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Tag: sexuell

Männer erliegen öfter der Versuchung als Frauen. Nicht weil sie schwächer sind, sondern weil etwas in ihnen stärker ist

Sie sind mit einer tollen Frau zusammen. Sie sind ein gemachter Mann, glücklich und zufrieden. Sie gehen allein in eine Bar. An der Theke steht der Körper von Jessica Alba mit dem Kopf von Scarlett Johansson in einer Jeans vom anderen Stern. Die Superfrau schaut Ihnen über den Rand ihres Prosecco-Glases hinweg durch die Augen direkt in die verdorbenste Ecke Ihres Gehirns und fragt: “Na, gehen wir in mein Bett? Oder auf meinen Tisch?” Ich biete Ihnen jetzt keine Wette um 1000 Euro an, dass Sie wenigstens eine Sekunde darüber nachdenken – weil ich weiß, dass Sie wegen der Kohle lügen würden. Und das ist nicht schlimm. Denn welcher Mann kennt ihn nicht, diesen kleinen, aber starken, manchmal unwiderstehlichen Drang, sich gegen alle Vernunft und gegen den eigenen Willen mit einer schönen, eklatant gut gebauten Frau einzulassen – egal, was die andere, die eigene Frau dazu sagt?

Nicht nur ich verstehe das – jetzt versteht es auch die Wissenschaft.

Männer sind Opfer. Nicht der Porno-Industrie, nicht ihrer Triebe und nicht ihres Mangels an Respekt. Sondern ihrer Impulse. Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass Männer genau die gleichen mentalen Kräfte freisetzen und investieren wie Frauen, wenn es gilt, der sexuellen Versuchung zu widerstehen. Männer wollen treu sein. Sie haben genau so ein Gewissen, denken genau so rational über mögliche Konsequenzen eines Fehltritts nach und sie leisten die gleiche innere Überzeugungsarbeit, um nicht vom rechten Pfad abzukommen. Aber sie sind oft chancenlos. Sie sind nicht schwächer, sondern etwas in ihnen ist stärker. Die Impulse, die in ihnen wüten und sie dazu treiben, das Falsche zu tun, sind laut dieser Studie einfach um ein Vielfaches stärker als bei Frauen. In Männern lauert eine Stimme, die eindringlich flüstert: “Geh’ mit ihr mit, zeig’ es ihr, denk’ nicht nach, tu’ es einfach, gib’s ihr, los!” Und diese Stimme hat starke Arme und eine Angel mit vielen Haken, die sich in unser Fleisch bohren und an uns zerren, uns zu der Frau hin schleifen und mit ihr hinaus, wie eine Marionette der Fleischeslust. Es tut geradezu körperlich weh, diese unglaubliche Wahnsinnsfrau nicht anzufassen, sie nicht hochzuheben und sie nicht aufs Bett zu werfen und sich selbst hinterher. Ähem, tja. Das meinen die mit Impulsen.

So, prima, jetzt wissen Sie, was da abgeht. Und wenn  Sie nun also in die Situation mit der Frau an der Bar kommen, ist ja wohl klar, was Sie tun, oder? Machen Sie’s wie ich.  Hängen Sie das “Angeln-verboten!”-Schild raus und sagen zu der Tante: “Hey, du Monster, was fällt dir ein? Gib sofort den Kopf von Scarlett Johansson zurück! Und dann ab nach Hause, auf den anderen Stern!”

Nackt-Bilder machen Männer zu geifernden Sex-Monstern, nur komisch, dass sie es nicht bemerkt haben

Sind Sie frauenbezogen mehr so der Draufgänger oder eher der zurückhaltende Typ? Eher konservative Männer neigen angeblich grundsätzlich nicht dazu, sich spontan in irgendwelche erotischen Abenteuer zu stürzen, insbesondere, wenn sie auch noch verheiratet sind. Das ändert sich aber rapide, wenn sie offensiv mit dem Thema Sex konfrontiert werden, wie US-Forscher jetzt in einem Experiment herausfanden. Sie filterten durch einen Test die prüden Männer aus einer Gruppe von Befragten und setzten sie während einer Bildschirmaufgabe für jeweils nur wenige Millisekunden erotischen Fotos aus. Nach dem unbewussten Betrachten dieser Fotos waren die Männer sexuellen Abenteuern gegenüber plötzlich viel aufgeschlossener. Das kann nun vieles bedeuten.

Zunächst einmal könnte es erklären, warum in Strip-Clubs und Lap-Dance-Etablissements nach einigen Drinks und ein paar Tänzchen besonders die sonst eher zugeknöpften Kandidaten abgehen wie die Dragonerzäpfchen. Es legt auch nahe, dass Frauen, die sich an einen schwerreichen, konservativen Anzugträger heranschmeißen wollen, am besten erst einmal ein paar Bildschirmaufgaben mit ihm lösen (so ist wahrscheinlich das Phänomen des Webcam-Girls entstanden). Es zeigt auch, dass es absolut vorhersehbar war, dass Rainer Brüderle beim Anblick eines “gut gefüllten” Dirndl-Dekolletés an nichts anderes mehr würde denken können als an… genau das. Der arme Mann ist schließlich so konservativ und verklemmt, dass er noch nicht einmal das Wort “Geschlechtsverkehr” aussprechen kann. Es klingt bei ihm nachweislich wie “Gschleschdsvageer”.

Zuallervorderst aber zeigen diese Studienergebnisse eines: Nackt-Fotos sind gefährlich. Sie verwandeln sogar die harmlosesten Buchhalter-Typen in fleischfressende Sex-Maniacs. Denn wir können uns ja nie beherrschen. Kaum blitzt irgendwo nackte Haut auf, sind alle umstehenden Männer in Gefahr, eine akute Lustattacke zu erleiden und sie müssen, sie MÜSSEN das ausleben. Das sehen wir ja ständig: An jedem Kiosk, der diese busenblitzenden Sex-Heftchen im Schaufenster hat, in jeder Bahnhofsbuchhandlung und vor jedem Sex-Shop bilden sich Ansammlungen von sabbernden, zuckenden und blank ziehenden Anzugträgern. Männer können gar nicht anders, als auf Fotos von nackten Frauen mit heftigsten Wallungen und Ergüssen zu reagieren. Die Straßen sind voll von diesen sexgeilen Sabber-Zombies, es werden immer mehr, sie türmen sich zu geifernden, wild um sich erigierenden, ihre Zähne in weibliches Fleisch schlagen wollenden Massenmonstern, die die Weltherrschaft anstreben.

Nee, mal echt jetzt: Was denken die eigentlich von uns?

Frauen mit vielen Männern haben keine Freundinnen, Männer mit vielen Frauen schon

Es soll ja Menschen geben, die sagen, eine Frau mit vielen wechselnden Sex-Partnern wäre schlechter Umgang. Ich würde so etwas nie sagen. Aber soll ich Ihnen sagen, wer so etwas behauptet? Also gut: Andere Frauen mit vielen wechselnden Sex-Partnern sagen, eine Frau mit vielen wechselnden Sex-Partnern wäre schlechter Umgang, zumindest einer US-Studie zufolge. Bei der Befragung durch Psychologen des Cornell College hielten Frauen andere Frauen, die sich durch besondere Promiskuität und häufig wechselnde Sex-Partner auszeichneten, allgemein für zweifelhafte Charaktere und wollten nicht mit ihnen befreundet sein. Bei Männern gab es keine allgemeine Ablehnung oder Anerkennung für sexuell sehr aktive Geschlechtsgenossen.

Das ist doch bemerkenswert: Frauen verachten Frauen dafür, dass sie sich genau so verhalten wie sie selbst. Wo bleibt denn da die Solidarität? Die Studienleiterin wundert sich denn auch sehr, dass die Frauen mit dem großen Männerverschleiß einander nicht leiden können, wo sie doch sicherlich eine Menge Verständnis füreinander hätten und über alles reden könnten. Diese armen Frauen seien nun schließlich sozial völlig isoliert, klagt die Psychologin. Da frage ich mich: Warum? Sind die vielen Männer, mit denen sich diese Frauen offenbar umgeben, denn kein sozialer Umgang? Können die mit den vielen Männern nicht einfach auch mal reden? Haben diese Frauen denn immer nur Sex im Sinn?

Na egal, jedenfalls wissen Sie jetzt eines: Wenn Ihre extrem scharfe Neueroberung anscheinend überhaupt keine Freundinnen hat, sollten Sie sie vielleicht mal darauf ansprechen. Dann kann sie endlich mal mit jemandem über alles reden. Nein, Sie sollen nicht direkt danach fragen, wie viele Männer sie pro Jahr im Schnitt so verbraucht! Fragen Sie einfach, mit wem sie so abhängt, wenn Sie mal keine Zeit haben. Und wenn sie dann sagt, mit dem Tom, dem Jerome, dem Gino, dem Silvio, dem Andy, dem Lazlo, dem Vitali, dem Carsten, dem Jörn, dem Jürgen und, und, und – dann wissen Sie schon einiges, aber immer noch nicht alles.

Wer glaubt, dass alle Frauen mit ihm schlafen wollen, ist vielleicht einfach nur müde

Seitdem ich Vater bin, ziehen sich zwei Konstanten durch mein Leben:

1. meine chronische Unausgeschlafenheit

2. unzählige junge, schöne Frauen, die mir lüstern hinterher hecheln

Sie werden es kaum glauben, aber es ist so. Während ich mich müde und gähnend durch die Straßen schleppe, dabei immer bemüht, nicht auf meine herabhängenden Tränensäcke zu treten, treffen mich sekündlich diese Blicke. Die dralle Kellnerin in meinem Stammlokal, die mich unter ihrem blonden Pony hinweg mit ihren runden Discokugel-Augen anglitzert. Die Verkäuferin im Klamottenladen, die mir – ganz sicher! – mit einem Zucken ihres Pagenkopfes schon die Richtung zu den Umkleidekabinen weist und sich dabei über die Lippen leckt. Die Frau auf dem Fahrrad, die sich meinetwegen den Hals verrenkt und fast vom Sattel kippt. Die im kurzen Rock. Die in der engen Jeans. Die in Turnschuhen, die in Stiefeln, die in grün, blau, rot – ALLE! Alle gaffen mich an, starren mir hinterher, sabbern, geifern, lecken, alle haben die Antwort auf die Frage, was sie von mir wollen, auf den Lippen fest vorinstalliert: Das eine. Sie! Wollen! Alle! Nur! Das! Eine!

Ich wundere mich nur die ganze Zeit, warum keine von denen das auch mal sagt. Nie, nichts. Immer nur diese Blicke.

Jetzt weiß ich, warum keine mich anspricht: US-Psychologen haben gerade in einer Studie nachgewiesen, dass Männer sich bei Schlafmangel als sexuell wahnsinnig viel attraktiver einschätzen und Frauen ein viel zu großes sexuelles Interesse unterstellen. Sprich: Müde Männer denken, dass alle Frauen auf sie stehen und nur mit ihnen ins Bett wollen. Die Forscher sagen, unser Urteilsvermögen leidet durch die Müdigkeit extrem. Ich sage: Unsere Selbsterhaltungssysteme versuchen nur alles, um uns zu helfen. Unser Gehirn setzt alles daran, uns irgendwie ins Bett zu kriegen. Alle Gedanken kreisen nur darum. Und wenn wir dann einer schönen Kellnerin begegnen, nimmt das müde Gehirn die eben gleich mit ins Bett. Unser Gehirn will in dem Fall auch nur das eine: schlafen.

Sex macht schlank, aber nur, wenn Sie den längsten haben

Wie geht des Mannes liebste Diät? Richtig: Schön viel Sex haben, das verbrennt schließlich ordentlich Kalorien.  Alles Quatsch, sagt nun eine Studie an der University of Alabama. Ein Geschlechtsakt dauere schließlich im Durchschnitt gerade einmal 6 Minuten, dabei werden nur 21 Kalorien verbraucht. Das genügt nicht mal, um eine Praline wegzutrainieren.

Bevor Sie sich nun ärgern, dass eines der letzten sachlichen Argumente für Sex wegfällt – denken Sie erst einmal nach. Was sagt die Studie denn wirklich? Letztlich sagt die Studie doch nur, dass 6 Minuten Sex zu wenig sind, um abzunehmen. Entschuldigung, aber 6 Minuten Joggen, Radfahren oder anderer Sport sind dafür doch auch nicht genug! Bettsport macht eben auch nur schlank, wenn Sie den längsten haben – den längsten Sex! Quintessenz der Studie: Es braucht mehr Sex. Sagen Sie doch immer!

Rechnen Sie das Ihrer Liebsten mal vor: In einer Stunde kämen schon über 200 Kalorien unter den Hammer, eine ganze Nacht reicht, um den Tagesbedarf einer erwachsenen Frau zu verfeuern. Und ein nettes gemeinsames Wochenende in einem Hotelzimmer – das geht schon in Richtung Radikaldiät, selbst wenn Sie sich durch die komplette Karte des Zimmerservice futtern. Weitere Pluspunkte der Bett-Diät: Die beim Sex freigesetzten Hormone stärken Ihr Immunsystem. Plus: Sexuell aktive Frauen haben mehr Östrogen im Blut als sexabstinente – die Hormonzufuhr lässt sie besser aussehen, denn Östrogen sorgt für straffere Haut und schöneres Haar. Und last but not least sorgt Sex  für ein gutes Gefühl, nicht zuletzt wegen der Hormonwelle aus Serotonin, Dopamin und Oxytocin, die dabei ausgestoßen wird.

 

Schauen Sie, wohin Sie wollen, aber schauen Sie zuerst, ob sie dabei zuschaut!

Wo gucken Sie denn da gerade hin? Damit sollten Sie in diesen Zeiten vorsichtig sein! Denn zur Zeit untersucht offenbar alle Welt, wo Männer so hinschauen. Die Wissenschaft hat schon wieder den Eye-Tracker angeschmissen – dieses Mal an der britischen Lincoln University – und festgestellt, dass junge Männer sich beim Betrachten von Frauen besonders auf die Brust- und die Hüftregion konzentrieren. Sorry, Jungs. Dafür benötige ich keinen Tausende Euro teuren Eye-Tracker sondern nur den Besuch in einem gut gefüllten Club.

Egal, weiter. Diese beiden Körperregionen liefern dem Mann den Forschern zufolge entscheidende Informationen: Die Brüste zeigen angeblich das Stadium der sexuellen Reife, die Hüften sagen etwas über ihre Fähigkeit, ein Kind auszutragen. Da möchte ich behaupten, dass das nicht die ersten Gedanken sind, die sich Männer in einem Club so machen.

Egal, weiter. Die Forscher haben nun beim Eye-Tracken festgestellt, dass diejenigen Männer, die sich in einem Test zuvor als sexuell impulsiver und risikobereiter entpuppt hatten, eher die Brüste und Hüften von jungen Frauen um die 20 angeschaut haben als die von anderen Frauen. Sprich: Spitze Lumpis stehen eher auf jüngere Frauen. Aha. Für diese Erkenntnis hätte ich nun noch nicht einmal einen Club aufsuchen müssen. Aber die Forscher glauben  nun, sie könnten mit ihren Geräten die sexuellen Absichten von Männern vorhersagen. Wieder sorry, Jungs. Das ist in etwa das gleiche, als würde ich behaupten, ich könnte die geschmackliche Orientierung von Kindern vorhersagen, indem ich ihr Anspringen auf eine Schokoladen-Reklame analysiere.

Ich sage: Schauen Sie bei Frauen, wohin Sie wollen – aber am besten nur bei einer. Und wenn Sie bei anderen schauen, lassen Sie sich nicht von der einen dabei erwischen. Da hilft es schon ungemein, das Pfeifen und Johlen zu unterdrücken. Aber auch sonst empfiehlt sich eine gewisse Vorsicht – Frauen haben nämlich ihr ganz eigenes Eye-Tracking-System. Und wenn sie Ihren Blick an die falsche Stelle wandern sehen, werden sie oft auch ganz impulsiv – aber nicht sexuell…

Frauen finden Aussehen bei Männern nicht so wichtig, außer manchmal – und das jeden Monat

Mann, sehen Sie gut aus! Also, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Sie gut aussehen, sonst wären Sie ja nicht hier.

Und weil Sie gut aussehen, müssen Sie sich auch keine Gedanken machen, dass Ihre Angebetete Sie irgendwann mal sexuell nicht mehr so attraktiv findet. Ja, so etwas kann durchaus passieren. Besser gesagt: Wenn ein Mann nicht so toll aussieht, passiert ihm das jeden Monat. Plötzlich geht seine Liebste auf Distanz. Einfach so. Warum?

Eine Studie an der University of California in L. A. zeigte nun, dass Frauen immer während ihrer fruchtbaren Tage ihre Männer viel kritischer sehen, wenn die Kerle nicht so superattraktiv sind. Wenn eine Frau hingegen mit einem sexuell attraktiven Mann zusammen ist, fühlt sie sich in der fruchtbaren Zeit noch mehr zu diesem hingezogen. Das ist so ein bisschen wie mit dem Teufel und dem größten Haufen. Die Wissenschaft nennt so etwas den Matthäus-Effekt. Nein, das hat nichts mit dem Loddar zu tun, obwohl der auch schon einen Haufen Mist gemacht hat. Das kommt von dem Zitat aus dem Matthäusevangelium: „Denn wer da hat, dem wird gegeben…”

Na, jedenfalls können wir festhalten: Es lohnt sich, etwas für sein Äußeres zu tun. Wir sollten aber auch hinzufügen: Wenn Sie Kinder wollen. Denn darauf läuft die Sache mit der Fruchtbarkeit ja hinaus. Insofern stimmt für Männer der Spruch: Hässlichkeit ist die sicherste Verhütung. Insbesondere gepaart mit Nicht-Waschen, Motivsocken und Mundgeruch. Aber von mir haben Sie das nicht.

 

Kein Macho-Spruch, sondern Studienergebnis: Erregte Frauen ekeln sich weniger

Männer ekeln sich bekanntlich vor nichts, darum kann ich hier ja immer so offen sprechen. Aber diese Meldung sollten Sie erst einmal einen Moment sacken lassen, bevor Sie einen Kommentar dazu abgeben: Einer niederländischen Studie zufolge verspüren sexuell erregte Frauen deutlich weniger Ekel. Die Probandinnen hatten etwa im erregten Zustand weniger Probleme damit, aus einem Glas Saft zu trinken, in dem ein großes Insekt saß.

Nein, ich will jetzt keine Sprüche hören wie: “Hab ich doch immer gesagt!” Ich möchte nicht wissen, wie diese Studie die Art und Weise verändert, auf die wir das RTL-Dschungelcamp betrachten (“Ey, die isst die Kakerlake, ist die geil!”). Ich will jetzt auch nicht erfahren, an welches bizarre Ekel-Sex-Filmchen Sie das erinnert, das Sie kürzlich in einer finsteren Ecke des Internets gesehen haben.

Ich möchte vielmehr darauf hinweisen, dass hier die Erregung deutlich an erster Stelle steht. Es heißt eindeutig nicht, dass Frauen erregt werden durch Dinge, die sie eklig finden. (Sorry, Rocco!) Also gilt ausdrücklich weiterhin: Regelmäßig waschen, Zähne putzen, rasieren, Finger- und Zehennägel schneiden, geräuschvolle Körper-Entgasung vermeiden. Aber – die meisten wissen es sicherlich – auch das alles genügt nicht, um eine Frau zu erregen. Nein, auch besagtes Filmchen hilft jetzt nicht. Sie müssen sich ein bisschen anstrengen. Wie Sie eine Frau erregen, finden Sie in den Verführungstipps von Men’s Health hier, hier und hier. Ich gehe davon aus, dass Ihnen das auch ein wenig Spaß macht. Und was dann kommt, eklig, oder nicht, sowieso.

Und wenn der Spaß dann vorbei ist, können Sie sich anschließend der eher philosophischen Betrachtung der Frage zuwenden: Warum wollen wir beim Sex eigentlich unbedingt Dinge tun, die eklig sind? Ich sage: Weil wir es können. Darauf ein Glas Kakerlakensaft. Prost!

Studie: Frauen in Rot wollen eher Sex (denken Männer)

Wieder einmal behauptet eine Studie, dass Frauen in roter Kleidung auf Männer eine gesteigerte sexuelle Anziehungskraft ausüben. Laut der Untersuchung an der Université de Bretagne-Sud glauben Männer, Frauen, die rot gekleidet sind, seien eher auf Sex aus als anders gewandete Frauen. Die meisten Männer denken angeblich, dass eine Frau, die Rot trägt, es beim ersten Date eher auf Sex anlegt.

Aha.

Das denken “die Männer” also. Darum hier meine ausdrückliche Bitte an die Kickerinnen von Turbine Potsdam: Ziehen Sie nicht mehr Ihre roten Auswärtstrikots an – wer soll sich denn da auf das Fußballspiel konzentrieren?! Auch die Stewardessen der Cathay Pacific und der Austrian Airlines flehe ich an: Tragen Sie nicht mehr diese roten Uniformen! Wie soll man denn bei dieser geballten Erregung noch sein Tischchen herunterklappen können?! Last but not least: Liebe Angela Merkel. Bitte, bitte, bitte nicht mehr diese roten Blazer! Das müssen Sie uns versprechen! Es soll doch in erster Linie um Ihre Politik gehen, oder nicht?! ;-)

Tja. Spätestens jetzt ist wohl auch der Zeitpunkt gekommen, wo keine Frau mehr freiwillig beim ersten Date etwas Rotes anzieht. Alle, die es einfach mögen, wenn Frauen Rot tragen, mögen sich dafür bei den Studienmachern in der Bretagne bedanken.

Warum Frauen, die die Pille nehmen, im Bett oft unzufrieden sind

Beschwert sich Ihre Angebetete ab und zu, dass es bei Ihnen beiden im Bett nicht mehr funkt?

Keine Sorge, das liegt nicht nur an Ihnen. Es liegt daran, dass sie die Pille nimmt. Beziehungsweise genommen hat, als Sie beide sich kennenlernten.

Einer Studie der University of Stirling (Schottland) zufolge suchen sich Frauen, die hormonell verhüten, andere Männer aus als Frauen ohne tägliche Hormongabe – nämlich ruhige, häusliche, liebevolle Zeitgenossen, keine sexuell hyperaktiven Draufgänger. Die Untersuchung zeigt auch, dass diese Frauen in ihren Beziehungen häufig sexuell weniger zufrieden sind. Sie sind dafür aber mit anderen Aspekten der Partnerschaft umso glücklicher. Und siehe da: Die Beziehungen, die Frauen eingehen, während sie “auf Pille” sind, halten in der Regel auch länger als die der Pillenlosen.

Jetzt versuchen Sie aber nicht, sich aus der Affäre ziehen, indem Sie ihr sagen, sie sei selbst schuld, hätte sie halt damals nicht die Pille genommen. Das klingt ja wie: “Was suchst du dir auch unter Hormoneinfluss einen Lover aus? Du wolltest einen Langweiler, jetzt hast du ihn.” Nicht ratsam ist auch der Ausspruch: “Aber Schatz, warum beschwerst du dich? Ich habe dir das Bad renoviert und schaue mit dir alle Staffeln ‘Desperate Housewives’.” Dadurch werden Sie nicht gerade aufregender – und torpedieren sich nur selbst.

Sie wissen ja jetzt woran es liegt – und es liegt an Ihnen, ihr zu beweisen, dass Sie nur scheinbar ein Pantoffeln tragender Langweiler sind. Spielen Sie Ihre Trümpfe aus, bauen Sie auf das andere, nicht-sexuelle Glück in Ihrer Beziehung – und forcieren Sie es ein wenig. Überraschen Sie sie mit einem gemeinsamen Salsa-, Tango- oder Merengue-Kurs, buchen Sie einen gemeinsamen Kurzurlaub in Paris, Rom oder Palma. Präsentieren Sie sich mit neuer Frisur, neuem Anzug, einer Flasche Champagner und zwei Karten fürs Ballett – oder für die Red Hot Chili Peppers. Vertrauen Sie auf die Formel: “Funky in life, funky in bed.” Das wirkt, da kann sie noch so viele Pillen nehmen.