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Tag: Leben

Alles gegen meinen Sport

Jehu, endlich ist nach gestern die stressige Klausurenzeit vorbei und ich habe wieder Aussicht auf ein Leben, Freizeit und einen geregelten Tagesablauf plus regelmäßige Mahlzeiten. Da man ja rauslesen konnte, dass einige von euch studieren, denke ich, ihr kennt das!?

Diese neue Freiheit gleich durch Sport voll auszunutzen hat leider nicht funktioniert – den ganzen Tag hat es in Strömen geregnet, was die 400m Läufe leider unmöglich gemacht hat. Dann wollte ich mir, wie letzte Woche, den Ausgleich bei dem Wirbelsäulengymnastikkurs meiner Freundin holen, der ist aber auch in letzter Sekunde ausgefallen. Bei meinem Not-noch-schnell-vor-dem-Abendbrotworkout rief noch mein bester Kumpel ganz wichtig an und damit habe ich es dann aufgegeben… Ich hoffe heute läuft es besser!

Christoph

Dicke Männer leben länger als schlanke, aber nur wenn alle zu viel Stress haben

Tja.

Eigentlich können wir den Laden hier jetzt dichtmachen. Hefte verbrennen, Hanteln einschmelzen, Bretter vor die Fenster nageln – und tschüs. Denn die Wissenschaft hat ihr vernichtendes Urteil gefällt: Dicke Menschen sind gesünder und sie leben länger. Naja, jedenfalls ein paar Wissenschaftler sagen das.

Der entscheidende Punkt: Dicke kommen wohl besser mit Stress klar. Dabei hilft ihnen angeblich genau das, was als so ungesund gilt: Viel futtern. Wie das? Nun, der Energieverbrauch Ihres Gehirns steigt, wenn Sie unter Stress stehen. Unter Dauerstress ist in Ihrem Blut darum der Cortisolpegel dauerhaft erhöht, denn der Körper nutzt dieses Stresshormon, um den gesteigerten Energiebedarf des Gehirns aus Ihren Fettdepots zu decken. Das viele Cortisol macht Sie aber krank und senkt Ihre Lebenserwartung. Sie sterben schlank – aber früh.

Bei dickeren Menschen hat das Gehirn angeblich keinen Zugriff auf die Fettdepots. Also müssen sie mehr essen, um die Ansprüche des Hirns zu befriedigen. Nicht alle neuen Kalorien werden vom Gehirn verbrannt – der Rest sorgt dafür, dass die Dicken dick bleiben oder noch dicker werden. So lange sie aber nicht eine große Menge Körperfett um die Taille aufbauen – der Kugelbauch gilt nach wie vor als sehr ungesund – fahren sie damit gut, denn sie produzieren weniger Cortisol. Als gesündesten BMI nennen die Forscher 27. Soso, hmhm.

Stopp! Bevor wir uns alle fortan ungehemmt dem “All-you-can-eat”-Parcours hingeben, möchte ich das Ganze kurz etwas einschränken: Letztlich sagt die – im übrigen sehr kleine – Studie nicht, dass Fettleibigkeit gesund ist. Sie sagt, dass ein etwas höherer BMI Sie nicht umbringt. Und sie sagt vor allem, dass Stress ungesund ist. Darum mein Rat: Meiden Sie Stress. Stressen Sie sich vor allem nicht beim Training. Sie wissen ja jetzt, dass es dabei nicht um Ihr Leben geht. Pumpen Sie also ganz entspannt weiter. Dann wird das schon.

Wie Männer 100 Jahre alt werden können (und warum Sie das besser lassen sollten)

Eunuchen leben länger. Das lehrt uns eine neue Studie. Eunuchen sind kastrierte Männer, und ihre Lebenserwartung ist – zumindest unter koreanischen Palast-Eunuchen des 16., 17., 18. und 19. Jahrhunderts, die Gegenstand dieser Studie waren – um bis zu 40 Prozent höher. Es wird schon länger diskutiert, ob das männliche Sexualhormon Testosteron das Immunsystem und den Organismus schwächt und somit die männliche Gesundheit beeinträchtigt. Besonders männliche Männer leben also womöglich nicht so besonders lange. Das konnte nur bisher nicht bewiesen werden. Die Eunuchen aus Korea sollen das jetzt angeblich ändern.

Ich bin davon längst nicht überzeugt – aber ich horche vor allem auf den Subtext dieser Nachricht. Was will uns diese Studie sagen? Dass wir Männer unsere Prioritäten überdenken sollten? Dämmert da ein neuer Wellness-Trend herauf? Kastration als Anti-Ageing-Maßnahme? Ich sehe schon die Werbeplakate: “Machen Sie einen klaren Schnitt – und verlängern Sie Ihr Leben!” Oder: “Entspannt und entmannt in ein neues Lebensalter!” Oder deutlicher: “Klinge an die Eier = Hundert-Jahre-Feier?”

Ich überlasse es Ihnen, ob Sie da mitmachen wollen. Dieser ganze Ewig-Leben-Kult ist doch ohnehin Quatsch. Wie kann man sich über die Überalterung der Gesellschaft beklagen und gleichzeitig 100 Jahre alt werden wollen? Ich sage: Nicht-kastrierte Männer können auf andere Art und Weise unsterblich werden. Durch ihre Kinder und Kindeskinder etwa. Durch spielentscheidende Weltklasse-Tore in der letzten Minute. Oder durch ihre radikalen Schriften. Howgh, ich habe gesprochen.

Warum Frauen länger leben – aber Männer trotzdem nicht alles selbst schuld sind

Die Statistik sagt: Frauen leben länger als Männer. Im Schnit 5 bis 6 Jahre. Was wurden dafür nicht alles schon für Gründe genannt: Der männliche Hang zur Gewalt. Der männliche Drang, sich zu betrinken. Die männliche Tendenz, nicht zum Arzt zu gehen – oder erst dann, wenn der Tumor schon nicht mehr unters Hemd passt. Überhaupt: Die größere männliche Bereitschaft zum Risiko. Hinter all dem lauert das Argument: Der Mann ist es doch selbst schuld. Was macht er denn da auch? Ist doch klar, dass er früher abnippelt.

Und jetzt das.

Es soll an den Genen liegen. Eine Studie an der australischen Monash University lässt die Vermutung zu, dass der frühere Tod der Männer genetisch bedingt ist. Der Grund: Mutationen in den Mitochondrien (Zellbestandteile, etwa in Muskelzellen oder Nervenzellen), die mehr der männlichen Gesundheit schaden, werden eher vererbt und kommen häufiger vor.

Somit sind Sie von der Anklage freigesprochen, sich selbst herunterzuwirtschaften. Sagen Sie das Ihrer Liebsten, wenn die Ihnen mal wieder irgendwelche Vorwürfe bezüglich Ihres gesundheitsschädlichen Verhaltens macht. Doch halt! Das heißt nicht, dass Sie jetzt zur Belohnung ungestraft eine Kiste Bier exen und dann auf dem Einrad einen Berg runterrasen dürfen. Denkfehler. Sie sind nicht unsterblich geworden, Sie sind nur nicht schuld. Wenn Sie jetzt in dieser und jener Hinsicht Vollgas geben, leben Sie nur einfach NOCH kürzer, als es die Gene vorgeben.

Ach ja, außerdem wurde die Studie an Fruchtfliegen durchgeführt. Ich meine: Fruchtfliegen. Hallo? Sehen Sie da irgendeine Ähnlichkeit zu uns Männern? Sagen Sie jetzt nichts Falsches.

Wer läuft, lebt länger – also ab dafür!

Sorry, aber heute kann ich nicht so viel schreiben.

Ich muss los.

Eine gerade veröffentlichte dänische Studie hat gezeigt, dass Jogger länger leben als Nicht-Jogger. Ein Mann, der regelmäßig läuft, lebt um bis zu 6,2 Jahre länger als sein lauffauler Nachbar gleichen Alters (bei Frauen sind es immerhin 5,6 Jahre).

Sie werden also verstehen, dass ich hier nicht länger herumsitzen kann.

Tschüs!

November-Frauen leben länger – aber wollen sie auch mehr Sex?

“Alles Gute zum Geburtstag!”

Das klingt seit heute für manchen nach Ironie. Forscher glauben einen Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Lebensdauer entdeckt zu haben. Den Untersuchungen zufolge wurden Frauen, die im November geboren wurden, im Schnitt 7 Monate älter als Frauen, die im Mai zur Welt kamen. Bei Männern betrug der Unterschied sogar fast 12 Monate.
Na, herzlichen Glückwunsch.

Männer wollen aber gar nicht am Geburtsdatum erkennen wie alt jemand wird. Männer wollen

- an der Haut einer Frau erkennen, wie Single sie gerade ist

- an den Augen einer Frau erkennen, wie interessiert sie an einem Mann ist

- an den Ohren erkennen, ob sie einem Flirt eher ab- oder zugeneigt ist

- an der Nase einer Frau erkennen, ob sie lügt, wenn sie sagt, dass sie lieber nicht noch auf einen Absacker kommen will

- an ir-gend-et-was erkennen, ob sie gerade Lust auf Sex hat.

Liebe Forscher: DARAN könnten Sie und Ihre Probandinnen sich doch einmal versuchen, wenn gerade wieder mal irgendwo Forschungsgelder herumliegen und sonst nix zu tun ist, oder?

Danke!

Revolution? Mehr Männer als Frauen wünschen sich Kinder!

Liebe Leute, ein bisher urweibliches Phänomen wird männlich.

Nein, nicht die Menstruation. Aber fast.

Es ist (Tusch): Der “unerfüllte Kinderwunsch”.

Eine neue Umfrage unter kinderlosen Männern und Frauen zeigt: Mehr kinderlose Männer wünschen sich Nachwuchs als kinderlose Frauen. 70 Prozent der männlichen Befragten wollen Kinder, aber nur 61 Prozent der Frauen. Insgesamt wollen zwei Drittel der Kinderlosen zwischen 25 und 45 eine Familie gründen. Neben Wirtschaftskrisen – persönlichen wie globalen – nennen viele als Grund dafür, dass sie noch keine Kinder haben, die Auslastung durch den Beruf oder einen fehlenden Partner.

Warum mehr Männer sich Kinder wünschen als Frauen – dafür habe ich allerdings eine plausible Erklärung: Die meisten Jungs gehen immer noch davon aus, dass die Familienarbeit an den Frauen hängen bleibt. Als Vater in Elternzeit bin ich derzeit ein Exot – und diese Zahlen scheinen mir dafür zu sprechen, dass das womöglich so bleibt.

Ich sage nicht, dass ich mir keine Kinder mehr wünsche, nun, da ich zum zweiten Mal ein halbes Jahr füttere, wickele, nachts in den Schlaf schaukele, Kinderwagen schiebe und Kind samt Einkaufstaschen durchs Leben wuchte. Keineswegs. Ich vermute aber: Wenn es normal wäre, dass jeder Mann pro Kind mindestens ein halbes Jahr am Stück füttert, wickelt, nachts in den Schlaf schaukelt, Kinderwagen schiebt und Kind samt Einkaufstaschen durchs Leben wuchtet, lägen wahrscheinlich die Mädels bei der Befragung wieder vorn.

Klingt pessimistisch? Mag sein. Aber die Zahlen sprechen für sich: Nur ein knappes Viertel aller deutschen Väter nimmt überhaupt Elternzeit, und von diesen beziehen 75% das Elterngeld nur für maximal zwei Monate. Also nimmt sich nur ein Viertel von einem Viertel aller Väter länger als 2 Monate Zeit für den Nachwuchs. Traurig.

Dabei müssen Sie sich doch vor nichts fürchten! Wir sind doch bei Ihnen. In unserem Vaterguide finden Sie Antworten auf alle quälenden Daddy-Fragen. Was das Wickeln, Füttern und Versorgen angeht, sage ich Ihnen aus den unergründlichen Tiefen meines Erfahrungsschatzes: Mann gewöhnt sich an alles. Und apropos kinderlose Frauen: Nichts lässt die Augen junger, schöner Möchtegern-Mütter so erstrahlen wie der Anblick eines selbstbewussten Vaters mit Kinderwagen…

Psycho-Sex-Falle: Asthma durch Facebook

Ein italienischer Heranwachsender entwickelt Asthma-Anfälle aus Eifersucht, wenn er bei Facebook im Profil seiner Ex-Freundin herumklickt. So steht es jetzt in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, von Fachärzten beschrieben.

Hm.

Also zunächst einmal tut man so etwas ja auch nicht, unter falschem Namen in fremden Leben herumschnüffeln. Tststs –böse, böse. Aber dann kann ich mir schon ein paar Einträge vorstellen, die so einem armen jungen Mann ganz schön die Luft rauben können:

- “Heute war ich mit Enzo, Marco und Alessandro auf Emilios Boot. Die ganze Zeit hatte ich nichts als eine Gucci-Sonnenbrille an. Herrlich!”

- “Mann, Ettore ist zwar ein Tier, aber wirklich gut bestückt. Kein Wunder, dass sie ihn den primitiven Turm von Pisa nennen.”

- “Der 2. Mannschaft vom SSC Neapel ein herzliches Dankeschön für die wunderbaren Stunden in eurer Kabine. Stellt euch vor: Ich kann schon wieder sitzen.”

- “Endlich weiß ich, was ältere Männer, insbesondere Staatsmänner, tatsächlich zu leisten imstande sind. Danke, Silvio!”