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Tag: Männer

Frauen mit vielen männlichen Freunden gehen nicht mit mehr Männern ins Bett, sondern mehr mit einem Mann – mit Ihnen

Glückwunsch. Das ist wirklich eine Wahnsinnsfrau, mit der Sie da zusammen sind. Die ist echt spitzenmäßig. Aber ich verstehe auch, dass Sie sich ein wenig Sorgen machen, wegen der vielen anderen Typen, mit denen sie befreundet ist. Das kann einen Mann schon unruhig machen. Schließlich wissen Sie, dass diese anderen Jungs auch sehen können, was das für eine unglaubliche Frau ist. Sie wissen genau, dass diese Männer mit ihr am liebsten etwas ganz anderes austauschen würden als nur Bussi links und rechts und ein wenig Smalltalk. Und jetzt kommt da diese Studie, die das auch noch zu bestätigen scheint. Die sagt nämlich: Frauen mit vielen männlichen Freunden haben mehr Sex. Au weia.

Aber – und ich bin froh, dass ich diesen Satz jetzt mal sagen kann, ohne dass er lächerlich klingt –  es ist gar nicht, wie Sie denken. Denn die Frau ist gar nicht mit mehr Männern im Bett aktiv, sondern sie ist im Bett mehr aktiv mit einem Mann – mit Ihnen. Mehr männliche Kontaktpersonen führen bei Frauen zu mehr Kontakt mit dem männlichen Partner. Wie das kommt? Nein, es ist nicht ganz “Appetit draußen holen und zuhause essen”. Die Forscher vermuten, dass die Initiative vom Mann ausgeht. Weil er die männlichen Kumpels seiner Liebsten immer auch als anstachelnde Konkurrenz empfindet, startet er häufiger Versuche, sie zu verführen, als ein Mann, dessen Frau nicht von so vielen Männern umgeben ist. Dadurch ergibt sich dann rein statistisch eine höhere Trefferquote.

Das heißt nun nicht, dass Sie permanent an Ihrer Angebeteten herumbaggern sollen und ihr schon die Hose aufknöpfen, wenn sie den Smalltalk mit ihrem Buddy gerade beendet hat. Sie sollten das Ganze ihr gegenüber auch nicht thematisieren – denn wenn ihr bewusst wird, dass Ihre Verführungsansätze nichts weiter sind als radikale Reviermarkierung, wird sie das völlig abturnen. Für Sie heißt diese Studie nur Folgendes: Sie dürfen sich nie zu sicher sein – und nie aufhören, sich um sie zu bemühen. Und Sie sollten sich dringend bald einen großen Freundeskreis aus wahnsinnig attraktiven Frauen zusammensuchen. Denn wer sagt denn, dass sich dieser Spieß nicht mal umdrehen ließe.

Jetzt geht’s an die Wäsche! Frauen in Dessous-Geschäften wollen immer nur das eine: Ihr Geld!

Es naht wieder die Zeit, in der sich Männer Ungeheuerliches wagen. Sie schnuppern freiwillig an Parfümproben, drücken sich vor Juweliergeschäften herum und – ja, es ist unfassbar – sie betreten Unterwäsche-Geschäfte für Frauen. Egal ob es Sie wegen des Weihnachtsfests in einen Dessous-Shop treibt – oder einfach der Wunsch, dass Ihre Liebste mal etwas anderes “drunter” trägt als diese angegraute Discounter-Wäsche: Ich muss Sie warnen! Gerade hat eine Verkäuferin des Wäsche-Konzerns “Victoria’s Secret” gegenüber einem US-Wirtschaftsblog ein bisschen aus dem Nähkästchen bzw. aus der Wäscheschublade geplaudert, welche Verkaufsstrategien dort in Bezug auf männliche Kunden gelten. Ich muss da mal einen Frauenspruch über Pornos abkupfern: Es ist unglaublich, was in diesen Läden mit Männern gemacht wird!

Die Insiderin sagt, die Verkaufstaktik bei Victoria’s Secret für Männer beruht auf dem Wissen, dass Männer alles tun würden, um nur so schnell wie möglich wieder aus diesem Laden herauszukommen, weil sie den Aufenthalt dort als peinlich empfinden. Sie sind dafür auch bereit, viel mehr Geld auszugeben. Frauen hingegen würden sich Zeit nehmen, vergleichen und auch schonmal nach Rabatten fragen. Darum versuchen die Verkäuferinnen gern, Männern die teuerste Ware anzudrehen. Tendenziell kaufen sich die Männer also aus der Zwangslage frei, indem sie höhere Preise bezahlen. Darum gelten Männer aber bei den Verkäuferinnen auch als sehr beliebte Kunden – denn die steigern natürlich die Verkaufsergebnisse .

Ich will Sie nun gar nicht dazu ermuntern, bei der Wäsche für Ihre Liebste um den Preis zu feilschen. Billig könnten Sie ja auch im Discounter kaufen. Ich möchte Sie dazu auffordern, sich nicht weiter einschüchtern zu lassen. Wir leben im 21. Jahrhundert, in einem freien Land. Natürlich muss kein Mann sich unwohl fühlen dabei, sich in einem Unterwäsche-Geschäft für Frauen aufzuhalten. Sie haben jedes Recht dort zu sein. Sie gehören zur Familie. Denn egal was Frauen erzählen: Die wenigsten tragen hübsche Wäsche nur für sich allein. Und: Sie wissen ja spätestens jetzt, wie begehrt Sie dort als Kunde sind. Also: Lassen Sie sich Zeit, schauen Sie sich um. Wenn eine Verkäuferin Sie dazu drängen will, etwas erkennbar Hochpreisiges zu kaufen, bitten Sie die Expertin, es doch mal für Sie anzuziehen und vorzuführen. Oder Sie sagen mit neckischem Lächeln zu ihr: “Glauben Sie denn, ich kann so etwas tragen?” Selbstironie und Souveränität siegen. Und am Ende, wenn Sie alles gesehen haben, erwerben Sie an der Kasse einfach einen Einkaufsgutschein für Ihren Wunschbetrag. Denn eins ist sicher: Viel peinlicher als der Aufenthalt im Wäschegeschäft ist der Moment, in dem Ihre Liebste das von Ihnen erworbene Teil anprobiert  und es ihr nicht passt.

Warum es eine Rolle spielt, ob Sie noch auf einen Kaffee mit zu ihr gehen – oder lieber auf ein Bier

Was glauben Sie: Woran liegt es eigentlich, dass nun schon seit einigen Jahren nach einem gelungenen Date die Frau den Mann nicht auf den klassischen Drink zu sich in die Wohnung bittet, sondern auf einen Espresso? Ist zu nachtschlafener Zeit ja nicht gerade das Naheliegendste. Hat sie einfach Angst, dass Sie ihr einschlafen? Soll der kleine Schwarze leistungssteigernd wirken? Sogar Verschwörungstheorien liegen nahe: Ist es ein dezenter Hinweis, dass Sie zu viel trinken? Gar eine bundesweite Geheimkampagne gegen Alkohol? Oder steckt die berüchtigte Kaffee-Kapsel-Mafia steckt dahinter?

Eine neue Studie am Massachusetts General Hospital führt auf eine andere Fährte. Die kam zu dem Ergebnis, dass Männer, die zu viel Kaffee trinken, eher Probleme haben, Kinder zu zeugen. Männer hingegen, die sich regelmäßig das eine oder andere Bier genehmigen, haben diese Schwierigkeiten nicht – im Gegenteil: Sie sind besonders erfolgreich im Vaterschafts-Business. Der Grund: Koffein ist schädlich für die Zellen, Alkohol entspannt und hilft schädliche Stresshormone abbauen, so die Mediziner. Moment! Bevor Sie sich nun gleich mit Ihren Kumpels auf ein spontanes Fruchtbarkeits-Seminar am Tresen verabreden, lassen Sie uns zunächst die Eingangsfrage klären.

Heißt das nun, eine Frau, die Sie noch auf ein Bier mit nach oben bittet, will eher ein Kind von Ihnen? Und wenn sie Ihnen einen Kaffee anbietet, will sie das nicht? Nein. Aber womöglich ist der Espresso schon eine erste Verhütungsmaßnahme – und damit verdichten sich die klaren Hinweise auf alles Folgende. Denn worauf auch immer die Frau Sie mit nach oben bittet: Sie will höchstwahrscheinlich nicht nur etwas mit Ihnen trinken. Und wenn doch, dann nehmen Sie lieber ein Bier. Ist gesünder für die Nachkommenschaft.

Knapp vorbei ist voll daneben: Frisch getrennte Frauen haben etwas von Ihnen, aber nichts für sie

Was checken Sie zuerst, wenn Sie einer spannenden Frau begegnen? Klar: Aussehen, Figur, Humor, Verhalten, ob sie selbst interessiert ist – und natürlich, ob sie Single ist. Spätestens dann kommt die Frage: Wenn sie Single ist – wie lang ist ihre letzte Beziehung schon vorbei? Jeder Mann will eine Traumfrau, aber keiner will eine Traumfrau, die sich erst letzte Woche von ihrem Dann-doch-nicht-Traummann getrennt hat – nach 5 Jahren. Sie sollte möglichst wenige Altlasten mit sich herumschleppen, am wenigsten eine unverarbeitete große Liebe – oder einen stalkenden Ex-Freund.

Aber sollen Sie diese tolle Frau, die tatsächlich etwas für Sie empfindet, nun wegschicken, bloß weil ihre letzte Trennung noch nicht so lange her ist? Ihr sagen, dass sie in 3 Monaten nochmal vorbeischauen soll? Schwierige Entscheidung. Zum Glück gibt es Forscher, die sich mit so etwas befassen. Ich habe gerade zwei interessante Studien dazu gefunden: Sowohl die Untersuchung am Queens College der City University of New York als auch die von der University of Toronto besagen, dass eine kurz nach einer schweren Trennung begonnene neue Beziehung bei Menschen das Selbstvertrauen fördert und dafür sorgt, dass sie besser und leichter Distanz zu ihrem Ex-Partner bekommen. Außerdem sorgt das Gefühl, begehrt zu sein, dafür, dass diese Personen zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Na, wie schön.

Also, ja sagen und happy werden? Moment. Alle positiven Effekte, die in den Studien gefunden wurden, beziehen sich auf die Person, welche sich kurz zuvor getrennt hat. Wenn das auf Sie zutrifft – bitte, nutzen Sie die Mitfühlgelegenheit. Aber nirgendwo steht etwas von Vorteilen für den Partner ohne schwere Trennung. Der darf nur helfen, die Scherben wegzukehren. Es wird ja besonders hervorgehoben, dass die neue Bindung oft ein hilfreiches Werkzeug bei der Verarbeitung der vorherigen Liebe ist. Wollen Sie das sein? Ein Werkzeug zur Verarbeitung? Klingt wie Notnagel – oder Hilfshammer. Nee, lassen Sie das mal. Halten Sie Kontakt, verhalten Sie sich interessiert und interessant – aber bleiben Sie auf Abstand. Von einem One-Night-Stand vielleicht mal abgesehen. Geben Sie sich und ihr mindestens 8 Wochen. Sonst sind Sie hinterher noch der unglücklich Getrennte. Obwohl: Dann könnten Sie sich ja selbst ein süßes “Werkzeug zur Verarbeitung” suchen – und womöglich eine unendliche Kette von Behelfsbeziehungen in Gang setzen. Wer weiß: Vielleicht ist unser gesamtes (Liebes-)Leben nichts anderes als so eine Kette.

Bloß kein Ess-O-Ess for Love! Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen das romantische Dinner for two

Wenn Männer die Wahl haben zwischen einem guten Essen auf dem Tisch und einer schönen Frau im Bett, wählen sie immer die Frau. Selbst wenn die Kerle hungrig sind, nehmen sie die Frau. Denn dann stellt ihr Körper dieses Bedürfnis zurück, bis das mit der Frau erledigt ist. Das zeigt nun eine Studie des University of Rochester Medical Centre. Mal abgesehen davon, dass diese Studie mit Fadenwürmern durchgeführt wurde, was mir ohnehin schon den Appetit verdirbt, kann ich das Ergebnis nur gutheißen. Allein weil sich das Geld für das leckere Essen ja gar nicht lohnt, weil sie – den Würmern zufolge – doch eh nur an etwas anderes denken. Ich setze sogar noch eins drauf und sage: Gehen Sie auf einem Date in der heißen Frühphase nie mit Ihrer Angebeteten essen!

Immer wieder raten Date-Experten Ihnen dazu, eine Frau, die Sie begehren, zum Essen einzuladen, um dann womöglich später mit ihr nach dem Tisch auch das Bett zu teilen. Vermutlich habe sogar ich Ihnen mal dazu geraten. Das tut mir Leid, denn dieser Rat ist Schwachsinn. Essen ist Essen, und Bett ist Bett. Wenn ich schon lese oder höre, dass jemand behauptet, es sei erotisch und anziehend, wenn sich  eine Frau genüsslich Nahrung in ihren Mund schiebt. So ein pürierter Quatsch! Wenn Sie sich Essen in den Mund steckt, kaut sie gleich danach darauf rum, und dann wird das Essen zu Speisebrei, und ich kann mir kaum etwas Unerotischeres vorstellen als Speisebrei. Wollen Sie etwa eine Frau küssen, die Speisebrei im Mund hat? Allein dieses Wort schon: SPEISEBREI!

Und dann die Geruchsebene: Da sitzen Sie nun in diesem netten kleinen Lokal, beim obligatorischen Italiener an der Ecke. Sie schauen Ihrer Angebeteten tief in die Augen und ab und zu auch tief in den Ausschnitt – und dabei steigt Ihnen dann der Duft von fettigem Osso Bucco in die Nase, also Kalbshaxe, oder der Geruch von Bolognese-Sauce. Sie sehen also eine schöne Frau und riechen dazu Gesottenes und Gebratenes. Sie können sich wehren, wie Sie wollen – doch der Geruch ist stärker, er bestimmt Denken und Welt. Sie können vielleicht, wie die Wurm-Studie behauptet, Ihren Appetit ausblenden – aber nicht den Essensduft. Er wabert heran, kriecht durch die Nase direkt in Ihr Gehirn, und schon riecht in Ihrem Kopf die Frau nach Essen. Und niemand will, dass eine Frau nach Essen riecht. Auch nicht in seinem Kopf.

Angenommen, Sie haben die Frau Ihrer Träume gegen meinen ausdrücklichen Rat doch zum Essen ausgeführt. Angenommen, sie kommt wirklich noch “auf einen Kaffee” mit zu Ihnen. Dann sitzen Sie da mit Ihren vollgefressenen Pizza-und-Pasta-Bäuchen auf der Couch, alles Blut im Magen – und sollen geistreich Konversation machen. “Uff, äh, ja. War voll lecker, ne?” “Ja, öff, genau. Voll.” Und womöglich sollen Sie gleich anfangen, die Frau zu küssen, obwohl Sie sich beide noch die ganze Zeit heimlich mit den Zungen Reste vom Essen aus den Zähnen pulen und  aufstoßen müssen. Hm, prima, so ein Essensreste-Kuss mit Aufstoß-Aroma! Nee, echt nicht. Und wenn es dann zum Äußersten kommen soll, und sie sich tatsächlich gemeinsam ins Bett begeben, dann haben die Pizza-Bäuche erst ihren großen Auftritt. Mahlzeit, sage ich da!

Nee, ehrlich: Kann ich Ihnen nur von abraten. Wenn Sie ein Date haben, bei dem etwas laufen könnte, gehen Sie lieber ins Kino oder gleich an eine Bar. Das können Sie nämlich tun als Mensch, im Gegensatz zu den Würmern. In diesem Sinne: Viva la Evolution!

 

Frauen lieben Tratsch und Klatsch, Männer lieben es, Dinge zu tun, über die andere dann tratschen

Frauen lieben Klatsch und Tratsch, Männer nicht. Die klassische Rollenverteilung beim Thema Klatsch: Während Frauen darüber lästern, wer sich wieder wo peinlich benommen hat und über die Stränge geschlagen ist – benehmen sich Männer peinlich und schlagen über die Stränge. Nach dem Motto “Nicht reden, handeln!” liefern sie  sozusagen das Klatsch-Material, den Stoff, aus dem das Tratschen ist. Natürlich hat sich das Verhalten da mittlerweile etwas angeglichen, auch Männer beteiligen sich am allgemeinen Getuschel – und auch Frauen benehmen sich gerne mal gehörig daneben. Aber: Ein gewisses Unbehagen spüren die Männer beim darüber Lästern immer noch.

Forscher der Universität Groningen haben nun die unterschiedliche Haltung von Männern und Frauen zum Geläster untersucht – und siehe da: Das unwohle Gefühl der Männer ist wissenschaftlich nachweisbar und begründbar. Frauen leiten offenbar aus schlechten Nachrichten über andere ein höheres Selbstwertgefühl ab. Männer  fühlen sich durch das Getratsche schlechter, auch und gerade wenn sie positive Nachrichten über andere vernehmen. Der Grund: Wenn Frauen vom Leid oder Missgeschick anderer hören, geben sie mehr auf sich acht. Wenn Männer hören, dass es anderen gut oder besser geht als ihnen selbst, springt ihr Wettbewerbstrieb an und sie fühlen sich bedroht.  Alles eine Frage der inneren Verschaltung.

So war die alte Rollenverteilung vielleicht gar nicht so schlecht, Ihre Zurückhaltung instinktiv richtig. Halten Sie sich also weiterhin aus allem Gossip heraus – zumindest aus dem aktiven Teil. Überlassen Sie das Reden den Frauen. Ab und zu mal reinhören ist aber erlaubt. Vielleicht fallen ja ein paar interessante Informationen ab. Zum Beispiel über die Frau Ihrer Träume – und mit wem die gerne mal über die Stränge schlagen würde.

Die Forschung sagt: Ein Mann muss mit vielen Frauen ins Bett, sonst ist sein Leben in größter Gefahr

Ein Mann, der mit vielen Frauen im Bett war, hat ein geringeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als ein Mann mit nur wenigen Bettgefährtinnen. Behauptet jedenfalls die University of Montreal in einer Studie. Angeblich steigt ab 20 Kerben in der Bettkante Ihr Krebs-Schutz in signifikanter Weise an. Das ist mal eine amtliche Zahl. Da fehlen Ihnen noch ein paar? Kein Problem! Nach dieser Meldung dauert es nicht mehr lange, und Sie können sich bei Ihrem Hausarzt ein Rezept für One-Night-Stands (ONS) ausstellen lassen. Sie sagen einfach: “Herr Doktor! Um meinen Impfschutz gegen Prostatakrebs zu vervollständigen, brauche ich noch eine 11-fache Dosis ONS forte.”

Auch im alltäglichen Leben ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, etwa Anmachsprüche der Extraklasse. “Hallo, ich finde dich sehr schön. Du musst unbedingt mit mir nach Hause kommen, um mich effektiv vor Krebs zu schützen.” Oder kürzer und noch etwas mysteriöser: “Hallo, Lust bei einem Glas Champagner mein Leben zu retten?” Besonders mitfühlende Kandidatinnen geben Ihnen dann später sicher die Telefonnummern ihrer besten Freundinnen, die bestimmt auch gern helfen wollen.

Nein, mal ernsthaft: Natürlich stellt sich die Frage, wo da der Nutzwert liegt. Ja, in der Rückbetrachtung können sich nun alle Playboys, Rockstars und andere Samenstreuer gegenseitig auf die Schultern klopfen und sagen: “Alles richtig gemacht.” Aber wem nützt diese Studie im täglichen Leben? Welcher Mann sucht noch gute Argumente dafür, mit einer Frau ins Bett zu gehen? Es sagt doch keiner: “Ach, das schützt vor Krebs? Na dann, also gut, machen wir’s, ausnahmsweise…” In den meisten mir bekannten Fällen herrschte da an Motivation kein Mangel. Es mangelt eher am Gegenteil. Ob es die Frau davon überzeugt, dass sie sich dem Werben eines Mannes hingeben sollte, wenn sie weiß, dass sie ihn dadurch vor einer schweren Krankheit bewahrt? Wenn sie ihn von Anfang an doof findet, wohl kaum. Dann hält sie das mit dem Prostatakrebs vielleicht gar nicht für so eine üble Idee. Jedenfalls braucht es dringend andere Studien, etwa darüber, dass Knutschen die Gesichtshaut verbessert oder dass Handauflegen gegen Cellulite wirkt. Das wären brauchbare Flirt-Argumente.

Trinken Sie sich bloß keine Frauen schön, und lassen sie vor allem Frauen schön alleine trinken

Eine attraktive Frau sitzt in einer Bar am Tresen, vor sich ein Glas Rotwein. Was denken Sie? Natürlich zuerst: “Die sieht aber mal klasse aus!” Und sie fragen sich: “Ist sie wohl allein hier?” Aber  eine Studie der australischen Deakin University behauptet, Ihnen geht das hier durch den Kopf: “Hey, die gut aussehende Frau da trinkt ein Glas Wein – das heißt, sie will mit mir ins Bett gehen!” Die Forscher behaupten: Allein die Tatsache, dass eine Frau Alkohol konsumiert, werde von Männern als Hinweis auf deren sexuelle Absichten gedeutet. Also: Frau + Alkohol = Sex. So denken wir also? Auf den Mist brauche ich erstmal was zu trinken.

So ein Unsinn. Selbstverständlich wissen Männer, dass Alkohol eine entspannende – und vielleicht auch enthemmende – Wirkung hat. Die Erfahrung zeigt, dass er auch Frauen in eine gelöstere Stimmung versetzt. Alkohol ist gemeinhin als soziales Schmiermittel bekannt – auch und gerade beim Flirten. Karneval und Fasching gelten ja auch nicht als Knutsch-Festival weil alle so verrückt angezogen sind – sondern weil alle ordentlich getankt haben. Diese Auflockerung wird in der Studie nicht klar genug von unterstellten Absichten getrennt. Ein Mann denkt vielleicht: Wenn sie etwas trinkt, ist sie bestimmt lockerer drauf als nur mit Wasser oder Limo. Aber niemand kommt doch auf die Idee, dass eine Frau, die ein Glas Wein vor sich stehen hat, signalisiert: “Ich bin willig und zu haben.” Wäre das so, könnte doch nirgendwo eine Frau ein Glas Wein in einem Lokal bestellen, ohne dass die Männer gleich näherrücken  und sagen: “Soso, harhar, Rotwein. Du gehst aber ran, Schätzchen.” Kauft sie im Supermarkt eine ganze Flasche, bricht der wildfremde Typ an der Kasse hinter ihr in Jubelgeschrei aus und ruft: “Yeah, Baby, das Wochenende gehört uns!” Und wenn sie an einer Weinprobe teilnimmt, zücken alle anwesenden Männer schonmal ihre Handy-Kameras, weil ja gleich der Gang-Bang losgeht? Unfug!

Natürlich gibt es immer wieder fiese Kerle, die darauf lauern, volltrunkene Frauen abzuschleppen. Ich prangere das an! Aber der erste Gedanke, den ein normaler Mann beim Anblick einer allein Alkohol trinkenden Frau hat, ist doch der: Ihr wievieltes Glas ist das? Kann sie noch sprechen oder lallt sie schon? Denn grundsätzlich gilt bei Frauen die gleiche Regel wie bei Männern: Egal, was der Alkohol in ihrem Inneren auslöst – wenn sie zuviel davon trinken, werden sie äußerlich in erster Linie unattraktiver. Deshalb und wegen all dem anderen Mist mein Rat: Quatschen Sie niemals eine Frau an, die alleine vor einem Glas Wein sitzt. Gibt nur Ärger. Soll sie doch kommen, wenn sie etwas will.

Auch wenn Frauen, Hobbits und Juweliere das behaupten: Die Liebe ist kein Ring-Kampf

Einige Paar-Rituale sind so zählebig wie Bartstoppeln: Sie kommen einfach immer wieder. Neulich belauschte ich eine Frau, die ihrer Bekannten den Ring zeigte, den ihr Freund ihr geschenkt hatte. Sie schwärmte in höchsten Tönen davon – vom Ring wohlgemerkt, und davon, dass sie schon immer genau so einen haben wollte. So einen Ring, wohlgemerkt. Kein Wort über den Mann. Der Ring ist offenbar das Entscheidende, wie bei Tolkien. (Nein, ich wiederhole jetzt nicht das mit dem “Knechten”.) Ohne den Ring ist die Beziehung für viele nicht echt, wie ein Steiff-Tier ohne Knopf im Ohr. Und so wird der Kampf um die Liebste oft genug zu einem Ring-Kampf.

Was ist das mit diesem Ring-Ding? Männer sind da ja eher vorsichtig. Ich bin sicher, so mancher stört sich an der Fessel-Symbolik, vielleicht lehnt es sogar der eine oder andere ab, sich durch einen Ring am Finger als “besetzt” kennzeichnen zu lassen. Ähnliches gilt bestimmt auch für einige Frauen – aber die Mehrheit steht drauf. Vielleicht weil Frauen sich lieber festlegen? Oder weil sie Symbole brauchen, um sich daran festzuhalten? Natürlich gibt es Männer, die dann ihrerseits voll auf diese Markierungsnummer einsteigen, aber auf ihre ganz eigene maskuline Weise. Die starten geradezu einen Wettbewerb um die dicksten Klunker am Finger der Liebsten, lassen quasi ihre Gemächt-Länge in Gold und Brillanten aufwiegen. Ich verstehe das nicht, ich heiße das nicht gut. Meine Herren: Sie sollen die Frau doch nicht kaufen!

Selbst wenn Sie sich so ewige Liebe kaufen wollten: Es wird nicht klappen. Eine jüngst publizierte Studie der US-amerikanischen Emory University zeigt: Je teurer der Verlobungsring, desto wahrscheinlicher sind Trennung und Scheidung. Auch der Gesamtpreis einer Hochzeit ist kein Indikator für die Haltbarkeit einer Ehe. Teurere Party heißt nicht längeres Glück. Sparen Sie also Ihr Geld, investieren Sie lieber Gefühle und Zeit. Denn was die Ehe länger halten lässt, sind den Forschern zufolge ganz andere Dinge: Eine gemütliche, authentische Feier mit vielen guten Freunden trägt zum Glück ebenso bei wie eine ausgiebige gemeinsame Hochzeitsreise. Und zum Schluss noch der Schock für alle Romantiker: Der Ring aus dem Kaugummiautomaten tut es dann doch nicht. Bei einem Ring-Preis von unter 500 Dollar wurde das Trennungsrisiko dann wieder wesentlich größer.

Wenn Männer mehr von Frauen und Frauen mehr von Männern lernen, heißt es: Win-Win in Job und Liebe

Heute dürfen Sie sich aussuchen, mit wem Sie sich künftig im Job den Raum teilen: mit dem größten Laberkopf der Firma oder der netten neuen Kollegin. Na? Sie wählen die Frau? Oh, Mist. Dann stimmt die schöne Studie gar nicht, die ich für Sie gefunden habe: Laut dem Massachusetts Institute of Technology fühlen sich Männer nämlich wohler im Büro, wenn sie es nur mit anderen Männern teilen. Und Frauen sind mit Frauen glücklicher.

Das hat wohl mit den offeneren, äh, Kommunikationsmöglichkeiten zu tun. Es ist ja klar, dass Männer unter Männern anders reden, fluchen oder auch Verdauungsgase entweichen lassen als in Gegenwart von Frauen. Über Frauen weiß ich das nicht absolut sicher zu sagen, vermute aber zumindest teilweise ähnliche Vorlieben. In der Studie heißt es, dass Männer froh sind, nicht mit Frauen zusammen zu arbeiten, weil sie sonst fürchten, sich im Verhalten arg einbremsen zu müssen, während Frauen sich freuten, nicht in einer “testosterongeschwängerten” Atmosphäre sitzen zu müssen. Allerdings zeigte die Studie auch, dass Firmen mit gemischten Büros mehr Gewinne abwerfen können, und zwar über 40 Prozent mehr. Das, so die Forscher, liege zum einen daran, dass Männer sich in Gegenwart von Frauen weniger hängen oder gehen lassen und sich mehr anstrengen. Zum anderen treten Frauen in gemischten Teams bestimmter auf und geben sich mehr Mühe, sich Gehör zu verschaffen und Ideen durchzusetzen.

Interessanterweise werden Männer wie Frauen also genau durch die Dinge besser, die sie im Umgang mit dem anderen Geschlecht am meisten fürchten. Die Männer müssen sich etwas zusammenreißen – und die Frauen müssen ein bisschen mehr Testosteron-Power zeigen. Insofern wäre Ihr Instinkt, die süße Kollegin zu wählen, komplett korrekt – und voll im Sinne der Firma. Da entsteht eine klassische Win-Win-Situation, wenn Männer von Frauen und Frauen von Männern lernen. Nehmen wir nur das Thema Haushalt: Ihrer Angebeteten gefällt es sicher, wenn Sie öfter mal aufräumen und sich um die Wäsche kümmern. Umgekehrt fänden Sie es doch ebenfalls klasse, wenn die Frau mal nach Hause kommt, sich die Klamotten vom Leib reißt und diese auf den Boden schmeißt, um sich dann nur in Unterhose auf der Couch zu räkeln und zu fragen: “Und was machen wir zwei Hübschen jetzt Schnuckliges?”