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Tag: JensHealth tagged with 'Affen'

Warum Frauen Ihnen häufiger :) oder ;) SMSen – und wieso das trotzdem nicht lustig ist

Frauen benutzen in SMS doppelt so viele Emoticons wie Männer, zumeist Smileys, wie eine Studie gezeigt hat. Und ich sage: Nicht nur da. Frauen sind die ungekrönten Königinnen der Happy-Faces. Da gilt die Model-Regel: Immer lächeln. Da wird einfach überall gnadenlos gelächelt und gegrinst, auch wenn es gar keinen Sinn ergibt. Oder gar gelacht, wo es nichts zu lachen gibt. Beispiel: Zwei Gruppen von Kollegen treffen sich am Firmenausgang. Die Frauen so: “Na, geht ihr auch in die Mittagspause?” Und dann so: Gacker, lach. Die Männer gucken dumm, denn sie verstehen nicht: WAS IST DENN BITTE DARAN KOMISCH?! Bei der Rückkehr gleiches Bild: “Naa, wo wart ihr denn essen?” Gacker, lach, debiles Grinsen. Die Männer so: “Äh, wir gehen dann noch einen Kaffee trinken.” Die Frauen so: “Ach, wollt ihr uns nicht dabei haben?” Gacker, lach. Verlierer ist, wer hier zuerst ehrlich antwortet. Apropos ehrlich.

Oft wird das häufige Lächeln der Frauen als Sozialkitt bezeichnet, und das stimmt auch irgendwie. Nur, der Punkt ist: Das Lächeln der Frauen ist gar nicht komisch. Mimikforscher haben gezeigt, dass das häufig zu beobachtende Lächeln einer Frau mit sichtbaren Zahnreihen tatsächlich vergleichbar ist mit dem Verhalten von Affen, die einem Gegner ihre Unterwürfigkeit zeigen. Frauen tun dies angeblich auch – wenn sie sich anderen gegenüber nicht dominant fühlen. Das Lächeln ist also ein Versuch zu beschwichtigen.

Ich sage jetzt hier gar nicht, dass Frauen sind wie unterwürfige Affen. Ich sehe ehrlich gesagt gar keine Parallele zwischen Frauen und Affen. Aber wenn das alles stimmt, muss ich doch sehr bitten. Wenn Frauen sich zum Affen machen wollen – gerne. Aber wenn sie mir zulächeln, heißt das doch, dass sie mich als dominanten Affen sehen und beschwichtigen wollen – und das geht zu weit. Also bitte, liebe Lächlerinnen: Verschonen Sie mich. Zur Belohnung gibt es hier auch ein Emoticon: ;-)

 

Bei manchem Paar ist der Mann einem Schimpansen ähnlicher als seiner Frau

Der Mensch ähnelt dem Affen, das wussten Sie sicherlich. Der Mensch ähnelt dem Affen noch mehr als sehr, heißt es jetzt, nämlich zu beinahe 99 Prozent. Besonders der MANN ähnelt dem Affen sehr, so sehr, dass bei manchem Paar der Menschenmann einem Schimpansenmann ähnlicher ist als seiner Frau. Also: Der Menschenfrau. Männer sind also mehr Affen als Frauen.

Das ist – zumindest im Einzelfall – nachvollziehbar. Ich nenne jetzt hier keine Namen von irgendwelchen Ex-Fußballern oder so, aber da könnte was dran sein. Ich möchte aber ergänzen: Wenn mancher Menschenmann sich so manche Frau in ihrem Botox-Mascara-Gucci-Ornat anschaut, ist er auch lieber einem Affen ähnlicher. Uh-uh-uh.

Ich frage mich allerdings immer, worin sich diese genetische Ähnlichkeit von Mann zu Affe ausdrücken soll. Wo sie sich zeigt – außer bei Kneipenschlägereien. Weder sind wir alle am ganzen Körper dicht und filzig behaart, noch ist unser Stadtbild geprägt von Männern, die sich auf dem Weg zum Job von Baum zu Baum hangeln. Okay, man könnte jetzt sagen: Das sind doch nur Äußerlichkeiten, ein Großteil des einen Prozents Unterschied geht beim Menschenmann eben für den Look drauf. Genetisches Mascara, sozusagen. Der wahre Affe im Mann lauert innen.

Dazu sage ich: Im Jahr 2010 haben in Deutschland rund 450.000 Heranwachsende das Abitur oder das Fachabitur geschafft – knapp die Hälfte davon Männer. Es haben nachweislich keine Affen das Abitur bestanden. Warum nicht, wenn die Ähnlichkeiten so groß sind? Liegt es daran, dass die Affen aufgrund ihres Äußeren diskriminiert und von den Schulen gemobbt wurden? Bin ich einem Riesen-Affen-Mobbing-Skandal auf der Spur? Oder sind wir doch alle Affen – manche behaart, manche unbehaart? Ein Rätsel.

Das Paradoxe: In diesen einsamen Stunden der Ratlosigkeit fühle ich mich meinen behaarten Brüdern tatsächlich sehr nahe. Ich hocke hoch oben im Zoo auf meinem Felsen, kratze mir das verfilzte Fell, kaue auf einer Bananenschale und denke: Wann macht endlich einer diese verdammte Gittertür auf?

 

Die Liebe der Affenmuttis

Hmm, langsam bekomme ich so meine Zweifel, ob wir wirklich vom Affen abstammen. Wird ja gerade bei Männern immer wieder gerne behauptet – gerade von Frauen. Und dann lese ich das:

Gehen Affenmännchen auf ein Date, in diesem Falle Bonobos im Kongo, erhöhen sie ihre Chancen auf Sex, wenn sie ihre Mama mitnehmen. Das haben Forscher vom Max- Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig entdeckt.

Weil die alten Affendamen  einen hohen Dominanzstatus unter den Tieren genießen, sorgen sie sogar dafür, dass in einer Gruppe die Paarungsakte gleichmäßig unter den Jungs verteilt sind.

Man stelle sich das unter Menschen vor:

“Mutti, ich treffe mich heute mit dieser Johanna.”

“Ach, wie nett. Soll ich mitkommen?”

“Du meinst – ob ich sie gerne flachlegen will?”

“Och Jungchen, wie oft habe ich dir gesagt: Nicht diese Ausdrucksweise. Aber ja, das meine ich.”

“Hmm, kein schlechter Gedanke. Also gut. Ich sage ihr Bescheid. Sie freut sich bestimmt.”

Eine unvorstellbare Vorstellung. Realistisch betrachtet würde jede Mutter dazu doch eher sagen: “Ich mache mich doch hier nicht zum Affen!”