Daten Sie online? Mehr als 7 Millionen deutsche Singles haben es bereits getan. Viele sind zufrieden. Viele können gar nicht mehr damit aufhören…
Eine große US-Studie zum Them Online-Dating kommt jetzt zu dem Schluss, dass das Flirten im Netz zwar die Partnersuche revolutioniert habe – dass dies aber nicht nur positiv zu sehen sei.
Bei allen Vorteilen warnen die Forscher, dass das Stöbern in Web-Profilen sich schnell zu einer Art Einkaufsverhalten entwickelt. Die angeklickten Frauen oder Männer werden für die Betrachter und Betrachterinnen schnell zu Objekten. Das Menschliche im Zwischenmenschlichen geht verloren. Genau: Wie auf diesen anderen Internet-Seiten…
Ich sage: Na und? Letztlich ist das doch auch ein Akt der Gleichstellung. Früher lästerten die Leute im Dorf, wenn ein notorischer Junggeselle plötzlich mit einer exotischen Schönheit Händchen hielt: “Die hat der doch aus dem Katalog – direkt aus Thailand bestellt.” Heute ist die Katalog-Recherche in Liebesdingen zur allgemeinen Realität geworden – auch und gerade für Frauen.
Ein anderer Punkt, den die Forscher monieren, erscheint mir viel wichtiger: Wer nur noch im Netz nach Frauen surft, verliert den Kontakt zur wirklichen (Flirt-) Welt. Das führt zu Problemen, wenn es mal vom Bildschirm weg und in den Nahkampf geht. Das Online-Flirten ist eine Flucht vor der bisweilen harten Realität echter Zwischenmenschlichkeit. Ein Korb im Netz ist schließlich nur aus Bits und Bytes geflochten und sehr leicht verdaulich. Ein richtiges “Dislike” von einer Traumfrau im Club oder Café schmerzt hingegen schon mehr.
Aber: Ein ehrliches, lächelndes, Knie weichmachendes “Like” gibt es ebenfalls nur da draußen im Dschungel der Suchenden. Also, raus aus dem Netz, ran an die Bar!












Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Chefautor von Men's Health, über Männer-