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Eine süße Maus ist treuer, wenn sie betrunken ist, ihr Mann geht eher fremd, wenn er einen im Tee hat

Männer, die Alkohol getrunken haben, starren oder rennen eher anderen Frauen als der eigenen nach. Frauen hingegen neigen im angetrunkenen Zustand mehr dazu, sich an ihre vorhandenen Partner zu kuscheln. Was klingt wie ein Klischee, ist das Ergebnis einer Studie an der Oregon Health and Science University. Die Forscher experimentierten mit  Wühlmäusen, was aber in Studien zur Partnerschaft gängige Praxis ist, weil die kleinen Nager wie wir lebenslange Beziehungen eingehen können und in Bezug auf Treue menschenähnliche Verhaltensmuster aufweisen. In diesem Falle waren dann mal angeschickerte Wühlmäuse am Start, was die Tiere aber auch nicht umgebracht hat. Und es diente schließlich der Wissenschaft.

Die Forscher konnten feststellen, dass der Alkohol im Gehirn das Angstverhalten beeinflusst, allerdings im männlichen Hirn ganz anders als im weiblichen. Während die Weibchen ängstlicher und zurückhaltender werden, sorgt der Alkohol beim Mann für eine Reduktion des Angstverhaltens und für einen Schuss Übermut. Während blaue Frauen vor dem Neuen zurückschrecken und sich ans Altbewährte kuscheln, entsteht beim blauen Mann Appetit auf neue Erfahrungen. So weit, so aus Bar und Karneval bekannt. Nun aber das Interessante: Bei nüchternen Gehirnen verhält es sich genau anders herum. Da schauen die Frauen eher auf andere Männchen – und die Männer sind eher ängstlich und klammern sich ans Bestehende.

Auch wenn sich solche Experimente aus dem Tierreich nie eins zu eins auf die Menschen übertragen lassen, gehen die Forscher von gewissen gravierenden Parallelen aus. Wir können also sagen: Während Männer sich erst einmal Mut antrinken müssen, um übers Fremdgehen nachzudenken, müssen Frauen dafür einfach nur morgens aufstehen. Ich könnte jetzt sagen: Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Liebste auf dumme Gedanken kommt, sorgen Sie einfach dafür, dass sie konstant einen im Tee hat. So weit kommt’s noch! Wenn Sie allerdings mit ihr abends unter Leute gehen, beklagen Sie sich nie wieder, dass Ihre Angebetete Sie immer lautstark zum Prosecco-Holen an die Bar scheucht. Liefern Sie einfach. Es dient einem guten Zweck.

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Frauen wollen in Management-Jobs angestellt werden, stellen sich aber bei der Bewerbung ziemlich an

Mädels wollen lieber kuschelige Jobs. Klischee? Nein. Frauen schrecken vor Stellenanzeigen zurück, die von den Bewerbern Eigenschaften wie etwa “Zielstrebigkeit” und “Durchsetzungsstärke” verlangen. Das zeigt eine Studie der TU München, bei der Frauen Anzeigen für Management-Positionen in zwei Versionen bewerten mussten - eine mit männlichen Stereotypen, eine mit weiblichen. Auch die Begriffe “selbständig”, “offensiv” und “analytisch” verscheuchten die Mädels. Angeblich fühlten sie sich von so “männlichen” Attributen nicht angesprochen. Na, was für ein Spaß! Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Zunächst fasse ich nicht, dass es ein “männliches Stereotyp” sein soll, wenn jemand durchsetzungsstark oder zielstrebig ist. Oder analytisch denkt. Heißt das, dass Frauen das nicht können? Oder nicht wollen?

Nächster Punkt: Wenn eine Frau das alles nicht kann oder will - warum sollte sie sich dann um einen Manager-Posten bewerben? Wie will sie ein Unternehmen oder eine Abteilung führen, ohne Probleme zu analysieren, Ziele zu verfolgen und sich auch mal durchzusetzen? Sprunghaft, leise bittend und immer im Kreis? Ich weiß, das ist nur die Welt, wie wir Männer sie gemacht haben. Es muss auch anders gehen, als dass einer bestimmt, und andere folgen. Aber wozu will eine Frau überhaupt eine Führungskraft sein – wenn sie nicht führen will? Warum ändern die Frauen die Welt nicht, wenn sie ihnen so missfällt, wie wir Männer sie gemacht haben? Ach, genau: Wer die Welt verändern will, muss Verantwortung übernehmen. Etwa als Führungskraft. Stimmt ja. Aber damit, den Job zu bekommen, ist es nicht getan, Mädels – ihr müsst ihn auch MACHEN. Also: Situation analysieren, Ziele anstreben, durchsetzen - führen.

Auf welche Begriffe weibliche Bewerber eher anspringen? Nun:  ”engagiert”, “verantwortungsvoll”, “gewissenhaft” und “kontaktfreudig”. Alles keine Komplimente, wenn sie in einem Arbeitszeugnis auftauchen. Ist nicht kontaktfreudig neben “gesellig” die Top-Vokabel für Tratschtante und Suffnase? Fehlt in der Riege der codierten Todesurteile nur “war stets bemüht”. Au weia! Aber Sie kennen doch Frauen, die souverän führen, ohne dass denen Hoden wachsen? Ja, richtig. Es geht hier auch nicht um Begriffe und deren Inhalte, sondern darum, wie Frauen darüber denken. Ein Mann sagt: “Neue Hose?” Die Frau denkt: “Mein Hintern ist zu dick!” Viele Frauen assoziieren Begriffe wie “durchsetzungsstark” anders, nämlich mit “Macker-Job”. Darum glauben sie, es seien nur Männer gewollt und bewerben sich nicht. Man kann jetzt die Stellenanzeigen umformulieren. Aber eher müssten Frauen ihr Denken über sich selbst ändern. Erst wenn sie sich trauen, sich selbst als durchsetzungsstark zu bezeichnen, setzen sie sich durch. Erst wenn sie sich selbstbewusst auf eine Stellenausschreibung bewerben, von der sie glauben, sie wäre für Männer formuliert, sind sie auch bereit dafür.

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Traumfrau kaum schlau? Männern steht die Klugheit ins Gesicht geschrieben, Frauen leider nicht

Sie kennen diesen Ausdruck, den Ihr Gesicht annimmt, wenn die absolute Über-Ober-Traumfrau neben Ihnen an die Bar tritt, oder? Sie sehen dann in etwa so aus, als hätte man Ihnen mit einer Hochdruck-Saugpumpe in einem Schlürf das Gehirn aus dem Kopf gelutscht. Wenn Sie nicht aufpassen, fangen Sie an zu sabbern – aus Mund und Augen gleichzeitig. Böse Stimmen behaupten, dass es dieser belämmerte Gesichtsausdruck ist, der vielen Männern jede Chance versaut, überhaupt mit der Traumfrau ins Gespräch zu kommen. Das ist einer neuen Studie zufolge Unsinn: Frauen können sowieso sehen, wie intelligent ein Mann ist – egal, wie unschlau er guckt.

Einer Untersuchung an der Prager Karls-Universität zufolge lässt sich die Intelligenz von Männern relativ präzise von ihren Gesichtern ablesen. Viel spannender ist: Bei Frauen funktioniert das nicht! Die gleichen Probanden, die Männern ihre Klugheit ansehen konnten, waren bei Frauen dazu nicht annähernd in der Lage. Moment, bevor Sie jetzt losgrölen: Es lag nicht daran, dass dort keine Intelligenz vorhanden war und insofern auch nichts zu sehen! Es waren auch Frauen mit sehr hohem IQ dabei. Nein, die Gründe liegen woanders. Die Forscher vermuten, dass bei Frauen die Attraktivität des Gesichts eine viel größere Rolle spielt als die Tatsache, ob sie vielleicht schlau sind. Natürlich gibt es Frauen die hübsch und klug sind – aber das Beurteilen der Schönheit einer Frau überlagert in der Regel die Suche nach Anzeichen für Intelligenz. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Also, ich finde das ja unfair – und wieder mal recht unpraktisch von Mutter Natur eingerichtet. Ich finde kluge Frauen nämlich sexy, vor allem wenn sie darüber hinaus auch noch ganz attraktiv sind. Um letzteres herauszufinden, brauche ich keinen großen Hinweise. Das sehe ich auf einen Blick. Aber bei einer Traumfrau erkennen zu können, ob sie nicht nur hübsch ist, sondern auch etwas in der Birne hat, das wäre erste Klasse. Dann müsste ich  mich nicht erst durch eine Viertelstunde Smalltalk quälen, um zu merken, dass sie in etwa so unschlau ist, wie ich geguckt habe, als sie neben mir an die Bar trat.

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Mascara runter! Die ungeschminkte Wahrheit über geschminkte Frauen

Was fällt Ihnen zum Thema Make-up ein? Mir diese Szene: Eine Frau beschwert sich bei ihrem Mann, dass der immer so viel Geld für Bier ausgebe. Darauf der Mann: “Musst du gerade sagen! Du kaufst jeden Monat für 100 Euro Make-up!” Die Frau verteidigt sich: “Das ist doch nur, damit ich für dich hübsch aussehe.” Der Mann: “Genau dafür ist auch das Bier.” In dieser launigen Geschichte stecken zwei Wahrheiten: Die offensichtliche, dass Männer auch zu gröbsten Unverschämtheiten bereit sind, um ihren Bier-Vorrat zu schützen. Und die unterschwellige, dass Frauen meinen, sie müssten sich für Männer schminken. Das ist nicht nur Quatsch, sondern auch falsch, wie jetzt eine Studie der britischen Bangor University ergab. (Nein, ich weiß nicht, wie man den Namen unschlüpfrig ausspricht.) Wenn Sie Make-up genauso hassen wie ich, passen Sie jetzt gut auf.

Die Forscher konnten nachweisen, dass auch und gerade männliche Probanden sich bei den ihnen gezeigten Frauengesichtern weniger Make-up wünschten – und zwar bis zu 40 Prozent weniger als das gezeigte, relativ normale Maß. Interessanterweise dachten sowohl Männer als auch Frauen, dass andere Menschen Frauen mit mehr Schminke attraktiver fänden. Dabei sagten selbst Frauen über andere Frauen, dass diese auch mit weniger Make-up hübscher aussähen. Es handelt sich also beim Glauben an die Schönheit geschminkter Gesichter um ein Gerücht, schlimmer noch: Es ist eine “urban legend”, eine immer weitergetragene Mär, die im Kern kaum Wahrheit enthält. Das Ganze ist letztlich nichts als ein von Hollywood, der Kosmetikindustrie und Heidi Klum künstlich am Leben gehaltener Mythos.

Natürlich werden Sie durch das Vortragen dieser Studie ihre Liebste kaum davon überzeugen können, dass sie auch ohne Schminke attraktiv für Sie ist. Es wird auch nichts nützen ihr zu versprechen, dass Sie jetzt noch mehr Bier trinken, wodurch sie automatisch hübscher würde. Aber Sie können etwas anderes versuchen. Überlegen Sie mal: Fast nur Frauen glauben, dass sie durch das Tragen von Make-up attraktiver wirken. Und fast nur Männer glauben, dass sie selbst durch das Tragen eines Schnurrbartes attraktiver wirken. Die Lösung lautet: Quid pro quo. Kündigen Sie Ihrer Angebeteten einfach an, sich eine Rotzbremse stehen zu lassen. Es sei denn, sie fährt den Make-up-Konsum runter. Um mindestens 40 Prozent.

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Frauen wickeln Männer um den Finger, Männer müssen dafür nur mit dem rechten Knie wackeln

Gehen Sie am Wochenende tanzen? Nicht? Das ist ein Fehler. Frauen lieben Männer, die das Tanzbein schwingen. Und der Hammer ist: Ich kann Ihnen jetzt auch genau sagen, welches Ihr Tanzbein ist, und wie Sie es schwingen sollen, damit Frauen auf Sie fliegen. Eine Studie der britischen Northumbria University hat jetzt gezeigt: Frauen lieben Männer, die beim Tanzen ihr rechtes Bein bewegen. Genauer gesagt: Sie sollen schnelle Bewegungen mit dem rechten Knie vollziehen. Außerdem gut: Ausladende Bewegungen mit Oberkörper und Hals sowie der linken Schulter.

Ja, wenn man sich das so vorstellt, klingt das nach einem Mann, dem jemand einen Aal in den Hemdkragen gesteckt hat, und der ihn nun durchs Hosenbein hinauszuschütteln versucht. Trotzdem kein Grund, dabei so ein Gesicht zu machen! Wenn Sie dabei lächeln oder zumindest einen souveränen Schmollmund zeigen, kann das richtig sexy aussehen. Das haben die Forscher in einem aufwändigen Test mit 3-D-Kameras festgestellt. Angeblich ermöglicht dieses Bewegungsmuster Frauen sogar, Rückschlüsse auf ihre – natürlich überbordende – Fruchtbarkeit zu ziehen.

Nach all dem wollen Sie immer noch nicht tanzen? Dann komme ich Ihnen jetzt auf die moralische Tour. Sie sollten von Zeit zu Zeit aktiv der Behauptung entgegentreten, wir Männer tanzten nicht. Denn wir sind keine Tanzmuffel – wir tanzen nur nicht überall und mit jeder. Und wir haben als Tänzer einen Ruf zu verlieren. Fred Astaire, Gene Kelly, Michael Jackson oder Balou, der Bär – sie alle haben die Tanzflächen der Welt für uns erobert. Dieses Erbe gilt es zu verteidigen. Auch und vor allem gegen die kreischend hüftwogenden Horden derer, die ein hysterisches Abwackeln zu den Klängen von “It’s Raining Men” immer noch für den Inbegriff der Tanzkultur halten. Wohlan denn, Jungs, lasst es Männer regnen! Prasselt auf die Dancefloors nieder wie ein Rhythmus-Schauer – und wascht ihn rein von den Weather Girls dieser Welt, fegt ihn mit euren rechten Knien glatt. Ich schwöre: Die Nicht-Wetter-Mädels werden es lieben.

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Frauen handeln unter Stress klüger als Männer, aber sie sind auch irgendwie selbst schuld daran

Haben Männer im Streit mit einer Frau jemals den Hauch einer Chance? Gefühlt: Nein. Das liegt natürlich vor allem daran, dass Frauen ein größeres Waffenarsenal zur Verfügung haben. Beispiel: Neulich schrieb mir Leser Stefan G. aus B.: „Unglaublich! Da war ich gestern endlich mal im Begriff, eine Auseinandersetzung mit meiner Freundin für mich zu entscheiden – da zieht die sich einfach nackt aus!“ Das ist nur eine Variante. Umgekehrt hängt auch die Verweigerung von Sex als Drohkulisse über jedem Zwist. Da gibt so mancher Mann kleiner bei als er ist. Aber ein internationales Forscher-Team hat nun gezeigt, dass das Problem weit weniger oberflächlich ist. Frauen haben bei Stress tatsächlich tief sitzende biologische Vorteile.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass bei Frauen unter Stress die emotionale Intelligenz ansteigt, wohingegen Männer unter Druck die Fähigkeit einbüßen, sich in andere hinein zu versetzen, und darum unsachlicher und ich-bezogener argumentieren. Sprich: Frauen sind unter Stress einfühlsamer und darum auch besser in der Lage, auf den anderen zuzugehen. Männer verlieren die Kontrolle und denken nur noch daran, wie sie aus der Sache herauskommen, stammeln und schreien irgendwann bloß noch herum. Kommt Ihnen das bekannt vor, speziell der zweite Teil? Tja.

Was allerdings in dieser Studie nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass es Frauen auch viel besser gelingt als Männern, ihr Gegenüber überhaupt erst unter Stress zu setzen. Oder wahlweise komplett wahnsinnig zu machen. Denken Sie nur an Gewaltmärsche wie die siebenstündige Schuh-Shopping-Tour durch die City an einem Samstag. Oder Killer-Ansagen wie: “Am Wochenende machen wir es uns MAL RICHTIG SCHÖN!”  Oder nicht schadlos zu beantwortende Psychoterror-Fangfragen wie: “Sieht mein Po dicker aus, wenn ich die Haare zum Zopf mache?” (Finden Sie mal eine Antwort, die NICHT impliziert, dass ihr Po dick ist!) Oder Sticheleien wie: “Bringst du den Müll jetzt bald runter – oder wartest du, bis er dich selbst darum bittet?” Erst stressen sie einen, und dann nutzen sie den Moment der Schwäche, um ihre Stärken auszuspielen. Aber so ist die Natur. Bist du eine Spinne, baust du ein Netz und frisst alles, was sich darin verfängt. Bist du eine Frau… Ach, lassen wir das.

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Achtung, Warnung! Attraktive Männer sind in allergrößter Gefahr (später zu heiraten)

Sie sind ein attraktiver Mann? Gut aussehend, sportlich, sympathisch und gepflegt? Oje. So ein Mist. Dann hat eine neue Studie der University of Miami schlechte Nachrichten für Sie. Die Forscher stellten bei der Überprüfung der Daten von über 9.000 Probanden fest, dass besonders die gut aussehenden, sympathischen und gepflegten Männer in größter Gefahr sind, später zu heiraten. Keine Überraschung – aber auch kein Scherz: Das Wort “Gefahr” steht da wirklich: “greater hazard of entering into a marital relationship”. Tja, so ist es leider. Sie sind der Typ zum Heiraten. Nur das Schlimmste steht Ihnen bevor. Nix Playboy, nix Casanova. Sondern: Standesamt, Ehering, Glas Sekt, Aus. Nächster Höhepunkt: Die erste eigene Wohnung der Kinder renovieren, dann die Silberhochzeit.

Das sind ja rosige Aussichten! Dabei wollten Sie doch einfach nur mit Kumpels etwas abhängen, ein paar heiße Chicas anbaggern und ein wenig Spaß haben. Keine Verpflichtungen, keine Verträge, nur Vergnügen und ein bisschen Sex. Aber nein – zack! wollen die Chicas sofort heiraten. Das haben Sie nun von Ihren jahrelangen Workouts, Ihrem guten Mode-Geschmack, Ihrem Sinn für Humor  und Ihrem ansteckenden Lachen. Kaum wagen Sie sich damit in die Öffentlichkeit, kaum nähern Sie sich mal einer Frau – schwupps, will sie den Ring an den Finger, aber pronto! Es ist wirklich ein Dschungel da draußen, überall lauern Gefahren.

Es besteht aber Hoffnung. Denn die Forscher entdeckten, dass vor allem das Zusammenspiel aller drei Faktoren für eine spätere Ehe entscheidend ist. Nur wer in allen drei Bereichen gut abschneidet, fährt in den Ehe-Hafen ein. Und wer in einem Bereich weniger gut ausgestattet ist, muss sich in den beiden anderen umso mehr anstrengen, um das Manko auszugleichen und auf die entscheidende Punktzahl auf der Attraktivitätsskala zu kommen. Wer also nicht ganz so modelmäßig aussieht, sollte durch sehr gute Körperpflege und eine klasse Persönlichkeit bestechen. Schon klar warum: Geheiratet wird ja am liebsten das perfekte Gesamtpaket, also jemand, der sich voll committet und in jeder Hinsicht alles gibt.

Das ist Ihre Chance, vielleicht doch nur einen One-Night-Stand abzustauben: Geben Sie sich in allen Bereichen super – aber reißen Sie Ihr Ergebnis dann an einer Stelle in Richtung Keller. Nein, das heißt nicht, dass Sie mehr rülpsen und sich nicht mehr waschen sollen. Aber etwas schlechtes Benehmen an der richtigen Stelle wirkt Wunder. Zum Beispiel, indem Sie sich nach dem Sex aus ihrem Bett davonstehlen. Und danach nie wieder anrufen. (Alle Frauen, die sich jetzt noch wundern, warum sich so viele attraktive Männer am nächsten Morgen wie Mistkerle benehmen, sollten mal schnell die Hochzeitskataloge vom Nachttisch verschwinden lassen.)

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Frauen finden Fremdgehen ihres Mannes gar nicht so schlimm, außer die andere will nur reden

Wobei erwischen Sie Ihre Angebetete lieber: a) im innigen Gespräch mit Brad Pitt über intimste Dinge oder b) sprachlos bei intimsten Dingen mit Pit im Bett? Ist schon klar: Das Sex-Ding ist schlimmer. Für uns Männer jedenfalls. Bei Frauen soll ja angeblich die emotionale Kiste mehr wehtun: Einer Studie der University of Kansas zufolge sind Männer grundsätzlich eifersüchtiger, wenn ihre Partnerin mit einem anderen Mann Sex hat, während Frauen viel empfindlicher darauf reagieren, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Mann sich emotional zu sehr auf eine andere einlässt. Die Forscher erklären das mit dem alten Kindchen-Muster: Männer müssen mehr fürchten, das Kind eines anderen untergejubelt zu bekommen und sind deswegen da sehr wachsam – und die größte Sorge der Frauen ist es, dass der Vater ihrer Kinder sie wegen einer anderen verlässt, und sie mit den Kleinen allein da sitzen.

Nun frage ich mich: Wer hat denn heutzutage noch in erster Linie Sex, um Nachwuchs zu zeugen? Welcher Mann denkt denn wirklich im allerersten Moment, nachdem er seine Frau mit dem Nachbarn auf dem Küchentisch erwischt hat: “Verdammt, die Schweine wollen mir ein Kind unterjubeln!” ? Zumal, wenn er sie beim Blow-Job erwischt? Oder umgekehrt: Welche eifersüchtige Frau gibt sich denn gelassen und verzeihend, wenn ihr Mann zu ihr sagt: “Ich treffe mich wieder mit Susanne – aber es ist wirklich nur Sex, versprochen! Wir reden auch kaum, sie stöhnt und ächzt ja die meiste Zeit eh nur.” Der Studie zufolge sagten vier Fünftel der Frauen, sie wäre eher eifersüchtig, wenn ihr Mann sich in eine andere Frau verliebt, als wenn er mit dieser Frau andere Sex-Positionen ausprobiert. Nee, klar. Genau das sagt sie dann auch, wenn sie ihn in flagranti mit der Babysitterin bei der Budapester Beinschere erwischt: “Ach! Na, so ein Glück! Ich dachte schon, du wärst verliebt.” Also ehrlich, wer soll das glauben?

Wenn es diesen Unterschied tatsächlich geben sollte, dann reagieren Männer doch wohl vor allem darum mehr aufs körperliche Fremdgehen, weil Sex für sie immer noch sehr viel wichtiger ist als für viele Frauen. Und weil sie nicht verstehen, warum die Frau einen anderen bereitwillig ranlässt, sie selbst aber höchstens einmal im Monat. Frauen dagegen reagieren auf den emotionalen Betrug viel mehr, weil ihnen Sex oft weniger wichtig ist. – und weil sie es vielleicht nicht fassen können, dass er mit der anderen stundenlang redet, während er zuhause nie den Mund aufkriegt. Ganz nebenbei: Ich kenne nicht eine einzige Frau, die mit Brad Pitt die ganze Nacht nur reden will.

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Frauen reagieren nicht auf sexy Reklame? Aber nur, weil sie die Model-Typen nicht anfassen können

Kann das Bild einer spärlich bekleideten Frau Sie dazu verleiten, ein Produkt zu konsumieren? Kann es Sie zum Beispiel dazu bringen, im Internet auf den Link zu einem Artikel zu klicken? Natürlich kann es das, sonst wären Sie ja nicht hier! Ha! Es ist kein Geheimnis, dass Männer durch nackte Frauenhaut zum Konsum motiviert werden – sämtliche Bikini-Babes in jeder Bier-Reklame sind Zeuginnen! Kurz heißt es: Sex sells! Langversion: Die Bilder von den Nackerten aktivieren beim visuell gesteuerten Mann das Belohnungssystem im Gehirn. Diesen Reiz versucht er dann zu befriedigen, unter Umständen durch Konsum des beworbenen Produkts. Ebenso klar war bisher, dass das gleiche bei Frauen nicht funktioniert: Nackte Männerhaut verkauft keine Frauen-Produkte, Frauen werden durch erotische Kerle-Fotos eher nicht zum Konsum animiert.

Belgische Wissenschaftler haben nun gezeigt, dass das nicht an der mangelnden Verknüpfung vom weiblichen Belohnungssystem mit dem Thema Sex liegt. Die Sache funktioniert nur nicht visuell, also über Fotos und Filme. Frauen reagieren sexuell auf andere Dinge, etwa auf haptische Reize. Die Forscher bewiesen: Wenn ihre Probandinnen zuvor edle Männerunterwäsche wie etwa Boxer-Shorts betastet hatten, veränderte das sehr wohl ihre Konsum- und Finanzentscheidungen. Wenn Ihre Liebste sich also das nächste Mal über die Busen-Babes in der Bierwerbung lustig macht, reiben Sie ihr diese Ergebnisse unter die Nase und sagen: „Du bist selbst keinen Deut besser – es gibt halt nur noch kein Fühl-Fernsehen!“

Tja, nun. Wahrscheinlich wollen Sie Ihrer Liebsten ja überhaupt nichts verkaufen, hätten aber trotzdem nichts dagegen, wenn sie mal wieder an ihrer Unterwäsche fühlt. Auch dann können Sie aus dieser Geschichte etwas lernen: Wenn Sie als Verführer auftreten wollen, tanzen Sie nicht nackig vor ihr herum und wackeln animierend mit dem Rüssel, sondern setzen eher auf Duftöl, Chill-out-CD, Kerzenschein und Massagetechnik. Das ist die beste Werbung, die Sie für sich und Ihre Boxer-Shorts machen können!

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Frauen warten länger, bis sie ein Geheimnis erzählen, aber was ein Mann erzählt, ist kein Geheimnis

Können Sie ein Geheimnis für sich behalten? Natürlich können Sie das, sonst wüsste ich ja längst davon. Sie und ich, wir beide wissen: Männer können schweigen. Doch nun das: Einer großen britischen Umfrage zufolge können Männer schlechter Geheimnisse für sich behalten als Frauen. Das Ergebnis: Während Frauen ein Geheimnis erst nach 3,5 Stunden weiter tratschen, plaudern Männer es angeblich schon nach 2 Stunden und 47 Minuten aus. Das kann so nicht stehen bleiben.

Mal abgesehen davon, dass die Briten bei der NSA-Affäre ganz vorne aktiv dabei waren und insofern in Sachen Geheimnisverrat sowieso kein gutes Vorbild sind, steckt schon im Studiendesign ein Hinweis auf die gravierenden Verständnisunterschiede zwischen Mann und Frau. Für einen Mann ist ein Geheimnis per se etwas, das nicht erzählt wird. Also: gar nicht. Wenn etwas erzählt wird, egal wem, wann und wie oft, ist es kein Geheimnis mehr. Fragt also eine Studie danach, wie lange Menschen im Schnitt warten, bis sie ein „Geheimnis“ weitererzählen, geht es für Männer bereits um kein Geheimnis mehr, sondern eben um etwas, das sie – genau: weitererzählen können. Und damit warten sie dann auch nicht unnötig lange. Was Frauen damit bezwecken, einander „Geheimnisse“ anzuvertrauen, obwohl sie genau wissen, dass diese dadurch flächendeckende Verbreitung erfahren, ist unklar. Einerseits geht es sicherlich um die kuschelfaktorfördernde Intention, einander „ins Vertrauen zu ziehen“. Andererseits ist das Geheimnis auch die Einheitswährung des Tratsches: Erzählst du mir etwas, erzähl ich dir etwas. Vielleicht halten es Frauen aber auch schlicht und einfach nicht aus, ein Geheimnis zu bewahren.

Es ist wohlfeil, mit billigen Tricks eine Studie anzuzetteln, deren Inhalt sich zu einer Zeile verdichten lässt á la: „Männer können den Mund nicht halten“. Erhöhte Aufmerksamkeit ist garantiert. Wir alle wissen, dass Männer schweigen können. Beim Bier an der Bar genauso wie beim Foltern im Keller. Einige der größten Geheimnisträger der Geschichte sind Männer. Welche kann ich nicht sagen, denn sie halten bis heute dicht. Nur hier ein paar Stichworte: Kohl und seine anonymen Spender, Schwule in der Bundesliga oder wie Scarlett Johansson gern beim Sex genannt werden will. Letzteres weiß ich natürlich – aber ich kann ja schweigen …

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