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Tag: JensHealth tagged with 'Alkohol'

Trinken Sie sich bloß keine Frauen schön, und lassen sie vor allem Frauen schön alleine trinken

Eine attraktive Frau sitzt in einer Bar am Tresen, vor sich ein Glas Rotwein. Was denken Sie? Natürlich zuerst: “Die sieht aber mal klasse aus!” Und sie fragen sich: “Ist sie wohl allein hier?” Aber  eine Studie der australischen Deakin University behauptet, Ihnen geht das hier durch den Kopf: “Hey, die gut aussehende Frau da trinkt ein Glas Wein – das heißt, sie will mit mir ins Bett gehen!” Die Forscher behaupten: Allein die Tatsache, dass eine Frau Alkohol konsumiert, werde von Männern als Hinweis auf deren sexuelle Absichten gedeutet. Also: Frau + Alkohol = Sex. So denken wir also? Auf den Mist brauche ich erstmal was zu trinken.

So ein Unsinn. Selbstverständlich wissen Männer, dass Alkohol eine entspannende – und vielleicht auch enthemmende – Wirkung hat. Die Erfahrung zeigt, dass er auch Frauen in eine gelöstere Stimmung versetzt. Alkohol ist gemeinhin als soziales Schmiermittel bekannt – auch und gerade beim Flirten. Karneval und Fasching gelten ja auch nicht als Knutsch-Festival weil alle so verrückt angezogen sind – sondern weil alle ordentlich getankt haben. Diese Auflockerung wird in der Studie nicht klar genug von unterstellten Absichten getrennt. Ein Mann denkt vielleicht: Wenn sie etwas trinkt, ist sie bestimmt lockerer drauf als nur mit Wasser oder Limo. Aber niemand kommt doch auf die Idee, dass eine Frau, die ein Glas Wein vor sich stehen hat, signalisiert: “Ich bin willig und zu haben.” Wäre das so, könnte doch nirgendwo eine Frau ein Glas Wein in einem Lokal bestellen, ohne dass die Männer gleich näherrücken  und sagen: “Soso, harhar, Rotwein. Du gehst aber ran, Schätzchen.” Kauft sie im Supermarkt eine ganze Flasche, bricht der wildfremde Typ an der Kasse hinter ihr in Jubelgeschrei aus und ruft: “Yeah, Baby, das Wochenende gehört uns!” Und wenn sie an einer Weinprobe teilnimmt, zücken alle anwesenden Männer schonmal ihre Handy-Kameras, weil ja gleich der Gang-Bang losgeht? Unfug!

Natürlich gibt es immer wieder fiese Kerle, die darauf lauern, volltrunkene Frauen abzuschleppen. Ich prangere das an! Aber der erste Gedanke, den ein normaler Mann beim Anblick einer allein Alkohol trinkenden Frau hat, ist doch der: Ihr wievieltes Glas ist das? Kann sie noch sprechen oder lallt sie schon? Denn grundsätzlich gilt bei Frauen die gleiche Regel wie bei Männern: Egal, was der Alkohol in ihrem Inneren auslöst – wenn sie zuviel davon trinken, werden sie äußerlich in erster Linie unattraktiver. Deshalb und wegen all dem anderen Mist mein Rat: Quatschen Sie niemals eine Frau an, die alleine vor einem Glas Wein sitzt. Gibt nur Ärger. Soll sie doch kommen, wenn sie etwas will.

Eine süße Maus ist treuer, wenn sie betrunken ist, ihr Mann geht eher fremd, wenn er einen im Tee hat

Männer, die Alkohol getrunken haben, starren oder rennen eher anderen Frauen als der eigenen nach. Frauen hingegen neigen im angetrunkenen Zustand mehr dazu, sich an ihre vorhandenen Partner zu kuscheln. Was klingt wie ein Klischee, ist das Ergebnis einer Studie an der Oregon Health and Science University. Die Forscher experimentierten mit  Wühlmäusen, was aber in Studien zur Partnerschaft gängige Praxis ist, weil die kleinen Nager wie wir lebenslange Beziehungen eingehen können und in Bezug auf Treue menschenähnliche Verhaltensmuster aufweisen. In diesem Falle waren dann mal angeschickerte Wühlmäuse am Start, was die Tiere aber auch nicht umgebracht hat. Und es diente schließlich der Wissenschaft.

Die Forscher konnten feststellen, dass der Alkohol im Gehirn das Angstverhalten beeinflusst, allerdings im männlichen Hirn ganz anders als im weiblichen. Während die Weibchen ängstlicher und zurückhaltender werden, sorgt der Alkohol beim Mann für eine Reduktion des Angstverhaltens und für einen Schuss Übermut. Während blaue Frauen vor dem Neuen zurückschrecken und sich ans Altbewährte kuscheln, entsteht beim blauen Mann Appetit auf neue Erfahrungen. So weit, so aus Bar und Karneval bekannt. Nun aber das Interessante: Bei nüchternen Gehirnen verhält es sich genau anders herum. Da schauen die Frauen eher auf andere Männchen – und die Männer sind eher ängstlich und klammern sich ans Bestehende.

Auch wenn sich solche Experimente aus dem Tierreich nie eins zu eins auf die Menschen übertragen lassen, gehen die Forscher von gewissen gravierenden Parallelen aus. Wir können also sagen: Während Männer sich erst einmal Mut antrinken müssen, um übers Fremdgehen nachzudenken, müssen Frauen dafür einfach nur morgens aufstehen. Ich könnte jetzt sagen: Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Liebste auf dumme Gedanken kommt, sorgen Sie einfach dafür, dass sie konstant einen im Tee hat. So weit kommt’s noch! Wenn Sie allerdings mit ihr abends unter Leute gehen, beklagen Sie sich nie wieder, dass Ihre Angebetete Sie immer lautstark zum Prosecco-Holen an die Bar scheucht. Liefern Sie einfach. Es dient einem guten Zweck.

Ungerecht (hicks)! Beschwipste Männer sind immer betrunkener als besoffene Frauen

Wenn ein Mann ein paar zuviel über den Durst getrunken hat, heißt es, er sei ”voll wie eine Strandhaubitze”. Wenn eine Frau ein paar zuviel über den Durst getrunken hat, heißt es, sie sei “ein bisschen beschwipst”. Korrekt? Lustigerweise ist das nicht irgend so ein verbitterter Männerspruch, den ich aus der hohlen Hüfte in den leeren Raum ballere – das ist jetzt ein amtliches Forschungsergebnis!

Eine Studie an der University at Buffalo zeigte gerade, dass es in der Wahrnehmung von betrunkenen Männern und Frauen unterschiedliche Sichtweisen gibt: Alkoholisierte Frauen werden von Außenstehenden eher als “beschwipst” oder “angeheitert” bezeichnet, bei Männern heißt es eher, sie seien “rotzbesoffen” oder “total breit” gewesen – oder auch “völlig hinüber”. Bei Frauen sind die Beschreibungen also nachsichtiger und freundlicher, bei Männern drastischer – obwohl es jeweils um den exakt gleichen Grad von Betrunkenheit geht. Frauen würden, so die Forscher, in dieser Hinsicht weniger krass beurteilt, weil komplett volltrunkene Frauen nicht den gängigen Vorstellungen und Klischees entsprächen. Die Menschen wollen nicht, dass Frauen rotzbesoffen sind, also nennen sie es bei Frauen anders. Nur komisch, dass so viele dieser angeblichen Klischee-Brecherinnen durch meinen Kiez stolpern.

Ich will gar keine Debatte darüber lostreten, wer schlimmer ist – besoffene Männer oder besoffene Frauen. Da sind die Unterschiede nicht riesig, sondern fein, wie es früher in der Weinbrand-Reklame so schön hieß. Ich will auch für mich nicht das Recht in Anspruch nehmen, dass ich auch nur “beschwipst” bin, wenn ich mal einen im Kahn habe – bloß nicht! Nichts will ich weniger gern als einen Schwips, das klingt ja wie eine degenerative Hirnerkrankung! Ich will nur eines prophezeien: Es wird niemals auch nur annähernd eine wahrhaftige Gleichstellung geben in einer Welt, in der wir rotzstrunzbesoffene Frauen nicht auch genau so nennen dürfen.

 

Eine Frau zieht schneller als ihr Schatten – zumindest ihre Drinks weg

Gehen Sie am Wochenende mit einer Frau etwas trinken? Dann passen Sie auf, dass die Kleine sich nicht unter den Tisch säuft.

Einer aktuellen spanischen Studie zufolge ziehen Frauen ihre alkoholischen Getränke meist schneller weg als Männer. Männer nehmen zwar im Laufe eines Abends mengenmäßig mehr Alkohol zu sich – aber Frauen kippen ihre Drinks in Nullkommanichts, während Männer sich damit mehr Zeit lassen.

Was könnte der Grund für diese Sturzbecher-Mentalität sein? Eine mögliche Folge ist, dass die Mädels schneller betrunken werden. Aber ist das ihr Ziel? Dann stimmt es am Ende gar nicht, dass interessierte Männer die Mädels abfüllen – die machen das selbst. Ich glaube aber, die Gründe sind andere.

Erstens benötigen Frauen beim Reden ihre Hände zum Haare-um-die-Finger-Drehen, Wild-herum-Gestikulieren und Gackernd-die-Hände-vor-den-Mund-Halten. Zweitens hindert sie ein Drink in der Hand daran, schnell mal mit den anderen Girls aufs Klo zu verschwinden oder schlicht das Lokal zu verlassen. Frauen gehen ja im Gegensatz zu Männern meist nicht nur in eine Bar pro Abend sondern mindestens in 48 neu eröffnete coole Hipster-Bars. Drittens hat eine Frau mit einem Drink in der Hand einen entscheidenden Nachteil: Man(n) kann sie schlecht zu einem Drink einladen. Und da das immer noch eine der wichtigsten Kontaktaufnahme-Spielarten im abendlichen Barbetrieb ist, will sie die Hände schnell wieder frei haben.

Aber Vorsicht! Bevor Sie mit gezückter Börse auf eine der Schnelltrinkerinnen zustürmen, bedenken Sie: Ihr geht es nicht darum, Geld zu sparen, sondern immer noch um Sympathie. Es kommt darauf an, von wem die Frau sich zu einem Drink einladen lassen will. Ob Sie ihr gefallen, müssen Sie per Augenkontakt feststellen. Ein untrügliches Zeichen für Flirtlaune gibt es natürlich nicht. Dafür aber umgekehrt: Wenn eine notorische Drink-Stürzerin auf Ihre Einladung sagt “Danke, ich habe noch” und ewig weiter an ihrem Prosecco nippt, ist das jedenfalls ein deutliches Zeichen dafür, dass sie sich von Ihnen nicht einladen lassen möchte. Dann haben wenigstens Sie Geld gespart.

Durst ist schlimmer als Sehnsucht: Verheiratete Frauen trinken mehr als Single-Frauen

Laden Sie öfter mal Frauen auf einen Drink ein? Überlegen Sie sich das gut! Sie ahnen ja nicht, wohin das führen kann.

Ihre grundsätzliche Vorstellung zu Frauen und Alkohol geht ja wahrscheinlich so: Sie sprechen sie an, Sie plaudern, Sie laden sie zu einem Drink ein. Und dann vielleicht zu noch einem. Und dann sagt sie: “Du willst mich wohl abfüllen, was? Musst du gar nicht. Komm wir gehen zu mir.” Dann gehen Sie mit zu ihr, dann sind Sie ein Paar. Ein glückliches Paar, das wie von Sinnen den sexuellen Genüssen frönt. Und im Laufe der Beziehung braucht es dafür natürlich immer weniger Drinks, weil Sie sich ausschließlich aneinander berauschen. Haben Sie gedacht. Tatsächlich trinkt sie immer mehr, je länger sie mit Ihnen zusammen ist.

Verheiratete Frauen trinken mehr Alkohol als Single-Frauen. Das ist nun wissenschaftlich belegt.

Jetzt fragen Sie sich: Warum trinkt sie? Um Sie zu ertragen? Weil Sie es ihr servieren? Weil Sie ihr etwas vortrinken? Weil sie sich nun nicht mehr in Zurückhaltung üben muss? Weil Sie sich ja wohl kaum von ihr scheiden lassen oder trennen, bloß weil sie mal laut singend und nur mit einer Kochschürze bekleidet auf dem Balkon steht?

Nun, bis auf den ersten und den letzten Punkt wohl alles ein bisschen. Der Hauptgrund ist, dass Männer tendenziell mehr Alkohol trinken als Frauen – und dass die meisten Frauen sich dem Trink-Niveau ihrer (Ehe-)Männer anpassen. Nun trinken Männer derselben Studie zufolge in der Ehe meist viel weniger denn als Singles – aber immer noch genug, um den Konsum ihrer Frauen anwachsen zu lassen, wenn diese sich anpassen. Es liegt also auch irgendwie an Ihnen. Verzwickt.

Nun könnten Sie sagen: “Ist die doch selbst schuld, die Schluck-Eule – das Leben ist einer der härtesten Drinks.” Sie könnten sich aber auch an den ersten gemeinsamen Abend erinnern, mit ihr in denselben Club gehen, sie auf den gleichen Drink einladen, ihr auf die gleiche Weise in die Augen sehen, mit ihr auf die gleiche Weise flirten, ihr erneut den gleichen zweiten Drink bringen – und kurz bevor sie ansetzt, beim Barkeeper den dritten zu ordern, sagen Sie: “Erinnerst du dich? Du sagtest, ich muss dich gar nicht betrunken machen…” Und dann nehmen Sie die Frau Ihrer Träume wieder mit nach Hause.

Wenn sie allerdings absolut auf dem dritten Drink besteht, sollten Sie nicht den Erzieher raushängen lassen. Besteht sie dann auch auf dem vierten bis elften, und schwatzt sie anschließend noch dem Barkeeper seine Schürze ab und klettert auf den Tresen, haben Sie ein echtes Problem.

Mann kann sich tatsächlich sich selbst schön saufen. Mann kann es aber auch lassen

Ein Team von Sozialpsychologen hat Männer jeweils vor und nach dem Genuss von Alkohol gefragt, wie attraktiv Sie sich selbst einschätzten. Ergebnis: Je voller, je toller. Wer mehr Alkohol intus hatte, fand sich auch schöner.

Besonders interessant: Männer, die nur glaubten, sie hätten Alkohol getrunken, schätzten sich auch als attraktiver ein. Und solche, denen man den Alkohol unbemerkt untergejubelt hatte, schätzten sich genau so ein wie mit nüchternem Kopf. Also genügt schon der Gedanke, dass Sie Alkohol getrunken haben, dafür, dass Sie sich selbst schön finden.

Das nützt Ihnen im Hausgebrauch allerdings wenig. Sie können sich ja schließlich kaum selbst vortäuschen, etwas getrunken zu haben. Es ist auch nicht sinnvoll, jetzt einen zu heben, um sich sich selbst schön zu saufen. Ich glaube auch nicht so recht an den Nutzwert dieser Methode. Selbst wenn Sie sich subjektiv hübscher finden – objektiv werden Sie mit jedem Glas unattraktiver: lauter, taumelnder, übler riechend…

Es hilft nur eins: Wer sich schön finden will, muss etwas dafür tun. Dann braucht er auch kein halbes Dutzend Drinks. Und wo Sie hier die Fitness-Sektion und die Körperpflegeabteilung finden, muss ich Ihnen ja wohl nicht mehr zeigen, oder?

Studie: Alkohol trinken nach Flirt-Abfuhr ist etwas für Fliegenhirne

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind in einer Bar. Sie sehen eine tolle Frau, sammeln all Ihren Mut und sprechen sie an. Die Frau mustert Sie von oben bis unten, lächelt müde und sagt: “Mach die Fliege, Kleiner!” Und was tun Sie? Sie verziehen sich und bestellen sich erst einmal noch einen Drink. Dann noch einen und noch einen. Bis es nicht mehr so schlimm ist. Und damit tun Sie genau das, was die Frau sagt. Genauer als Sie denken.

Denn so ein Verhalten könnte tatsächlich aus einem Fliegenhirn entstammen. Ich will Sie gar nicht beleidigen, nein, lesen Sie selbst:

Forscher von der University of California (San Francisco) haben jetzt in einer neuen Studie gezeigt, dass männliche Fruchtfliegen sich mit Alkohol trösten, wenn sie von Weibchen abgewiesen werden. Hatten die Männchen nach der Sex-Abfuhr die Wahl zwischen normalem und Ethanol-haltigem Futter, stürzten sie sich auf den Alkohol. Der Grund: Sowohl Sex als auch Alkohol beeinflussen den Gehalt an Neuropeptid F im Gehirn der Fliegenmänner. Ohne Sex wird davon weniger gebildet. Dadurch wächst das Verlangen nach Alkohol. Ob das bei uns auch genau so ist? Egal.

Ich sage: Machen Sie ihr nicht die Fliege! Seien Sie kein Fliegenhirn! Versuchen Sie es in einer anderen Bar, bei einer anderen Frau. Und vor allem: Mit anderen Getränken.

Prosit, Wall Street: Leidet die Wirtschaft, freut sich der Wirt

Drei Fragen zum Wochenende:

1. Nervt Sie das Gezerre um die Finanzkrise?

2. Machen Sie sich gar Sorgen deswegen?

3. Denken Sie darüber nach, sich am Wochenende auf den Stress ein paar Drinks zu genehmigen?

Dann geht es Ihnen wie vielen. Eine Studie hat jetzt einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrisen und gesteigertem Alkoholmissbrauch in der Bevölkerung nachgewiesen.

Keine große Überraschung? Hm, stimmt eigentlich.

Was mich aber doch überascht: Warum gehen dann im Zuge einer solchen Krise die Aktienkurse großer Getränke-Konzerne nicht regelmäßig durch die Decke? Mein Tipp jedenfalls: Trinken Sie nur die Hälfte der geplanten Menge – und stecken Sie den Rest in Brauerei-Aktien.

Schönes Wochenende!

Papas auf Pedalen

Warum fahren eigentlich am Vatertag so viele Männer mit Fahrrädern und Bollerwagen durchs Land und betrinken sich? Entspricht das nicht einem Vaterbild von gestern, wo Papi jedes Fitzelchen freie Zeit dafür nutzte,  für sich rumzupröddeln oder mit seinen Kumpels abzuhängen – und eben nicht Vater zu sein? Paps rannte zu Tennis-Mixed-Turnieren und sprach dem Siegerbiere zu, eierte bei Fahrrad-Rallyes durchs Gelände oder war zum Billard-Flipper-Dart-Dreikampf in der Stammkneipe. Um nur ja nicht zu sehr Papa zu sein, wie es schien. Das passt irgendwie nicht zum Bild der sogenannten neuen Väter.

Trotzdem trinken und trudeln die Väter weiter. Wieso?

Vielleicht, weil der ursprüngliche Anlass für den Vatertag ein so trauriger ist: Die US-Amerikanerin Sonora Smart Dodd aus Spokane, Washington, (nicht Louisa, wie sie auf vielen Seiten des Internets fälschlicherweise genannt wird) rief ihn als erste aus, um damit ihren Daddy zu ehren, einen Veteranen des Sezessionskrieges (1861-65). Saufen für den Frieden, könnte also das Motto der Veranstaltung sein. Louisas Kampagne zu Ehren der Väter schaffte es immerhin auf Umwegen 1974 auf den Schreibtisch von Präsident Richard Nixon, der schließlich den dritten Sonntag im Juni zum Father’s Day, dem offiziellen Feiertag für alle US-Papas, erklärte. Und im August desselben Jahres wegen der Watergate-Affäre zurücktreten musste. Womit die Einrichtung des Father’s Day eine seiner letzten innenpolitischen Großtaten gewesen sein dürfte. Auch darauf kann man trinken, muss man aber nicht.

Niemand will den Vätern das Feiern verbieten. Und vielleicht ist es ja gut, dass die meisten Kinder bei den Vatertagsveranstaltungen nicht zugegen sind und somit ihren Daddy auch nicht sehen, wie er blitzeblau in der Bollerkoje liegt. Grundsätzlich freue ich mich aber über jeden, der zuerst ordentlich radelt (3-4 Stunden über Land), vielleicht sogar mit Familie, und hinterher trinkt, wenn die Kleinen im Bett sind.

P. S.: Obwohl ich weiß, dass Sie alle natüüürlich brav Schorle schlürfend den anderen das alkoholisierte Radeln überlassen, bete ich hier nochmals unsere Lieblingstipps zum Katertag herunter:

- Morgens leicht (Omelette), mittags deftig (Fleisch, Hülsenfrüchte) essen.

- Regelmäßig Nicht-Alkoholisches zwischentrinken.

- Vitamine (Obst) und Mineralien (Magnesium-Brausetabletten, Salzstangen) einstreuen.

- Körperlich betätigen. Schwitzen fördert die Neueinlagerung von Mineralien. Also das Bike nicht nur rollen lassen!