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Schluss mit lustig: Diese ganze Flirt-Industrie degradiert den Mann zum Bagger-Vieh!

Wieder einmal wird uns eine Studie um die Ohren gewedelt, wonach Frauen  auf lustige, humorvolle Männer stehen. Zuletzt hieß es noch, Frauen mögen zwar lustige Männer, aber nur für einen One-Night-Stand, höchstens, aber nicht fürs Leben. Nun heißt es doch definitiv: Lustig ist Trumpf. Ja, nun. Wen interessiert das eigentlich? Warum geht es in diesen Studien eigentlich immer nur darum, was Frauen wollen? Warum wird nicht mal danach gefragt, was Männer sich für einen One-Night-Stand so alles wünschen, und was sie sich so für eine Langzeitbeziehung vorstellen?

Nun werden einige Superschlaue schnell antworten: Weil man das ja eh weiß. Weil Männer immer nur das eine wollen, völlig unabhängig von der Zeitspanne. Männer wollen Sex, sonst nichts, dementsprechend wollen Männer Frauen, die auch Sex wollen und dafür hinlänglich ausgestattet sind. In dieser Denkweise ist für einen Mann eine Langzeitbeziehung so eine Art fortgesetzter One-Night-Stand, bei dem es hin und wieder etwas Warmes zu essen gibt. Brüste und Bratwürste, mehr interessiert uns ja nicht. Da mag ich argumentativ gar nicht mehr gegenhalten, so blöd ist das. Ich sage darum nur: Wehe, die verdammten Bratwürste sind nicht LUSTIG!!!

Ich will auf etwas ganz anderes hinaus: Die Tatsache, dass es in diesen ganzen Studien mehrheitlich immer wieder darum geht, was Frauen an Männern attraktiv finden, was Frauen von Männern wollen und was nicht, ist ein untrügliches Zeichen für ein ungeschriebenes Gesetz. Es besagt, dass der Mann der Frau immer noch den Hof macht und nicht umgekehrt. Dieser Standard ist zwingend, und dieser Zwang ist Standard. Kein Entkommen. Da werden konsequent in steter Regelmäßigkeit häppchenweise Köder ausgeworfen, damit die Jungs nur ja bei der Stange bleiben und um die Mädels herumscharwenzeln und brav deren Wünsche abarbeiten. Ja, herzlichen Glückwunsch! Wie emanzipiert ist das denn?! Eine ganze Industrie arbeitet daran, unseren Status als Bagger-Vieh auf ewige Zeiten festzubetonieren! Und wir beißen auch noch an und lesen diesen ganzen Mist! Das hört jetzt auf, ab jetzt ist Schluss mit lustig. Wehe, Sie lesen noch eine einzige von diesen Studien darüber, was Frauen wollen und was nicht!

Außer natürlich hier bei mir, wo das ganze kritisch beäugt und begleitet wird.
;-)

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Viele wollen sich hochschlafen, aber für die Männer gibt es nicht genügend Chefinnen!

Einer Forsa-Umfrage zufolge kann sich jeder zehnte junge Deutsche unter 30 vorstellen, sich in der Firma nach oben zu schlafen. Davon abgesehen, dass aus dieser nur scheinbar sexuell aufgelockerten Haltung der Generation Praktikum ebenso viel Naivität wie Verzweiflung spricht, muss ich doch sagen, dass mich diese Eitelkeit überrascht. Wenn wir einmal davon ausgehen, dass es in der Regel nicht ausschließlich die attraktivsten 10 Prozent einer Altersgruppe sind, die sich solchen Sex-Träumereien hingeben, gehört schon eine gewisse Selbstüberschätzung dazu, zu glauben, man fände für die eigenen Hochbums-Ambitionen auch genügend interessierte Gegenparts in der Chefetage. Denn Affären mit anderen Praktikanten bringen uns da ja wohl nicht wirklich voran, oder? Na, immerhin lässt sich feststellen, dass es überhaupt noch Interesse an verantwortungsvollen Posten gibt, damit ist ja bei all diesem Downshifting-Wahn nicht unbedingt zu rechnen. (Wobei der Begriff “Führungsposition” da eine ganz neue Bedeutung bekommt.)

Leider liefert die Umfrage keine differenzierten Daten, wie sich diese Ambitionen unter den Geschlechtern aufteilt. Es liegt aber nahe anzunehmen, dass es nicht wenige junge Männer sind, die so etwas locker dahinsagen: “Heute Sex mit der Chefin, morgen schon im Vorstand, und übermorgen schenkt mir die Alte 2 Millionen Unternehmens-Aktien im Wert von 73 Millionen Euro, hähä.” Aber haben die Geschäftsführungs-Gigolos sich mal in der Realität umgeschaut? Mit wem würden die denn etwas anfangen? Wie viele Chefinnen gibt es denn, mit denen da hochschlafmäßig etwas ginge? Genug für 10 Prozent der männlichen Arbeitnehmer unter 30? Wohl kaum. Niemals wurde der eklatante Mangel an weiblichen Führungskräften deutlicher als jetzt. Da muss etwas passieren.

Aber lassen wir das. Ich will da gar nicht zu sehr drauf abheben. Der Jugend ihre Träume rauben. Ich will den jungen Leuten nur sagen: Verschwendet nicht zu viel Zeit mit dem Träumen. Lernt einen anständigen Beruf, studiert, seid fleißig und lernbereit, lest gute Bücher, zeigt euch vielseitig interessiert, investiert Zeit in Kultur und Sport, sorgt für eine gepflegte, attraktive äußere Erscheinung und einen knackigen Po – sonst seid ihr für die Vorgesetzten gar nicht interessant.

So oder so.

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Heute ist Anthony-Weiner-Tag, offiziell heißt er allerdings “Tag der virtuellen Liebe”

Heute ist der Tag der virtuellen Liebe. Mal ganz davon abgesehen, dass ich diese ganzen Pseudo-Feier- und Gedenk-Tage total entbehrlich finde (heute soll außerdem noch Tag der Freude und Tag der BDSM-Liebe sein), frage ich mich: Was ist virtuelle Liebe? Ist das so eine Art Ersatzwährung, die an Partnerbörsen gehandelt wird? Überhaupt: Wie geht virtuelle Liebe? Ist das dieser hochnotpeinliche Kram, bei dem Anthony Weiner, der Bürgermeister-Kandidat von New York, nun schon zum wiederholten Male erwischt wurde? Ich zitiere kurz aus seinen Sex-Messages: “Also betrete ich dieses Hotelzimmer, und du liegst auf dem Bett, nackt bis auf ein paar außergewöhnliche Fickmich-Schuhe…” Dazu schickte er Bilder von seinem erigierten kleinen Bürgermeisterkandidaten.

Also echt: Dafür brauchen wir einen Gedenktag?

Warum dann nicht auch einen Gedenktag für feuchte Träume? Oder für verrentete Auto-Wäsche-Nacktmodels? Oder für halbgegessene Toast-Sandwiches? Oder für jeden noch so dämlichen Mist? Okay, ich sollte das nicht zu laut sagen. Es sieht nämlich sehr danach aus, als würden PR-Büros und Nonsens-Gedenktags-Lobbyisten schon genau daran arbeiten. Ich sage nur: Bärengedenktag (26. Juni), Sprich-Wie-Ein-Pirat-Tag (19. September) oder Weltnudeltag (25. Oktober). Noch Fragen? Das Bittere daran ist, dass so die wenigen wirklich sinnvollen Tage hinter allem möglichen Quatsch verschwinden oder zumindest mit ihm auf eine Stufe gestellt werden. Da folgt der durchaus sinnvolle Weltkindertag ( 20. November) nahtlos auf den durchaus missverständlichen Welttoilettentag (19. November).

Darum greife ich jetzt durch. Ich starte eine Aktion zur Abschaffung der sinnlosen Gedenktage. Dafür rufe ich einen Aktionstag ins Leben, den “Schluss-mit-dämlichen-Gedenktagen”-Aktionstag. Ich schaue mal gerade, wo noch ein Tag im Jahr frei ist… Oh, Mist. Ich bin zu spät. Alles besetzt. Na, dann plädiere ich dafür, wenigstens den Tag der virtuellen Liebe in Anthony-Weiner-Gedenktag umzutaufen – das wird ja wohl alles sein, was von ihm bleibt.

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Ungerecht (hicks)! Beschwipste Männer sind immer betrunkener als besoffene Frauen

Wenn ein Mann ein paar zuviel über den Durst getrunken hat, heißt es, er sei ”voll wie eine Strandhaubitze”. Wenn eine Frau ein paar zuviel über den Durst getrunken hat, heißt es, sie sei “ein bisschen beschwipst”. Korrekt? Lustigerweise ist das nicht irgend so ein verbitterter Männerspruch, den ich aus der hohlen Hüfte in den leeren Raum ballere – das ist jetzt ein amtliches Forschungsergebnis!

Eine Studie an der University at Buffalo zeigte gerade, dass es in der Wahrnehmung von betrunkenen Männern und Frauen unterschiedliche Sichtweisen gibt: Alkoholisierte Frauen werden von Außenstehenden eher als “beschwipst” oder “angeheitert” bezeichnet, bei Männern heißt es eher, sie seien “rotzbesoffen” oder “total breit” gewesen – oder auch “völlig hinüber”. Bei Frauen sind die Beschreibungen also nachsichtiger und freundlicher, bei Männern drastischer – obwohl es jeweils um den exakt gleichen Grad von Betrunkenheit geht. Frauen würden, so die Forscher, in dieser Hinsicht weniger krass beurteilt, weil komplett volltrunkene Frauen nicht den gängigen Vorstellungen und Klischees entsprächen. Die Menschen wollen nicht, dass Frauen rotzbesoffen sind, also nennen sie es bei Frauen anders. Nur komisch, dass so viele dieser angeblichen Klischee-Brecherinnen durch meinen Kiez stolpern.

Ich will gar keine Debatte darüber lostreten, wer schlimmer ist – besoffene Männer oder besoffene Frauen. Da sind die Unterschiede nicht riesig, sondern fein, wie es früher in der Weinbrand-Reklame so schön hieß. Ich will auch für mich nicht das Recht in Anspruch nehmen, dass ich auch nur “beschwipst” bin, wenn ich mal einen im Kahn habe – bloß nicht! Nichts will ich weniger gern als einen Schwips, das klingt ja wie eine degenerative Hirnerkrankung! Ich will nur eines prophezeien: Es wird niemals auch nur annähernd eine wahrhaftige Gleichstellung geben in einer Welt, in der wir rotzstrunzbesoffene Frauen nicht auch genau so nennen dürfen.

 

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Frauen fordern, dass Männer ihnen die Tür aufhalten, aber die Männer fordern jetzt Revanche!

Ich muss mich hier mal wieder ein wenig danebenbenehmen. Denn die Umfrage eines Paar-Portals überrascht uns mit der Aussage, dass immer noch satte 78 Prozent der Frauen vom Manne gutes Benehmen erwarten – aber nur 20 Prozent der Frauen verlangen das von sich selbst. Unfassbar! Das immer wieder gern genannte Beispiel dafür ist das Aufhalten einer Tür: Das soll ein Gentleman für eine Frau tun – umgekehrt ist es weniger üblich. Männer kämen allerdings umgekehrt auch gar nicht auf die Idee, so etwas von einer Frau zu erwarten oder gar zu fordern. Ein Mann besteht nicht darauf, dass eine Frau ihm die Tür aufhält, es genügt ihm, wenn sie während seiner Abwesenheit nicht die Schlösser an der gemeinsamen Wohnungstür austauscht, weil sie einen Typen gefunden hat, der mehr Gentleman ist als er.

Diese Bescheidenheit der Männer zeugt natürlich von Souveränität und dem Wissen, dass sie in der gesellschaftlichen Gesamtheit immer noch mehr Vorteile genießen als die Frauen. Sie zeugt aber auch von Hilflosigkeit. Denn der Mann kann vieles, eines jedoch kann er nicht: Von Frauen etwas fordern. Ein Mann, der etwas von einer Frau fordert – sei es nun das Aufhalten einer Tür, mehr Sex in der Ehe oder mehr Zeit mit dem gemeinsamen Kind nach der Trennung – ist per se eine traurige Figur. Einer, der es nicht selbst packt. Einer, der ohne Zutun der Frau nicht klarkommt. Ein Versager halt. Und weil das so ist, und weil er mit dieser Rolle nicht umgehen kann, und weil er daran verzweifelt, vergreift sich der Mann dann auch so oft im Ton und wird ausfallend, was die Erfüllung seiner Wünsche in noch weitere Ferne rücken lässt. Dann versagt er auch noch beim Fordern.

Wir müssen also fordern üben. Wenn wir es nicht tun, werden wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Gesellschaftliches Zusammenleben ist ein Widerspiel des Forderns, ein Gleichgewicht beim Fordervolumen ist wichtig und notwendig. Also fangen wir klein an, beim bekannten Beispiel. Sagen Sie jetzt also nicht: “Mach sofort die verdammte Tür auf!” Sagen Sie: “Verzeihung, könnten Sie mir bitte kurz die Tür aufhalten?” Sagen Sie das nicht nur, wenn Sie stapelweise Akten oder 5 Coffee-to-go für die Kollegen schleppen, sondern auch, wenn Ihre Hände komplett frei sind. Sagen Sie es von nun an immer wieder, jeden Tag einmal, mindestens. Am besten öfter. Und nicht nur zu hübschen, jungen Frauen, sondern zu allen. Bahnen Sie sich einen Weg durch die Welt, die sich Ihnen von Frauenhand eröffnet. Das Ziel muss sein, keine Tür mehr selbst zu aufzustoßen, durch die Sie gehen wollen. Dann haben Sie auch immer die Hände frei, um ab und zu einer Frau die Tür aufzuhalten.

 

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Frauen wollen gar nicht nur Ihr Geld, aber wenn sie ständig darüber streitet, will sie bald gar nicht mehr

Geld macht nicht glücklich – aber vielleicht eine glückliche Beziehung. Das kommt darauf an, wie wir die Ergebnisse einer neuen Studie der Kansas State University interpretieren. Die fand heraus, dass Paare, die schon früh in ihrer Beziehung viel und oft über Geld gestritten haben, das größte Scheidungsrisiko haben. Wer über Geld streitet, landet eher wieder auf der Single-Rampe als Leute die sich über Kinder, Sex oder die Schwiegereltern in den Haaren haben.

Das könnte nun bedeuten, dass wer viel Geld hat und folglich keine Geldsorgen, auch eher eine glückliche Ehe führt. Dann würde Geld glückliche Beziehungen machen. Aber dafür werden viel zu viele Ehen reicher Menschen geschieden. Es geht also vermutlich viel mehr darum, welchen Stellenwert Geld in den Gesprächen eines Paares einnimmt – und wie die Verteilung des Geldes geregelt ist. Und da ist das beste Prinzip: Alles teilen. Denn das tut ansonsten ohnehin der Scheidungsrichter.

Interessanterweise sind aber einer anderen aktuellen Studie zufolge Frauen nach der Scheidung zufriedener als Männer – selbst wenn sie hinterher finanziell schlechter dastehen. Noch interessantererweise wissen wir, dass für Frauen bei der Auswahl eines Partners dessen sozialer und finanzieller Status immer noch eine sehr wichtige Rolle spielen. Fassen wir also diese Ergebnisse in unserer gewohnt top-wissenschaftlichen Art zusammen, entsteht dieses Bild: Eine Frau macht einen Typen klar, der ihrer Ansicht nach ausreichend verdient, dann streitet sie sich mit ihm permanent übers Geld, und nach der Scheidung stellt sie fest, dass sie die Kohle gar nicht braucht und lebt glücklich und zufrieden. Klingt erstens nach einem bekannten Muster – aber zweitens keimt da doch in mir die Frage auf: Warum sollen Männer überhaupt einen auf dicke Hose machen? Gibt eh nur Ärger. Also: Lassen Sie beim Flirten das Thema Geld einfach außen vor. Bezahlen Sie Drinks der Lady einfach, ohne darüber zu reden.

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Mein lieber Herr Professorin: Der Gleichstellungs-Wahn findet ein Ende, wenn wir uns einfach alle Frauennamen geben

Endlich sind wir wieder einen Riesenschritt in der Gleichstellung von Mann und Frau vorangekommen. Eigentlich sollte ich sagen: Eine Riesenschrittin. Denn die Universität Leipzig hat nun festgelegt, dass in ihrer Grundordnung nur noch weibliche Bezeichnungen verwendet werden: Der Titel “Professorin” gilt künftig auch für Männer.  Mein lieber Herr Professorin, dass wir da noch nicht früher drauf gekommen sind! Das macht die Dialogin zwischen den Geschlechtern ja um so vieles einfacher! Das sollten wir uns gleich für die ganze Gesellschaft überlegen, und für die ganze Staatin. Überlegen Sie doch nur:

Egal wer die nächsten Wahlen gewinnt – danach wird wieder eine Bundeskanzlerin vereidigt. Und wenn wider Erwarten eine Bundeskanzlerin Peer Steinbrück das neue Kabinett bestimmt, wird es zu 100 Prozent aus Ministerinnen bestehen. Was für eine gewaltige Fortschrittin für die Gleichberechtigung! Ob Außenministerin Frank-Walter Steinmeier wieder mit an Bord ist? Oder Umweltministerin Sigmar Gabriel? Egal, jedenfalls wird auch die neue Bundestagin nur noch von Frauen besetzt sein.

In der Alltagin werden wir uns natürlich an die Wandelin erst einmal gewöhnen müssen. Als gutverdienende Managerinnen und Chefinnen werden wir darüber aber schnell hinwegkommen und die Reizin der Paradigmenwechselin zu schätzchen lernen. Als Bewerberinnen auf eine neue Jobin werden unsere Chancen aber steigen – denn bei gleicher Qualifikation werden wir ja schließlich immer bevorzugt! Auch eine Frauenquote kann uns, wenn sie denn kommt, nicht mehr schrecken – im Gegenteil: Wir als Arbeitnehmerinnen profitieren alle davon! Und überhaupt: Mit einer Schlagin läge die Frauenquote ohnehin in allen Bereichinnen und Betriebinnen sowieso bei 100 Prozent! Das macht uns so schnell keiner, äh: keine nach!

Ein Glück, dass auch die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften immer weiter voranschreitet, schließlich werden wir demnächst alle in lesbischen Beziehungen leben. Hach, liebe Frauen, wenn wir gewusst hätten, dass es so einfach ist, hätten wir gleich viel früher damit angefangen! Endlich Ruhe – darauf erst einmal eine gute Champagnerin!

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Die Richtige riechen: Wie die Nase eines Mannes, so seine Johanna

Es heißt doch immer, Männer seien bei Frauen nicht wählerisch. Ein süßer Po, ein hübsches Lächeln, ein kurzer Rock – das genügt. Aber so einfach ist das nicht. Wir fangen doch nicht einfach mit jeder etwas an. Ich lasse mich zum Beipiel grundsätzlich nicht mit Frauen ein, die an Leberzirrhose oder auch Herz- und Niereninsuffizenz leiden. Auch Grippe finde ich total unsexy. Die sortiere ich gleich aus. Wie ich das mache? Ob ich danach frage? Quatsch. Einmal schnuppern genügt. Glauben Sie nicht? Hier: Forscher des Max-Planck-Instituts haben nachgewiesen, dass Menschen bestimmte Immungene im Schweiß anderer Menschen riechen können. Diese Gene lassen Schlüsse über seine Fähigkeit zur Infektabwehr zu. Auch über bereits bestehende Erkrankungen kann Ihre Nase Informationen liefern.

In erster Linie dient diese Fähigkeit dazu, eine Partnerin oder einen Partner zu finden, deren/dessen Immunsystem anders ausgerichtet ist als das eigene. Denn größtmögliche Differenz sorgt für größtmöglichen Schutz beim gemeinsamen Nachwuchs. Insbesondere Frauen achten angeblich darauf, dass potenzielle Väter ihrer Kinder in dieser Hinsicht geruchstechnisch vielversprechend sind.

Jetzt einmal Spaß beiseite: Glauben Sie ernsthaft, ich schnuppere an einer Frau, um herauszufinden, ob ihre Immunabwehr in mein Fortpflanzungskonzept passt? Hallo? Nein, ich tue das, um festzustellen, ob sie gut riecht. Und wenn ich finde, dass das der Fall ist, mache ich mir doch keine Gedanken darüber, ob das an vielleicht vorhandenen Immungenen gegen Hepatitis liegt. Umgekehrt kann eine Frau eine noch so exzellente Immunausstattung haben – wenn sie in ihrer schweren Parfumwolke geradezu untergeht, kann ich sie garantiert nicht riechen.

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Frauen wollen mehr in der Politik mitmischen, interessieren sich aber gar nicht dafür

Es heißt doch oft: Frauen an die Macht! Weil: Frauen sind ja angeblich die “besseren Politiker”. Wobei es ja eigentlich heißen müsste, Frauen sind die besseren PolitikerINNEN, aber ich bin ja nicht zum Haare Spalten hier. Jedenfalls nicht in dieser Hinsicht.

Wenn wir mal akzeptieren, dass Frauen die Welt nicht nur mitregieren (was sie ja längst tun), sondern sie auch beherrschen sollen – wäre es dann diskriminierend zu fordern, dass diese Frauen sich auch für Politik interessieren? Es hat ja auch noch keinem FIFA-Schiedsrichter geschadet, wenn er sich für Fußball interessiert – oder sogar damit auskennt. Dürfen wir das also voraussetzen, ohne dass es gleich wieder heißt, die bösen Männer wollten die Frauen nur mit der Schaffung unüberwindlicher Hindernisse aus der Politik rausmobben? Gut. Ist ja auch nicht soooo viel verlangt, dass sich die Ladies mal ein bisschen mit Politik beschäftigen, bevor sie die Weltherrschaft übernehmen.

Ist es aber wohl doch.

Eine internationale Studie hat gerade gezeigt, dass sich Frauen weltweit grundsätzlich viel weniger für Politik interessieren als Männer. Ich wiederhole: Grundsätzlich. Weltweit. Viel weniger. Und zwar in Staaten, die nicht gerade für die systematische Unterdrückung von Frauen bekannt sind. Befragt wurden Leute in Ländern wie USA, Kanada oder Großbritannien. Sogar in Staaten, in denen die Gleichstellung weit fortgeschritten ist, wie etwa Norwegen, schnitten die Frauen bei den Befragungen zu politischen Themen deutlich schlechter ab. Eklatant viel schlechter.

Ich weiß, ich weiß: Das ist natürlich böse, böse, böse, dass ich das hier so ausbreite. Und das hat bestimmt ganz einfache Gründe, wie etwa, dass die Fragen in so einer Art Prüfungssituation gestellt wurden, und da hatten die Frauen dann ein Blackout wegen Prüfungsangst. Passiert ja häufig bei Umfragen. Oder in den jeweiligen Ländern waren die Nachrichtensendungen so langweilig. Oder die Zeitungen so schwarz-weiß. Oder die Befrager haben die Befragten immer so männlich-dominant angestarrt. Oder, oder, oder… Aber es gibt trotzdem irgendwie ein komisches Bild ab. Vielleicht sollten die Mädels mal ein bisschen mehr Nachrichten schauen und die Zeitung lesen. Und die Hauptstädte aller von den Vereinten Nationen anerkannten Staaten auswendig lernen (zur Zeit 194).

Obwohl: Was soll’s. Angela Merkel hat es ja auch an die Spitze der Bundesregierung geschafft, ohne sich für Politik zu interessieren. Sie schreibt doch ständig SMS während der Sitzungen, wie ein desinteressierter Schüler im Sozialkunde-Unterricht. Man sollte das alles auch nicht zu hoch hängen. Schließlich haben auch schon viele Männer in der Politik versagt, obwohl sie sich angeblich besser damit auskannten. Und keiner von ihnen hat es je zur Weltherrschaft gebracht. Weil das vielleicht einfach eine bescheuerte Idee ist. Außer: Chuck Norris übernimmt den Job. Der kennt nämlich sogar 294 Hauptstädte.

 

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Frauen wollen mehr kuscheln, und Männer wollen wissen, was das überhaupt ist

Wir wähnten das Phänomen auf dem Rückzug, nun ist es anscheinend wieder voll da: Laut der Umfrage eines Online-Partner-Portals wollen Frauen immer mehr kuscheln. Die meisten finden es sogar wichtiger als küssen. Da wird es Zeit, endlich mal die Frage aufzuwerfen: Was ist eigentlich “kuscheln”?

Das Wörterbuch sagt, kuscheln bedeute “sich an jemanden oder etwas anschmiegen”. Es geht also mit Frau, Hund und Auto. Aber wenn Frauen sagen, sie wollen kuscheln, wollen sie tendenziell anders behandelt werden als ein Hund oder ein Auto. Nur wie? Der Kollege meinte gerade, das sei doch das gleiche wie schmusen. Schmusen zwischen Mann und Frau geht aber schon weiter als kuscheln, es hat diese aktive, auf etwas hinsteuernde Komponente, die beim Kuscheln noch fehlt, sich anschmiegen ist ja mehr so ein Liegen, ohne etwas zu tun. Kuscheln wird, wie die erwähnte Umfrage zeigt, immer im Gegensatz gesehen zu Sex – und auch zum Küssen. Es darf also während des Kuschelns zu keinerlei sexähnlichen oder kussartigen Berührungen kommen. Beim Kuscheln darf auch keiner nackt sein, sonst werden ja ganz unwillkürlich Teile berührt, die nicht berührt werden sollen. Da bleibt am Ende ja nur noch so ein bekleidetes Umfassen, Umarmen und Umfangen, so eine Art gedoppeltes Einrollen. Handelt es sich also nur um dieses dumpfe, geschlechtsteillose Ranwanzen in Löffelstellung auf der Fernseh-Couch? Nein, das kann es nicht sein. Dann hätten Pro 7 und RTL endgültig gewonnen, die Erosion der Gesellschaft stünde kurz bevor.

Aber welche Art von Berühren ohne Anfassen gibt es noch? Man könnte ja denken, Kuscheln sei eine Tätigkeit, die dem gleichkommt, was Kinder mit Kuscheltieren tun. Das klingt warm, weich und unschuldig. Doch spätestens, wenn Sie sich Ihre Liebste wie einen Teddy in die Armbeuge klemmen und anfangen, am eigenen Daumen zu lutschen, werden Sie merken: Falsch gedacht!

Nun könnte man behaupten, Kuscheln ist das, was Paare abends im Bett machen, wenn sie keinen Sex haben. Aber da würde doch jeder Mann fragen: “Schlafen? Schlafen ist Kuscheln?” “Nein”, sagt die Frau, “wenn wir wach sind.” “Ah”, sagt der Mann, “verstehe. Gemeinsam im Dunkeln an die Decke starren und über Probleme reden.” “NEIN!” kreischt sie, “nicht reden. Nur so da liegen, sich ein bisschen im Arm halten.” Er: “Und dann einschlafen.” Sie: “Nicht sofort.” Er: “Warum nicht?” “Na”, sagt die Frau, leicht errötend, “vielleicht ergibt sich ja noch etwas.” Derselben Umfrage zufolge finden nämlich auch mehr Frauen (41 %) als Männer (36 %), dass Sex ein sehr wichtiger Bestandteil der Beziehung ist. Puh, da sind Sie aber beruhigt, oder? Nur: Was Kuscheln ist, wissen wir jetzt immer noch nicht.

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