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Tag: beziehung

Single-Börsen wollen keine glücklichen Paare produzieren, sondern glückliche Singles

Glauben Sie etwa auch noch an das Märchen, dass Partnerbörsen im Internet dazu da sind, glückliche Paarbeziehungen zu produzieren? Das ist natürlich genau so ein romantischer Unsinn wie die Sache mit dem Osterhasen. Es will doch auch keine Autofirma wirklich, dass ihre Fahrzeuge “ein Leben lang” halten. Denken Sie die Sache doch einmal zu Ende: Wenn jeder Mensch in einer glücklichen Beziehung stecken würde, wären alle Partnerbörsen überflüssig und somit pleite. Und welches Unternehmen arbeitet schon mit einem millionenschweren Marketing-Aufwand an der eigenen Vernichtung? Eben.

Nein, Single-Dating-Sites leben von Singles, und darum muss ihnen daran gelegen sein, dass es immer Singles gibt, am besten immer mehr. Als ein weiterer Beleg dafür kann die neue “Partnerschaftsstudie” eines großen Paarbörsen-Players herhalten, die eigentlich eine kaschierte “Singleglück-Studie” ist. Darin finden sich alle Argumente, die dafür sprechen, lieber Single sein zu wollen als in einer öden Partnerschaft festzustecken. Beispiele: “Singles leben gesünder als Paare.” “Singles erleben viel und haben mehr Lust auf Veränderung.” “Glückliche Singles haben mehr Sex, mehr Dates, mehr Sport.” Und last but not least gibt es noch die Antwort auf die Frage, “wann Paare gern wieder Singles wären”: Wenn es Nörgelei und Streit gibt natürlich. (Gibt es in jeder Partnerschaft, immer wieder.) Warum also, zu Teufel, sind SIE eigentlich noch kein glücklicher Single?!

Diese Werbe-Strategie hat einen einfachen Grund: Kundenbindung. Der Modell-Mensch für die Kuppel-Seiten sieht nämlich so aus: Eigentlich ganz gern Single, mit gutem Netzwerk, vielen Freunden und tollem Lifestyle – aber eigentlich doch irgendwie an Sex und einer Beziehung interessiert. Die muss allerdings absolut perfekt sein, in jeder Hinsicht besser als das aufregende Single-Leben. Also meldet man sich bei einer Börse an, probiert Leute aus, staubt dabei immer mal nette Abende und guten Sex ab, findet aber letztlich nie die eine, perfekte Person (pssst, die gibt es auch nicht!) – dafür aber viele Dutzend mögliche Kandidatinnen in der Warteschleife. Also legt sich niemand fest, sondern probiert weiter aus – und bleibt ein (möglichst zahlender) Dauerkunde bei der Paarungsbörse. Und die wird nicht müde, ihren Kunden zu erzählen, wie perfekt das Single-Leben eigentlich ist, damit die ja brav bei der Stange bleiben.

Meine lieben glücklichen Singles: Wenn Sie nicht aufhören, den Unsinn zu glauben, wird das böse enden. Wenn Sie nicht langsam anfangen, bei der Liebe Kompromisse zu machen, dann werden Sie zwar immer weiter kleine, unbedeutende Liebesgeschichten erleben – aber nie die große Liebe. Also, suchen Sie gern über die Börse Ihre Traumpartnerin, vergleichen Sie auch gern. Das tun Sie im richtigen Leben ja auch. Aber wenn Sie eine Frau gefunden haben, mit der es gut läuft, melden Sie sich als ersten Schritt sofort ab bei der Firma Singlebörse & Partner. Schließen Sie diese Hintertür, damit Sie nicht in Versuchung kommen, immer wieder nach etwas Besserem Ausschau zu halten!

Rollenspaghetti: Warum Frauen auf nette Egoisten stehen – und was Männer von Batman lernen können

Sie sind ein netter Kerl? Selbst schuld. Freundliche, teamorientierte Typen haben nämlich oft weniger Chancen auf eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung als solche, die auch mal offensiv für ihre Belange einstehen und nicht soviel darauf geben, was andere über sie denken. Also werden Sie zum ultraharten Ellbogenchecker? Tja, leider zeigte gerade eine Studie: Frauen bevorzugen eher die netten Männer für eine Langzeit-Beziehung. Wie Mann es also macht…

Sagen wir mal, die Traumfrau geht vor. Wenn Sie die also beeindrucken und an sich binden wollen, dann müssen Sie tatsächlich vor allem den liebreizenden, verständnisvollen Gentleman geben und auch mal der älteren Nachbarin mit den Einkäufen helfen. Dann denkt Ihre Angebetete: “Wow, das ist ein Klasse-Typ, der hat das Herz am rechten Fleck, ein Super-Partner fürs Leben.” Die Studie zeigte, dass Frauen ihrem Mann sogar eher einen Seitensprung verzeihen, wenn dieser ein netter und sozial eingestellter Typ ist. Ich frage mich gerade, wie nett und sozial ein Kerl sein kann, wenn er seine Frau betrügt… – aber egal.

Also sind Sie nun doch der nette Kuscheltyp, kriegen die Frau, leben mit ihr zusammen, ziehen in eine größere Wohnung, kaufen ein zweites Auto, machen Pläne, das Geld wird knapp, die Frau sagt: “Du musst mal mit deinem Chef reden, dass er dich befördert und dir mehr Geld zahlt. Da musst du dann auch mal offensiv für deine Belange einstehen und nicht soviel darauf geben, was andere über dich denken.” Dann werden Sie plötzlich doch zum harten Verhandler, kriegen mehr Kohle und machen Karriere, starten voll durch, und wenn Sie dann mal wieder abends spät aus dem Büro kommen, sagt die Frau: “Du hängst ja nur noch in der Firma! Was bist du nur für ein egoistischer, selbstsüchtiger Karrierist geworden?” Und so weiter, und so fort.

Tja, so sieht er aus, der “Rollenspagat” des Mannes. Die einzige Lösung: Das Doppelleben. Im Job der harte Hund mit Ellenbogen, zuhause der liebe Schnuckischatz. Alles eine Frage der Verkleidung und der Tarnung. Und da wundern sich Frauen, dass Männer Batman, Spiderman und Superman als ihre Helden betrachten. Schließlich brauchen wir auch alle ein Alter Ego. Sehen Sie es positiv: Wenigstens müssen Sie sich nicht auf offener Straße umziehen.

Für eifersüchtige Männer gilt wie für Fußball-Fans: Schmähgesänge sind okay, Pöbeleien aber nicht

Für eine gelungene Partnerschaft braucht es die unglaublichsten Dinge. Da kommt es nicht nur auf Ihre Treue, Ihre Leidenschaft und Ihr virtuoses Hüftkreisen an, sondern tatsächlich auch auf Ihre Eifersucht. In übertriebener Form kann sie eine Beziehung zerstören – sie kann aber auch zuträglich sein. Denn Frauen mögen laut Umfrage einer Partnerbörse zwar meist keine Eifersuchtsdramen – aber sie stufen ein gewisses Maß an Eifersucht durchaus als charmant ein. So finden es 72 Prozent der Frauen ”völlig in Ordnung, wenn es einem nicht völlig egal ist, was der Partner tut. In Maßen kann man das ruhig zeigen.” Aber wie sind Sie nun auf charmante Weise eifersüchtig? Nein, nicht so, dass Ihre eigene Liebste Sie als gewaltbereiten Stalker empfindet. Besser: Humorvoll die Nachteile des Rivalen herausstellen. Drei Szenarien:

a) Grund für Ihre Eifersucht: Der unglaublich sportliche, unfassbar gut aussehende Yoga-Lehrer aus ihrem Body-Studio
Sie sagen: ”Ja, der ist genau richtig für dich. Ihr könnt euch prima gegenseitig Schminktipps geben und einander Zöpfe flechten, und er kann dir immer tolle Leggings leihen.”

b) Grund für Ihre Eifersucht: Dieser waaahnsinnig engagierte Sozial-Triebtäter im Norwegerpulli, der sie mit seinen tollen Polit-Projekten beeindruckt
Sie sagen: “Ja, mit dem kannst du bestimmt wilde Nächte erleben – beim Plakate-Kleben, Flugzettel-Drucken und  An-Eisenbahngleise-Ketten. Und tagsüber wirbst du 12 Stunden lang in der Einkaufsstraße neue WWF-Abonnenten.”

c) Grund für Ihre Eifersucht: Der neureiche Nachbar, der ihr aus seinem Maserati hinterherhupt
Sie sagen: ”Ist das wirklich dein Typ? Den interessiert an einer Frau doch nur, ob sie stabil kniet, farblich zu seinen Autositz-Bezügen passt und auf Cocktail-Partys eine gute Figur macht.”

In jeder Situation wird sie dann fragen: “Was ist los? Du bist doch nicht etwa eifersüchtig?” Sofort wenden Sie sich ab und sagen patzig: “Ach, Quatsch! Auf so einen doch nicht!” Daraufhin sagt sie: “Doch, du BIST eifersüchtig! Wie süß!” Und dann liegt es an Ihnen, ihr zu zeigen, wie süß Sie sind.

Bevor Frauen sich mit einem Mann einlassen, checken sie als erstes die Länge seines – Zeigefingers!

Sie haben ja sicherlich schon mal gehört, dass Frauen beim ersten Check eines neuen potenziellen Partners auf dessen Hände achten. Aber haben Sie auch eine Ahnung, warum sich eine Frau für die Finger eines Mannes interessiert? Wir wissen nur: Es kommt den Frauen darauf an, dass Männerhände gepflegt sind. So mancher von Ihnen mag annehmen, dass eine Frau darüber nachdenkt, was diese Hände mit ihr anstellen, und wie geschickt der Mann dabei ist. Aber eine Studie der McGill University in Montreal hat nun vielleicht eine ganz andere Interpretation gefunden. Der Finger-Blick könnte eine Art Schnell-Check sein – ob Sie für eine Beziehung taugen!

Die kanadischen Forscher wollen festgestellt haben, dass Männer, deren Zeigefinger kleiner ist als der Ringfinger, netter zu Frauen sind. Sie sind aufmerksamer, hören besser zu und streiten weniger. Männer, bei denen Zeige- und Ringfinger gleich lang sind, oder deren Zeigefinger gar länger ist als der Ringfinger, sind dagegen angeblich eher unfreundlich und unachtsam.

Sie sind eher der Langfinger, also der Lang-Zeigefinger? Und befürchten, dass Frauen das hier lesen? Keine Panik. Bevor Sie jetzt verzweifeln oder gar an sich herumschnippeln, habe ich einen Super-Tipp für Sie: Seien Sie einfach nett zu Ihrer Traumfrau. Zeigen Sie sich aufmerksam, hören Sie gut zu und streiten nicht mit ihr. Wenn Sie so charmant und zuvorkommend sind, wie ich Sie kenne, wird die Frau gar keinen Anlass haben, sich mit der Länge Ihrer Finger zu beschäftigen. Höchstens weil sie überlegt, was diese mit ihr anstellen, und wie geschickt Sie dabei sind.

Je weniger Frauen vorhanden sind, desto mehr wollen Männer heiraten

Wenn Sie eine First-Class-Frau kennen lernen, so eine richtige Supergranate – wissen Sie dann sofort, ob sie nur eine kurze Affäre mit ihr wollen oder den Rest Ihres Lebens mit ihr verbringen? Und machen Sie diese Entscheidung abhängig davon, wie viele andere attraktive Frauen sich gerade im Raum befinden? Eine neue Studie von der University of Utah behauptet das jedenfalls. Die Forscher sagen, dass Männer in Situationen, in denen attraktive Frauen knapp sind, eher nach langfristigen Beziehungen suchen. Wenn hingegen viele potenzielle Paarungspartnerinnen verfügbar sind, wächst beim Manne die Bereitschaft zum Abenteuer und zum schnellen, unverbindlichen Sex. Das Angebot bestimmt also die Form der Nachfrage.

Das klingt zunächst wie damals auf Klassenfahrt, wo es nur die süße Sabine gab, und alle Jungs wollten mit ihr gehen. Ist ja auch plausibel, es erinnert an normales Konsumverhalten: Ist reichlich von einem Gut da, wird der Umgang damit verschwenderisch. Wird die begehrte Ware knapp, steigt die Bereitschaft, mehr zu investieren, und der Umgang wird konservativer. Aber natürlich stimmt da etwas nicht. Zunächst mal sind Frauen gar keine Ware. Und dann muss man sich das mal praktisch vorstellen: Sind auf einer Party 30 Männer, und nur eine Frau, wollen alle Kerle die eine sofort heiraten? Nein, da spielen sicherlich noch andere Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel, wie die Konkurrenz aufgestellt ist, ob man die gleichen Filme mag – und vor allem: was die Frau will. Die Studie geht nämlich davon aus, dass Frauen grundsätzlich und immer lange, feste Beziehungen anstreben. Das muss aber gar nicht so sein. Schließlich haben wir gerade durch eine andere Studie von der University of Ottawa erfahren, dass auch Frauen nicht nur auf der Suche nach Langzeit-Beziehungen sind, sondern auch gerne mal einfach so aus Spaß mit einem Mann ins Bett steigen.

Dennoch scheint mir die Angebot-Nachfrage-Studie gut in eine Zeit zu passen, in der es durch Partnerbörsen und Dating-Apps ein solches Überangebot an potenziellen Partnern gibt, dass alle immer meinen, sich eine Hintertür offenhalten zu müssen. Bloß nicht zu früh festlegen! Wenn ich mir diese Profilseiten-Kataloge anschaue, denke ich schon manchmal, dass Menschen dort irgendwie zur Ware werden. Wie scannt Mann dieses Riesenangebot, wie findet er heraus, welche Frau die Eine, die Wahre, die Richtige ist? Wie legt er sich fest? Nun, sicherlich nicht übers Internet. Dafür müssen Sie schon da rausgehen und mit den Frauen reden, sie riechen, sie vielleicht mal vorsichtig berühren. Und Sie brauchen eine hochpotente – allerdings auch hochsensible – Suchmaschine, die schon seit Jahrtausenden im Einsatz ist, und die durch keine App und keine Studie ersetzt werden kann. Sie nennt sich: Gefühl. Viel Glück!

 

Knapp vorbei ist voll daneben: Frisch getrennte Frauen haben etwas von Ihnen, aber nichts für sie

Was checken Sie zuerst, wenn Sie einer spannenden Frau begegnen? Klar: Aussehen, Figur, Humor, Verhalten, ob sie selbst interessiert ist – und natürlich, ob sie Single ist. Spätestens dann kommt die Frage: Wenn sie Single ist – wie lang ist ihre letzte Beziehung schon vorbei? Jeder Mann will eine Traumfrau, aber keiner will eine Traumfrau, die sich erst letzte Woche von ihrem Dann-doch-nicht-Traummann getrennt hat – nach 5 Jahren. Sie sollte möglichst wenige Altlasten mit sich herumschleppen, am wenigsten eine unverarbeitete große Liebe – oder einen stalkenden Ex-Freund.

Aber sollen Sie diese tolle Frau, die tatsächlich etwas für Sie empfindet, nun wegschicken, bloß weil ihre letzte Trennung noch nicht so lange her ist? Ihr sagen, dass sie in 3 Monaten nochmal vorbeischauen soll? Schwierige Entscheidung. Zum Glück gibt es Forscher, die sich mit so etwas befassen. Ich habe gerade zwei interessante Studien dazu gefunden: Sowohl die Untersuchung am Queens College der City University of New York als auch die von der University of Toronto besagen, dass eine kurz nach einer schweren Trennung begonnene neue Beziehung bei Menschen das Selbstvertrauen fördert und dafür sorgt, dass sie besser und leichter Distanz zu ihrem Ex-Partner bekommen. Außerdem sorgt das Gefühl, begehrt zu sein, dafür, dass diese Personen zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Na, wie schön.

Also, ja sagen und happy werden? Moment. Alle positiven Effekte, die in den Studien gefunden wurden, beziehen sich auf die Person, welche sich kurz zuvor getrennt hat. Wenn das auf Sie zutrifft – bitte, nutzen Sie die Mitfühlgelegenheit. Aber nirgendwo steht etwas von Vorteilen für den Partner ohne schwere Trennung. Der darf nur helfen, die Scherben wegzukehren. Es wird ja besonders hervorgehoben, dass die neue Bindung oft ein hilfreiches Werkzeug bei der Verarbeitung der vorherigen Liebe ist. Wollen Sie das sein? Ein Werkzeug zur Verarbeitung? Klingt wie Notnagel – oder Hilfshammer. Nee, lassen Sie das mal. Halten Sie Kontakt, verhalten Sie sich interessiert und interessant – aber bleiben Sie auf Abstand. Von einem One-Night-Stand vielleicht mal abgesehen. Geben Sie sich und ihr mindestens 8 Wochen. Sonst sind Sie hinterher noch der unglücklich Getrennte. Obwohl: Dann könnten Sie sich ja selbst ein süßes “Werkzeug zur Verarbeitung” suchen – und womöglich eine unendliche Kette von Behelfsbeziehungen in Gang setzen. Wer weiß: Vielleicht ist unser gesamtes (Liebes-)Leben nichts anderes als so eine Kette.

Für eine verliebte Frau sind alle anderen Männer nur Mistkerle, und das ist keine gute Nachricht

Sind Sie eifersüchtig? Nicht nur gerade im Moment, sondern grundsätzlich? Haben Sie immer die Befürchtung, dass Ihre Liebste fremdgeht – oder zumindest attraktiven Männern hinterherschaut und darüber nachsinnt, wie toll es wohl mit denen wäre? Dann habe ich gute Nachrichten für Sie: Diese Bedenken können Sie getrost in die Tonne kloppen. Alles Quatsch. Hier: Eine Studie aus den Niederlanden hat gerade gezeigt, dass Frauen, die in einer festen Beziehungen stecken, sich bei anderen Männern eher auf die negativen Eigenschaften konzentrieren. Wenn Angelina Jolie also mit Ihnen zusammen wäre, würde sie bei Brad Pitt nur noch sehen, dass er ständig unterwegs ist, einen kratzenden Bart hat und aus dem Mund riecht (und wahrscheinlich auch aus dem Bart).

Sie sehen also: Für Ihr Misstrauen besteht gar kein Grund. Frauen gehen nicht fremd. Oh, Sie haben da mal eine ganz andere Statistik gelesen? Und danach gehen Frauen sogar öfter fremd als Männer? Mist, erwischt. Jetzt muss ich es Ihnen doch sagen. Im Grunde wissen Sie es ja selbst: Die Sache mit dem Fokussieren auf schlechte Charakterzüge nützt Ihnen gar nichts. Frauen lassen sich durch negative Eigenschaften nicht davon abhalten, einen Mann attraktiv zu finden. Im Gegenteil: Viele Frauen stehen ganz offensichtlich darauf. Die finden das toll, wenn ein Typ ein schmieriger, egoistischer, rücksichtsloser Dreckskerl ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass die SCHÄRFSTEN Frauen immer mit den GRÖSSTEN Idioten zusammen sind?!

Upps, da habe ich mich wohl etwas gehen lassen. Entschuldigung. Aber es musste einfach mal gesagt werden. Tja, dann bedanke ich mich für Ihre Teilnahme am Grundkurs “Wie Studienergebnisse zu lesen sind” und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. Und merken Sie es sich: Wenn Ihre Frau das nächste Mal über einen attraktiven Typen sagt, er sei ein richtiger Mistkerl, dann gilt: Alarmstufe ROT!

“Oh, ja, tiefer!” Frauen finden Männer mit tiefer Stimme attraktiv, aber was wollen die eigentlich damit machen?

Wenn Sie eine tiefe Stimme haben, kriegen Sie jede Frau rum. Man könnte einschränkend hinzufügen: Aber nur für kurze Zeit. Denn einige Studien deuten darauf hin, dass Frauen Männer mit Bass-Stimme nur für One-Night-Stands oder kürzere Affären bevorzugen. Aber eine neue Untersuchung hat jetzt wiederum gezeigt, dass diese Einschätzung vor allem von Frauen stammt, die von vornherein glaubten, dass Männer mit tiefer Stimme eher untreue Hallodris sind - und darum wollten sie mit denen auch nur ein kurzes Techtelmechtel. Egal: Frauen finden Männer mit tiefer Stimme jedenfalls sehr attraktiv.

Das ist schön – vor allem für Männer mit tiefer Stimme. Aber was ist mit all jenen, die nicht mit einem Barry-White-Organ gesegnet sind? Kommen die nun für keines von beidem mehr in Frage – weder für Affäre noch für lebenslänglich? Und was machen Frauen eigentlich mit einem Mann mit tiefer Stimme? Lassen die den stundenlang vorlesen? Oder ihren Anrufbeantworter von ihm besprechen? Was macht eine tiefe Stimme überhaupt mit der Frau? Ich muss da immer an “Alien Nation” denken, diesen Science-Fiction-Thriller aus den späten 80ern. Die Außerirdischen in diesem Film summen sich beim Sex gegenseitig Rücken und Nacken an, das macht die total rollig. Ist es das, was Frauen wollen? Von hinten angebrummt werden? Da bekommt der Ausspruch: “Oh ja, tiefer, tiefer!” eine ganz neue Bedeutung. Oder wollen die einfach nur, dass wir beim Singen unter der Dusche klingen wie Barry White?

Egal, was die tiefe Stimme angeblich bewirkt – sie kann nicht mehr sein als ein Punkt auf der Sympathie-Checkliste. Meine Meinung: Es ist immer noch wichtiger, was Sie sagen, als mit was für einer Stimme. Raunen Sie einer fremden Schönheit doch mal mit Bass-Voice ins Ohr: “Darf ich dich mal von hinten anbrummen?” Ich behaupte: Da gehen Ihre Erfolgschance gen Null. Sagen Sie lieber mit normaler Stimme: “Das Kleid (Make-Up, Oberteil, Brillengestell) steht dir wirklich supergut!” Das kommt viel besser. Achtung: Auch hier ist eine gewisse Tiefe wichtig. Nicht in der Stimme – sondern dass Sie es zutiefst ehrlich meinen!

Verliebte und Fremdgänger haben eines gemeinsam: Sie vergreifen sich im Ton

Auch wenn Sie hier schon viele Wunderdinge über Ihre Nase lesen durften: Eines können Sie leider noch nicht riechen, nämlich wenn ihre Liebste fremdgeht. Aber die gute Nachricht ist: Sie können es hören. Nein, nicht am Geschrei aus dem Schlafzimmer. Eine Studie am US-amerikanischen Albright College hat jetzt gezeigt, dass Menschen nachweislich die Tonlage verändern, in der sie sprechen, wenn sie mit einer Person reden, mit der sie eine intime Beziehung pflegen. Ihre Herzallerliebste verrät sich also womöglich schon, wenn sie in Ihrer Gegenwart mit ihrem heimlichen Lover telefoniert. Auch wenn sie hinterher behauptet, es sei ein alter Freund gewesen.

Der Witz ist, dass der Studie zufolge jeder Mensch ohne Hilfsmittel in der Lage ist, den Unterschied zu hören. Es gibt zwei entscheidende Merkmale: Zunächst einmal wird die Stimme bei Verliebten säuselnder, freundlicher, charmanter, vielleicht gar mehr sexy. Außerdem nähert sich der Sprecher oder die Sprecherin im Tonfall seinem oder ihrem Gegenüber an. Während also ein Mann mit seiner Geliebten etwas höher spricht, wird der Ton in der Stimme einer Frau etwas dunkler, wenn sie ihren Liebling am Telefon hat.

Sollten Sie also demnächst Ihre Angebetete dabei erwischen, wie sie mit Darth-Vader-Stimme Nettigkeiten in den Hörer schnauft, wird es Zeit für ein paar kritische Nachfragen, wer denn dieser “alte Freund” ist. Vielleicht ist es dann bald auch Zeit für getrennte Telefonrechnungen und andere Schlussstriche. Ach, noch etwas anderes: Falls Sie selbst mal einen externen Flirt am Laufen haben (natürlich rein platonisch), fiepen Sie Ihrer Verehrerin am Telefon nicht ins Ohr wie R2-D2, wenn Ihre Liebste dabei ist. Sonst macht Darth Vader Ihre Welt zum Todesstern.

Nasenspray gegen Fremdgehen? Vorsicht vor der Treue-Impfung!

Bandeln Sie mit anderen Frauen an, wenn Sie in einer festen Beziehung stecken? Nein, natürlich nicht. Das könnten Sie gar nicht. Ich weiß das. Aber Ihre Liebste glaubt das nicht? Dann liefern Sie ihr den wissenschaftlichen Beweis.

Eine Studie an der Universität Bonn hat gezeigt, dass Männer, die in einer Paarbeziehung befinden,  sich gegen andere attraktive Frauen geradezu abschotten. Während Single-Männer keine Gelegenheit ausließen, sich den hübschen Ladys zu nähern, waren die Vergebenen eher distanziert bis zurückweisend. Verantwortlich dafür ist das altbekannte “Kuschelhormon” Oxytocin, das auch für mehr Einfühlsamkeit gegenüber der Partnerin sorgt.

Das mag ja angehen. Warum soll ein Mann auch woanders das Angebot eruieren, wenn zuhause alles serviert wird. Darumverraten Sie Ihrer eifersüchtigen Liebsten auch besser nicht, dass die Forscher den Probanden dafür im Versuch mit einem Nasenspray zusätzliches Oxytocin verabreicht haben. Sonst besorgt sich die Gute einen ganzen Feuerlöscher voll davon, rammt Ihnen die Spritzdüse vor jedem abendlichen Ausgehen in die Nüstern und sagt: “Treue-Impfung!”