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Tag: Schlampe

Männer haben immer noch Vorurteile gegen sexuell aktive Frauen – und den Frauen fehlen die Worte

Wie nennen Sie eine Frau, die sexuell sehr aktiv und offensiv ist? “Liebling”, hoffe ich. ;-)

Eine neue Studie der University of Michigan zeigt aber, dass sexuell aktive Frauen nach wie vor eher mit Vorurteilen konfrontiert sind als Männer, die Sex ebenso locker handhaben. Laut den Forschern werden Frauen, die von sich aus fremde Männer zum Sex auffordern, immer noch sehr häufig als “Schlampe” klassifiziert. Bei Männern gilt promiskes Verhalten als normal.

Ich verurteile das mit allem Nachdruck. Ich finde, eine Frau hat jedes Recht, einen Mann anzusprechen und mit ihm Sex zu haben, auch wenn sie ihn nicht kennt, ohne gleich als Schlampe tituliert zu werden. Erst wenn sie seinen kompletten Freundeskreis durch hat, würde ich den Begriff in Erwägung ziehen. Das ginge mir aber bei einem Mann, der sich umgekehrt durch einen weiblichen Freundeskreis vögelt, genauso. Und da liegt ein Teil des Problems.

Ich möchte an dieser Stelle auf einen Missstand hinweisen. Ich denke, es spielt hier auch eine Rolle, dass es kein männliches Pendant zum Begriff “Schlampe” gibt. Das würde den Frauen helfen, sich zumindest verbal besser zur Wehr zu setzen – und die Männer zwingen, ihre Rolle zu überdenken. Mit der maskulinisierten Form “Du Schlamper!” ist es nicht getan. Das schockt nicht – und der angesprochene Mann denkt, es gehe wieder nur um seine Qualitäten beim Aufräumen. Auch “Lude” anstelle von Luder führt auf die falsche Fährte. Dann schon lieber “Liederling” – das versteht aber keiner, und es klingt zu niedlich. “Mistkerl” ist zu allgemein, genau wie das oft verwendete “Schwein”. “Geiler Bock” klingt eher nach Wunsch und Sehnsucht und nicht nach Vollzug, “Weiberheld” ist zu anerkennend. Es muss also ein neues Wort her. Meine Vorschläge: “Schlampsack”, “Stechschlunz” oder “Vielfuck”. Andere Ideen? Gerne an mich.

Ist sie stutenbissig gegenüber sexy Frauen? Sie kann nicht anders!

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Sie sitzen mit Ihrer Angebeteten und ein paar ihrer Freundinnen in einem Cafe und unterhalten sich. Eine sexy Frau in sehr kurzem Rock und sehr weit offener Bluse kommt vorbei. Was passiert?

a) Alle Frauen ergehen sich sogleich in wohlwollenden bis begeisterten Kommentaren über die Offenheit und Freizügigkeit, mit der diese bewundernswerte Person ihre sexuellen Reize zur Schau trägt.

b) Die Frauen am Tisch lästern sofort in übelster Weise über die Frau im kurzen Rock ab. Alle Kommentare haben implizit oder explizit zum Inhalt, was für eine entsetzliche Schlampe das doch sei.

Ich tippe mal: b)

Und jetzt sage ich Ihnen, warum das so ist. Einer kanadischen Studie zufolge können die Frauen nicht anders. Die Untersuchung der University of Ottawa zeigte, dass alle Probandinnen ein solch ablehnendes Verhalten gegenüber aufreizend gekleideten Frauen an den Tag legten, wenn sie in einer ähnlichen Situation waren. Der Grund: Frauen reagieren sensibel auf Störungen des sozialen Friedens. Und eine Frau, die in dieser Weise ihre Reize präsentiert, bringt womöglich das Gefüge in der Gruppe durcheinander – etwa weil sich Männer dazu entschließen könnten, dem kurzen Rock nachzusteigen. Die Studienleiter vermuten, dass dieses Verhalten in Frauen seit Urzeiten angelegt ist.

Meine Frage dazu: Wenn das ein Ding von Frauen unter Frauen ist, das aus Frauenköpfen entspringt – warum erleben Männer dann so oft

c) Alle Frauen unterstellen sofort dem einzigen anwesenden Mann implizit oder explizit, er starre in unziemlicher Weise diese Frau an und denke nur noch daran, wie er schnellstmöglich mit ihr Sex haben könne?

Wer starrt denn hier?!