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Tag: Zukunft

Das ganze Lieben ist ein Test!

Geht Ihre Liebste öfter mal nicht ans Telefon und lässt Sie auf die Mailbox sprechen? Obwohl sie gerade noch zu erreichen war? Glauben Sie mir, das hat nichts damit zu tun, dass sie es einfach nicht gebacken bekommt, ihr Smartphone zu bedienen. Die 300 Anrufe am Tag, die sie selbst absetzt, beweisen das Gegenteil.

Nein, das Nicht-Drangehen ist ein Test. Genau wie vieles andere. Forscher der University of Western Sydney und der Singapore Management University haben in einer gemeinsamen Studie 58 verschiedene neuzeitliche Methoden analysiert, mit denen Frauen (aber auch Männer) überprüfen, wie ernst es mögliche zukünftige Partner meinen und zu welchen Opfern sie bereit sind. Dazu gehören neben dem absichtlichen “Am-Telefon-zappeln-Lassen” auch das Flirten mit anderen Männern, das Aufziehen und Ärgern des PoPas (potenziellen Partners) und das Verweigern von Sex.

Die Forscher stellten fest, dass Frauen solcherlei Methoden – oder sollte ich sagen: blöde Spielchen? – wesentlich häufiger einsetzen, um Männer zu testen als umgekehrt. Das liege wahrscheinlich daran, dass für Frauen die Risiken eines sexuellen Abenteuers tendenziell größer sind – eine Schwangerschaft mit einem One-Night-Stand hinterlasse eben die Frau mit einem Kind, nicht den Mann. Mal abgesehen davon, dass es 1. Vaterschaftstests und Gesetze gibt und 2. für One-Night-Stand-interessierte Frauen die Pille gibt, und für Männer nicht, könnte man jetzt vorschnell behaupten: Klar, die Männer haben gar keine Zeit für eigene Spielchen – die müssen sich ständig die Spiele der Frauen mitspielen. Man kann aber auch sagen: Männer haben so etwas nicht nötig. Die wissen, wenn es die Richtige ist. Und manchmal ist es eben nur die Richtige für heute Abend.

Trotzdem rate ich Ihnen: Wenn Sie überzeugt sind, dass sie die Richtige ist – spielen Sie mit. Bleiben Sie dran. Denn wenn Sie es nicht tun, wird sie nicht denken: Der hat keine Lust auf Spielchen. Sie wird denken: Er ist nicht der Richtige. Und das wollen Sie nicht.

 

Partnerwünsche: Ist China ein Vorbild?

Alle Welt schaut nach China. In China liegt die Zukunft, heißt es. Lernen von den Chinesen also? Mal schauen. Gerade wurde dort eine Umfrage zur Partnerwahl publiziert, darüber, was chinesische Männer von ihren Frauen erwarten und umgekehrt. Einiges klingt altbekannt – fragt sich, ob das dann auch die Zukunft ist:

- 40 Prozent der Frauen würden einen Staatsdiener einem Unternehmensvorstand vorziehen. Da wird die Arbeit von Beamten noch wertgeschätzt. Hätte sich mal Verona Pooth daran gehalten!

- Immerhin 3,3 Prozent der Männer würden eine Frau vom Lande nehmen. Aber nur 0,7 Prozent der Frauen wollen einen Bauern heiraten. Vielleicht sollte RTL ein neues Format ersinnen: “Reisbauer sucht Frau”.

- Über der Hälfte der befragten Männer war der Job ihrer Zukünftigen egal. Klar, sagen Sie: Hauptsache, die Kohle stimmt. Aber nicht einmal das interessiert die Chinesen.

- 70 Prozent der Chinesinnen erwarten, dass ihr zukünftiger Mann eine eigene Wohnung hat und nicht mehr bei den Eltern wohnt. Darüber, wie die restlichen 30 Prozent sich das Zusammenleben mit den Schwiegereltern vorstellen, gibt es keine Angaben – genau so wenig darüber, ob der Zukünftige ein eigenes Bett haben sollte.

Ob die Veröffentlichung solcher Zahlen dem Bild vom modernen Chinesen in der Welt Vorschub leistet?

Hm.