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Tag: Sex

Auswärts-Erfolg: Bei der WM 2014 soll jeder vierte Mann in fremden Betten einen Treffer gelandet haben

Sind Sie eigentlich auch Weltmeister? Also, ich ja schon – und außerdem wohl jeder andere Mann im Land. Zumindest offiziell. Allerdings stört eine Umfrage diese mannschaftliche Einheit. Neuesten Meldungen zufolge haben viele Deutsche die WM dazu genutzt, sich heimlich während der Spiele zum Fremdgehen zu verabreden. Da sagten 27 Prozent der Befragten, dass sie die WM-Spiele nutzten, um sich heimlich mit ihren Geliebten zu treffen, und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. “Ich gucke das Spiel bei Paul an!” steht dann als Geheimcode für: “Ich spiele an Paula rum!”

Da könnten wir jetzt vortrefflich über die Doppeldeutigkeit einiger Fußball-Sprüche scherzen. Ich sage nur: “einen Treffer landen”, “nahm die Hand zur Hilfe”, “kommt über die Außen”, “das Ding endlich reinmachen”, oder “was für ein Hammer”, von irgendwelchen “Grätschen” oder gar “Schweinsteigern” ganz zu schweigen. Aber viel spannender ist für mich die Frage: Kann das stimmen? Selbst wenn wir davon ausgehen, dass es Bürger gibt, die nicht vom kollektiven Ballrausch erfasst wurden – können das so viele sein? Und können das so viele sein, dass der anzunehmende Anteil der Fremdgänger unter ihnen sich auf EIN VIERTEL DER GESAMTBEVÖLKERUNG beläuft? Wenn wie heute für die Fan-Meilen-Party eine halbe Million Menschen ihr Kommen ankündigt, kämen dann 125.000 in Wahrheit ganz woanders. Ich denke: nein. Unmöglich.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Zahlen vom Betreiber eines Seitensprung-Portals lanciert wurden. Und der hat natürlich nur seine eigenen Webseiten-Besucher befragt. Was macht wohl der Besucher eines Seitensprung-Portals gern die meiste Zeit? Genau: Fremdgehen. Hört er damit auf, wenn er während der WM das Seitensprung-Portal besucht? Nein. Also: Humbug. Genau so gut hätte der Betreiber einer Kopfschmerz-Seite während der WM 2014 mal 1000 Besucher seiner Webseite fragen können, ob sie während der WM Kopfweh haben, um dann die Zeile rauszuhauen: “Über 90 Prozent der Deutschen verursacht die WM Kopfschmerzen.”

Ja, einige Frauen sind hypersexuell, aber bevor Sie “Hyper, Hyper!” brüllen, lesen Sie erst das hier!

Diese Studie klingt erst einmal nach einer guten Nachricht: Etwa 3 Prozent aller deutschen Frauen sind einer aktuellen Studie zufolge hypersexuell. Das heißt: Sie denken eigentlich permanent an Sex, beschäftigen sich mit Sex, nutzen Sex, um sich selbst bei Frust zu trösten, und lesen wahrscheinlich diesen Satz vor allem deshalb, weil nun schon zum vierten Mal das Wort Sex darin vorkommt. Anders gesagt: Diese Frauen ticken so wie viele Männer.

Wow, werden Sie denken, die verstehen mich! Und: 3 Prozent, das ist doch schon ordentlich. Das sind mehr als pro Jahr einen schönheitschirurgischen Eingriff vornehmen lassen (2,9 %), und deutlich mehr Frauen, als solche, die Online-Games daddeln (2,7 %). Es sind auch nur knapp weniger Frauen als im Jahr 2013 mehrmals in der Woche ein Fitness- bzw. Kraftstudio besuchten (3,2 %). Bei geschätzt zirka 6 Millionen ledigen Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren in Deutschland wären das etwa 180.000. Also: Eine ganze Menge. Jetzt fragen Sie mich zu Recht: Wo kann man diese Mädels treffen und sich mit ihnen austauschen? Wo sind die?

Nun, das ist die schlechte Nachricht: Die sind zuhause und wollen niemanden treffen. Die Forscher entdeckten in ihrer Studie nämlich außerdem, dass hypersexuelle Frauen entgegen früheren Annahmen nicht sexuell hyperaktiv im Sinne etwa von nymphomanischer Vielmännerei sind. Sie rennen nicht im Bikini auf der Suche nach Sexpartnern mit einem Lasso und einer Tube Gleitcreme durch die City. Sie agieren nicht offen aktiv und interpersonell, sondern passiv ihre Lust aus. Sprich: Sie sitzen eher allein zuhause und schauen Pornos im Internet, legen dabei öfter mal selbst Hand an. Tja, schade. Aber irgendwie bleibt es dabei: Diese Frauen ticken ein wenig wie Kerle, oder?

Gehalts-Sex: Steigt bei der Frau der Gehalts-Scheck, steigt für Männer im Bett der Sex-Gehalt

Sie kennen doch sicherlich die Debatte um die Frage, warum Frauen nicht genau so gut bezahlt werden wie Männer? Da kommt jetzt ein ganz neuer Schwung hinein. Einer US-Umfrage zufolge haben nämlich Männer, deren Frauen mehr verdienen als sie selbst, den besseren Sex. Von den Männern, die mit gleich gut oder besser verdienenden Frauen verheiratet waren, nannten 56 Prozent ihr Sex-Leben “sehr gut”. Das sagten nur 43 Prozent der Männer, deren Frauen weniger verdienten.

Was für eine Ansage! Ist ja auch irgendwie logisch: Eine Frau, die besser verdient, ist zufriedener, fühlt sich von ihrer beruflichen Tätigkeit eher ausgefüllt und ihrem Partner nicht unterlegen. Und es gibt wohl kaum Männer, die Top-Verdienerinnen wie Angelina Jolie, Shakira oder Scarlett Johansson von der Bettkante stoßen würden. Nur finde ich die Studie trotzdem seltsam. Sie klingt so, als müssten vor allem die Männer davon überzeugt werden, dass ihre Frauen mehr verdienen sollten. Aber: Männer zahlen ihren Frauen meist kein Gehalt. Und Arbeitgebern ist es in der Regel herzlich egal, wie gut der Sex ihrer Mitarbeiter ist. Trifft also niemanden so wirklich.

Was ist aus der Studie zu machen? Sollen sich alle Männer, deren Frauen schlechter verdienen, bei denen beklagen, dass sie nicht nur zu wenig Geld nach Hause bringen, sondern auch im Bett eine miese Performance abliefern? Quatsch. Und überhaupt: Bei wem hängt denn die Qualität des Liebesspiels wirklich davon ab, wie viel Geld er auf dem Konto hat? Wer genauer hinsieht, erkennt: Es geht bei dieser Studie gar nicht um die Frauen. Es sind die Männer, die sich einfach besser fühlen, wenn sie nicht so viel Stress haben. Weil sie entspannter sind, läuft es auch besser im Bett. Dieser Aspekt wird leider viel zu selten beleuchtet: Auch Männer sind bei der Verteilung von Arbeit und Gehalt in einer Zwangssituation, die ihnen nicht gut tut. Wahrscheinlich ist, dass auch die mehr verdienenden Frauen durch mehr Stress weniger Spaß haben. Die Frage ist doch, wer wirklich den Tauschhandel einginge , wenn der Chef offen sagt: “Okay, Sie bekommen mehr Verantwortung und mehr Geld – aber das bedeutet auch weniger Zeit, mehr Stress -und wesentlich schlechteren Sex.” Ich bezweifle, dass alle Frauen, die sich über zu wenig Gehalt beschweren, laut “Ja!” schreien würden.

 

Bloß keine Schmalspur-Anmache! Kontaktfreudige Frauen treten Ihnen mit breiter Hüfte entgegen

Ich sag’s mal wie es ist, und ich habe es mir nicht ausgedacht: Wenn Sie auf der Suche nach sexuellem Vergnügen sind, vergessen Sie allzu dünne Frauen. Nicht, weil die zu zerbrechlich oder zu müde sind oder immer Salat essen müssen – sondern weil die Wissenschaft das sagt. Im Fachblatt Archives of Sexual Behavior steht es: Frauen mit breiteren Hüften haben laut einer Studie häufiger One-Night-Stands. Die Forscher lehnen sich sogar noch weiter aus dem Schlafzimmerfenster: Sie sagen, diese Frauen stehen Bettgeschichten insgesamt aufgeschlossener gegenüber.

Stopp! Das heißt nicht, dass alle dünne Frauen keinen Sex mögen. Und vor allem heißt es nicht, dass alle Frauen mit breiten Hüften immer Sex wollen. Es heißt nur, dass die breiter gebauten Frauen statistisch gesehen eher dazu bereit sind, sich auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen als ihre dünneren Freundinnen. Sie müssen sie also vorher immer noch fragen. Als Vorgehensweise empfehle ich dafür ausdrücklich nicht die Frage: “Hey, du hast aber breite Hüften. Du bist doch bestimmt eher dazu bereit, dich auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen als deine dünne Freundin, oder?” Auch Formulierungen wie “dicke Mädchen” oder “gebärfreudige Hüften” sollten Sie meiden.

Obwohl: Die Gebärfreudigkeit der Hüfte spielt in dieser Studie tatsächlich eine große Rolle. Die Wissenschaftler vermuten, dass die befürchteten Beschwernisse einer möglichen Geburt bei allen Frauen unterbewusst eine Rolle spielen, wenn es um Partnerwahl und den Entschluss zum Körperkontakt geht. Frauen mit schmalen Hüften schreckten, so die Forscher, davor tendenziell eher zurück, weil die angenommene Belastung und mögliche Gefahren durch eine Geburt bei ihnen größer sind. Sie finden es verrückt, dass diese Instinkte auch im Zeitalter der Pille noch so eine große Rolle spielen? Mag sein. Aber wer das merkwürdig findet, sollte auch den kompletten Rest der Sex-Mechanik in Frage stellen. Nicht vergessen: Wir Männer sind es, die mehr Bier kaufen, wenn es von Frauen in Bikinis beworben wird – wohlgemerkt von dünnen Frauen in Bikinis.

Frauen sind im Bett unersättlicher als Männer, und hier geht es nicht nur ums Frühstücken

Wenn ich sage “Frauen sind im Bett unersättlicher als Männer”, denken Sie: Der redet von Pralinen. Tue ich aber nicht. Frauen sehnen das Ende einer Sex-Pause in einer Beziehung mehr herbei als Männer. Das behauptet jedenfalls ein Single-Portal aufgrund einer Umfrage. Da steht:

“Frauen scheinen laut der Ergebnisse ungeduldiger als Männer, wenn es darum geht, eine sexabstinente Phase zu durchleben. Nur 23% der Frauen gaben an, dem Partner so viel Zeit wie er braucht einzuräumen. Unter den Männern waren immerhin 33% bereit, ihrer Partnerin diese Freiheit einzuräumen.”

Da könnte Mann jetzt aufjodeln und sagen: “Ich wusste es, sie will es doch auch! Sogar dringender als ich!” Aber bevor Sie jubeln, sollten Sie ein paar Dinge bedenken: 1. Männer sind per se mehr an “Sex-Pausen” gewöhnt. Da Männer (laut feministischer Theorie zumindest) immer Sex wollen, ist logischerweise für sie jeder Moment, den sie keinen Sex haben, eine Pause. Korrekt? Insofern sind die Jungs einfach aufgrund ihres Alltags Leiden gewohnt und zu mehr Zugeständnissen bereit. 2. Es geht hier gar nicht um Sex, sondern um Macht. Es geht darum, dem anderen Freiheiten einzuräumen, die er sich erbittet. Darauf reagieren Frauen bei Männern per se allergisch. Zumal es hier um ein absolut unverzichtbares Machtinstrument der Frau geht: Die Kontrolle über die partnerschaftliche Sexualität. Denn sie bestimmt, ob und wann – nicht er. Darum freuen Sie sich nicht zu früh: Sobald der Mann die Sex-Pause beendet, hebt das zwar ihre Stimmung, aber nicht die Verkehrsfrequenz. Den Verkehr regelt ab sofort wieder – sie.

Last but not least bitte ich Sie drittens: Schauen Sie genau hin. Es wurden Singles befragt. Die Leute, die hier sprechen, sind Hungernde, die auf die Frage antworten, ob sie sich vorstellen können, je wieder mit dem Essen aufzuhören, wenn man ihnen Pralinen gibt. Das können und dürfen wir nicht für voll nehmen, bei niemandem und in keiner Hinsicht. Da treibt die Phantasie wilde Blüten. Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass ein Drittel aller Single-Männer angesichts der Vorstellung einer Sex-Pause in einer zukünftigen Beziehung ehrlich so locker wäre? Das sind rein taktische Antworten. Die stecken gerade in der längsten Sex-Pause ihres Lebens, die würden alles sagen, um eine Frau zu bekommen! Ach ja: Wenn Sie gerade kein Single sind, aber das Gefühl haben, es könnte mehr laufen im Bett – übernehmen Sie die Kontrolle. Schlagen Sie doch einfach mal eine 2-monatige Pause vor. Mal sehen, wie wild sie das macht.

Vorspielen als Vorspiel: Wenn er denkt, dass sie kommt, dann kommt sie, weil er’s denkt

Welches sind die Fragen, die den Mann nachts wach liegen lassen? Ich meine, neben der aktuellen weltpolitischen Lage, dem Masterplan für den kommenden harten Arbeitstag und der Frage, ob er doch noch einmal kurz aufs Klo gehen soll. Es sind natürlich die ganz großen Themen, die da im Kopfe des Mannes aufploppen: Wie setzen wir eine Frauenquote auch im mittleren Management durch? Wie verbessern wir das Angebot an flexiblen Teilzeit-Jobs und die Kinderbetreuung auch und gerade in ländlichen Gegenden? Ist noch genug Bier im Kühlschrank? Und natürlich die Frage: War der Orgasmus der Frau, die nach dem Sex nun neben ihm schnarcht, wirklich echt?

Ganz ohne die alte und längst überholte “Einem-echten-Mann-ist-sowas-total-egal”-Nummer aus dem Hut zaubern zu wollen, möchte ich behaupten: Letztere Frage muss den Mann nicht mehr beschäftigen. Denn zum einen sollte das im 21. Jahrhundert einzig und allein Sache der emanzipierten und aufgeklärten Frau sein, ob sie ihrem Mann aus welchen Gründen auch immer etwas vorspielt – oder ob sie lieber mit ihm darüber redet, was er anders machen könnte. Zum anderen zeigt jetzt eine Studie, dass Frauen unter anderem deswegen falsche Orgasmen fabrizieren, um sich in Richtung eines echten zu manövrieren. Sie haben richtig gelesen: Einige Frauen täuschen Orgasmen vor, weil es ihnen anschließend leichter fällt, wirklich zu kommen. Das Vorspielen als Vorspiel, sozusagen. Wahrscheinlich erregt es die Frauen unbändig, dass es den Mann erregt, sie so erregt zu sehen. Wie auch immer: Kein Grund für den Mann, sich als Versager zu fühlen, sondern eine legitime Technik. Solange es der Wahrheitsfindung dient, bitte.

Damit ist es dann aber auch genug mit dem Thema. Es reicht jetzt. Immer diese Diskurs-Blähungen über Körperfunktionen – zumal auch noch vorgetäuschte. Jaja, die Liebe ist ein Kommen und Gehen. Na und? Ich bin doch nicht Carrie Bradshaw, und das hier ist nicht “Sex & the City”! Ich fände es zur Abwechslung ganz erfrischend, wenn da mal etwas Neues käme. Wenn zum Beispiel mal jemand einen Orgasmus verschweigt. Kein “Oh-Gott-jaaah!”, nichts stöhnen oder herausschreien, ob nun echt oder gespielt, sondern einfach mal die Klappe halten. Heimlich einstecken und mitnehmen. Ganz nach dem alten Männer-Motto: Der Gentleman genießt und schweigt.

 

Frauen finden Fremdgehen ihres Mannes gar nicht so schlimm, außer die andere will nur reden

Wobei erwischen Sie Ihre Angebetete lieber: a) im innigen Gespräch mit Brad Pitt über intimste Dinge oder b) sprachlos bei intimsten Dingen mit Pit im Bett? Ist schon klar: Das Sex-Ding ist schlimmer. Für uns Männer jedenfalls. Bei Frauen soll ja angeblich die emotionale Kiste mehr wehtun: Einer Studie der University of Kansas zufolge sind Männer grundsätzlich eifersüchtiger, wenn ihre Partnerin mit einem anderen Mann Sex hat, während Frauen viel empfindlicher darauf reagieren, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Mann sich emotional zu sehr auf eine andere einlässt. Die Forscher erklären das mit dem alten Kindchen-Muster: Männer müssen mehr fürchten, das Kind eines anderen untergejubelt zu bekommen und sind deswegen da sehr wachsam – und die größte Sorge der Frauen ist es, dass der Vater ihrer Kinder sie wegen einer anderen verlässt, und sie mit den Kleinen allein da sitzen.

Nun frage ich mich: Wer hat denn heutzutage noch in erster Linie Sex, um Nachwuchs zu zeugen? Welcher Mann denkt denn wirklich im allerersten Moment, nachdem er seine Frau mit dem Nachbarn auf dem Küchentisch erwischt hat: “Verdammt, die Schweine wollen mir ein Kind unterjubeln!” ? Zumal, wenn er sie beim Blow-Job erwischt? Oder umgekehrt: Welche eifersüchtige Frau gibt sich denn gelassen und verzeihend, wenn ihr Mann zu ihr sagt: “Ich treffe mich wieder mit Susanne – aber es ist wirklich nur Sex, versprochen! Wir reden auch kaum, sie stöhnt und ächzt ja die meiste Zeit eh nur.” Der Studie zufolge sagten vier Fünftel der Frauen, sie wäre eher eifersüchtig, wenn ihr Mann sich in eine andere Frau verliebt, als wenn er mit dieser Frau andere Sex-Positionen ausprobiert. Nee, klar. Genau das sagt sie dann auch, wenn sie ihn in flagranti mit der Babysitterin bei der Budapester Beinschere erwischt: “Ach! Na, so ein Glück! Ich dachte schon, du wärst verliebt.” Also ehrlich, wer soll das glauben?

Wenn es diesen Unterschied tatsächlich geben sollte, dann reagieren Männer doch wohl vor allem darum mehr aufs körperliche Fremdgehen, weil Sex für sie immer noch sehr viel wichtiger ist als für viele Frauen. Und weil sie nicht verstehen, warum die Frau einen anderen bereitwillig ranlässt, sie selbst aber höchstens einmal im Monat. Frauen dagegen reagieren auf den emotionalen Betrug viel mehr, weil ihnen Sex oft weniger wichtig ist. – und weil sie es vielleicht nicht fassen können, dass er mit der anderen stundenlang redet, während er zuhause nie den Mund aufkriegt. Ganz nebenbei: Ich kenne nicht eine einzige Frau, die mit Brad Pitt die ganze Nacht nur reden will.

Frauen reagieren nicht auf sexy Reklame? Aber nur, weil sie die Model-Typen nicht anfassen können

Kann das Bild einer spärlich bekleideten Frau Sie dazu verleiten, ein Produkt zu konsumieren? Kann es Sie zum Beispiel dazu bringen, im Internet auf den Link zu einem Artikel zu klicken? Natürlich kann es das, sonst wären Sie ja nicht hier! Ha! Es ist kein Geheimnis, dass Männer durch nackte Frauenhaut zum Konsum motiviert werden – sämtliche Bikini-Babes in jeder Bier-Reklame sind Zeuginnen! Kurz heißt es: Sex sells! Langversion: Die Bilder von den Nackerten aktivieren beim visuell gesteuerten Mann das Belohnungssystem im Gehirn. Diesen Reiz versucht er dann zu befriedigen, unter Umständen durch Konsum des beworbenen Produkts. Ebenso klar war bisher, dass das gleiche bei Frauen nicht funktioniert: Nackte Männerhaut verkauft keine Frauen-Produkte, Frauen werden durch erotische Kerle-Fotos eher nicht zum Konsum animiert.

Belgische Wissenschaftler haben nun gezeigt, dass das nicht an der mangelnden Verknüpfung vom weiblichen Belohnungssystem mit dem Thema Sex liegt. Die Sache funktioniert nur nicht visuell, also über Fotos und Filme. Frauen reagieren sexuell auf andere Dinge, etwa auf haptische Reize. Die Forscher bewiesen: Wenn ihre Probandinnen zuvor edle Männerunterwäsche wie etwa Boxer-Shorts betastet hatten, veränderte das sehr wohl ihre Konsum- und Finanzentscheidungen. Wenn Ihre Liebste sich also das nächste Mal über die Busen-Babes in der Bierwerbung lustig macht, reiben Sie ihr diese Ergebnisse unter die Nase und sagen: „Du bist selbst keinen Deut besser – es gibt halt nur noch kein Fühl-Fernsehen!“

Tja, nun. Wahrscheinlich wollen Sie Ihrer Liebsten ja überhaupt nichts verkaufen, hätten aber trotzdem nichts dagegen, wenn sie mal wieder an ihrer Unterwäsche fühlt. Auch dann können Sie aus dieser Geschichte etwas lernen: Wenn Sie als Verführer auftreten wollen, tanzen Sie nicht nackig vor ihr herum und wackeln animierend mit dem Rüssel, sondern setzen eher auf Duftöl, Chill-out-CD, Kerzenschein und Massagetechnik. Das ist die beste Werbung, die Sie für sich und Ihre Boxer-Shorts machen können!

Warum Männer und Frauen nie gute Freunde sein können, sondern bestenfalls mittelmäßige Freunde

Was unterscheidet eine Männerfreundschaft von einer Frauenfreundschaft? Kurz gesagt: Die Anzahl der gesprochenen Worte. Die neue Jacobs-Studie zeigt mal wieder, dass Männer besser miteinander schweigen können als Frauen. Oder können Sie sich vorstellen, dass Männer über ihre Kumpels Dinge sagen wie: “Wir sprechen sehr offen über das, was uns bedrückt” oder “Wenn wir zusammen sind, wird viel und ausgiebig geredet”? Hehehe, nein, die treffen erwartungsgemäß laut Studie auch eher auf Frauenfreundschaften zu. Männer sagen eher: “Wir können auch lange zusammen sein, ohne dass viel geredet werden muss” oder “Wir machen schon mal einen drauf, schlagen über die Stränge”. Männer treiben der Befragung zufolge auch eher zusammen Sport oder haben ein gemeinsames Hobby.

Da sind wir schnell wieder bei der These von Harry aus “Harry & Sally”, dass ein Mann und eine Frau grundsätzlich nicht miteinander befreundet sein können. Der gute alte Harry bezog sich natürlich darauf, dass ein Mann bei einer Frau immer darüber nachdenkt, mit ihr Sex zu haben. Aber diese Zahlen zeigen, dass die These auch anders zu belegen ist. Denn wenn der Mann mit der Frau a) nicht um die Häuser ziehen kann, b) nicht mit ihr an seinem Motorrad herumschrauben kann und sie c) auch keinen Sport zusammen treiben können, ist die Frau als Kumpel komplett unbrauchbar – Sex hin oder her. Zumal wenn sie die ganze Zeit über ihre Gefühle quatschen muss. Wie soll bei dem Emo-Geschwätz einer in Ruhe ‘nen Motor aufschrauben? Oder die schwarze Acht im Eckloch platzieren?

Interessant ist auch, dass Frauen einen Satz über ihre Freundinnen zu 50 Prozent mehr unterschreiben können als Männer über ihre Kumpel, und zwar diesen: “Meine beste Freundin kann mich in manchen Dingen viel besser verstehen als mein Partner.” Frauen fühlen sich von ihren Freundinnen also häufig besser verstanden als von einem Mann. Wenn Männer Frauen nicht verstehen können, und wenn genau dieses Verstehen in einer Freundschaft für eine Frau von existenzieller Bedeutung ist – dann ist doch eine Freundschaft zwischen Mann und Frau per se Unfug. Das heißt für Sie: Wenn eine Frau Ihnen vorschlägt, man könne doch “einfach Freunde bleiben”, dann lügt sie nur, um irgendwie aus der Nummer herauszukommen. Und wenn Sie zu einer Frau sagen, Sie wären gerne mit ihr “befreundet”, dann weiß sie, dass Sie definitiv Hintergedanken haben!

Hunger vor Liebe: Frauen lassen sich auf mehr Diäten ein als auf Männer

Frauen machen zu viele Diäten. Das wissen wir, und das allein ist schon nervig genug. Vor allem, weil wir Männer diese Kalorienzählerei und Jeden-Tag-Kohlsuppe-Manie so oft mitmachen müssen. Aber jetzt stellen neue Zahlen dieses Phänomen in einen völlig anderen Zusammenhang. Der Umfrage eines britischen Nahrungsergänzungsmittel-Herstellers zufolge haben Frauen nur halb so viele Sexpartner wie sie Diäten hinter sich bringen. Im Durchschnitt, so die Ergebnisse, geht eine Frau in ihrem Leben mit 8 Männern ins Bett (nacheinander, Anm. d. Red.), kämpft sich aber durch 16 Diäten.

Wow. Das nenne ich mal einen neuen Weltrekord im Äpfel-mit-Birnen-Vergleichen. Ich meine, was kommt als nächstes? Frauen gehen öfter ins Bad als sie Schokolade essen? Ein Mann trinkt in seinem Leben mehr Liter Bier als er Blind Dates hat? Und wie messe ich ein Blind Date in Litern? Das hängt wahrscheinlich stark davon ab, wie viele Diäten meine Blind-Date-Partnerin schon hinter sich hat – bzw. wie erfolgreich diese waren.

Überhaupt: Was soll diese Umfrage den Frauen sagen? Hüpft mal lieber mit mehr Männern ins Bett, um eure Hunger-Hüpf-Ratio zu verbessern? Sex macht schlanker als Diät? Wer öfter hungert, ist weniger geil? Oder: isst weniger geil? Natürlich ließe sich auch eine andere Botschaft daraus lesen. Denn: Welche Frau macht öfter Diät? Genau: Eine, die öfter bei der vorherigen Diät gescheitert ist. Und welche Frau hat weniger Sex-Partner: eine, die erfolgreich Diät gehalten hat oder eine, die eher weniger erfolgreich …? Ich will das hier gar nicht weiter auswalzen. Ich will aber sagen, dass in dieser Statistik ein wichtiger Punkt fehlt: Der Kohlsuppen-K.O.-Quotient. Wenn es schon um Hungern und Partnerschaft geht, ist doch neben der Frage, wie viele Diäten eine Frau gemacht hat, vor allem eines interessant: Wie oft ist einer Frau wegen ihrer ganzen Diäten schon der genervte Mann weggerannt?  Ich sage immer: Lieber eine Frau mit 10 Pfund mehr als eine mit 10 Diäten im Jahr. Denn diese ganzen Essperimente machen Männer wahnsinnig. Da entpuppt sich die Trennkost schlussendlich ganz oft im Wortsinn als Trenn-Kost.