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Tag: Männer

Die Welt ist voller Fragen, und Frauen brauchen Männer, um sie zu stellen

Nur 0,1 Prozent der Deutschen wollen, dass grundsätzlich die Frau dem Mann einen Heiratsantrag macht. 43 Prozent sagen immerhin, es wäre egal ob Mann oder Frau. 56 Prozent wollen, dass der Mann die alles entscheidende Frage stellt. Da könnte man jetzt wieder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und darüber lamentieren, wie wenig die Menschen aus der Emanzipation gelernt haben, wie weit der Weg zur Gleichberechtigung noch ist, und wie sehr die alten Rollen noch in den Köpfen verankert sind. Aber ist das wirklich so? Ist die Frage alles entscheidend?

Überlegen Sie mal: Wenn der Mann die Frage stellt – wer gibt dann die Antwort? Und ist die Antwort nicht die Entscheidung? Ist es in diesem Falle also nicht die Frau, die über Ehe oder Wehe entscheidet? Keiner hat doch je davon gehört, dass der entsprechende Dialog so abläuft:

Mann (auf den Knien): “Willst du mich heiraten?”
Sie: “Jaaa!”
Er (wieder aufstehend): “Ich dich aber nicht.”

Nein, so geht das nicht. Also: Die Frau entscheidet. Der Mann ist nur Bittsteller, im besten Falle Initiator. Und das, obwohl in vielen Fällen die Frau mindestens die eine treibende Kraft hinter dem Ehevorhaben ist. Der Mann trägt – wie so oft – der Frau in Form einer Frage ihren eigenen Willen als seinen Wunsch an.

Damit muss mal Schluss sein. Ab sofort fragen wir nicht mehr. Ab sofort müssen die Mädels uns fragen. Ob wir heiraten wollen. Aber vorher auch: Ob sie unsere Nummer haben können. Ob wir morgen schon etwas vorhaben. Ob wir mit ihnen ins Kino gehen wollen. Ob wir danach noch was trinken gehen wollen. Ob wir nicht doch auf einen Absacker mitgehen wollen. Ob sie uns nach Hause bringen dürfen.

Erst dann fragen wir auch mal etwas, nämlich, ob sie vielleicht noch auf einen Kaffee mit hochkommen wollen. Und später dann, ob sie uns zu dick finden.

 

Frauen stehen auf Männer, die ein richtig großes Instrument haben

Haben Sie eine Gitarre? Nein? Dann kaufen Sie sich eine. Sie können nicht spielen? Ist völlig egal. Sie müssen sie nur immer bei sich tragen. Denn Frauen finden Männer mit Gitarren attraktiver als Männer ohne Gitarren. Das wurde in Studien eindeutig nachgewiesen.

Nehmen Sie also immer eine Gitarre mit, wenn Sie losziehen, um Frauen kennenzulernen. In Clubs, in Kneipen, in die Eisdiele, auf Konzerte. Nehmen Sie das Ding am besten einfach überall hin mit, auch zum Arzt, ins Kino, ins Theater, ins Museum, zur Krankengymnastik, zum Sport, ins Schwimmbad, zum Vorstellungsgespräch. Man weiß ja nie, wann und wo einem die Frau fürs Leben begegnet. Manch ein Mann hat seine Traumfrau in der U-Bahn gesehen, im Gedränge, und schwupp! weg war sie. Verdammt! Hätte er mal eine Gitarre dabei gehabt. Dann wäre sie womöglich vor ihm stehen geblieben. Und hätte ihm eine Münze in den Hut geworfen…

Egal, jedenfalls, wo auch immer Sie hingehen: Die Gitarre nicht vergessen. Machen Sie nur nicht den einen entscheidenden Fehler, nämlich dem Instrument einen Namen zu geben. Okay, B. B. King nennt seine Lucille, das ist cool. Aber: B. B. King ist ein alter Mann, der sowieso keine Frauen mehr kennenlernen muss oder will. Bei dem ist das süß und irgendwie schrullig. Aber wenn Ihre Traumfrau hört, dass Sie Ihre Klampfe liebevoll Susi nennen, dann fragt sie sich doch zurecht: “Hat der was mit mir, oder mit seiner Gitarre?” Und: “Wer ist überhaupt diese Susi? Bestimmt seine Ex!” Da hilft es auch nicht, dass Sie nur total unbeholfen an Susi herumzupfen oder sie nur mit sich herumtragen, ohne zu spielen. Dann ist die Eifersucht da und geht nie wieder weg. In dieses Fahrwasser möchten Sie nicht geraten, glauben Sie mir.

Ach ja, eine Gemeinsamkeit zwischen Gitarre und Frau ist dennoch nicht von der Hand zu weisen: Bei beiden kommen Sie mit Geduld und Fingerspitzengefühl weiter als mit brachialer Power und harten Riffs. Sonst spielen Sie ganz schnell wieder ein Solo.

Das Gender-Paradoxon: Männer sollen bei der Arbeit Frauen besonders loben, aber wehe sie loben Frauen, weil sie Frauen sind

Loben Sie mal Ihre Kolleginnen. Jetzt sofort und/oder später, ist egal. Am besten ist sowieso: Dauernd loben. Wofür ist nicht egal: Immer für ihre Arbeit – und nie, nie, nie für ihren Rock oder ihre enge Jeans oder ihre tief ausgeschnittene Bluse. Und wenn Sie mal im Urlaub sind oder auf Geschäftsreise, dann nehmen Sie einfach ein paar Lobe (oder heißt das jetzt Lobs?) auf Band auf oder legen Sie als MP3-Datei auf ihrem PC ab, damit sie sich Ihres Lobs auch in Ihrer Abwesenheit sicher sein kann.

Warum das ganze Frauenlob im Männerjob? Nun, eine Studie der University of Massachusetts hat gezeigt, dass Frauen, die zusammen mit Männern in einem von Männern dominierten Tätigkeitsbereich arbeiten, per se dazu neigen, ihre eigenen Leistungen als negativ oder weniger wichtig darzustellen. Die Frauen gehen offenbar davon aus, dass sie in dieser Konkurrenzsituation eh nicht gegen die Männer ankommen und stellen ihr Licht darum in Selbstbeurteilungen von vornherein unter den Scheffel. Frei nach dem Motto: “Ich habe ja schon selbst gesagt, dass ich nix kann, also hackt nicht auch noch auf mir ‘rum!” Nur wenn diese Frauen im Nachhinein explizit, exklusiv und persönlich für ihre Arbeit gelobt wurden, stieg das Level ihrer Selbstwertschätzung an. Also, wenn Sie etwas für das Vorankommen Ihrer wertgeschätzten Kollegin tun wollen: Loben Sie!

Wobei… Stopp!

Das ist jetzt wieder so eine Gender-Falle. Nehmen wir an, Sie loben Ihre Kollegin. Nehmen wir an, Sie loben sie wirklich bei jeder Gelegenheit – also immer, wenn sie etwas gut gemacht hat. Das muss schon etwas Qualifiziertes sein, nicht bloß den Kopierer bedienen oder das Fenster auf Kipp stellen, das dürfen Sie auf keinen Fall loben, das wäre diskriminierend und noch schlimmer als Kurze-Röcke-Loben! Nein, wir nehmen an, Sie loben sie für ein paar Dinge, die sie richtig gut hingekriegt hat, auch für kleine Teilerfolge. Ganz ehrlich, ganz freundlich. Ohne Hintergedanken. Dann fragt sie, durchaus freundlich, aber auch misstrauisch: “Sag mal, warum lobst du mich eigentlich die ganze Zeit?” Und Sie erzählen ihr von diesem Artikel und von der Studie, und sie fasst das in der Frage zusammen: “Du lobst mich also die ganze Zeit, weil ich eine FRAU bin?” Sie können nicht umhin, das irgendwie zu bejahen. Und sie schreit: “Das ist ja wohl die übelste, perfideste Form der Diskriminierung, die ich je erlebt habe!” Und dann geht es ab zum Chef oder noch schöner zur Chefin, und dann zur Frauenbeauftragten des Betriebsrates und – heidewitzka!

Hach, ja. Herrlich, dieses Gender-Paradoxon. Wie Sie aus der Nummer wieder rauskommen? Keine Ahnung. Ich bin hier nur der Depp, der die Studien vorliest. Aber hübsche Bluse haben Sie da an.

Desperate Playboys: Alt und jung ist das neue arm und doof

Reiche 60-jährige Männer haben 20-jährige sexy Frauen, weil alte Säcke genug Geld haben, um den jungen Dingern jeden Tag neue Gucci-Schuhe zu kaufen, und ihnen außerdem die Miete und das Auto bezahlen. Stimmen wir klischeemäßig so weit überein? Okay. Woher haben die alten Männer das viele Geld? Na, sie sind wahnsinnig gut ausgebildet und haben all ihr Wissen und ihre Cleverness genutzt, um eine Menge Kohle zu verdienen. Oder sie haben ein eigenes Geschäft gegründet, ihr Leben lang hart gearbeitet – und gönnen sich nun die verdienten Blow-Jobs im Ruhestand. Auch d’accord? Tja, dann holen Sie mal Eimer und Farbrollen aus dem Keller. Wir müssen Ihre Stereotype renovieren. Diese Vorstellungen vom reichen Playboy sind nämlich neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge allesamt Mumpitz. Zumindest unter Normalsterblichen.

Forscher der University of Colorado (USA) haben jetzt in einer großen Längsschnitt-Studie festgestellt, dass Männer mit jüngeren Partnerinnen in der Regel ungebildeter und weniger wohlhabend sind als solche mit gleichaltrigen Frauen. Das sei so zu erklären, so die Wissenschaftler, dass Männer mit höherem Bildungsstand während ihrer Ausbildung an der Hochschule viel Kontakt zu Angehörigen der gleichen Altersklasse haben, während andere, die gleich in den Arbeitsmarkt wechselten, dort eine viel weiter gefächerte Altersverteilung anträfen. Und da der Mensch sich am ehesten dort paart, wo er die meiste Zeit verbringt, sind College-Jungs oft mit College-Mädels zusammen, und alle anderen kreuz und quer durchs Altersbeet mit allen anderen. Ach ja: Auch bei Beziehungen, in denen die Frau wesentlich älter war, wiesen alle Beteiligten eine niedrigen Bildungsstand und geringeres Einkommen auf. Desperate Housewives mögen also sexy sein – intellektuell und wohlhabend sind sie meist nicht.

Sollten Sie nun deswegen alle wesentlich jüngeren und alle wesentlich älteren Frauen auf einer Party von ihrer Flirt-Liste streichen, damit Sie nicht für einen ungebildeten Idioten mit geringem Einkommen gehalten werden? Nein. Sie sollten deswegen alle wesentlich jüngeren und alle wesentlich älteren Frauen auf einer Party von ihrer Flirt-Liste streichen, weil ein Mann, der alle wesentlich jüngeren und alle wesentlich älteren Frauen auf einer Party auf seiner Flirt-Liste hat, als notgeiler Bock gilt. Ansonsten vergessen Sie einfach, was Sie soeben gelesen haben. Denn es gilt immer noch als höchst unhöflich und nicht sehr fein, eine völlig unbekannte Frau sofort als erstes nach ihrem Alter zu fragen. Da Sie es also eh nicht früh genug erfahren…

Japanische Forscher wollen Männer vom Fremdgehen kurieren. Mit Tripper-Tabletten!

Da bin ich doch gerade fast vom Stuhl gefallen:

In Japan wird jetzt eine Pille gegen das Fremdgehen erforscht. Es ist ein Breitband-Antibiotikum namens Minocyclin, das bereits länger bei Akne, Infektionen der Atemwege und Geschlechtskrankheiten verschrieben wird. Die japanischen Forscher haben nun festgestellt, dass sich männliche Probanden unter der Einwirkung von Minocyclin weniger vom guten Aussehen irgendwelcher Frauen beeindrucken ließen und viel mehr darauf achteten, ob diese vertrauenswürdig seien. Die Tabletten verbesserten also angeblich das Urteilsvermögen der Männer in Bezug auf Frauen. Dies könnte verhindern, so die Wissenschaftler, dass verheiratete Männer auf Frauen hereinfielen, die sie mit Hilfe ihres attraktiven Äußeren nur in die Sex-Falle locken wollten, um sie hinterher finanziell auszunehmen.

Was mir dazu alles einfällt.

Erstens stellt sich die Frage, wie moralisch vertretbar es ist, einem Mann nur aus Paranoia, Misstrauen und/oder Eifersucht ein hochpotentes Tripper-Medikament zu verabreichen, zu dessen bekanntesten Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schlafstörungen gehören. Oder wie vertretbar es ist, Männer aus diesen Gründen überhaupt irgendwelche Drogen einzutrichtern. Man stelle sich diese Überlegung mal umgekehrt vor. Apropos:

Zweitens frage ich mich, warum dieser Versuch nur mit Männern durchgeführt wurde. Gehen Frauen nie fremd? Nie, nie, nie, nie, nie? Oder liegt es daran, dass nur Frauen überhaupt so etwas wie eine “Sex-Falle” stellen können? Na, na, na, na, na?

Drittens wüsste ich gern, warum die Forscher glauben, dass sich diese angeblich aufgedeckte mentale Nüchternheit der Tablettenschlucker nur auf fremde Frauen bezieht – und nicht auf die eigene. Für diese Annahme gibt es keinen offensichtlichen Grund. Also wäre ein weiteres Resultat der Pillengabe doch wohl, dass die Männer auch gegenüber ihrer eigenen Frau wesentlich klarer und nüchterner urteilen – und sich auch von deren äußeren Reizen nicht mehr beeindrucken lassen. Die Folge wären womöglich Sätze wie: “Ja, natürlich ist dein Hintern zu dick für diese Hose.” Welche Frau möchte das?

Viertens wurde der gesamte Versuch nur mit Fotos durchgeführt. Jeder Mann weiß, dass es etwas ganz anderes ist, ob ihm eine attraktive Frau von einem Bild entgegenlächelt oder vom Platz neben ihm an der Bar. Das ist nicht nur eine Frage der Dreidimensionalität, sondern schlicht von Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein Mann, der von seiner Frau bis oben mit Minocyclin vollgepumpt wurde und darum jedes sexy Foto von Scarlett Johansson total kritisch hinterfragt,  ganz anders reagiert, wenn Scarlett Johansson leibhaftig neben ihm am Tresen auftaucht und ihm eindeutige Avancen macht. Er sagt sich einfach: Was soll’s. Vielleicht ist das letzte, was er denkt, bevor er mit dem heimtückischen Scarlett-Double in die Sex-Falle sinkt: Einen Vorteil haben die Tabletten – wenn ich mir bei ihr einen Tripper einfange, muss ich wenigstens nicht zum Arzt.

Frauen wollen Männer mit Witz und Humor, aber sie meinen es nicht ernst mit ihnen!

Frauen suchen Männer mit Witz. Eine der meistgenannten Eigenschaften des allgemein und im speziellen von Frauenzeitschriftenleserinnen begehrten Traummannes ist Humor. Ein Mann soll mit einer Frau lachen können, am besten pausenlos und am liebsten vornehmlich über sich selbst. Dabei soll er natürlich keine Witzfigur sein, sondern ein todernst zu nehmender Liebhaber, Familienvater, Sportler und so weiter. Aber Hauptsache: Lustig.

Hahaha. Jetzt lache ich aber mal.

Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, was ich Ihnen jetzt erzähle, dann bleiben Ihnen beim nächsten Flirt die Witze nur so im Halse stecken. Dann ist Schluss mit lustig. Eine kleine, aber feine Studie der  University of Stirling legt jetzt den Schluss nahe, dass Frauen zwar witzige und humorvolle Typen attraktiv finden – aber nur für einen One-Night-Stand, für kurze sexuelle Abenteuer! Das heißt, Sie witzeln und frotzeln da um Ihr Seelenheil, um den Ernst des Lebens, und die Frau will nur Sex. Unglaublich! Es ist immer das Gleiche. Sie hängen sich rein und liefern, und am Ende lauert diese traurige Pointe: Es war alles nur Spaß. Immerzu wird den Männern eingeimpft, es mit der Liebe und den Frauen ernst zu meinen, nicht mit ihren Gefühlen herumzuspielen. Und kaum halten wir uns daran und versuchen uns mal todernst in ihre Herzen zu scherzen, machen sie aus der ganzen Sache eine Witzveranstaltung und ziehen weiter. *lufthol*

Wie bitte? Das stört Sie gar nicht? Sie haben gar nichts gegen einen One-Night-Stand? Sie haben das alles auch nicht so… ernst gemeint?

Ach so. Na, dann will ich es mal nicht so gemeint haben.

Schönen Witz in den Mai!

Stimmt es doch? Wollen alle Frauen nur ein Kinn von Ihnen?

Ein US-Forscher hat weltweit menschliche Skelette untersucht, um herauszufinden, ob es so etwas wie ein “sexy Kinn” gibt, also eine Form des menschlichen Kinns, die vom jeweils anderen Geschlecht als besonders attraktiv erachtet wird. Mal abgesehen davon, dass das sicherlich (Achtung, Kalauer!) eine Knochenarbeit war, kann ich mir sinnvollere Gründe dafür vorstellen, eine Forschungsreise zu verbringen. Etwa mit Bier trinken und baden gehen. Ich meine: Hallo? Der Mann hat versucht herauszufinden, ob es eine präferierte Kinnform gibt, wegen derer sich Frauen für den einen Mann entscheiden anstatt für einen anderen. Unglaublich!

Allerdings: Auf unbewusster Ebene könnte womöglich etwas dran sein. Wie Sie hier schon öfter gelesen haben, gelten ein breiter Kiefer und ein ausgeprägtes Kinn bei Männern als Zeichen für einen hohen Testosteronspiegel, was wiederum einige Frauen gerade in ihrer fruchtbaren Phase anziehend finden. Was aber auch nicht eindeutig wissenschaftlich zu belegen ist.

Stellen Sie sich das doch nur einmal in der Praxis vor! Ein Mann und eine Frau an einem Tisch im Restaurant. Sie nimmt seine Hand und sagt: “Es tut mir Leid, Jürgbert, du bist wirklich ein toller Mann – sportlich, gut aussehend, intelligent, du hast einen Super-Job, bist toll bestückt und alles. Aber ich gehe doch lieber mit Waltfried, dem stinkenden Totalversager, weil, der hat einfach so ein saugeiles Kinn!” Klingt das nach realem Leben? Nein.

Aber abwarten, vielleicht kommt das ja alles noch. Der plötzlich aufgetauchte Fuß-Fetisch hat uns ja auch alle überrascht. Wer weiß, vielleicht gibt es demnächst Kinnhalter für Männer und Kinn-Fetisch-Pornos, bei denen Frauen den Männern das Kinn lutschen, und alle Akteure bei jeder Gelegenheit krampfhaft ihr Kinn in die Kamera recken. Bis der Hauptdarsteller keinen Bock mehr auf den Quatsch hat und angenervt das Set verlässt, laut brüllend: “Ja, leckt mich doch alle am Kinn!” Und dann verpasst ihm der Regisseur einen Kinnhaken – und hat gleich ein Verfahren wegen sexueller Belästigung am Hals.

Frauen stehen nicht auf aggressive Männer – außer für schnellen Sex

Wer kurzfristig eine Frau ins Bett kriegen will, sollte sich vielleicht öfter mal in der Kneipe prügeln. Oder zumindest ein aggressives Auftreten zeigen, wenn interessante Frauen anwesend sind. Denn wer ein machomäßiges, maskulines Verhalten zeigt, kann bei Frauen durchaus punkten.

Holla. Jetzt denken Sie sicher: Der Typ hat getrunken, der steht neben der Rille, dem haben sie was in die Falafel gestreut. Wie kann der am hellichten Tage so etwas laut sagen beziehungsweise schreiben?! Aber das ist nicht von mir. Das ist – grob verkürzt – das Ergebnis einer Studie der Uni Konstanz. Darin zeigte sich, dass Männer mit einem Hang zur Aggressivität bei vielen Frauen sehr gute Chancen auf einen One-Night-Stand haben. Befragt wurden immerhin 1.000 Frauen. Fragt sich trotzdem, ob es klug ist, so etwas in dieser Form zu kommunizieren, insbesondere so kurz vor dem Tanz in den Mai.

Galoppieren Sie jetzt nicht gleich mit Boxhandschuhen aufs nächste Volksfest! Denn im Detail stellt sich die Studie etwas anders dar: Die Frauen waren im Versuch nie direkt mit gewalttätigen Handlungen konfrontiert, sondern immer nur mit Aussagen von Männern, deren Verhalten die Wissenschaftler vorher als aggressiv klassifiziert hatten. Es kann also gut sein, dass die Frauen die Jungs gar nicht als Schläger, sondern als starke Beschützertypen wahrgenommen haben, oder als unbändige Kämpfer für das Gute. Und dass sie ihre Meinung sehr schnell ändern, wenn sie die Jungs bei der Kneipenschlägerei in Aktion erleben.

Spätestens wenn Sie nicht nach einer Affäre sondern nach einer Frau fürs Leben suchen, ist die Kämpfer-Nummer ohnehin fehl am Platze. Denn für langfristige Bindungen und Familiengründungen bevorzugen Frauen laut derselben Studie empfindsame Männer ohne kriegerische Ambitionen. Insofern: Ball flach halten.

Frauen kommt es doch auf die Größe an, aber viele verlaufen sich auf dem Weg

Meine Kollegin hat gerade, als wir anderen alle in einer Konferenz saßen, im Raum neben meinem irrtümlich einen Computer-Ausdruck hingelegt, der eigentlich für mich bestimmt war. Sie hatte schlicht die Büros verwechselt. Das ist natürlich nicht weiter schlimm, unter Kollegen regelt sich das. Nur dass es sich pikanterweise um die Zusammenfassung einer Studie handelte mit dem plakativen Titel: “Frauen kommt es DOCH auf die Größe an!” Da hat sich der Kollege, als er zurück ins Büro kam, natürlich schon gefragt, was ihm die Überbringerin damit sagen wollte. Ob es da eine Message im Sub-Text gab. Zum Glück hatte sie nicht auch noch unterschrieben, mit Herzchen womöglich.

Aber zur Studie. Wieder einmal hat also die Wissenschaft Frauen dazu befragt, wie groß sie den Mann untenrum gerne hätten. Wieder gaben Hunderte Individuen Hunderte individuelle Antworten, die sich aber doch letztlich in die Richtung verdichteten (oder die verdichtet wurden): Je größer, desto besser. Am besten waren große Männer mit großem Gemächt. Ob sie auch ein großes Auto und ein großes Einkommen hatten, wurde leider nicht gefragt. Was ist jetzt daran neu? Mehr ist immer besser als weniger. Das ist doch außer bei Krankheitserregern, Schulden und Nervkram eigentlich immer so. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, da nehmen alle so viel sie kriegen können, und wenn’s etwas mehr umsonst gibt, sagen alle: Her damit! Ob sie es nun brauchen können, ist dabei doch völlig egal. Ähnliche Studien gibt es über Männer und Brüste, alte Millionärinnen und Brillantringe und vielleicht auch über Bauern und Kartoffeln. Öde.

Eigentlich wollte ich auch über diese Studie gar nicht bloggen, weil dieses ganze “Größer-ist-geiler”-Thema einfach so langweilt. Aber da die Kollegin mir (und nicht nur mir) das Thema nun schon so nonchalant aufgedrängt hat, kam ich gar nicht mehr drum herum. Ich finde ihre Vorgehensweise im übrigen wesentlich erfrischender als eine anonyme Studie, in der es nur um Tendenzen und Durchschnittswerte geht. Einfach mal durch die Büros schwoofen, ein paar Zettel in der Hand, und die Message straight auf den Tisch knallen. Klar sagen, was gefragt ist – und basta! Allerdings hätte sie dann coolerweise doch ihren Namen druntersetzen müssen, oder?

Rock-Fans aufgepasst: Rock steigert die männliche Potenz (aber nicht so, wie Sie denken)

Diese Welt verändert sich. Immer mehr. Denken Sie nur, was die letzten 25 Jahre gebracht haben: Der Fall der Mauer, Griechenland wird Europameister, Cindy aus Marzahn moderiert Wetten dass…? Frauen stimmen gegen die Frauenquote, und bald kommt die Weihnachts-WM in Katar. Da kann auch diese Meldung kaum mehr verwundern: Männer, die regelmäßig Röcke tragen, sind fruchtbarer als die konsequenten Hosen-Träger. Ein luftiges Röckchen hält angeblich die Spermien schön kühl, was sie stärkt. Ja, nun. Renne ich gleich mal zum Schrank, schaue nach, wühle durch, hmm – keine Röcke drin. Und jetzt? Renne ich gleich in die nächste Boutique und schaue, ob ich etwas Passendes finde? Nix da!

Ich habe ja nicht grundsätzlich etwas gegen Veränderungen. Ich will die Mauer nicht zurück, ich mag Cindy von Marzahn und ich gönne auch Griechenland von Herzen, dass es bald mal wieder in einer anderen Disziplin ganz oben mitspielt als beim Umschulden. Aber ich muss nicht jeden Mist mitmachen. Röcke, pffft – und als nächstes dann Ballerinas, oder wie? Und überhaupt: Was nützt es dem Manne, dass Röcke tragen die Potenz steigert – wenn ihn die Frauen dann nur auslachen?

Oh. Meine überaus charmante Kollegin meinte gerade, ein Rock könnte mir ganz gut stehen. “Ganz ehrlich”, sagte sie wörtlich und sehr glaubhaft, “das kann ich mir bei dir voll gut vorstellen.” So etwas hat sie mir über Jeans noch nie gesagt. Oder über Lederhosen. Hm. Vielleicht muss ich da mal umdenken. Ein paar urmännliche Begrifflichkeiten umbewerten. Sind wir nicht alle irgendwie Rocker? Was ist mit Rocky Balboa? Oder dieser Muskelkante aus Hollywood, The Rock? Rockabilly? Let there be ROCK!

Andererseits… Nee. Sean Connery hin, Fruchtbarkeit her. Ich will untenrum gar nicht frösteln. Mit Rock kann man sich auch gar nicht mehr anständig breitbeinig hinsetzen. Oder Fahrrad fahren. Außerdem: Ich fände es total lästig, wenn mir ständig alle diese notgeilen Mädels unter den Rock schauen würden…