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Warum Männer besser nicht zuhören, wenn Forscher sagen, dass Frauen schlecht einparken

Häufig bin ich mit dem Vorwurf konfrontiert, bei mir gehe es doch immer nur um Klischees. Ich antworte dann: Ja, bei mir ist es nunmal wie im richtigen Leben. Klischees sind überall, sie sind schwer auszurotten – und werden immer wieder von der Forschung bestätigt. Gerade haben Wissenschaftler der University of Pennsylvania eine Studie veröffentlicht, die den Titel tragen könnte: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Die Untersuchung trägt einen ganz anderen Titel, beinhaltet aber letztlich das Gleiche.

Die Forscher fanden heraus, dass die Gehirne von Männern und Frauen jeweils andere Formen der Vernetzung aufweisen. Während bei Frauen eher sehr viele Brücken zwischen den beiden Hirnhälften existieren, sind bei den Männern mehr Verknüpfungen innerhalb der einzelnen Gehirnhälften feststellbar. Folge unter anderem: Frauen können sich besser Gesichter und Wörter merken, sind im zwischenmenschlichen Sinne aufmerksamer und zeigen eine bessere soziale Verständigkeit als Männer. Die Kerle wiederum können räumliche Informationen besser verarbeiten und schneiden in der Koordination von Bewegungen besser ab. Also kurz: Frauen = Zuhören und Männer = Einparken.

Ich finde derartige Erkenntnisse sehr gefährlich. Sie könnten uns zu dem Irrglauben führen, dass nicht nur diese Klischees letztlich Wahrheiten sind – sondern dass auch ganz andere Stereotype stimmen. Sie könnten uns weismachen, dass Frauen tatsächlich mehr Zeit und Geld in ihre Garderobe investieren als Männer. Oder uns zu der falschen Annahme verleiten, dass Frauen sich in sehr großer Mehrheit eher für Kultur- und Sprachwissenschaften begeistern als für Naturwissenschaften und Ingenieursstudiengänge. Sie könnten uns womöglich glauben lassen, dass Frauen bei Männern sehr wohl aufs Äußere achten, und auf eine gut gefüllte Brieftasche, und auf einen hohen sozialen Status. Und all diese Geschichten gehören doch längst ins Reich der Gender-Legenden und Pärchen-Märchen. Oder nicht?

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Gleichberechnung von Mann und Frau: Alle Paare tanzen jetzt bald nach einem neuen Algorithmus

Die Liebe wird immer berechenbarer. Jedenfalls wenn man einem Team von Wissenschaftlern aus China und den USA glauben will. Die haben gerade einen angeblich deutlich verbesserten, neuen Algorithmus zur Partnersuche entwickelt. Eine neuartige Filtertechnik soll die Qualität der Partnervorschläge in Online-Kontakt-Börsen drastisch erhöhen.

Es ist also bald soweit. Sie geben bei so einer Suche einfach nur noch ein, worauf Sie gerade Bock haben. Also etwa: “Scarlett Johansson mit den Qualitäten von Sasha Grey”. Oder: “Sasha Grey, die auch kochen kann”. Oder: ”Meine Ex, nur netter”. Oder: “Meine Frau, nur mit den Brüsten von meiner Ex”. Oder: “Meine Ex, nur mit den Brüsten von meiner Frau. Und ihren eigenen Brüsten.” Was Männer eben so wollen. Dann sucht der Algorithmus Ihnen die passenden Bräute raus. Wenn er vollständig entwickelt ist, setzt der Algorithmus sich auch gleich in sein Auto, holt die Mädels ab und bringt sie bei Ihnen vorbei. Amazon denkt schon darüber nach, die Frauen per Hubschrauber liefern zu lassen (“Girl-i-copter”) – oder wahlweise als Care-Paket abzuwerfen.

Wenn das neue Suchsystem in ferner Zukunft den höchsten geplanten Reifegrad erklimmt, fallen sogar die Lieferfahrzeuge weg, und mit ihnen der lästige CO2-Fußabdruck. Denn dann kommen überall auf der Welt High-End-3D-Drucker zum Einsatz, die es ermöglichen, die Frau der Träume gleich zuhause auszudrucken. Und das in verschiedenen Farben und in jeder erdenklichen Größe. Einziger Nachteil: Zufälle, Gefühle und Romantik bleiben auf der Strecke. Die lassen sich leider weder liefern noch ausdrucken. Die totale Gleichberechnung von Mann und Frau wäre damit erreicht.

Sie merken schon: Ich bin von der Idee einer komplett elektronisch gesteuerten Liebe nicht ganz überzeugt. Darum hier meine Aufgabe an Sie: Wenn Sie das nächste Mal Ihrer schönen unbekannten Traumfrau begegnen, gehen Sie ganz analog mit einem freundlichen Lächeln zu ihr hin und sagen: “Hallo, ich möchte dich kennenlernen. Sollen wir warten, bis uns ein Algorithmus zusammenwürfelt, oder erledigen wir das gleich hier?” Erzählen Sie mir, was Sie gesagt hat!

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In der ewigen Diskussion ums Äußere treiben es viele Frauen jetzt bis zum Äußersten

Nicht dass es nun wieder heißt, bei Jens Health geht’s immer nur um das Äußere. Ich kann nichts dafür. So wie es aussieht, ist das Thema Aussehen einfach gerade hoch im Kurs. Vor kurzem haben Sie an dieser Stelle gelesen, dass Frauen sehr wohl bei Männern aufs Äußere achten, dass sie aber steif und fest behaupten, es habe keinen Einfluss auf ihr persönliches Glücksempfinden, wie der Partner aussieht. Damit nicht genug, entdecke ich jetzt in den Ergebnissen einer weiteren Single-Umfrage das hier:

Ganz so streng nehmen es die weiblichen Singles mit dem guten Aussehen eines neuen Partners nicht. Für sie hat die Bildung eines Mannes mit 21 Prozent deutlich mehr Gewicht. Kein Wunder: Frauen betrachten Äußerlichkeiten als verhandelbar und gehen entsprechend flexibel auf Partnersuche: Sollte Amor – rein optisch gesehen – einmal leicht daneben gezielt haben, passt die Hälfte (51 Prozent) ihren Traummann einfach ein bisschen dem eigenen Schönheitsideal an. 

Aha. Verstehe ich das richtig? Wer sich anmaßt, das Äußere seines Partners zu verändern, geht also mit dem Thema Aussehen “flexibel” und “praktisch” um? Diese Person nimmt es bei dem Thema “nicht so streng”? Und ich darf davon ausgehen, dass das in Zeiten der Gleichstellung für Männer genau so gilt wie Frauen? Gleiches Recht für alle? Na, denn. Ihr habt es gelesen, Jungs. Ihr dürft die Mädels jetzt anziehen und aufhübschen. wie es euch gefällt. Stürmt die Geschäfte! Rupft in den Damenabteilungen aus den Regalen, was ihr brauchen könnt. Kauft blonde Perücken, durchsichtige Oberteile, Netzstrumpfanzüge, Lederhalsbänder, enge Jeans, kurze Röcke, Hasenohren, hohe Stiefel und Schuhe mit  Stiletto-Absätzen. Denn Frauen lieben es, wenn ihre Partner sich als “flexibel” und “praktisch” erweisen und ihre Partnerinnen “rein optisch gesehen” nur “ein bisschen dem eigenen Schönheitsideal anpassen”. Oh, Leser Chris K. fragt gerade nicht ganz zu Unrecht: Sind bei dieser Renovierung auch Schokoladen-Entzug und chirurgische Eingriffe erlaubt?

Spaß beiseite. Mir stellt sich bei derlei Nachrichten eine Frage: Wer ist am Thema Aussehen nun mehr interessiert – ein Mann, der sich seine Frau möglichst nach seinem Geschmack aussucht, oder eine Frau, die ihren Mann einfach mal ungefragt nach ihrem Geschmack umgestaltet? Hm, Frau Doktor Frankenstein? Da tun sich ja Abgründe auf! Besonders unverschämt finde ich diese Äußerungen, weil wir gerade erst erfahren haben, dass fast die Hälfte aller Frauen es kategorisch ablehnt, sich für einen neuen Partner auch nur einen Millimeter zu verändern. Umgekehrt waren Männer da durchaus empfänglicher. Damit muss Schluss sein! Verweigern Sie sich dem Schönheitsdiktat der Frauen! Sie müssen… Wie bitte? Sie finden das gar nicht so schlimm, wenn Ihre Frau Ihnen etwas zum Anziehen kauft? Ihnen ist das Thema nicht so wichtig, und da sind Sie froh, wenn Ihre Liebste sich der Sache annimmt? Weil Frauen ja ohnehin meist den besseren Geschmack haben? Oje. Ich merke, wir stehen bei der Emanzipation des Mannes noch ganz am Anfang. Ich komme wieder – spätestens, wenn Ihre Angebetete verlangt, dass Sie Stilettos und Hasenohren tragen, werden Sie auf mich hören.

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Frauen bereuen unüberlegte, wilde Bettgeschichten. Männer bereuen, dass sie genau die verpasst haben

Männer und Frauen empfinden Bedauern, wenn sie auf ihre vergangenen Bettgeschichten zurückblicken. Das war es auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn die Gründe für die Reue sind komplett verschieden. Einer US-Studie mit rund 25.000 Befragten zufolge tut es Frauen am meisten Leid, dass sie sich zu früh den falschen Partnern hingegeben haben – oder dass sie fremdgegangen sind. Männer hingegen bedauern, dass sie in ihren jüngeren Jahren gegenüber Frauen nicht forscher aufgetreten und nicht abenteuerlustiger gewesen sind – und dass sie nicht mit allen Frauen im Bett waren, die sie vielleicht hätten haben können. Kurz: Frauen bedauern, dass sie zu oft Sex mit den Falschen hatten, Männer bereuen, dass sie nicht öfter Sex hatten.

Die Forscher begründen diese Gefühle mit uralten zugrunde liegenden Mechanismen. Für einen Mann bedeutet jede verpasste Gelegenheit zum Sex eine verpasste Chance, für mehr Nachkommen zu sorgen. Und für eine Frau ist jede übereilte oder unbedachte Liaison ein Risiko, falls nämlich der Mann sie mit dem Kind sitzen ließe. Wie es den triebgesteuerten Männern ergeht, ist vielleicht theoretisch nachvollziehbar. Aber warum sich ein Fehltritt aus den genannten Gründen für die Frauen noch Jahre später schlecht anfühlt, auch wenn gar keine entsprechende Schwangerschaft eingetreten ist, erklären die Forscher nicht. Vielleicht gibt es ja sowas wie eine nachträgliche Phantom-Schwangerschaft. Oder einen “Was-wäre-wenn”-Schock. Ist ja auch egal. Mich interessiert etwas ganz anderes.

Ein weiteres Ergebnis dieser Studie lautet nämlich: Frauen bedauern es viel mehr als Männer, wenn sie mit einem sehr unattraktiven Partner sexuell aktiv gewesen sind. Keine Ahnung, ob das nun heißt, dass Männer sich besonders gern an die Techtelmechtel mit haarigen Hobbitfrauen erinnern. Oder ob sie schlicht keine haben. Aber es zeigt eines: Die laute Klage der Frauen, Männer würden bei Frauen immer nur aufs Äußere achten, ist der blanke Hohn. Es ist glatt gelogen, dass Frauen das Äußere nicht so wichtig ist. Denn eine Frau, die im Nachhinein bitter bereut, mit einem hässlichen Kneipen-Troll im Bett gewesen zu sein, nur weil dieser hässlich ist, wünscht sich doch nichts anderes: Dass sie bei dem Typen mehr aufs Äußere geachtet hätte.

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Männer wollen lieber attraktive Frauen, attraktive Frauen wollen das lieber gar nicht hören

Männer mit attraktiven Frauen sind glücklicher. So das Ergebnis einer US-Studie. Und schon steckt der Mann wieder in der Klischee-Falle: Immer achtet er nur aufs Aussehen. Nie geht es ihm mal um die inneren Werte. Männer sind halt körperfixierte sexistische Schweine.

Frauen sind da zum Glück ganz anders. Die meisten Frauen wünschen sich einen fetten, hässlichen Mann fürs Leben. Am besten einen, der auch noch schlecht riecht. Das Äußere spielt für Frauen überhaupt keine Rolle. Der Hype um Brad Pitt und George Clooney ist ein von der Filmindustrie gesteuerter Medienzirkus. Alles gelogen. Umgekehrt finden Frauen  es auch total fürchterlich, wenn ein Mann sie attraktiv findet. Wehe, er macht ihr Komplimente! Wehe, er lobt ihre neue Frisur oder gar ihr gut sitzendes Kleid! Wehe er sagt zu ihr so etwas wie: “Du bist die schönste Frau der Welt!” Dann rennen sie weg oder schlagen sofort zu. Am liebsten haben es Frauen, wenn ihr hässlicher Mann sagt, dass es ihm egal ist, wie seine Frau aussieht oder was sie wiegt, Hauptsache, sie ist gesund und zufrieden. Das wollen Frauen am liebsten immer wieder hören: “Liebling, es ist mir egal, wie du wieder aussiehst und dass du so viel wiegst.” Dass Frauen überhaupt so viel Geld für Schminke und Schuhe ausgeben liegt natürlich nur daran, dass sie für die Männer immer gut aussehen müssen. Von sich aus täten sie das nie. Denn umgekehrt können ja Männer auf nichts weniger verzichten als auf Schuhe shoppende und in Schminke gebadete Frauen. Das lieben Männer! Klingt alles irgendwie falsch? Hmm. Warum wohl?

Das Studienergebnis lässt sich auch ganz anders lesen. Da steht nämlich vor allem, dass für Männer, die sich in der Befragung als glücklich bezeichnet hatten, die Attraktivität ihrer Partnerin eine größere Rolle spielt als umgekehrt für ihre Frauen. Es ging den Männern also nicht in erster Linie und nur ums Aussehen – es ging ihnen nur mehr darum als den Frauen. Es könnte auch sein, dass ihre Frauen sie so glücklich machen, dass sie ihre Frauen aus purem Glück attraktiver fanden. Das heißt auch nicht, dass die Frauen objektiven Schönheitsidealen entsprechen – sondern nur den Idealen ihrer eigenen Männer. Wie auch immer dieses Urteil zustande kam: Ich bin mir ziemlich sicher, dass von diesem Frauen keine einzige dieses Kompliment als sexistisch zurückgewiesen hätte. Warum also sollten Männer es nicht auch aussprechen?

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Die Größe der Nase eines Mannes hat nichts mit irgendwelchen Vornamen zu tun!

Da kann ich mich wohl auf den Kopf stellen: Kaum werde ich hier das Wort “Nase” schreiben, glaubt jede(r) zu wissen, was nun kommt. Selbst wenn ich den “Johannes” weglasse. Also gebe ich mir gar keine Mühe. Ich schreibe, Sie lesen – und Sie verstehen, was Sie wollen. Wenn Sie “Nase” unbedingt mit etwas anderem gleichsetzen wollen, bitte. Johannes der Wahrheitsfindung dient.

Also: Eine Studie hat nun herausgefunden, warum Männer größere Nasen haben als Frauen. Das liegt daran, dass Männer mehr und größere Muskeln haben als Frauen. Um diese Muskeln hinlänglich mit Sauerstoff versorgen zu können, sei eine größere Nase nötig, so die Forscher, da nur diese die entsprechende Luftmenge einatmen kann. Da ein Großteil der Muskulatur bei jugendlichen Heranwachsenden ausgebildet wird, wächst in dieser Zeit auch die Nase stärker als bei gleichalten Mädchen.

So. Während die Johannes-Fraktion nun ihre Scherze macht über “Rüsselatmung” und “mal Fischluft schnorcheln gehen”, widme ich mich anderen Fragen: Müsste bei regelmäßigem Training und entsprechendem Muskelwachstum nicht auch die Nase des Mannes konsequent wachsen? Wo liegt dann der Tipping Point, also der Moment, in dem die Muskulatur die extrem angewachsene Nase nicht mehr in der Waagerechten halten kann? Anders gefragt: Hat zu viel Training nicht notwendigerweise zur Folge, dass der Mann nach vorne umkippt? Ist Pinocchio kein notorischer Lügner sondern ein exzessiver Übertrainierer?

Wie auch immer. Sie wissen jetzt: Wenn eine Frau sich intensiv mit der Größe Ihres Riechkolbens befasst, ist sie nicht nur an Ihrem Johannes interessiert. Sie will vielleicht gar nicht wissen, was Sie in der Hose haben – sondern welche Muskelmenge sich unter Ihrem T-Shirt verbirgt. Keine Ahnung, ob das jetzt eine gute oder schlechte Nachricht ist.

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Anfassen ist wie Aspirin, ein paar Zärtlichkeiten sind wie Paracetamol

Wissen Sie, was ein Killer-Argument ist? Das ist nicht das gleiche wie ein Totschlag-Argument, das eine Diskussion beendet, indem es, von einer anderen Ebene kommend, alles bisher Gesagte plattmacht oder vom Tisch fegt. So etwas wie: “Aber der Chef will es so.” Ein Killer-Argument hingegen greift ein Argument der Gegenseite auf, hängt sich quasi darin ein, wirbelt es hoch – und schmettert es in einem Judo-Schulterwurf zu Boden. Wenn also jemand sagt, er könne keinen Sport machen, weil er diabeteskrank ist, lautet das Killer-Argument, dass Ausdauersport die Symptome von Diabetes sogar lindert. Verstanden?

Okay. Dann liefere ich Ihnen jetzt das Killer-Argument der Woche, des Monats, vielleicht des Jahres. Achtung, festhalten:
Sex hilft gegen Kopfschmerzen.
Kapiert? Noch einmal: Sex. Hilft. Gegen. Kopfschmerzen. Und das sage nicht ich, das sagt die Wissenschaft.

Finnische Forscher von der Aalto Universität haben in einer Studie festgestellt, dass zärtliche Berührungen unter vertrauten Paaren das Opioid-Level veränderten, also die Menge an ausgestoßenen körpereigenen Schmerzmitteln. Bei Berührungen sinken die Menge der Opioide erkennbar. Das interpretieren die Wissenschaftler so, dass durch diesen intimen Kontakt Schmerzen und Missempfindungen des Berührten gelindert und darum weniger Opioide gebraucht werden. Anfassen ist also wie Aspirin, ein paar Zärtlichkeiten sind wie Paracetamol. Vielleicht könnte sich dieses Argument für Sie ja irgendwann mal als nützlich erweisen. Ach so, ich sollte erwähnen, dass in dem Versuch Männer von Frauen angefasst wurden, und zwar angeblich auf eine “nicht erregende Weise”. Aber welcher Mann ist nicht angeregt, wenn eine Frau ihn anfasst? Und auch Männer können schließlich mal Kopfschmerzen haben…

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Männer wollen immer nur das eine, Frauen verzichten auf das eine gern – für vieles andere

Frauen haben lieber Zeit für sich als für Sex. In einer britischen Umfrage sagten 76 Prozent der befragten Frauen, dass sie eine Auszeit dem Sex vorzögen. So etwas hören und lesen wir dauernd, oder? Frauen wollen lieber auf Sex als auf ihr Smartphone verzichten, Frauen ziehen ein gutes Essen dem Sex vor, Frauen haben mehr Lust auf Schokolade als auf Sex. Frauen verzichten lieber auf Sex als aufs Fernsehen. Das mag ja alles sein. Aber hören Sie auch diesen Unterton? In all diesen Umfragen und Studien schwingt immer so ein “im Gegensatz zu Männern” mit. Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, spielen alle diese Resultat-Klaubereien mit der Annahme, dass Männer immer Sex wollen, Frauen aber lieber stricken, fernsehen oder Tee trinken. Männer verzichten lieber auf alles andere, nur nicht auf Sex.

Ich sage Ihnen was: Wenn ich mit Kumpels in einer Bar beim Bier sitze, eine Minute vor Anpfiff eines wichtigen Champions-League-Spiels, und da kommt so eine bebrillte Umfragen-Fluse mit Klemmbrett und Angora-Pulli rein, um mich zu fragen, ob ich lieber Bier trinke oder Sex habe, sage ich auch eher Antwort b) wie Bier oder f) wie Fußball. Anders sieht es natürlich aus, wenn es Scarlett Johansson ist, die mich fragt: “Fußball oder Sex?” Aber Scarlett und ich – das ist ein anderes Thema. Worauf ich hinaus will, ist diese Verlogenheit: Mit der Methode “Frauen wollen lieber Sex als…” reiten die Institute auf dem Klischee von der männlichen Dauerlust herum, geben den Frauen die Gelegenheit, sich als sexuell desinteressiert und cool zu geben – und verkaufen doch genau über die Sex-Schiene ihre Umfrage-Ergebnisse und damit ihre Produkte.

Darum sollten Sie ab sofort sehr wachsam sein und alle Produkte, die mit diesem Männerlust-Mythos für sich Werbung machen, konsequent meiden. Ganz vorne dabei: Handy-Anbieter, Schokoladen-Produzenten und Tee-Fabrikanten. Ach, und: Um den Mythos vom weiblichen Desinteresse zu brechen, wehren Sie doch mal für ein paar Wochen jeden Versuch Ihrer Angebeteten, mit Ihnen sexuell aktiv zu werden, mit den Worten ab: “Willst du dir nicht lieber eine Auszeit gönnen?” Wahlweise geht auch: “Willst du nicht lieber eine Tasse Tee trinken?” Mir persönlich gefällt am meisten: “Och, ich würde lieber nur reden.” Je grotesker, desto besser. Ich bitte um Rückmeldungen, welche Frauen Ihrem Vorschlag immer gefolgt sind. Ich wette, ich bekomme keine einzige.

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Männer wollen sich für Frauen ändern, Frauen wollen unverändert den perfekten Mann

“Du siehst aus wie Chewbacca, geh’ mal wieder zum Friseur!” Wie oft hat Ihre Liebste das oder etwas Ähnliches schon zu Ihnen gesagt? Seien Sie ehrlich: mindestens 8000 Mal, oder? Und was tut ein cooler, gelassener, geiler Typ wie Sie, wenn seine supersexy Top-Model-Powerfrau ihn bittet, sich den Teppich von der Hirse scheren zu lassen? Sie gehen natürlich eiligst zum Friseur und lassen Ihr smartes Kanten-Face aus der Wolle schälen. Brav, brav. Brav, brav? Nein, nein. Doof, doof! Denn Ihre supersexy Top-Model-Powerfrau würde das gleiche kaum für Sie tun. Selbst wenn sie nur eine mittelsexy Fußmodel-Schlaffi-Frau ist, wäre sie lieber Single als sich sowas von Ihnen sagen zu lassen.

Laut Umfrage eines Single-Portals würden 34 Prozent der Männer für eine Frau ihr Aussehen verändern, also: abnehmen, ihre Frisur ändern, sich modischer kleiden. Aber nur 11 Prozent der Frauen wären bereit, für einen Mann das Gleiche zu tun. Den Satz “Wer mich nicht so nimmt, wie ich bin, wird mein Herz nicht erobern können” würden 27 Prozent der Männer unterschreiben – und satte 46 Prozent der Frauen. In nahezu jeder Hinsicht zeigten sich Männer in der Umfrage flexibler und eher zu Veränderungen bereit als Frauen. Natürlich will hier niemand Partnerin oder Partner verändern, keiner muss sich für die Liebe verbiegen. Aber, hallo: Es geht hier ums Haareschneiden!

Klar, Frauen investieren mehr Zeit und Geld in ihr Äußeres, wissen vermutlich oft besser, was ihnen steht und was nicht gut aussieht – da will sich vermutlich keine von einem Kerl reinreden lassen, zumal der vermutlich meist eh bloß engere Röcke und blondere Strähnchen fordert. Da mag der Optimierungsbedarf umgekehrt bei den Herren größer sein. Allerdings zeigen Umfragen , dass die Männer bei der Ich-Gestaltung mit den Frauen mittlerweile nahezu gleichauf liegen und großen Wert auf ihr eigenes Äußeres legen. Der ungeschliffene Roh-Mann ist immer schwerer zu finden, der Bedarf an stilbildenden Frauenhänden sinkt täglich. Aber es geht ja auch eher um etwas anderes. Dieser gefühlte Kontrast zwischen weiblichem Veränderungswillen am Manne, also dem Ehrgeiz, ihn zu formen und “zu seinem Vorteil” zu verändern – und zum anderen diese strikte Weigerung, selbst Rat anzunehmen. Da stimmt etwas nicht.

Wenn Frauen sich in so großer Zahl dagegen wehren, dem Mann fürs Leben zuliebe zum Friseur zu gehen oder weniger Schokolade zu essen, zeugt das vielleicht von einem neuen weiblichen Selbstvertrauen. Schön. Möglicherweise zeugt es aber auch von Selbstbehauptung um jeden Preis, von fragwürdiger Selbstdefinition über Äußerlichkeiten, nach dem Motto: Mein Style ist mein Ego, da lasse ich mir nicht reinreden, ich bin schließlich eine moderne Power-Frau. Das könnte nach hinten losgehen. Natürlich soll sich niemand für eine Beziehung verbiegen. Aber wer bei einmal Waschen, Schneiden, Fönen schon seine Persönlichkeit in Gefahr sieht, bekommt auf dem umkämpften Paar-Markt nie die Biege. Und eine Frau, die selbst keine Wünsche zulässt, darf auch umgekehrt nie von einem Mann verlangen, dass der mal wieder zum Friseur geht.

 

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Männer treten beim romantischen Spaziergang auf die Bremse, dafür wollen sie im Bett Vollgas geben

Verliebte Männer laufen langsamer. Das haben Forscher von der  Seattle Pacific University entdeckt. Ein Mann geht neben einer Frau, in die er verschossen ist, im Durchschnitt etwa 7 Prozent langsamer als normal. Bei Frauen, in die der Mann nicht verliebt ist, blieb sein Tempo unverändert. Dass er beim romantischen Spaziergang auf die Bremse tritt, hat natürlich damit zu tun, dass eine Frau selbst meist etwas langsamer geht als ein Mann, und er ihr nicht einfach davonlaufen will. Beziehungsweise: Der Mann traut sich nicht, einfach wie sonst vorweg zu preschen und darauf zu vertrauen, dass alle ihm folgen. Ich bin mir sicher: Wenn die Frau das gleiche Durchschnittstempo hat wie der Mann, geht er nicht 7 Prozent langsamer, denn so landet er bald hinter ihr, da wäre er ja schön blöd. Es sei denn, er will ihr auf den Hintern glotzen… Aber egal.

Entscheidend ist für mich, dass der Mann für die Frau darauf verzichtet, Vollgas zu geben. Wo es doch immer heißt, Frauen opfern alles für die Liebe, geben in der Beziehung immer mehr als sie bekommen – und Männer nicht. Hier sehen wir: Der Mann gibt so einiges auf. Er reduziert nicht nur sein gewohntes Tempo, um ihr nahe zu sein – er riskiert sogar seine sportliche Figur. Ihretwegen geht er das Risiko ein, fett zu werden. Denn wir wissen schließlich: Wer langsamer läuft, verbraucht viel weniger Kalorien. Wenn das kein Opfer ist!

Da ist es kein Wunder, dass Männer an anderer Stelle einen Ausgleich fordern. Zum Beispiel im Bett. Eine neue Studie hat es doch gerade gezeigt: Männer verbrennen beim Sex mehr Kalorien als Frauen, und zwar fast 50 Prozent mehr. So erklären sich die ständigen, häufig unerfüllten Forderungen vieler Männer nach mehr Kissen-Sport: Die wollen bloß ihre ruinierte Kalorien-Bilanz aufbessern, sonst nichts. Aber das wird natürlich wieder sehr gerne missverstanden.

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