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Tag: JensHealth tagged with 'Abschied'

Abschied auf italienglisch

Wahrscheinlich sagte ich es bereits: Dieses ist kein Fußball-Blog. Dafür habe ich viel zu wenig Ahnung von den Geschehnissen um den runden Rasen und das grüne Leder.

Aber manchmal weisen die Ereignisse über die Stadionränge hinaus – so wie jetzt das Farewell des italienischen Trainers der englischen Fußballnationalmannschaft an David Beckham. Vor Anpfiff des Freundschaftsspiels der Three Lions in Wembley gegen Ungarn sagte Coach Fabio Capello gestern einem Fernsehsender: “Ich denke, er (Beckham, d. Red.) ist inzwischen ein wenig zu alt. Danke, David.” Damit war Becks raus aus der Nationalmannschaft. Arrivederci.

Und Capello hatte vorher nicht einmal mit dem Betroffenen gesprochen.

Das ist hart. Jau. Aber es könnte Schule machen. Statt eines langen persönlichen Abschiedsgesprächs einfach zwei Sätze in irgendeine vorbeigehaltene Kamera – und tschüs. Wird schon ankommen. Ein paar Vorschläge, wo das noch passen würde:

- “Ich denke, sie hat einfach keinen Plan. Danke, Angie.”

- “Ich denke, er hätte auch ohne das Zeug ein toller Radfahrer werden können. Danke, Lance.”

- “Ich denke, sie wissen jetzt, wo Island ist. Danke, U21.”

- “Ich denke, wir haben jetzt alles gesehen. Danke, Brangelina.”

- “Ich denke, sie wissen bei Nachfragen, wo Sie uns finden. Danke, Google.”

- “Ich denke, sein Vorgänger hat ihm gezeigt, wo die Tür ist. Danke, Christian.”

Das Problem ist: Wer hat schon die Macht, die dafür sorgt, dass ein solcher lapidar hingesprochener Satz auch die erwünschten Konsequenzen hat? Da sind wir wieder bei der Notwendigkeit von Volksentscheiden, am besten weltweit. Online. Und diese Sätze stehen dann einfach auf den Buttons, auf die wir klicken müssen.

- “Ich denke, er hatte seinen Spaß. Danke, Jenshealth.”

Klick.