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Tag: sozial

Frauen stecken Männer immer noch regelmäßig in die Tasche, aber oft nur in die Labertasche

Reden Frauen mehr als Männer? Quatscht Ihnen Ihre Liebste auch manchmal einen Riss ins Trommelfell? Ja? Beides ja? Vorsicht! Auch wenn beide Fragen dieselbe Antwort erhalten, haben sie vielleicht nichts miteinander zu tun. Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass Frauen zwar tatsächlich gerne mehr reden als Männer – aber nur in ganz bestimmten sozialen Situationen.

In kleinen Arbeitsgruppen etwa geben sich Frauen sehr kooperativ und kommunikativ, also gesprächig, und übertrafen in ihrem Verbal-Ausstoß die Männer. In größeren Teams ab 5 Personen übernahmen allerdings die Männer die Gesprächs-Oberhand. In sehr großen Gruppen wiederum, also etwa beim Essen in einer riesigen Mensa, gab es in den Gesprächen kein Geschlecht, dessen Redeanteil deutlich den des anderen überwog.

Das heißt? Nun, zum einen, dass das Klischee von der viel quasselnden Frau nur bedingt der Realität entspricht.  Nur wenn eine Frau sich in einer Situation sicher und akzeptiert fühlt (also etwa: mit Ihnen), steigt bei ihr das Wortmengen-Volumen. Das erklärt einiges, was? Zum anderen heißt es, dass Sie mit Ihrer Liebsten dringend in einem großen, gerammelt vollen Lokal etwas essen gehen sollten, wenn sie Ihnen mal wieder ein Ohr abkaut. Da wird sie dann ruhiger und Ihr Gesprächsanteil steigt dieser Studie zufolge automatisch an. Oder Sie gründen mit ihr und mindestens 5 anderen eine Arbeitsgruppe, Thema: “Was Männer sich gern stundenlang von Frauen ins Ohr plappern lassen würden – Sportanalysen und Dirty Talk für Einsteiger”.

Gedankenlesen beim ersten Date – so geht’s!

Sie wollen wissen, was eine Frau beim ersten Date über Sie denkt? Kein Problem. Verrate ich Ihnen. Aber ich kann nur etwas über die ersten Sekunden Ihrer Begegnung sagen, und ich weiß auch nur, wie sie denkt – nicht, zu welchen Schlussfolgerungen sie dabei kommt. Okay?

Also: Gehirnforscher vom Trinity College in Dublin haben festgestellt, dass Frauen beim Betrachten eines Mannes immer zuerst seine allgemeine Attraktivität bewerten, und dann in einem zweiten Schritt seine soziale Kompatibilität. Sprich: Erst überlegt sie, ob Sie gut aussehen – und gleich danach, ob Sie zu ihr, in ihren Freundeskreis und auf ihre Familienfeste passen.

Welche Bewertung letztlich den Ausschlag gibt, blieb unklar – aber beide Faktoren spielen eine Rolle. Darum ist es sicherlich kein Fehler, zunächst einmal auf ein angenehmes Äußeres zu achten. Wenn es ans soziale Eingemachte geht, sind ein offenes Lächeln, ein freundliches “Hallo!” und eine angedeutete Umarmung zur Begrüßung bestimmt nicht verkehrt. Ganz entscheidend aber ist, dass Sie nicht gleich mit Ihrem neu erworbenen Wissen hausieren gehen und zu ihr sagen: “Hey, hallo, ich weiß, was du gerade denkst!” Denn all das ist ihr selbst gar nicht bewusst. Sie wird Sie für einen Psycho halten und aussortieren. Keine Ahnung, welche Hirnregion sie dafür nutzt.

Ist sie stutenbissig gegenüber sexy Frauen? Sie kann nicht anders!

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Sie sitzen mit Ihrer Angebeteten und ein paar ihrer Freundinnen in einem Cafe und unterhalten sich. Eine sexy Frau in sehr kurzem Rock und sehr weit offener Bluse kommt vorbei. Was passiert?

a) Alle Frauen ergehen sich sogleich in wohlwollenden bis begeisterten Kommentaren über die Offenheit und Freizügigkeit, mit der diese bewundernswerte Person ihre sexuellen Reize zur Schau trägt.

b) Die Frauen am Tisch lästern sofort in übelster Weise über die Frau im kurzen Rock ab. Alle Kommentare haben implizit oder explizit zum Inhalt, was für eine entsetzliche Schlampe das doch sei.

Ich tippe mal: b)

Und jetzt sage ich Ihnen, warum das so ist. Einer kanadischen Studie zufolge können die Frauen nicht anders. Die Untersuchung der University of Ottawa zeigte, dass alle Probandinnen ein solch ablehnendes Verhalten gegenüber aufreizend gekleideten Frauen an den Tag legten, wenn sie in einer ähnlichen Situation waren. Der Grund: Frauen reagieren sensibel auf Störungen des sozialen Friedens. Und eine Frau, die in dieser Weise ihre Reize präsentiert, bringt womöglich das Gefüge in der Gruppe durcheinander – etwa weil sich Männer dazu entschließen könnten, dem kurzen Rock nachzusteigen. Die Studienleiter vermuten, dass dieses Verhalten in Frauen seit Urzeiten angelegt ist.

Meine Frage dazu: Wenn das ein Ding von Frauen unter Frauen ist, das aus Frauenköpfen entspringt – warum erleben Männer dann so oft

c) Alle Frauen unterstellen sofort dem einzigen anwesenden Mann implizit oder explizit, er starre in unziemlicher Weise diese Frau an und denke nur noch daran, wie er schnellstmöglich mit ihr Sex haben könne?

Wer starrt denn hier?!