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Hunger vor Liebe: Frauen lassen sich auf mehr Diäten ein als auf Männer

Frauen machen zu viele Diäten. Das wissen wir, und das allein ist schon nervig genug. Vor allem, weil wir Männer diese Kalorienzählerei und Jeden-Tag-Kohlsuppe-Manie so oft mitmachen müssen. Aber jetzt stellen neue Zahlen dieses Phänomen in einen völlig anderen Zusammenhang. Der Umfrage eines britischen Nahrungsergänzungsmittel-Herstellers zufolge haben Frauen nur halb so viele Sexpartner wie sie Diäten hinter sich bringen. Im Durchschnitt, so die Ergebnisse, geht eine Frau in ihrem Leben mit 8 Männern ins Bett (nacheinander, Anm. d. Red.), kämpft sich aber durch 16 Diäten.

Wow. Das nenne ich mal einen neuen Weltrekord im Äpfel-mit-Birnen-Vergleichen. Ich meine, was kommt als nächstes? Frauen gehen öfter ins Bad als sie Schokolade essen? Ein Mann trinkt in seinem Leben mehr Liter Bier als er Blind Dates hat? Und wie messe ich ein Blind Date in Litern? Das hängt wahrscheinlich stark davon ab, wie viele Diäten meine Blind-Date-Partnerin schon hinter sich hat – bzw. wie erfolgreich diese waren.

Überhaupt: Was soll diese Umfrage den Frauen sagen? Hüpft mal lieber mit mehr Männern ins Bett, um eure Hunger-Hüpf-Ratio zu verbessern? Sex macht schlanker als Diät? Wer öfter hungert, ist weniger geil? Oder: isst weniger geil? Natürlich ließe sich auch eine andere Botschaft daraus lesen. Denn: Welche Frau macht öfter Diät? Genau: Eine, die öfter bei der vorherigen Diät gescheitert ist. Und welche Frau hat weniger Sex-Partner: eine, die erfolgreich Diät gehalten hat oder eine, die eher weniger erfolgreich …? Ich will das hier gar nicht weiter auswalzen. Ich will aber sagen, dass in dieser Statistik ein wichtiger Punkt fehlt: Der Kohlsuppen-K.O.-Quotient. Wenn es schon um Hungern und Partnerschaft geht, ist doch neben der Frage, wie viele Diäten eine Frau gemacht hat, vor allem eines interessant: Wie oft ist einer Frau wegen ihrer ganzen Diäten schon der genervte Mann weggerannt?  Ich sage immer: Lieber eine Frau mit 10 Pfund mehr als eine mit 10 Diäten im Jahr. Denn diese ganzen Essperimente machen Männer wahnsinnig. Da entpuppt sich die Trennkost schlussendlich ganz oft im Wortsinn als Trenn-Kost.

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Vorsicht, Eheringe produzieren Rettungsringe: Die Ehe ist in Wahrheit eine Fett-Falle für Männer

Sie kennen doch sicherlich dieses Internet-Foto von der hübschen Frau im Hochzeitsschleier, die freudestrahlend ihren frisch angetrauten Ehemann umarmt, und über deren Kopf ein Gedanke aufscheint: “NOW I CAN GET FAT!” Was haben wir gelacht, nicht wahr. Haha, typisch Frau, erst hübsch machen, dann heiraten, dann unkontrolliert zunehmen, haha. Tja, nur leider stammt der Gedanke neuester Forschung wohl nicht aus dem Kopf der Frau, sondern aus dem des Mannes! Einer US-Studie zufolge sind es insbesondere junge Männer, die nach einer Heirat übergewichtig werden, während die Frauen im Durchschnitt sogar weniger wiegen als vor der Heirat. Und die Kerle können noch nicht einmal eine Schwangerschaft als Grund vorschieben!

Natürlich kursiert auch dafür gleich eine Erklärung im Netz. Männer müssten ja quasi nach der Hochzeit fett werden, heißt es da, denn: “Der Junggeselle kommt abends nach Hause, geht zum Kühlschrank, findet nichts Anständiges darin, also geht er ins Bett. Der Ehemann kommt abends nach Hause, geht ins Bett, findet nichts Anständiges darin, also geht er zum Kühlschrank.” Und wieder grölendes Gelächter. Das Gelächter dicker Ehemänner. Wollen wir etwa so sein?

Natürlich gibt es ein simples Mittel, die Gewichtszunahme zu verhindern: Einfach nicht heiraten. Gehen Sie nicht in die Fett-Falle, bleiben Sie ledig. Dann haben Sie auch mehr Zeit für Sport. Schon mit dem Hochzeitsbankett sparen Sie etwa 20.000 Kalorien ein. Und müssen in den kommenden Jahren nicht den ganzen Kuchen essen, den ihre Frau backt. Oder deren Mutter. So einfach ist das. Kein Ehering, keine Rettungsringe. Dafür hat doch sicherlich auch Ihre Angebetete vollstes Verständnis, die will ja auch nicht, dass Sie fett werden. Die wäre doch die erste, die Ihnen damit in den Ohren liegt: “Weißt du noch, wie deine Füße aussehen? Könntest auch mal etwas abnehmen. Hier, nimm’ noch ein Stück Kuchen!” Ach, das Risiko wäre es Ihnen wert? Hauptsache glücklich mit der Frau, die Sie lieben? Na, da können Sie mal sehen. So viel Wahrheit steckt in diesen Internet-Bildchen.

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Vorsicht! Egal ob Single-Börse oder Zalando, Neujahrs-Frauen suchen jetzt nach Schnäppchen

Männer, wir leben in gefährlichen Zeiten. Laut Befragung eines Single-Portals schickten 20 Prozent der Befragten ihre letzte Liebe im Dezember oder Januar in die Wüste – mehr als in allen anderen Monaten – und starteten das neue Jahr allein. Den Advent haben wir vielleicht schadlos überstanden, aber die Minenfelder der Neujahrsvorsätze liegen noch nicht hinter uns. Als Männer sind wir in diesen Tagen besonders gefährdet, denn Frauen beenden die Beziehung viel häufiger als Männer (48 zu 28 Prozent, Rest: beiderseitiges Einvernehmen).

Männer stehen also auf der Abschussliste – und die Gründe sind klar, das zeigt die Pressemitteilung einer anderen Single-Börse. Dort heißt es: “Zwischen Weihnachten und Valentinstag steigen die Anmeldungen bei Online-Partnervermittlungen rasant an.” So ist das nämlich. Das Frühjahr lauert, der Konsum-Wahn erwacht, Neues muss her. Deutschlands Frauen schaffen Platz im Kleiderschrank. Da wird alles rausgeschmissen, was irgendwie zu sehr “last season” ist – neben Schuhen, Tops und Hosen auch gerne mal der Liebhaber. Um sich dann neuen Zielen zu widmen, oder wie es die Single-Börsianer nennen: “Nächstes Jahr einen Partner finden und auf jeden Fall zu zweit Weihnachten und Silvester verbringen.” Und dann wieder ausmisten und was Neues suchen. Der ewige Kreislauf des Kontaktbörsen-Konsums. Ein Kampfschrei gellt durch unsere gepeinigten Männerherzen: Zalandoooo!

Männer leiden ja weniger am Zalando-Syndrom. Wir sind keine Beziehungs-Shopper, sondern Studien zufolge eher genügsam und nicht so im Optimierungswahn. Wenn wir Kerle einmal in einer Beziehung stecken, strengen wir uns nicht mehr so wahnsinnig an. Und überhaupt: Wenn wir immer wieder neue Frauen wollen, dann beginnen wir gar nicht erst eine Beziehung, sondern legen eine Liste mit Telefonnummern an. Dieses Beziehungsding, also diese serielle Monogamie, das tun Männer doch vor allem, weil Frauen immer gleich einen auf Familie machen wollen. Aber nun stecken wir da drin und müssen damit umgehen. Welche Schlussfolgerung liegt also nahe? 1. Machen Sie Ihrer Angebeteten klar, dass Sie kein Schnäppchen sind. 2. Eruieren Sie selbst den Markt und erzählen ihr ab und zu, welche Luxus-Babes Sie zu Top-Konditionen ins Körbchen bekommen könnten. Zeigen Sie Ihrer Liebsten, dass auch andere Shopperinnen ganz wild darauf sind, Sie einzutüten. 3. Lassen Sie sich nie, nie, nie in einen Kleiderschrank stecken!

 

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Wenn Männer mal ihre Tage haben, werden sie von Frauen verhöhnt und ausgelacht

Was sagen Sie zu Ihrer Angebeteten, wenn sie krank ist? Wahrscheinlich so etwas wie: “Geh’ mal lieber ins Bett und kurier’ dich aus.” Und was sagt die Frau, wenn Sie erkältet sind? Wahrscheinlich so etwas wie: ”Geh’mir nicht auf den Geist mit deinem Gejammer!” Zumindest aber: “Stell dich nicht so an!” Wie oft wurden wir Männer von Frauen schon verhöhnt und ausgelacht, wenn wir von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt in die Knie gezwungen wurden. Wie oft wurde unser Röcheln, Schnupfen und Husten von Frauen als “völlig übertrieben” bezeichnet, als “Rumgejaule” und “wehleidige Weicheierei”. ‘Wenn Männer krank sind’ wurde unter Frauen zu einem geflügelten Begriff, der stets Anlass für Klatsch und Tratsch, Spott und Häme war. Schon immer schrien wir dann: “Ungerecht!” Aber wir wurden nicht gehört. Das wird sich jetzt ändern.

Forscher von der Stanford University School of Medicine haben nun in einer Studie gezeigt, dass Männer tatsächlich mehr unter solchen Infekten leiden. Grippe und Erkältung treffen uns härter. Die Forscher entdeckten, dass ausgerechnet das Männerhormon Testosteron dafür verantwortlich ist, dass im männlichen Körper die Immunantwort schwächer ausfällt. Männer mit wenig Testosteron zeigen eine ähnliche Immunreaktion wie Frauen. Männer mit mehr Testosteron leiden mehr. Die Folge: Schnief. Rotz. Hust. Jammer. Die Wissenschaftler sagen, es sei ihnen ein Rätsel, warum ausgerechnet jenes Hormon die Männer schwäche, dass sie ansonsten so stark und männlich machen soll.

Ich finde, dass schon in dieser Annahme, alles Männliche müsse stark sein, eine sehr antiquierte Haltung durchschimmert. Warum muss der Mann eisenhart und unbesiegbar sein? Es wird doch auch sonst immer gefordert, Männer müssten mehr Schwäche zeigen. Auch und gerade Frauen fordern das. Aber wenn es dann eine Immunschwäche ist, welche die Männer zeigen, wird gleich wieder gemault. Man könnte auch sagen, es wird reingetreten, wenn einer krank am Boden liegt. Vielleicht hilft den Mädels ja eine etwas abstrahierte Sichtweise: Diese Studie zeigt, dass auch Männer hormonbedingt unter bestimmten körperlichen Symptomen leiden, welche Frauen erspart bleiben – nur dass die Männer das eben nicht jeden Monat tun, sondern nur wenige Male im Jahr…

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Was alles so passieren muss, bis Sie eine Fröschin am Hals haben

Nach wie vor herrscht in der Forschung Unklarheit darüber, wie viele Frösche eine Frau küssen muss, bis sie einen Prinzen findet. Eine britische Studie hat aber nun immerhin gezeigt, wie viele Frauen ein Mann bzw. wie viele Männer eine Frau küssen muss, bis er oder sie die Liebe fürs Leben findet: Männer müssen 16-mal küssen, Frauen nur 15-mal. Fragen Sie mich bloß nicht, wie viel das jetzt in Fröschen ist.

Ich kann Ihnen nur sagen, was laut Studie noch alles dazu gehört, um die Frau fürs Leben zu finden: Sie müssen 4 Liaisons von weniger als einem Jahr Dauer hinter sich bringen, 2 Beziehungen von einem Jahr oder länger, Sie müssen mit mindestens einer Frau auch zusammengelebt haben, einmal fremdgegangen sein, einmal selbst betrogen worden sein, 3 Blind Dates gehabt haben, 2-mal richtig verliebt gewesen sein, 2-mal Ihr Herz gebrochen bekommen, eine Fernbeziehung gehabt haben – und noch einiges mehr. Puh. Klingt echt nach Arbeit, oder? Fehlt eigentlich nur noch: “Über 7 Brücken musst du gehen/ 7 dunkle Jahre überstehen…” Vielleicht tröstet es Sie, dass für Sie als Mann im Schnitt mehr Sex-Partner abfallen, bis Sie die Richtige finden: Männer haben 10, Frauen nur 7. Auch bei den One-Night-Stands liegen Sie mit 6 zu 4 vorne.

Das alles sieht so sehr nach einem konkreten Plan aus, dass hier schon junge Kolleginnen die Männer im Labello-Spalier antreten lassen, um wenigstens das mit den 15 Küssen schnellstens erledigt zu haben. (Frösche haben wir hier ja nicht.) Dabei sind das doch alles nur statistische Werte, ermittelt unter 2000 Männern und Frauen, die von sich sagen, den Volltreffer bereits gelandet zu haben. Es gibt also gar keine Garantie, dass Sie nach all den Küssen und Bettgeschichten mit der perfekten Frau dastehen – nur eine statistische Wahrscheinlichkeit. Manche erleben die meisten dieser Dinge vielleicht sogar mit nur einer Frau. Andere erleben den Großteil in nur einem Ibiza-Urlaub, Tori Black schafft vieles davon in einem einzigen Film – und mehr. Entscheidend ist für mich daher vor allem eine Aussage dieser Studie: 80 Prozent der Befragten, Männer wie Frauen, sagten, sie seien ihrer Traumfrau oder ihrem Traummann erst dann begegnet, als sie es am wenigsten erwartet haben. Die Liebe ist ein Balance-Akt: Auch wenn es harte Arbeit ist – Sie dürfen sich auch nicht zu sehr bemühen.

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Frauen stehen nicht auf billige sexistische Reklame, auf teure sexistische Reklame aber schon

Beschwert sich Ihre Angebetete auch oft darüber, dass so viel Werbung mit Sex und insbesondere nackten Frauen gemacht wird? Sie hat ja nicht ganz Unrecht – oder was hat Sie gerade hierher gelockt, hm? Um es mal mit den Fantastischen 4 zu sagen: “Titten nur Titten, ich seh’ so viele Titten. Wenn du denkst, das war schon immer so, dann hast du dich geschnitten!” (Individuell aber schnell, 1992) Allerdings hat jetzt eine kleine, aber feine Studie gezeigt, dass sich auch in dieser berechtigterweise zur Schau getragenen Empörung der Damen eine gewisse Verlogenheit breitmacht. Die Wissenschaftler von der University of Minnesota konnten nämlich nachweisen, dass Frauen sexualisierte Werbung sehr wohl gutheißen – wenn sie denn für hochpreisige Luxusartikel wirbt. Sprich: Wird mit einer nackten Frau für ein teures Parfum geworben oder für edle Uhren, findet Frau das meist okay. Soll die Nackte aber ein geringpreisiges Produkt verkaufen, lehnen Frauen das ab. Billig – steht sie nicht drauf.

Das hat, so mutmaßen die Forscher, damit zu tun, dass Frauen ein vitales Interesse daran haben, dass Sex ebenfalls ein kostbares, seltenes, extrem wertvolles Gut bleibt. Denn das soll die Wahrscheinlichkeit senken, dass ihre Männer im Billig-Sex-Wahn um die Häuser streunen. Anders gesagt: Die schnelle, billige und einfache Verfügbarkeit von Sex reduziert die Macht, die Frauen über das Gewähren oder Verweigern von Sex ausüben können. Und darum haben sie auch etwas gegen Werbung, die Sex mit billigen Produkten auf eine Stufe stellt. Interessante These, oder?

Was heißt das nun für Sie? Nun, zunächst einmal heißt es, dass Sie ihr gern die teure Uhr zu Weihnachten schenken dürfen, für die eine nackte Schönheit wirbt – aber nicht das billige Deo. Heißt es aber auch, dass sie verlangen dürfen, dass sie die Uhr jetzt sofort genau so trägt wie in der Werbung – also nackt? Nein, das heißt es nicht. Zumal das unterm Tannenbaum nicht so gut kommt, wenn Omas, Opas, Onkel, Tanten, und Kinder zugegen sind. Aber es heißt schon, dass Sie ihr später heimlich zuraunen dürfen: “Damit siehst du bestimmt besser aus als die Frau in der Reklame. Können wir ja nachher gerne mal ausprobieren…” Den Seltenheitswert tasten Sie damit nicht an – ist ja schließlich nur einmal im Jahr Weihnachten.

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Murphys Liebes-Gesetz: Frauen, die öfter mal im Bett lügen, betrügen auch öfter mal im Bett

Wie schon Ed Murphy sagte: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. In Bezug auf Bettgeschichten heißt das zum Beispiel: Frauen, die Ihnen öfter mal einen Höhepunkt vortäuschen, gehen auch eher fremd. Und genau das zeigte gerade eine Studie der Harvard University. Na, bravo. Dazu fallen uns natürlich sofort einige Dinge ein:

- Nicht weiter erstaunlich, weil: Wer im Bett betrügt, tut es auch außerhalb bzw. mit anderen in anderen Betten.

- Nicht weiter erstaunlich, weil: Wer im Bett gezwungen ist, Orgasmen vorzutäuschen, hat vielleicht mal Bock auf besseren Sex.

- Nicht weiter bedrohlich, weil: Es gehen immer noch mehr Männer fremd als Frauen (einer von vier, aber nur eine von sechs).

Das alles ist auch gar nicht weiter schlimm, weil: Männer merken ja angeblich sowieso nie, wenn sie einen Orgasmus vorgetäuscht bekommen. Machen Sie sich jetzt bloß keine Gedanken! Und auch wenn Sie mal das Gefühl haben, dass Ihre Liebste jetzt einmal zu oft und zu laut “Oh, du großer, allmächtiger Donnergott!” gekreischt hat: Konfrontieren Sie die Arme nicht gleich mit dem kombinierten Falschstöhn-Fremdgeh-Verdacht. Sie kann und wird alles abstreiten. Alles was Sie tun können, ist sicherzustellen, dass eine hohe Qualität der sexuellen Versorgung im heimischen Bett gewährleistet ist. Sprich: Mehr reinhängen!

Einen kleinen Nutzwert hat diese Studie aber doch für Sie. Denn ein Mann kann vielleicht nicht feststellen, ob der Höhepunkt einer Frau echt ist, er kann aber sehr wohl merken, dass seine Frau ihn betrügt. Wenn Sie Ihre Liebste also in flagranti mit einem anderen erwischen, würdigen Sie die Frau keines Blickes. Sehen Sie stattdessen dem anderen Mann tief in die Augen und sagen: “Alter, ich weiß, es ist hart. Aber du bringst es nicht. Sie hat dir jeden Orgasmus vorgetäuscht. Ich weiß, wovon ich rede.”

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Flirten per SMS ist billig, per WhatsApp kostenlos – und per Facebook eine Katastrophe

Endlich mal eine gute Nachricht aus einer dieser Partnerschaftsstudien: Männer und Frauen nutzen zum Fernflirten immer noch am liebsten Telefon oder Handy, nämlich zu 49 Prozent. E-Mail, WhatsApp und Facebook rangieren mit 23 und je 17 Prozent unter ferner liefen. Die SMS ist mit 44 Prozent noch ziemlich weit vorne dabei. Aber gegen ein paar nette elektronische Kurzbotschaften habe ich ja auch nichts. Was mich nervt, ist diese öffentliche Facebook-Flirterei, diese unerwünschte digitale Zurschaustellung von intimen Sehnsüchten.

Es mag ja noch angehen, dass Paare sich in ihrem sozialen Netzwerk gegenseitig als “verheiratet mit” oder “in einer Beziehung mit” markieren – wobei hier schon eine versehentliche, unbemerkte Änderung des Beziehungsstatus eine mittlere Katastrophe auslösen kann. Da wird aus “es war ein Versehen” schnell “es ist kompliziert” oder gar ein “es ist aus”. Aber was gar nicht geht: Wenn Paare, so frisch verliebt sie auch sein mögen, sich in den Kommentaren irgendwelcher Facebook-Seiten gegenseitig Honig ums Maul schmieren und wie rollige Möpse umeinander herumscharwenzeln. Beispiel: Tom postet in seiner Chronik ein Foto von sich und seinem Kumpel Sören. Darauf kommentiert Sörens Freundin Maja: “Wow, klasse Typ da neben dir, Tom!”  Das beantwortet Sören mit allerlei Herzchen und Seufzerchen und Ach-Geschmachte. Was Maja zum Anlass nimmt, sich öffentlich und Smiley-sabbernd auf einen “tollen Abend zu zweit” mit Sören zu freuen – und am Ende auch noch bedeutungsschwangere drei Pünktchen setzt… Ach was, bedeutungsschwanger: bedeutungsniederkünftige Punkte! Die knallen dann wie Einschusslöcher ins Bewusstsein von Toms 350 Facebook-Freunden, die diesem erbärmlichen Schauspiel beiwohnen mussten.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, woher dieser Hang zum Flirt-Exhibitionismus kommt. Ist das tatsächlich der gezielte Wunsch, sich in aller Öffentlichkeit als turtelndes Paar zu präsentieren, also quasi die Vorstufe zum perfekt ausgeleuchteten Zungenkuss in Dolby-Schmatz-Surround auf der Showbühne? Oder ist es vielmehr – woran ich eher glaube – die nach wie vor weit verbreitete Unfähigkeit, sich vorzustellen, dass das wirklich von Hunderten oder gar Tausenden von Menschen gelesen wird? Das ist nämlich das Problem bei diesen Netzwerken: Nicht nur die NSA bekommt alles mit. Vielleicht sind die Menschen aber auch schon so abgestumpft, dass es ihnen egal ist, wer was von ihnen mitbekommt. Vielleicht machen sich meine Nachbarn Sören und Maja darum auch immer so gar keine Gedanken darum, dass alle sie hören, wenn sie nebenan im Bett zugange sind. Bis jetzt, hehehe.

Zum Glück teilen die meisten Menschen meine Ansicht: Facebook nutzen über zwei Drittel (68 Prozent) nie, um mit ihren Liebsten in Kontakt zu bleiben. An alle anderen hier meine Ansage: Nicht auf meiner Seite! Wobei: Scarlett Johansson dürfte mir jederzeit und auf jedem Kanal alles zuflüstern – Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen.

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Liebesleben auf der Resterampe: Warum Traumfrauen so oft mit Mistkerlen zusammen sind

Eine alte, immer wieder doofe Geschichte: Sie lernen die absolute Ober-Über-Traumfrau kennen – und sie ist schon vergeben. Ihr Lover ist zu allem Überfluss der totale Mistkerl, der ihr fremdgeht, sie schlecht behandelt und sie in zärtlichen Momenten “Pussy” nennt. Aber sie hängt an ihm wie die Prada-Tasche an ihrem Arm. Warum ist das so? Weil Frauen gern schlecht behandelt werden? Nein, ziehen Sie bloß nicht die falschen Schlüsse, werden Sie bloß nicht selbst zum Dreckstyp! Der Grund ist so einfach wie unglaublich: Sie hat Angst davor, allein zu sein. Forscher an der University of Toronto haben nun in einer Studie gezeigt, dass diese Furcht bei vielen Menschen dazu führt, dass sie mit Partnern zusammenkommen und -bleiben, die sie schlecht behandeln. Übrigens: auch Männer. Dabei spielt es oft keine Rolle, wie attraktiv die Betroffenen selbst sind. Die Angst vor dem leeren Bett siegt da oft über die Vernunft.

Die Befürchtung, leer auszugehen, kennen wir alle. Die treibt uns ja oft und immer wieder ins Unglück. Menschen trinken lieber gepanschten Alkohol, der sie blind macht, als gar nicht zu feiern. Menschen essen gesundheitsschädigende Burger, Pizza, Currywurst und Fritten, weil sie Angst haben, bis zum Frühstück zu verhungern. Immer noch besser als draufzugehen, nicht wahr. Die Not ist oft in Wochenendnächten am größten, wenn betrunkene, durchgehungerte Horden bei den einschlägigen Futter-Buden und Bulettenbrätern einfallen und in akuter Todesangst kiloweise Fett-Fraß bestellen. Dieselben Leute sind es interessanterweise, die dann später in den Clubs und Kneipen die Reste am Tresen abräumen, sowohl in getränketechnischer als auch paarungsbezogener Hinsicht. Treibende Kraft: Die Angst vor Durst und Vereinsamung. Aus diesem Liebesleben auf der Resterampe entstehen dann womöglich genau so halbgare Paarbeziehungen, aus denen manche(r) später nicht auszubrechen wagt.

Das ist natürlich alles übertrieben. Ich will nur sagen: Niemand verhungert gleich, wenn er mal nicht zu McDonald’s geht. Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben. Und niemand stirbt gleich einsam, nur weil er eine nervige Beziehung beendet. Ich war selbst oft genug auf der Resterampe erfolgreich (oder bin selbst von dort abgeräumt worden), um zu wissen: Manche Liebelei sollte niemand zu sehr in die Länge ziehen, das ist nur Zeitverschwendung. Nichts lässt uns mehr wachsen, als eine verkorkste Beziehung aus freien Stücken hinter uns zu lassen. Es muss Sie nicht weiter beschäftigen, dass so viele Traumfrauen das so spät oder gar nicht verstehen. Denn solche Frauen sind für Sie nicht interessant. Eine Frau, die einem Mistkerl nachweint, müssen Sie nicht retten oder beschützen. Die müssen Sie allenfalls bedauern. Das Paradoxe an der Sache: Wenn sich das bei allen Männern herumspricht, fürchtet die Traumfrau tatsächlich mit gutem Grund, nach der Trennung vom Mistkerl allein da zu stehen.

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Warum Männer besser nicht zuhören, wenn Forscher sagen, dass Frauen schlecht einparken

Häufig bin ich mit dem Vorwurf konfrontiert, bei mir gehe es doch immer nur um Klischees. Ich antworte dann: Ja, bei mir ist es nunmal wie im richtigen Leben. Klischees sind überall, sie sind schwer auszurotten – und werden immer wieder von der Forschung bestätigt. Gerade haben Wissenschaftler der University of Pennsylvania eine Studie veröffentlicht, die den Titel tragen könnte: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Die Untersuchung trägt einen ganz anderen Titel, beinhaltet aber letztlich das Gleiche.

Die Forscher fanden heraus, dass die Gehirne von Männern und Frauen jeweils andere Formen der Vernetzung aufweisen. Während bei Frauen eher sehr viele Brücken zwischen den beiden Hirnhälften existieren, sind bei den Männern mehr Verknüpfungen innerhalb der einzelnen Gehirnhälften feststellbar. Folge unter anderem: Frauen können sich besser Gesichter und Wörter merken, sind im zwischenmenschlichen Sinne aufmerksamer und zeigen eine bessere soziale Verständigkeit als Männer. Die Kerle wiederum können räumliche Informationen besser verarbeiten und schneiden in der Koordination von Bewegungen besser ab. Also kurz: Frauen = Zuhören und Männer = Einparken.

Ich finde derartige Erkenntnisse sehr gefährlich. Sie könnten uns zu dem Irrglauben führen, dass nicht nur diese Klischees letztlich Wahrheiten sind – sondern dass auch ganz andere Stereotype stimmen. Sie könnten uns weismachen, dass Frauen tatsächlich mehr Zeit und Geld in ihre Garderobe investieren als Männer. Oder uns zu der falschen Annahme verleiten, dass Frauen sich in sehr großer Mehrheit eher für Kultur- und Sprachwissenschaften begeistern als für Naturwissenschaften und Ingenieursstudiengänge. Sie könnten uns womöglich glauben lassen, dass Frauen bei Männern sehr wohl aufs Äußere achten, und auf eine gut gefüllte Brieftasche, und auf einen hohen sozialen Status. Und all diese Geschichten gehören doch längst ins Reich der Gender-Legenden und Pärchen-Märchen. Oder nicht?

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