Frauen benutzen in SMS doppelt so viele Emoticons wie Männer, zumeist Smileys, wie eine Studie gezeigt hat. Und ich sage: Nicht nur da. Frauen sind die ungekrönten Königinnen der Happy-Faces. Da gilt die Model-Regel: Immer lächeln. Da wird einfach überall gnadenlos gelächelt und gegrinst, auch wenn es gar keinen Sinn ergibt. Oder gar gelacht, wo es nichts zu lachen gibt. Beispiel: Zwei Gruppen von Kollegen treffen sich am Firmenausgang. Die Frauen so: “Na, geht ihr auch in die Mittagspause?” Und dann so: Gacker, lach. Die Männer gucken dumm, denn sie verstehen nicht: WAS IST DENN BITTE DARAN KOMISCH?! Bei der Rückkehr gleiches Bild: “Naa, wo wart ihr denn essen?” Gacker, lach, debiles Grinsen. Die Männer so: “Äh, wir gehen dann noch einen Kaffee trinken.” Die Frauen so: “Ach, wollt ihr uns nicht dabei haben?” Gacker, lach. Verlierer ist, wer hier zuerst ehrlich antwortet. Apropos ehrlich.
Oft wird das häufige Lächeln der Frauen als Sozialkitt bezeichnet, und das stimmt auch irgendwie. Nur, der Punkt ist: Das Lächeln der Frauen ist gar nicht komisch. Mimikforscher haben gezeigt, dass das häufig zu beobachtende Lächeln einer Frau mit sichtbaren Zahnreihen tatsächlich vergleichbar ist mit dem Verhalten von Affen, die einem Gegner ihre Unterwürfigkeit zeigen. Frauen tun dies angeblich auch – wenn sie sich anderen gegenüber nicht dominant fühlen. Das Lächeln ist also ein Versuch zu beschwichtigen.
Ich sage jetzt hier gar nicht, dass Frauen sind wie unterwürfige Affen. Ich sehe ehrlich gesagt gar keine Parallele zwischen Frauen und Affen. Aber wenn das alles stimmt, muss ich doch sehr bitten. Wenn Frauen sich zum Affen machen wollen – gerne. Aber wenn sie mir zulächeln, heißt das doch, dass sie mich als dominanten Affen sehen und beschwichtigen wollen – und das geht zu weit. Also bitte, liebe Lächlerinnen: Verschonen Sie mich. Zur Belohnung gibt es hier auch ein Emoticon:

Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Textchef von Men's Health, über Männer-