Wie oft denken Sie: “Wow, ich liebe diese Frau!” – und wie oft sagen sie es ihr dann auch? Und, ganz wichtig: Wie oft ist das eine Frau, mit der Sie in einer Beziehung stecken?
Frauen sagen einer US-Studie zufolge in einer Beziehung häufiger “Ich liebe dich” als Männer. Männer zeigen ihre Zuneigung zur Angebeteten anders, nicht durch Worte sondern Taten, etwa indem sie im Haushalt helfen – oder häufiger die Initiative zum Sex ergreifen. Tja. Für viele Männer ist “Liebe” und “Liebe machen” eben sehr nah beieinander. Da schwingt in “Ich liebe dich” immer eine gewünschte aktive Komponente mit.
Jaja, die berühmten drei Worte. Frauen sagen sie öfter, Männer sagen sie früher, nämlich schon ganz am Anfang einer Beziehung. Natürlich nie ganz ohne Wunsch-Hintergedanken. Einige sagen sie sogar schon vor der Beziehung, nämlich wenn sie kurz nach dem Kennenlernen und den ersten 4 Drinks in einem Club forsch die Initiative zum Sex ergreifen. Gut, nee, klar. Ist ja verständlich: Da können sie ihr ja auch schlecht im Haushalt helfen. Obwohl es vielleicht bei der einen oder anderen Frau besser ankäme, wenn Sie ihr ins Ohr flüsterten: “Ich würde dir gerne mal beim Abwasch helfen” anstatt zu raunen: “Ich liebe dich, sollen wir ins Bett gehen, damit ich’s dir zeigen kann?”
Ob die einen den Satz zu oft sagen, oder die anderen zu früh – beides tut dem Satz nicht gut. Er ist empfindlich und hat einen starken Verschleißfaktor. Seine Bedeutung verwässert bei zu frühem Gebrauch, sein Wert nutzt sich bei übertriebener Nutzung ab. Darum wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht. Und halten Sie im Zweifel die männlichste aller Reden: Sagen Sie nichts. Helfen Sie ihr lieber lächelnd in den Mantel. Das ist fast so gut wie Abwasch.











Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Textchef von Men's Health, über Männer-