Eine interessante Studie kommt da von der University of Guelph (ja, diese Stadt gibt es – in Ontario, Canada): Demnach gehen Männer, die Angst haben, ihre Partnerin im Bett nicht zufrieden zu stellen, mit größerer Wahrscheinlichkeit fremd als Männer mit mehr Selbstvertrauen. Das Fremdgehen ermöglicht es ihnen der Studienleiterin zufolge, sich herauszuwinden: Wenn es beim Sex nicht gut läuft, müssen sie die fremde Frau ja nicht wiedersehen…
Über Frauen heißt es in der Studie, sie wagten vor allem dann den Seitensprung, wenn sie mit ihrer eigenen Partnerschaft unzufrieden seien – solche Frauen gehen angeblich mehr als doppelt so oft fremd wie zufriedene Frauen.
Hmm.
Schauen wir uns das noch einmal an. Also, wer geht laut Studie nochmal am ehesten fremd?
1. Unzufriedene Frauen.
2. Männer, die Angst haben, ihre Frauen seien mit ihnen (sexuell) unzufrieden.
Sehe ich doppelt – oder passen diese Dinge irgendwie zusammen?
Ich glaube, dass bei der Studie ein wichtiger Aspekt vernachlässigt wurde. Nämlich die Frage, warum Männer Angst haben, ihre Frau nicht befriedigen zu können. Vielleicht bekommen sie einfach nicht das notwendige Feedback – positiv wie negativ. Vielleicht suchen sie fremde Frauen auf, weil sie sich dieses Feedback dort erhoffen. Vielleicht hätten die unzufriedenen Frauen den ängstlichen Männern beizeiten mal sagen sollen, dass sie unzufrieden sind, und wie es denn besser wäre. Und wenn es denn besser war, hätten sie ihnen das auch sagen – ach was: es laut herausschreien können. Dann wäre vielleicht das ganze Studienergebnis anders ausgefallen.

Auf diesen Seiten bloggt Jens Clasen, Chefautor von Men's Health, über Männer-