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Tag: schlank

Wer schön sein will, soll sich gefälligst an seine oder ihre Abgeordnete wenden

Sie finden, Ihre Angebetete könnte mal bei einem Schönheitswettbewerb mitmachen? Sie sind sicher, sie würde gewinnen? Auch wenn sie vielleicht etwas zu klein ist? Keine Panik, da kommt nun Hilfe von unerwarteter Stelle.

Eine Berliner Grünen-Politikerin hat jüngst gefordert, an Schönheitswettbewerben müssten auch weniger attraktive Menschen teilnehmen können. Sie sagt, bei Miss-Wahlen würden doch grundsätzlich Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft ausgeschlossen, etwa weil die nicht groß und schlank seien. Damit hat sie ja nicht ganz unrecht. Auch ich finde, dass dicke, kleine und vor allem krummbeinige, fetthaarige, großnasige, picklige Menschen an solchen Veranstaltungen teilnehmen sollten. Das wird erstens lustiger und zweitens auch. Wahrscheinlich bewerben sich sogar einige, nur sehen wir sie nie, weil sie es – klassischer Fall von Natur der Sache – nicht annähernd in die Endrunde schaffen. Ist auch die Frage, ob diese Kandidaten und Kandidatinnen dann damit leben können, dass ihnen der Dieter Bohlen der Miss-Wahlen-Jury ins Gesicht sagt, dass sie es nicht zum Recall geschafft haben, weil sie eben verdammt nochmal total sch..ße aussehen. Womöglich klagen sie dann, es sei ganz furchtbar, dass es da nur um Äußerlichkeiten gehe, es komme doch auf die innere Schönheit an. Ja, sicher, stimmt ja auch, liebe Pickelnasen. Nur ist eben jeder Schönheitswettbewerb per se ein “äußerer Schönheitswettbewerb” und kein “innerer Schönheitswettbewerb”. Wie sollte so etwas auch vonstatten gehen? Egal, die Unzufriedenen können sich ja an ihre Abgeordnete wenden.

Wenn man es einmal konsequent anwendet, ist dieses Prinzip aber auch in anderen Bereichen einsetzbar. Es sollten ab sofort auch übergewichtige Asthmatiker zu den olympischen Final-Läufen über 100 und 200 Meter zugelassen werden. Es ist nicht hinzunehmen, dass unsere Gesellschaft langsame Menschen bei solchen Veranstaltungen ausschließt. Gleiches gilt für kugelförmige Schwermotoriker beim Stabhochsprung, aber auch für Anorektiker beim Hammerwurf. RTL legt da ja schon fleißig vor: Da bekommen Menschen, die nicht singen können einfach so Plattenverträge. Genauso bin ich dafür, dass auch Menschen ohne Führerschein Formel 1 fahren dürfen. Ich würde auch gerne sofort mal einen Airbus fliegen. Es sollte überhaupt jeder bei überhaupt allem einfach so mitmachen dürfen, ohne Zulassungsbeschränkungen oder Erfüllung von Mindeststandards. Erst dann wäre die Welt wirklich frei von Ausgrenzung. Es sollten sogar Rindviecher für politische Ämter kandidieren dürfen, das könnte – vielleicht, vielleicht – dafür sorgen, dass an mancher Stelle so mancher dahingelaberte Unsinn durch ein freundliches “Muh!” ersetzt wird.

Dicke Männer leben länger als schlanke, aber nur wenn alle zu viel Stress haben

Tja.

Eigentlich können wir den Laden hier jetzt dichtmachen. Hefte verbrennen, Hanteln einschmelzen, Bretter vor die Fenster nageln – und tschüs. Denn die Wissenschaft hat ihr vernichtendes Urteil gefällt: Dicke Menschen sind gesünder und sie leben länger. Naja, jedenfalls ein paar Wissenschaftler sagen das.

Der entscheidende Punkt: Dicke kommen wohl besser mit Stress klar. Dabei hilft ihnen angeblich genau das, was als so ungesund gilt: Viel futtern. Wie das? Nun, der Energieverbrauch Ihres Gehirns steigt, wenn Sie unter Stress stehen. Unter Dauerstress ist in Ihrem Blut darum der Cortisolpegel dauerhaft erhöht, denn der Körper nutzt dieses Stresshormon, um den gesteigerten Energiebedarf des Gehirns aus Ihren Fettdepots zu decken. Das viele Cortisol macht Sie aber krank und senkt Ihre Lebenserwartung. Sie sterben schlank – aber früh.

Bei dickeren Menschen hat das Gehirn angeblich keinen Zugriff auf die Fettdepots. Also müssen sie mehr essen, um die Ansprüche des Hirns zu befriedigen. Nicht alle neuen Kalorien werden vom Gehirn verbrannt – der Rest sorgt dafür, dass die Dicken dick bleiben oder noch dicker werden. So lange sie aber nicht eine große Menge Körperfett um die Taille aufbauen – der Kugelbauch gilt nach wie vor als sehr ungesund – fahren sie damit gut, denn sie produzieren weniger Cortisol. Als gesündesten BMI nennen die Forscher 27. Soso, hmhm.

Stopp! Bevor wir uns alle fortan ungehemmt dem “All-you-can-eat”-Parcours hingeben, möchte ich das Ganze kurz etwas einschränken: Letztlich sagt die – im übrigen sehr kleine – Studie nicht, dass Fettleibigkeit gesund ist. Sie sagt, dass ein etwas höherer BMI Sie nicht umbringt. Und sie sagt vor allem, dass Stress ungesund ist. Darum mein Rat: Meiden Sie Stress. Stressen Sie sich vor allem nicht beim Training. Sie wissen ja jetzt, dass es dabei nicht um Ihr Leben geht. Pumpen Sie also ganz entspannt weiter. Dann wird das schon.

Bye-bye, “Big Boss”! Heute werden nur noch schlanke Männer Chef

Kennen Sie noch das Klischee vom dicken Boss? Dicker Bauch, dicke Zigarre, dicker Benz? Machen Sie ein Foto, wenn Sie noch einmal einen sehen. Denn die Spezies ist nicht nur unglücklich mit ihrem Sex-Leben – sie findet auch keine Arbeit mehr. Eine Studie zeigte jetzt, dass übergewichtige Männer nicht nur größere Schwierigkeiten haben, einen Job zu finden – sondern auch seltener für Beförderungen auf Führungspositionen vorgesehen werden. Die Personaler trauen ihnen schlicht weniger zu. Bye-bye, Big Boss!

Ich weise hier ausdrücklich darauf hin, dass niemand aufgrund seines Äußeren diskriminiert werden darf, und lege eine Protest-Schweigezeile für unsere beleibten Brüder ein.

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Nun möchte ich aber auch betonen, dass es nicht wirklich gesund ist, Übergewicht mit sich herumzutragen, und dass eine korpulente Statur tatsächlich nicht gerade Disziplin und eisernen Willen ausstrahlt. So viel Verständnis habe ich dann doch für die Personalentscheider, gerade wenn es um Führungsposten geht.

Allerdings zeigen doch die BMI-Biographien vieler Bosse und Politiker, dass es vor allem nach Erreichen eines gewissen Status immer schwieriger wird, schlank zu bleiben. Die meisten Bosse werden erst big, nachdem sie Chefs geworden sind. Scheint also kein besonders gesunder Beruf zu sein. Und es sieht nicht so aus, als ob sich am Job-Profil der Machtmänner viel ändert. Darum sage ich: Egal ob Sie schlank sind oder nicht – bewerben Sie sich nur für einen Chefposten, der Ihnen erlaubt, so zu bleiben wie Sie sind.

Die süßeste Studie der Welt: Täglich Schokolade macht schlank!

Heute schon Schokolade genascht?

Nein?

Dann werden Sie jetzt dick. Klingt bescheuert? Hm, tja, was soll ich sagen:

Einer repräsentativen Studie an der University of California-San Diego zufolge sind Männer, die täglich Schokolade essen, schlanker als solche, die es nicht tun. Der Body Mass Index der Probanden, die an 5 Tagen in der Woche Schokolade aßen, lag um bis zu einen Punkt niedriger als bei Nicht-Schokolade-Essern.

Das stimmt ja hoffnungsvoll. Ich erwarte pünktlich vor der EM ähnliche Ergebnisse in Bezug auf Bier und Chips. Gerne auch für Burger, Curry-Wurst und Schnitzel. Und vor den Festtagen in Herbst und Winter natürlich auch für Braten, Knödel und Desserts aller Art.

Wäre doch gelacht, wenn wir uns nicht schlankfressen können…

P. S. Sie haben es wahrscheinlich schon geahnt: Diese Studie ist nichts mehr als ein weiterer Beleg dafür, dass eine ausgeglichene Ernährung im Zusammenspiel mit regelmäßigem Sport (bei den Probanden im Schnitt 3,6 Mal pro Woche) durch nichts so leicht zu erschüttern ist. Natürlich aßen die Teilnehmer der Studie nicht jeden Tag mehrere Tafeln Schokolade, sondern jeweils nur einen Happen. Aber toll klingen tut es doch, oder?

Fit gegen fett: Was ist entscheidender für ein langes Leben?

Wer lebt länger: Der schlanke, aber eher unsportliche Typ – oder sein dicker, aber topfitter Nachbar, der einen Marathon in weniger als 4 Stunden schafft? Was also ist entscheidend: fit oder fett?

Okay, klar. Wenn ich so frage, kann es ja nur der Dicke sein.

Und so ist es: In einer 11 Jahre währenden Vergleichsstudie stellten Forscher der University of South Carolina fest, dass die Männer, die ihr Fitness-Level über die Jahre hielten, ein 30 Prozent niedrigeres Sterberisiko hatten als die, die unfitter geworden waren – egal ob sie in dieser Zeit ihr Gewicht hielten, an Gewicht zulegten oder welches verloren. Männer, die ihre Fitness steigerten, hatten sogar ein bis zu 44 Prozent geringeres Sterberisiko. Alles unabhängig vom Gewicht. Der fitte Fette hat ein langes Leben.

Was will ich Ihnen damit sagen? Dass Sie fressen können, so viel Sie wollen, solange Sie nur brav zum Sport gehen? Nein. Ich will sagen: Lachen Sie nicht über Ihren kugelbäuchigen Nachbarn, denn er lebt (und lacht) vielleicht länger als Sie.

Schaffen Sie es erstmal, schneller zu laufen als er

Dann können Sie lachen.

Männer stehen auf dicke Frauen (die jetzt schlank sind)

Wen finden Sie attraktiver: Eine schlanke Frau – oder eine schlanke Frau, die früher einmal dick war?

Die Wissenschaft sagt: Letztere.

Eine Studie der University of Liverpool hat gezeigt, dass Männer sich tendenziell zu Frauen hingezogen fühlen, die jetzt schlank sind, von denen sie aber wissen (oder zu wissen glauben), dass sie früher einmal übergewichtig waren. Mögliche angeführte Gründe: 1. Eine Frau, die einst zu füllig war, erscheint nicht mehr ganz so perfekt und unnahbar wie eine ewige Schlankheitsprinzessin. 2. Männer, die selbst zu Übergewicht neigen, hoffen auf mehr Verständnis seitens der Frau. Da kann ich nur sagen: Nicht hoffen, sondern selbst abspecken – hier steht wie.

Für mich stellen sich weiterhin diese Fragen:

- Was ist eigentlich mit Frauen, die früher einmal (zu) schlank waren und es heute nicht mehr sind? Kann Mann die nicht auch attraktiv finden?

- Sollen jetzt Frauen, die schon immer schlank waren, von sich behaupten, sie hätten mächtig abgespeckt, wenn sie sich für einen Mann interessieren? Sollen sie womöglich Bilder von früher mit Photoshop bearbeiten, damit sie darauf dicker aussehen? Sich eine Historie von XXL-Altkleidern besorgen? Würden Sie das wollen?

- Und überhaupt: Wie sollen diese Studienergebnisse in der Wirklichkeit Anwendung finden? Wie soll ein Mann von einer Frau, die er zum ersten Mal sieht, denn wissen, was sie früher einmal gewogen hat? Kommen jetzt “Vorher/Nachher”-T-Shirts in Mode, mit Fotos? Oder Leibchen, auf denen einfach nur steht: “– 20 kg”? Und sollten die dann in Fettschrift bedruckt sein?