Solange man jung ist dreht sich das ganze Leben darum Spass zu haben, dann wird man erwachsen und lernt es vorsichtig zu sein. Man kann sich einen Knochen brechen oder auch ein Bein. Man guckt ob man zum Sport geht und manchmal lässt man es einfach sein, weil nicht immer die Motivation da ist, die einem voran treibt. Und im Leben gibt es kein Rezept für den perfekten Antrieb. Ist es verwerflich auch einmal antriebslos im Bett zu bleiben oder sollte man sich immer unter Druck setzen um selbst voran zu kommen? Ist nicht jeder Schritt, sei er auch nach hinten ein Schritt nach vorne?
Ich beschloss das Vergangene hinter mir zu lassen und wieder Spass am Sport zu haben. In Selbstmitleid zu zerfließen würde an der Situation nichts ändern! Der “Rück”-Anfang ist schwer wenn man temporär dazu gezwungen ist gemächlich den Tag zu verbringen, weil man körperlich daran gehindert war sich sportlich aktiv zu zeigen. Körperliche Fitness ist ebenso wichtig wie geistige! Eine Bekannte von mir ging zu Grunde wegen einer leichten Depression, die etablierte moderne Bezeichnung hierfür ist Burn-out. Ein “Krankheit”, die sich durch eine umgestellte Ernährung und reichlich Sport wieder ausgleichen lässt. Folge Ihrer Antrieblosigkeit waren 35 kg plus. Doch fehlt der Wille bringt der Weg zum Ziel nichts, wenn man sich ständig im Dunkeln verrennt.
Ich persönlich lasse so etwas nicht an mich heran. Viel mehr war es der unvollkommene Gedanke daran sich nicht konzentriert sondern immer nur “häppchenweise” daran zu gewöhnen seinen Körper fit zu halten. Die Erkenntnis nicht seine persönliche “Vollkommenheit” zu erreichen, sondern immer weiter gegen Null unendlich zu laufen schlägt einen kontinuierlich zurück. Deshalb bin ich froh das nach langer Genesung endlich wieder Aktivität in den Körperzellen herrscht. Natürlich zu einer recht ungünstigen Zeit: Weihnachten. Der Duft von Essen in jeder Himmelsrichtung, die lustig fröhliche Hemmschwelle zu überschreiten, besonders wenn Gesellschaft um einen herum ist. Punkte die einen oft dazu verführen einfach alles neu erworbene über Bord zu werfen um sich einfach mal zu sagen “Morgen geht es wieder weiter”. Man belügt sich in gewisser Hinsicht selber.
Meine neuer Plan sieht stringent aus, Platz für eine Sünde ist immer an den trainingsfreien Tagen. Deshalb werde ich wie gewohnt gleich zum Beginn des Tages mein Sportprogramm durchziehen, damit der Faktor “Gemütlichkeit bei Kerzenschein am Abend” gänzlich ausgemerzt wird. Der heutige Tag begann demnach mit einer Ruderergometer-Einheit von etwa 45 min. und einem anschließenden Proteinshake! Der Genuss der Sportes kommt schnell über einem, doch wie ist es beim Menschen die Gewohnheit ist langweilig. Doch um etwas zur Gewohnheit zu machen muss man es konsequent täglich fortsetzen, was derzeitig mein Ziel sein soll. Ein kleiner Schritt damit die folgenden größer gesetzt werden können. Da morgen Heiligabend ist, wird nur zu Beginn des Tages eine erneute Rudereinheit statt finden um den restlichen Tag samt der Familie zu bestreiten.
Bis dahin besinnliche Weihnachten
So far
Auditore