackige Schuhe speziell und nur fürs Bett.” Aha. Mal ganz im Vertrauen: Wenn die mit den Dingern über ein weiches BETT laufen, sieht das doch auch alles andere als sexy aus…

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Sie machen ihr Komplimente und Geschenke? Dann sind Sie ein Sexist!

Gerade habe ich von einer aktuellen Studie gelesen, in der es wieder mal darum ging, dass alle Männer Sexisten sind. Zwar wurde unterschieden zwischen einem Sexismus feindseliger Ausprägung und einem wohlwollenden – aber letztlich ist offenbar alles, was Männer irgendwie gegenüber oder mit Frauen tun, sexistisch.

Wenn Sie etwa Frauen wertschätzen und anhimmeln und ihnen eine besonders kavaliermäßige Behandlung zukommen lassen – dann nennt die Wissenschaft das “benevolent sexism”, also “wohlwollenden Sexismus”. Wenn Sie Ihrer Angebeteten Geschenke machen, ihr Blumen kaufen, sie zum Italiener einladen, ihr Komplimente machen, ihr in den Mantel helfen, ihr die Tür aufhalten… – dann ist auch das Sexismus. Die armen Frauen.

Schon klar, es geht natürlich darum, dass der Mann solche Handlungen mit sexistischen Hintergedanken vornimmt, dass er die Frau nur so lange hofiert, wie er sich etwas von ihr verspricht – und sie mies behandelt, wenn sie ablehnt. Das ist natürlich böse, böse. Aber wieso werden diese Motive jedem Kavalier sofort unterstellt? Und welche Alternative hat der Mann denn? Mies behandeln ist keine Option, nett behandeln ist nicht erlaubt – bleibt noch neutral. Soll der Mann ignorieren, dass die Frau eine Frau ist? Sie wie den Kumpel behandeln? Sie mit zum Fußball nehmen und danach ab zum gemeinsamen Bier-Atmen bis zum Hockersturz? Nein, das wollen die meisten dann doch nicht. Und insbesondere die Frauen lassen sich dann lieber beim Italiener die Tür aufhalten. Kaum entspricht der Mann freudig diesem Wunsch, wird er, was er ist: Ein ewiger Sexist. Er kommt aus der Nummer nicht heraus. Oder doch?

Machen Sie doch dieses Jahr Weihnachten den Test. Schenken Sie ihr NICHT den Unterwäsche-Gutschein, den sie sich gewünscht hat, auch KEINEN Schmuck, KEINE figurbetonte Kleidung, nur Bücher und CDs. Machen Sie ihr auch KEINESFALLS Komplimente, wie gut sie an diesem Abend aussieht. Mal schauen, wie ihr das erste nicht-sexistische Weihnachten ihres Lebens gefällt.

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Sind Sie Weihnachten auch in Schwiegerigkeiten?

Weihnachtszeit ist nicht nur Geschenkezeit, Essenszeit und Familienzeit – es ist vor allem auch Schwiegerzeit. Schwiegereltern laden ein oder kommen zu Besuch, in jedem Paar gibt es einen Schwiegersohn und eine Schwiegertochter, vielleicht kommt sogar ein Film mit Til Schwieger. Alle schwiegern so vor sich hin, und manchmal ist das ganz schön schwie(g)rig.

Darum liefere ich Ihnen hier mal zwei Zahlen aus einer aufwändigen US-Schwieger-Studie:

1. Es ist gar nicht so schlimm, wenn Ihre Angebetete und Ihre Mutter sich nicht so gut verstehen. Laut Studie hält nämlich dann Ihre Beziehung länger. Eine Ehe, in der die Frau eine gute Beziehung mit ihrer Schwiegermutter pflegt, hat tatsächlich ein um 20 Prozent größeres Trennungsrisiko.

2. Es ist überhaupt nicht so schlecht, wenn Sie sich als Mann mit den Schwiegereltern gut verstehen – denn das wiederum verringert Ihr Trennungsrisiko statistisch um 20 Prozent.

Während sich also Ihre Liebste und Ihre Mutter in der Küche anfauchen und anzischen, entkorken Sie mit Ihren Schwiegereltern eine gute Flasche Wein und machen gediegenen Small-Talk und ein paar Witzchen. Dann ist alles in Butter.

So läuft es bei Ihnen Weihnachten ohnehin jedes Jahr? Na, sage ich doch immer: Manche Forschung braucht kein Mensch.

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2013 ist kein gutes Jahr zum Verlieben – also greifen Sie lieber 2012 noch zu!

Sind Sie auf der Suche? Nach der großen Liebe? Dann aber schnell!

Einer Umfrage zufolge wollen sich 51 Prozent aller Singles im Jahr 2013 neu verlieben. Das ist, mit Verlaub, nicht gerade viel. Es ist eher überraschend wenig. Im allgemeinen stellt man sich unter einem Single ja eher jemand Geiferndes, Sabberndes vor – äh, ich meine natürlich: Jemand Suchendes, Sehnendes. Und nun interessiert sich gerade einmal die Hälfte der Alleinstehenden für die Liebe. Kann das sein? Haben die nur trauernde Witwen befragt?

Nein, ich glaube eher, es hat etwas mit dem Veranstalter der Umfrage zu tun: Das war nämlich so ein Online-Dating-Portal. Bei den 49 Prozent, die sich für 2013 nicht die große Liebe wünschen, waren sicherlich einige dabei, die gedacht haben: “Nää, wenn ich da jetzt sage, ich will mich 2013 verlieben, ballern die mich gleich wieder mit Werbemails zu und schicken mir die Zombies von ihrer Resterampe. Nee, nee. Lieber nicht.”

Vielleicht hat es auch mit der Zahl zu tun: 2013 klingt für manche Abergläubische sicherlich per se nicht nach Glückszahl, auch nicht für die Liebe. Aber ein ganzes Jahr ohne Liebe? Na, da fällt manchem sicherlich so etwas ein wie “Liebe unter Vorbehalt”. Und erst 2014 wird es dann offiziell. Überhaupt haben die kommenden Jahre liebestechnisch einen großen Nachteil: Keine schönen Datumszahlen für die Hochzeit. Der 20. 12. 2012 ist der letzte coole Termin. Obwohl… So manche(r) plant vielleicht schon für den 20. 13. 2013 eine Riesensause. Aber hält uns ein uncooles Datum schon vom Verlieben ab?

Egal. Unterm Strich heißt das alles: Wenn Sie eine Frau suchen, haben Sie jetzt die besten Chancen. Bessere als 2013 jedenfalls. Immerhin wollten sich Anfang des Jahres 2012 noch 78 Prozent der deutschen Singles verlieben. Die sind bestimmt noch nicht alle weg. Da ist noch einiges an guter Qualität auf der Resterampe. Also: Noch 12 Tage bis Jahresende. Viel Glück!

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Jede Frau ist furchtbar schön, äh: fruchtbar schön!

Männer finden Frauen dann am attraktivsten, wenn diese gerade die fruchtbare Phase ihres Monatszyklus durchlaufen. Sagt eine neue Studie.

Wahnsinn. Heißt das jetzt, dass Frauen sich durch einen Friseurbesuch, ein gut geschnittenes Kleid und zwei Stunden vor dem Badezimmerspiegel fruchtbar zaubern können? Oder wollen die durch ihren Super-Look bloß alle Männer abschrecken, die keine Kinder wollen?

Ist ja auch egal. Der Vorteil ist jedenfalls: Wenn Sie Kinder wollen, brauchen Sie keine Temperaturmethode mehr, um den Eisprung zu checken. Sieht Ihre Liebste mal wieder besonders gut aus, ist der ideale Zeitpunkt für Sex. Wenn Sie kein Kind wollen, halten Sie sich in dieser Zeit besser von ihr fern.

Und wenn Sie noch keine Liebste haben, aber einer attraktiven Bekannten begegnen, die letzte Woche noch total durchschnittlich aussah, könnten Sie sagen: “Ich weiß, du bist wahrscheinlich gerade total fruchtbar und so – aber wollen wir nicht erst einmal etwas trinken gehen?” Könnten Sie. Könnten Sie aber auch lassen. Etwa wenn Sie schon etwas getrunken haben - dann könnte es auch daran liegen, dass die Frau plötzlich so viel besser aussieht als neulich…

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Die perfekte Mutter für Ihre Kinder denkt, sie wäre nicht perfekt genug

Sie glauben, Sie haben die perfekte Mutter für Ihre Kinder gefunden? Vorsicht, da könnten Sie sich täuschen. Heute las ich diesen Satz: “Berufstätige Frauen entscheiden sich aus Angst, keine gute Mutter zu sein, im Zweifel gegen ein Kind.” Da sind die Kinder sicherlich überaus dankbar, die deswegen nicht auf die Welt kommen, was? Denn es ist ja viel besser, gar nicht geboren zu sein, als eine Mutter zu haben, die mal länger als bis fünf Uhr arbeitet, oder?

Jaja, die “beste Mutti von der Welt”. Alle, die den Titel wollen, haben nach Fukushima jedes Kinder-Bio-Essen im Kindergarten noch selbsttätig mit dem Geigerzähler auf strahlende Pilze untersucht, feilschen um jede Stunde Kantonesisch-Unterricht für Dreijährige, fordern nach jedem Rumgeschubse unter 5-Jährigen ein Anti-Aggressions-Training mit “so Yoga-Elementen”. Und jetzt zweifeln viele, ob das alles so richtig ist. Den Stress will sich zusätzlich zu einem Vollzeitberuf niemand antun. Dann schon lieber keine Kinder.

Ich frage: Warum lassen sie statt der Babys nicht einfach den Ehrgeiz weg, perfekt sein zu wollen? Denn letztlich ist Elternsein ohnehin ein ewiges, unbefriedigendes Learning-by-doing. Da ist nix mit perfekt. Die “beste Mutti von der Welt” behält ihren Titel immer nur höchstens fünf Minuten, bis der erbettelte Keks aufgegessen ist – und der nächste Streit ansteht. Und selbst, wenn mal alles super läuft – Kinder machen auch Vorwürfe, wenn die Eltern nichts falsch machen. Egal, was wir tun, am Ende des Tages werden wir mindestens drei Mal “Blöder Papa” und “Blöde Mama” gewesen sein.

Aber das ist natürlich rhetorisches Anrennen gegen seelische Windmühlen. Keine Angst ist so groß wie die der jungen Mutter vor dem Versagen. Nichts wäre so schlimm wie der Vorwurf, als Eltern etwas falsch gemacht zu haben. Dann schon lieber keine Kinder. Was aber im Endeffekt heißt: Lieber als Art aussterben als sich der eigenen Fehlbarkeit stellen müssen.

Klar, ich als Vater mit Vollzeitjob habe gut reden – aber 2-mal 7 Monate Elternzeit geben mir wohl ein gewisses Mitspracherecht. Vielleicht haben wir “jungen Väter” es da auch leichter, weil wir uns vom bösen Ende der Eltern-Bewertungsskala wieder in Richtung Familie bewegen, also quasi vom späten Feierabend zum frühen zurückkämpfen. Weil wir uns den Vorwurf, schlechte Väter zu sein, viel öfter anhören mussten. Wir halten das vielleicht besser aus, nicht-perfekte Väter zu sein. Ich tue trotzdem alles mir Mögliche, um meiner Frau Karriere plus Kinder zu ermöglichen, indem ich etwa jeden Morgen die Kleinen versorge und zum Kindergarten bringe. Und ich bin fast jeden Tag der “blöde Papa”. Das sollten wir alle aushalten können.

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Was fällt Ihnen zu Sex-Bildern ein? Ach, vergessen Sie’s!

Sex-Fotos machen vergesslich.

Was ich gerade gesagt habe?

Ich sagte: Sex-Fotos. Machen. Vergesslich. :-)

Einer Studie an der Universität Duisburg-Essen zufolge sind Männer, die Internetpornographie konsumieren, tatsächlich schlechter in der Lage, sich an bestimmte Dinge zu erinnern. Um dies zu belegen, ließen die Forscher Männer Bildreihen betrachten – mal sahen sie Menschen bei normalen Alltagsaktivitäten, mal ausschließlich pornographische Fotos. Die Probanden mussten zwischendurch sagen, welches Bild sie als vorvorvorletztes gesehen hatten. Bei den Pornobildchen lag ihre Fehlerquote wesentlich höher. Sie hatten oft schlicht vergessen, welches Bild sie wann gesehen hatten. Diese Ergebnisse, so die Forscher, könne erklären, warum Heavy User von Internetpornographie so häufig vergessen zu schlafen oder Verabredungen verpassen.

Echt jetzt?

Also, ich finde ja, dass diese Experimente gar nichts beweisen. Erstens zweifle ich daran, dass Pornobilder sich überhaupt gut voneinander unterscheiden lassen. Ein Foto von einer Orgie mit zwei Männern und vier Frauen sieht fast genau so aus wie ein Foto von einer Orgie mit drei Männern und vier Frauen. Da sind ein Straßenkehrer und ein Polizist in der Ausübung ihrer jeweiligen Tätigkeit wesentlich leichter zu trennen. Fair wäre es gewesen, wenn die Probanden in den neutralen Foto-Reihen Dutzende verschiedene Fließbandarbeiter zu sehen bekommen hätten. Da wäre es schon wesentlich schwieriger geworden, sich zu erinnern, welcher der Vorvorvorletzte war.

Zweitens glaube ich nicht, dass Internet-Porno-Gucker Verabredungen vergessen. Ich glaube eher, sie haben die eine Verabredung noch nicht beendet – und schieben darum die andere noch auf. Sie sagen nur hinterher, sie hätten das Date vergessen, bevor sie den wahren Grund dafür angeben. Sie vergessen auch nicht zu schlafen – sie haben schlicht noch zu tun, bevor sie ins Bett gehen.

Drittens: Wenn das alles so einfach wäre, würden Pornos doch längst von Geheimdiensten zur Gehirnwäsche eingesetzt. Und davon habe ich noch nie gehört. Oder habe ich’s bloß vergessen…?

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