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Tag: JensHealth tagged with 'aggressiv'

Frauen können mögliche Rivalinnen echt gut riechen – und schmeißen sich dann richtig an Sie ran

Sie befinden sich abends mit Ihrer Traumfrau in einer Bar. Sie ist heute müde und nicht so gut drauf, nippt nur schweigend an einem Glas Rotwein. Dann betreten zwei fremde Frauen den Raum und setzen sich an einen Nebentisch. Ihre Angebetete zieht kaum merklich die Luft durch die Nasenlöcher ein – und plötzlich verändert sich ihr gesamtes Verhalten. Es geht förmlich ein Ruck durch sie. Auf einmal plaudert sie mit Ihnen, flirtet, sucht Blickkontakt, stellt sich vor Sie, fasst Sie an, macht Ihnen Komplimente, fragt sogar: “Und, was machen wir zwei Hübschen jetzt mit dem angebrochenen Abend? Gehen wir noch tanzen?” Upps, was ist denn da passiert?

Kurz gesagt: Es juckt sie etwas. In der Nase. Das Thema Männer und Frauen und Riechen hatten wir hier ja schon ein paar Male. Darum kommt jetzt hier ganz NEU: die Variante Frauen und Frauen und Riechen. Einer Studie der Florida State University zufolge können Frauen riechen, ob sich andere Frauen in der fruchtbaren Phase ihres Monatszyklus befinden. Da fruchtbare Frauen auf Männer attraktiver wirken und sie auch am ehesten offensiv anflirten, reagiert Ihre Angebetete auf solche Rivalinnen mit einem Anstieg ihres Testosteron-Pegels. Der sorgt bei ihr für ein aggressiveres Konkurrenzverhalten – in diesem Falle den Versuch, Ihre Aufmerksamkeit mit Nachdruck auf sich zu lenken. Was lernen Sie daraus?

Zwei Dinge. Erstens: Mindestens eine der beiden Frauen, die gerade das Lokal betreten haben, ist zur Zeit fruchtbar. Da Sie höchstwahrscheinlich von beiden nichts wollen – und schon gar kein Kind – ist diese Information für Sie bedeutungslos. Aber ein zweiter Punkt ist interessant: Wenn Sie wollen, dass Ihre Liebste ein bisschen mehr Energie in Ihre Beziehung steckt, gehen Sie jetzt genau nicht mit ihr tanzen, sondern bleiben genau da stehen, im animierenden Fruchtbarkeits-Dunst der Konkurrenz. So sollten Sie das auch in Zukunft halten, wenn Sie finden, Ihre Beste bemüht sich nicht genug um Sie. Und dann lassen Sie sich von Ihrer testosterongesteuerten Schönen mal mit Witz, Charme und Aufmerksamkeit verwöhnen. Ist doch mal ganz nett, so ein Rollentausch.

Frauen stehen nicht auf aggressive Männer – außer für schnellen Sex

Wer kurzfristig eine Frau ins Bett kriegen will, sollte sich vielleicht öfter mal in der Kneipe prügeln. Oder zumindest ein aggressives Auftreten zeigen, wenn interessante Frauen anwesend sind. Denn wer ein machomäßiges, maskulines Verhalten zeigt, kann bei Frauen durchaus punkten.

Holla. Jetzt denken Sie sicher: Der Typ hat getrunken, der steht neben der Rille, dem haben sie was in die Falafel gestreut. Wie kann der am hellichten Tage so etwas laut sagen beziehungsweise schreiben?! Aber das ist nicht von mir. Das ist – grob verkürzt – das Ergebnis einer Studie der Uni Konstanz. Darin zeigte sich, dass Männer mit einem Hang zur Aggressivität bei vielen Frauen sehr gute Chancen auf einen One-Night-Stand haben. Befragt wurden immerhin 1.000 Frauen. Fragt sich trotzdem, ob es klug ist, so etwas in dieser Form zu kommunizieren, insbesondere so kurz vor dem Tanz in den Mai.

Galoppieren Sie jetzt nicht gleich mit Boxhandschuhen aufs nächste Volksfest! Denn im Detail stellt sich die Studie etwas anders dar: Die Frauen waren im Versuch nie direkt mit gewalttätigen Handlungen konfrontiert, sondern immer nur mit Aussagen von Männern, deren Verhalten die Wissenschaftler vorher als aggressiv klassifiziert hatten. Es kann also gut sein, dass die Frauen die Jungs gar nicht als Schläger, sondern als starke Beschützertypen wahrgenommen haben, oder als unbändige Kämpfer für das Gute. Und dass sie ihre Meinung sehr schnell ändern, wenn sie die Jungs bei der Kneipenschlägerei in Aktion erleben.

Spätestens wenn Sie nicht nach einer Affäre sondern nach einer Frau fürs Leben suchen, ist die Kämpfer-Nummer ohnehin fehl am Platze. Denn für langfristige Bindungen und Familiengründungen bevorzugen Frauen laut derselben Studie empfindsame Männer ohne kriegerische Ambitionen. Insofern: Ball flach halten.

Aggressive Machos in der Werbung machen Männer zu aggressiven Machos, aber aggressive Mädel-Models erst recht!

Hyper-maskuline Werbung macht Männer aggressiv. Bebilderte Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften, in denen Männer als extrem hart, gewalttätig, gefährlich und gefühllos gezeigt werden, verstärken einer kanadischen Studie zufolge bei jungen Männern ein rückwärtsgewandtes Weltbild. Sprich: Männer, die in der Werbung aggressive Macho-Typen sehen, werden selbst zu aggressiven Macho-Typen.

Jaja, mag sein. Aber mal ganz davon abgesehen, dass wohl niemand erwartet, dass Werbung die Erde zu einem besseren Planeten macht: Welche Werbung macht uns denn nicht aggressiv? Wer bekommt denn – Männlein oder Weiblein – nach 5 Minuten durchschnittlicher Reklame keine Lust, alles kurz und klein zu schlagen? Jeder weiß doch, was Werbung in uns allen auslöst – und jetzt sollen wieder allein die Männer daran schuld sein?

Nein, so geht das nicht. Es wird nicht gelingen, die Macho-Macker in der Werbung für irgendein Übel in der Welt verantwortlich zu machen. Das Problem liegt woanders. Ich will Ihnen sagen, wo es liegt. Bei den Frauen. Genauer gesagt: Bei den Frauen in der Werbung. Die sind schuld, wenn Männer sich in Werwölfe verwandeln. Schauen Sie sich doch bitte mal die durchschnittliche Frau in der Reklame an. Glaubt tatsächlich irgendjemand, dass diese Frauen, die klischeemäßig als total keksweich, shoppinggeil und desorientiert erscheinen, die Männer total kuschelig und friedlich stimmen? Oh, nein. Diese Primäropfer des täglichen Werbemassakers sind es nämlich, die uns Männer tatsächlich auf die Palme bringen. Da schwillt mir doch noch viel mehr der Kamm, wenn ich diese lebensfernen, kaputtfrisierten, bildbearbeitungsprogrammgeschädigten Mädelmodels durch ihre heile Welt schweben sehe! Da könnte ich wirklich zum Tier werden. Mit einem Kampfschrei könnte ich mich auf sie stürzen. Wie der lautet? Ich sage nur ZALANDOOOO!!!

Mann beißt Hund? Männer sind schuld, wenn Hunde aggressiv sind

Aus der Reihe “Die Männer sind an allem schuld” lesen Sie heute:

Männer sind schuld, dass Hunde aggressiv werden.

Eine tschechische Studie soll nachgewiesen haben, dass Hunde, die mit Männern Gassi gehen, mit bis zu vier Mal größerer Wahrscheinlichkeit gegenüber anderen Hunden aggressiv werden als solche, die von Frauen ausgeführt werden. Es wird vermutet, dass die Hunde das Verhalten ihrer Halter imitierten.

Klar, wir beißen ja immer mal gern in so einen leckeren Hund, nicht wahr?

Jedenfalls: Selbst wenn männliches Dominanzverhalten hier eine Rolle spielt, finde ich in diesem Zusammenhang eine andere Erkenntnis der Wissenschaftler verwirrend. Es heißt in derselben Studie, dass Hunde dann aggressiver agieren, wenn sie angeleint sind, weil die Leine sie in ihrem natürlichen Verhalten einschränkt. Aber: Was soll ich als Mann denn tun, wenn ich meinen Hund durch meine Art aggressiv mache? Wenn ich ihn anleine, wird er noch aggressiver – wenn ich ihn nicht anleine, handle ich verantwortungslos.

Es bleibt nur eine Lösung:

“Hey, Manne, gehst du noch eben mit Wotan Gassi?”

“Nee, sorry, Suse, aber das musst du wohl machen. Der wird doch immer so aggressiv, wenn ich mit ihm rausgehe. Oh, Sportschau geht los!”

Traurig, aber wahr: Junge Männer neigen eher zur Randale

Bitte ticken Sie jetzt nicht gleich aus!

Sie glauben, die Krawalle in London und anderen britischen Städten haben nur etwas mit sozialen Unterschieden zu tun?

Dann schauen Sie mal nach Cardiff (Wales), ebenfalls in Großbritannien.

Wissenschaftler der dortigen Universität haben nun entdeckt, dass aggressives und impulsives Verhalten häufig bei Männern anzutreffen ist, denen bestimmte Neurotransmitter im Gehirn fehlen. Junge Männer mit diesem Mangel an GABA-Transmittern im Präfrontalkortex neigten in Versuchen eher zu Kurzschlussentscheidungen.

Aha.

Natürlich sind eher ein marodes Bildungssystem, Perspektivlosigkeit und Arbeitslosigkeit die Ursachen für die riots – aber es ist schon auffällig, dass es immer wieder vor allem junge Männer sind, die so ausrasten. Und es wirft ein schlechtes Licht auf diejenigen, die wirklich etwas ändern wollen – und nicht nur ein paar DVD-Rekorder abgreifen. Das fände ich in dem Zusammenhang auch mal interessant: Ist das Plündern von Geschäften ebenfalls durch einen Mangel an Neurotransmittern bedingt?

Jedenfalls liegen womöglich die Anwohner der Krawallviertel gar nicht so verkehrt, wenn sie sagen, dass bei diesen Randalierern etwas in den Köpfen nicht stimmen kann…

P. S. Eine andere Frage, die noch zu klären wäre: Ist vielleicht gerade bei jüngeren Männern der Druck besonders groß, etwas im Leben zu werden und zu erreichen, weil auch in den aufgeklärtesten Gesellschaften insgeheim immer noch von ihnen verlangt wird, dass sie Wirtschaft und Staat auf ihren Schultern in die Zukunft tragen? Und entlädt sich dieser Druck vielleicht ab und zu explosionsartig, vor allem wenn es nichts wird mit dem “etwas Werden”?